Burgenforum

Karner in Österreich
Oliver de Minnebach - 24-7-2008 um 19:14

Ich hab mir gedacht es gibt soooo viele Karner in Österreich, dass man diesen einzigartigen Bauwerken ein eigenes Kapital widmen sollte.

Bitte beteiligt euch mit Fotos, Grundrissen, Aufrissen, usw. :)

Das Forum soll leben!!!


Oliver de Minnebach - 24-7-2008 um 19:36

ehem. KARNER der Pfarrkirche WEIKERTSCHLAG


Geschichte:
Zum ehem. Karner sind keine urk. Nachrichten bekannt. 1659 und 1755 brannte die Pfarrkirche von Weikertschlag ab. Mglw. ist der Karner einem der beiden Brände zum Opfer gefallen. (O.F.)

Baubeschreibung/-geschichte:
Vom ursprünglich zweigeschossigen Bau des Karners ist gegenwärtig das gesamte Untergeschoss, das ehem. Ossarium erhalten. Von der Ruine des kreisrunden Baues mit einem Durchmesser von ca. 10 m, ragen noch bis zu 2 m hohe Mauern über dem heutigen Begehungsniveau auf.
Im Norden befindet sich die primäre Öffnung, die sogenannten Knochenrutsche über welche die aus dem Friedhof erhobenen Gebeine in das Untergeschoß hinuntergelassen wurden.
Das Untergeschoß, dessen Tiefe nur vermutet werden kann, ist bis zum Ansatz des primären Kuppelgewölbes mit menschlichen Knochen befüllt. Ursprünglich wurde der Raum durch ein im S liegendes stark getrichtertes Fenster belüftet.
Das grobblockige, streng lagerhafte Mauerwerk ist in die 1. H. des 13.Jh. zu datieren. Dementsprechend dürfte der Karner mit dem Ausbau der Pfarrkirche zu einer dreischiffigen Basilika in den Jahren um 1230/50 erbaut worden sein. (O.F.)

Literatur:
Hans Aigner, Weikertschlag an der Thaya – Ein Heimatbuch, o. O. 1933, 59 ff.


Oliver de Minnebach - 24-7-2008 um 19:39

Ansicht von Norden


Oliver de Minnebach - 24-7-2008 um 19:40


Oliver de Minnebach - 24-7-2008 um 19:44

stark getrichterte Lichtscharte im Ossarium


Oliver de Minnebach - 24-7-2008 um 19:46


Oliver de Minnebach - 24-7-2008 um 19:52

Mauerstrukturen im Ossarium


Oliver de Minnebach - 25-7-2008 um 18:57

ehem. KARNER der Pfarrkirche Raabs
Hl. Katharina

Geschichte:
1429 war der Pfarrer von Raabs, Georg von Weitra, Lehensherr über den der Hl. Katharina geweihten Karnerkapelle. Nachdem noch im Jahr 1500 die Mutter des Hans Hauser zu Karlstein, eine Wochenmesse für den Karner gestiftet hatte, verkaufte die Familie später die Lehensherrschaft an die Puchheimer, denen jedoch 1586 nicht gestattet wurde, daraus ein Recht geltend zu machen, da weder sie noch die Hauser zu Karlstein ihn erbaut haben. Die Wochenmesse wurde später in der Pfarrkirche gehalten und in der Kapelle feierte man nur am Katharinentag Gottesdienst. Unter Josef II. wurde 1786 der Karner abgebrochen. 1856 stieß man bei der Anlage einer Baumschule auf dessen Grundmauern. (O. F.)

Baubeschreibung/-geschichte:
Von dem ehem. zweigeschossigen Rundbau, mit ca. 8 m Durchmesser sind nur mehr die Umrisse im Rasen erkennbar. Nach einer älteren Beschreibung zufolge besaß der Karner, so wie ein Großteil dieser Gebäude, im Untergeschoss ein Ossarium und darüber eine Kapelle. Gegenwärtig sind obertägig keine Mauerreste vorhanden, doch sind aufgrund der Bodeneigenschaft und der eindeutigen Verfärbung des Rasens auch für das ungeübte Auge der Standort des ehem. Karners erkennbar. Dieser befand sich im S der Pfarrkirche, direkt gegenüber dem S-Portal. (O. F.)

Literatur:
Alois Plesser, Zur Topographie der verödeten Kirchen und Kapellen im Viertel ober dem Manhartsberg. in: Blätter des Vereines für Landeskunde von Niederösterreich, NF. 35 Jg., Wien 1901, 326 f.


Ansicht vom Kirchturm auf den ehem. Karner:


Andreas - 26-7-2008 um 17:10

Unterhalb der gotischen Beicht- und Taufkapelle (1437) der Kirche St. Peter am Moos hat man die Grundmauern eines frühgotischen Karners gefunden und mit trittsicherem Glasfenster recht eindrucksvoll präsentiert.


Andreas - 27-7-2008 um 18:07

romanisch, lt. Dehio "2geschoßiger Rundbau mit Halbkreisapsis und Kegeldach. In der Krypta (war leider nicht drinnen) 12eckiges Klostergewölbe, in der Kapelle (typisches Kriegerdenkmal) kuppeliges Gewölbe. Got. Spitzbogenportal; ein rom. Rundbogenfenster und 2 Rundfenster. Zur Kapelle führt eine Treppe, dort auch Reste eines figürlichen Römersteines als Weihwasserbecken..."


Oliver de Minnebach - 28-7-2008 um 14:24

Die Balkeneinschübe...??? war da ein umlaufender Gang?
hast du mehr Bilder?


Andreas - 28-7-2008 um 16:11

leider nein - meine sonst sehr kulturinteressierte vier-köpfige Familie hat hungrig und erschöpft im Auto gewartet, sodass ich nur kurz durch Kirche und Kirchenhof gejoggt bin.


Oliver de Minnebach - 28-7-2008 um 19:32

Oh ja, du sprichst mir aus der Sehle! Meine Freundin interessiert sich nicht so sehr für Kultur und da wird jeder Abstecher von der geplanten Reiseroute zur Frage: "Und welche Ruine darfs heute sein?" - "Du, i bleib aber im Auto!" - "ned länger als 15 Minuten, oder?"


Andreas - 29-7-2008 um 05:47

links der Karner, siehe auch
http://burgenseite.com/forum/viewthread.php?tid=415#pid2688


Oliver de Minnebach - 2-8-2008 um 05:15

Karner der ehem. Pfarrkirche Hl. Kunigunde. 2-geschossiger über quadratischen Grundriss 14. Jh.

östl. kleiner Absidenerker auf Konsole.
Innen Kreuzrippengewölbe auf niedrigen Diensten mit Kapitellkonsolen, Wappenschlußstein ohne Darstellung.
Ossarium mit Spitztonnengewölbe.


Oliver de Minnebach - 2-8-2008 um 05:16


Oliver de Minnebach - 2-8-2008 um 05:17


Oliver de Minnebach - 2-8-2008 um 05:21

Ich komm nich ganz zurecht mit einigen Detailformen: wie zum Beispiel der auf Konsole leicht vortretende Apsidenerker, die Rundbogenfenster, usw.

Wenn 14. Jh. dann aber 1305/10...
Das Gewölbe im Obergeschoss mag schon jünger sein aber die gesammte Anlage mit der ehem. Kirche und dem Karner und der ovalen Friedhofsmauer, das erinnert mich eher an eine Burgkirchenanlage, wie sie bei uns zu finden sind.


Oliver de Minnebach - 2-8-2008 um 05:29

offizieller Text der Pfarre Tulln:
Der Karner ist ohne Zweifel ein Juwel der spätromanischen Baukunst in ganz Europa, das auch in der kunsthistorischen Literatur höchsten Stellenwert genießt.

Das berühmte Bauwerk ist etwa 1240/50, wahrscheinlich im Auftrag des letzten Babenbergerherzogs Friedrich II., von einer normannischen Bauhütte errichtet worden, welche zuvor in Jak in Westungarn tätig war (dort steht das fast identische Trichterportal) und 1241 vor dem Mongolensturm in Österreich Zuflucht gesucht hatte.

Das Untergeschoß des Karners diente bis 1785 als Beinhaus für die exhumierten Gebeine des Friedhofs, der die Stadtpfarrkirche umgab.

Sein Obergeschoß ist eigentlich eine Friedhofskapelle, in die man über die neue Freitreppe hinaufgeht und die man durch das prachtvolle romanische Trichterportal betritt. Die Apsis ist zwar nach Osten gerichtet, das Portal jedoch nach Nordwesten verschwenkt, offenbar in Richtung des damals noch verwendeten Südtores des Römerlagers, da zur Bauzeit der gotische Hochchor der Stadtpfarrkirche noch nicht bestand.
Der Grundriss des Karners ist 11-eckig, eine Form, die offenbar auf einen Sakralbau in Jerusalem zurückgeht.

Besichtigung: Im Sommer von 7.30 Uhr - 19.30 Uhr. Zu allen anderen Zeiten nur gegen Voranmeldung im Pfarramt St. Stephan, Wiener Straße 20 (Tel. 02272/62338)


Oliver de Minnebach - 2-8-2008 um 05:30


Oliver de Minnebach - 2-8-2008 um 05:31


Oliver de Minnebach - 2-8-2008 um 05:31


Rambo - 2-8-2008 um 16:18

Auf den Kirchhof der Stadt Köflach steht der romanische Rundkarner
Er dürfte Ende des 13 Jhd. spätestens Anfang des 14 Jhd. erichte worden sein und wurde ursprünglich im Obergeschoß als Taufkapele verwendet. Die Kapelle war dem Hl. Lambert geweiht. 1889 wollte man den Karner wegen Baufälligkeit abbrechen.

Nach dem 1 Weltkrieg wurde der leer stehenden Karner in eine Kriegergedenkstätte umgestaltet. Die Fresken im Innenraum stammen von Prof. Silberbauer die Bildhauerarbeiten von Franz Josef Unterholzer.
Gruß Rambo


Rambo - 2-8-2008 um 16:19

Bild 2 Karner Köflach


Rambo - 2-8-2008 um 16:20

Bild 3 Karner Köflach


Rambo - 2-8-2008 um 16:20

Bild 4 Karner Köflach


Rambo - 2-8-2008 um 16:21

Bild 5 Karner Köflach


Rambo - 2-8-2008 um 16:21

Bild 6 Karner Köflach


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 11:59

Was die da mit dem Karner gemacht haben ist ja ein ziemlich arges "Facelifting"!!!

lG Oliver


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:02


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:02

Gotischer Karner um 1350 (?)


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:13

Neben der Kirche steht der Karner zu den hl. Aposteln Petrus und Paulus, ein Rundbau aus der Zeit um 1400, auf vielleicht noch romanischer Grundlage. Bekrönt wird er durch ein steinernes Kegeldach. Ein profiliertes Spitzbogenportal führt in den Raum, der ein Sterngewölbe und eine Halbkreisapsis aufweist. Außen an der Nordseite befindet sich eine würfelförmige Steinkanzel mit Evangelistenreliefs, um 1580.


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:15


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:16

Die Sockelzone


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:23

Das Kegeldach und die vorspringende Apsis


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:25

Cool! ;)


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:27

Der Rundbau des Karners liegt neben der Pfarrkirche und stammt etwa aus der Zeit um 1260.

Im Jahre 1619 verwüsteten böhmische Aufständische das Gebäude. Nach einer späteren, jahrzehntelangen Verwendung als Getreideschüttkasten wurde der Karner im Jahre 1973 anlässlich des Pfarrhofneubaues renoviert.

Seit dem Jahre 1961 dient er als Aufbahrungshalle.


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:29


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:30


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:34


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:36

Karner Bad Deutsch-Altenburg (1217 - 1250)

Der südöstlich der Pfarrkirche stehende Karner ist dem Hl. Leonhard geweiht. Es handelt sich dabei um einen zweigeschossigen Rundbau mit einem zum Teil unterirdischen Untergeschoss, das als Ossarium (Raum zur Aufbewahrung der Gebeine aus den aufgelassenen Gräbern des Friedhofs) diente. Der Kapellenraum im Obergeschoss ist über eine Treppenanlage zugängig und besitzt im Osten eine Apsis. Das Portal im Westen ist in einen Vorbau eingetieft. Der von Rundsäulen getragene Kapitellfries ist unterschiedlich gestaltet: Blatt-, Knospen- und Blätterkapitelle bilden eine abwechslungsreiche Gliederung. Der Bau weist wie die Pfarrkirche tilistische Beziehungen zu Bayern und Ungarn auf.
Erbaut wurde der Rundbau in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts (eine Restaurierung erfolgte 1823). Der Bau des Karners könnte mit der Teilnahme eines Mitgliedes der Stifterfamilie an dem Kreuzzug von 1217-1219 zusammenhängen. Auch Herzog Leopold VI. gelobte für eine glückliche Heimkehr aus diesem Kreuzzug den Bau eines Karners in Klosterneuburg.


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:41

Das tolle Portal


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:43


Oliver de Minnebach - 5-8-2008 um 12:46


Andreas - 5-8-2008 um 15:47

"KARNER: Beinhaus aus dem 13. Jahrhundert mit atypischer Form (nur zweimal in NÖ vertreten!). Rechts vom Eingang befindet sich ein fünfgliedriges, spätromanisches Fenster. Heute noch als Aufbahrungshalle genützt." http://www.enzersdorf-fischa.gv.at/Bildergalerie/bildergalerie.htm)


Andreas - 5-8-2008 um 15:48

genanntes Fenster


Oliver de Minnebach - 6-8-2008 um 09:18

Irgendwo hab ich gelesen, dass diese Fenstergruppe eine sekundär verbaute Ballustrade sein soll! Weiß da jemand mehr darüber?


martin - 6-8-2008 um 22:41

Hab ich auch schon irgendwo gelesen und erscheint mir logisch.
Als Fenster wäre das ein echtes Einzelstück


Andreas - 12-8-2008 um 08:34

Laut Dehio erbaut 2. H. 12. Jhd, spätromanisches Bauwerk, 2 geschoßiger Rundbau mit 3/4 Apsis im Osten


Andreas - 12-8-2008 um 08:35

Dehio: 2fach abgetrepptes Rundbogenportal


Oliver de Minnebach - 12-8-2008 um 19:42

Wahnsinn dieser Karner, der war mir bis jetzt aber noch nicht bekannt... Toll!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


martin - 12-8-2008 um 20:11

Hier noch einige Fotos vom Karner Hartberg.
Das Bandrippengewölbe mit den im späten 19. Jh leicht überrestaurierten Fresken.


martin - 12-8-2008 um 20:13

Noch mehr die stark restaurierten Fresken ( siehe auch Tulln, auch die Fresken in Pürgg haben angeblich einmal so ausgesehen, bevor man die Farbe dann wieder mühevoll heruntergekrazt hat )


martin - 12-8-2008 um 20:14


martin - 12-8-2008 um 20:18

Der karner steht direkt neben der Stiftskirche St. Lambrecht, Bezirk Murau / Stmk


martin - 12-8-2008 um 20:20

wird schon Mitte 12. Jh urkundlich genannt,


martin - 12-8-2008 um 20:21

Das Kreuzrippengewölbe dürfte wohl erst aus einem Umbau um 1248 stammen. Danach wurde die Kirche neu geweiht


martin - 12-8-2008 um 20:22

Kreuzrippengewölbe, Karner St.Lambrecht


martin - 12-8-2008 um 20:27


martin - 12-8-2008 um 20:28

Sieht von aussen nicht nach viel aus, hat aber innen eine wirklich sehenswerte frühgotische Freskenaausstattung.


martin - 12-8-2008 um 20:34

Liegt ziemlich versteckt am Berg, ein tolles Postkartenmotiv


martin - 12-8-2008 um 20:38

Auch hier ist die komplette Freskenaussattung erhalten.
Den Stil würde ich als ländlich-naiv bezeichnen


martin - 12-8-2008 um 20:39


martin - 12-8-2008 um 20:41


martin - 12-8-2008 um 20:42


martin - 12-8-2008 um 20:45

Pisweg liegt nur wenige Kilometer südlich von Gurk


martin - 12-8-2008 um 20:46

Die Fresken zeigen dieselben Motive wie die Bischofskapelle auf der Westempore von Gurk - nur in deutlich geringerer handwerklicher Qualität.


martin - 12-8-2008 um 20:51


martin - 12-8-2008 um 20:58


Oliver de Minnebach - 13-8-2008 um 11:49

Toll Martin! Danke für deine Beiträge....

Man sollte wirklich wie der Thomas beginnen, eine eigene Reihe über Karnerbauten in Österreich herauszugeben!

lG Oliver


Oliver de Minnebach - 30-8-2008 um 16:47

neben der spätgotischen Kirche freistehend die frühgotische Karnerkapelle, mit einem polygonalen Dachreiter über dem Westgiebel. Darunter ein überdimensionales spätgot. Fresko des Hl. Christophorus mit Herzoghut (um 1500). Schlichter Kapellenraum mit Kreuzrippengewölbe und 5/8 Schluss.


Oliver de Minnebach - 30-8-2008 um 16:51


Oliver de Minnebach - 30-8-2008 um 16:53

Der Dachreiter...

Die Konsolensteine auf denen der Dachreiter sitzt machen mich ein bisserl stutzig!

Von der Form des Dachreiters und auch wenn er aus Ziegl gemauert ist, würde schon mit der Kapelle passen um 1300/20.


Oliver de Minnebach - 6-9-2008 um 08:36

Um 1250 von den Grafen von Plain-Hardegg gestiftet und dem hl. Bartholomäus geweiht, wurde er um die Mitte des 14. Jhdts mit den gotischen Giebelspitzen versehen. Bemerkenswert ist das spätromanische Portal mit dem Zackenfries und den Lilienkapitellen. Die Figuren auf den Giebelspitzen stellen den Pantokrator, das Stifterpaar, eine vierblättrige Rose und einen Pelikan dar. An der Spitze des Karners befindet sich ein sogenantes Jerusalem-Kreuz. Im Inneren des Karners haben sich noch mehrere Weihekreuze erhalten. Als Schlussstein ist ein Vera-Ikon-Darstellung zu sehen. Im Rundbogenfenster ist als gotische Glasmalerei die hl. Helene zu sehen. Das Gemmenkreuz über dem Altar wurde anlässlich des Papstbesuches im Jahre 1983 geschaffen.


Oliver de Minnebach - 6-9-2008 um 08:37


Oliver de Minnebach - 6-9-2008 um 08:39


Oliver de Minnebach - 6-9-2008 um 08:39


Oliver de Minnebach - 6-9-2008 um 08:40


Oliver de Minnebach - 6-9-2008 um 08:42


mank - 29-3-2009 um 17:02

Karner Deinsberg, Ktn.


Andreas - 1-5-2009 um 13:08

kurios

http://www.bda.at/text/136/908/14008/


Andreas - 31-10-2010 um 20:55

Der Karner von Mödling darf natürlich nicht fehlen


Andreas - 31-10-2010 um 20:57

12. Jhd


Wulfing von Blumenau - 28-1-2012 um 21:03

hast du die petroneller Rundkirche absichtlich nicht genannt, da sie ja nicht direkt als Karner anzusprechen ist?
Passt ja auch wunderbar dazu..... tolle Sammlung übrigens- wenn jemand ein Buch mit ähnlich guten Fotos, Grundrisszeichungen und ein wenig Geschichte dazu schreiben würde- ich würde es sofort kaufen......


Oliver de Minnebach - 29-1-2012 um 18:06

Diese Rubrik dient ausschließlich der Auflistung von Karnern. Nicht jeder rude sakrale Bau ist ein Karner!!!


Oliver de Minnebach - 5-2-2012 um 19:22

Da es ja aus bauhistorischer Seite eine Vielzahl an inoffizieller Aufnahmen und Begehungsprotokolle gibt haben WIR (von den Bauforschern) schon lange an eine umfassende Katalogpublikation gedacht.


Gregor - 3-6-2012 um 18:32

Ich kann zwar nicht mit Fotos dienen, aber dafür ein wenig Literatur zum Thema beisteuern:

Wilhelm Deuer hat in seiner Dissertation aus 1982 „Der romanische Kirchenbau in der Steiermark unter Ausklammerung der Stiftskirchen“ folgende zwei Abschnitte zu Karner verfasst:
-) Die Rundkarner (S. 123-132)
-) Rechteckige Karnerräume (S. 133-135)
Zu den Kapiteln gehören ein paar Pläne und auch zwei Karten (Karner in der Steiermark und der Untersteiermark). Ich werde die Karten die Woche einscannen und ins Forum stellen.

Weiterhin gibt es unter dem nachstehenden Link den Artikel über Beinhäuser bzw. Karner aus dem „Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte“. Natürlich sind da auch einige Abbildungen enthalten.
RDK - Beinhäuser/Karner


Herbert - 4-6-2012 um 09:36

Die Kärntner Karner sind schon bearbeitet:
Reiner Sörries, Die Karner in Kärnten, Ein Beitrag zur Architektur und Bedeutung des mittelalterlichen Friedhofes, Verlag Carinthia, Klagenfurt 1996, 139 S..


MfG Herbert



Zitat
Ursprünglich verfasst von Gregor
Ich kann zwar nicht mit Fotos dienen, aber dafür ein wenig Literatur zum Thema beisteuern:

Wilhelm Deuer hat in seiner Dissertation aus 1982 „Der romanische Kirchenbau in der Steiermark unter Ausklammerung der Stiftskirchen“ folgende zwei Abschnitte zu Karner verfasst:
-) Die Rundkarner (S. 123-132)
-) Rechteckige Karnerräume (S. 133-135)
Zu den Kapiteln gehören ein paar Pläne und auch zwei Karten (Karner in der Steiermark und der Untersteiermark). Ich werde die Karten die Woche einscannen und ins Forum stellen.

Weiterhin gibt es unter dem nachstehenden Link den Artikel über Beinhäuser bzw. Karner aus dem „Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte“. Natürlich sind da auch einige Abbildungen enthalten.
RDK - Beinhäuser/Karner


Herbert - 4-6-2012 um 10:08

Innerkofler Waltraud, Die Karner in Kärnten und ihre Fresken, Graz 2003

MfG Herbert


Zitat
Ursprünglich verfasst von Gregor
Ich kann zwar nicht mit Fotos dienen, aber dafür ein wenig Literatur zum Thema beisteuern:

Wilhelm Deuer hat in seiner Dissertation aus 1982 „Der romanische Kirchenbau in der Steiermark unter Ausklammerung der Stiftskirchen“ folgende zwei Abschnitte zu Karner verfasst:
-) Die Rundkarner (S. 123-132)
-) Rechteckige Karnerräume (S. 133-135)
Zu den Kapiteln gehören ein paar Pläne und auch zwei Karten (Karner in der Steiermark und der Untersteiermark). Ich werde die Karten die Woche einscannen und ins Forum stellen.

Weiterhin gibt es unter dem nachstehenden Link den Artikel über Beinhäuser bzw. Karner aus dem „Reallexikon zur Deutschen Kunstgeschichte“. Natürlich sind da auch einige Abbildungen enthalten.
RDK - Beinhäuser/Karner


Otto von Floridus - 4-6-2012 um 10:39

Auf meinen Weg nach Horn, dieses WE, ist mir natürlich der wunderschöne Karner in Pulkau aufgefallen ! Die Fotos folgen in Kürze ! :P
lg otto


Otto von Floridus - 5-6-2012 um 17:34

Karner bzw. Kapelle, dem hl. Bartholomäus geweiht (13. Jhdt.)



Seine Form als Rundkapelle verdankt er den Kreuzfahrern. Man wollte in der Heimat eine Nachahmung des hl. Grabes von Jerusalem haben. Um 1250 von den Grafen von Plain-Hardegg gestiftet und dem hl. Bartholomäus geweiht, wurde er um die Mitte des 14. Jh. mit den gotischen Giebelspitzen versehen. Bemerkenswert ist das spätromanische Portal mit dem Zackenfries und den Lilienkapitellen


Otto von Floridus - 5-6-2012 um 17:36

Zu beachten die Figuren am Giebel ! Die Figuren auf den Giebelspitzen stellen den Pantokrator, das Stifterpaar, eine vierblättrige Rose und einen Pelikan dar. An der Spitze des Karners befindet sich ein sogenanntes Jerusalem Kreuz.


Otto von Floridus - 5-6-2012 um 17:37

Detail


Gregor - 5-6-2012 um 18:42

So, anbei wie versprochen die Karte Nr. 8 von Deuers Dissertation.


Gregor - 5-6-2012 um 19:00

Anbei Deuers Karte Nr. 9, leider kann man die Ortsnamen nicht wirklich lesen, auch auf meiner "Originalkopie" nicht. Zusätzlich ist auch nicht wirklich erkennbar was nun ein Karner ist und was z.B. eine Rundkirchen (auch das auf meiner Originalkopie nicht). Ich stell die Karte aber trotzdem rein, eventuell hilft sie als Ausgangspunkt für weitere Recherchen.


Andreas - 23-7-2012 um 10:43

siehe auch Otto von Floridus: http://burgenseite.com/forum/viewthread.php?tid=1350#pid12266


Otto von Floridus - 23-7-2012 um 12:41

Super -Andreas , mit Sonne schauts gleich besser aus !:cool: