Burgenforum

Søborg Kirke (DK)
speerstark - 17-5-2012 um 15:11

Nette Kirche auf Seeland, nördlich v. Kopenhagen.

Übersetzung der Zettel im Aushangkasten (ohne Gewähr)

Einige Informationen zur Kirche in Søborg
Das, was in erster Linie zu dem Auftreten der schönen romanischen Kirche Søborg auffällt, besonders zu seiner beeindruckenden Größe, ist, doch eine Dorfkirche zu sein. Aber es zeigt sich auch, dass Søborg Kirche mehr als nur eine gewöhnliche Dorfkirche ist.

Die Kirche wurde wahrscheinlich zu Beginn Waldemars` des Große Regierungszeit (1157-1182) in Angriff genommen. Im Rahmen des Nationalen Museums Ausgrabungen am "Zwischen Holmen" im Jahr 1979, fanden sich zwei Ziegeleien mit dem berühmten Backstein Eskils`, der etwas kleiner als die gewöhnliche Ziegel ist.

Der Name stammt von Erzbischof Eskil(d) (1137-1177), der als einer der ersten den Dänen gelehrt hat, Lehm als Baumaterial zu brennen. Dieser Stein hat sich in Søborg Kirche, auf der Burgruine und im Kloster erhalten. „Atom-Station Risø Termine Brennen bei etwa 1140“ (Altersbestimmung von 1140??). Das stimmt mit der Tatsache überein, dass König Waldemar das Schloß (die Burg) Søborg 1161 eingenommen hatte.

Die heutige Kirche wurde ursprünglich mit einer flachen Decke ausgeführt, aber die Königin Margarethe I, die in Soborg geboren wurde, lasst die Kirche mit zwei Reihen von Kreuzgewölben ausstatten, die jeweils auf vier Themen, die auf drei schlanken, runde Säulen in einer Linie, in der Mitte des Raumes ruhen.

Im vorhandenen Turm von ca. 1250, hängen zwei Glocken, die beide schön mit Inschriften verziert sind. Die älteste wurde 1649 von Hans Meyer in Heldsingør gegossen, und die jüngste, die alte Fastenove-Glocke aus dem Jahre 1514 ersetzend, wurde in Kopenhagen im Jahre 1934 gegossen. Die alte Glocke befindet sich heute im Nationalmuseum.
Auf der Südseite des Chores war um 1400 eine Sakristei, wo „vestmur liegt mit dem Schiff triumfvæg Flush“ (irgendwas mit einem Schiff usw.). – Das Kirchenportal wurde 1863 abgerissen, aber im Jahre 1940 wurde es in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. Es wird jetzt als Leichenhalle genutzt.

Auf Wände und Säulen in der Kirche befinden sich die seinerzeit rekonstruierten Fresken.
An der Nordwand finden wir es smukk ...... und das Schiff mit einem gebundenen Mann mit Bis ....... Paulus in der Gefangenschaft Reise (Acta kap27). ..... (Abschnitt 1.5)? Sct. Clement Martyrium? (Er warf ein Schiff mit einem Anker um den Hals).

Und wer ist die Frau in der Nordseite? Sie trägt einen Heiligenschein und Krone der verheirateten Frau Kopfschmuck, und der linken Hand hält sie ein Gebäude, das als Kirche rekonstruiert wurde. Ist das die Jungfrau Maria? (Wir verweisen auf die steinerne Urne in der alten Frau Eingang, wo es nur möglich war, folgendes zu entziffern, das Wort: Maria).
Die Schrift ist aus (auf dem?) Granit, der Romanik, der genauso alt wie die Kirche. (??)

Der Altartisch, wahrscheinlich mittelalterlich, ist mit rotem Backstein verkleidet. Es ist mit einer dunklen polierten Marmorplatte bedeckt.
Das Altarbild wurde in Eiche von Hans de Brügge im Jahre 1592 geschnitzt. Jetzt umfasst ein großer Bereich ein aktuelles Gemälde von August Thomsen (Jesus als der 12-Jährige im Tempel) 1843, aber die ursprüngliche Panel, das in 4 Felder geteilt wurde, wird im Nationalmuseum aufbewahrt. Altarleuchter sind aus dem 1641.

Die Kanzel ist ein feines und unverwechselbares Werk aus der Renaissance um 1600. Es verdient eine genauere Untersuchung, wie die drei Epitaphien der Kirche.

Søborg Burg wurde während der Bürgerkriege und der Reformation im Jahre 1536 zerstört, während die Søborg Marktgemeinde (ab 1270) dem Erdboden gleichgemacht.
Mit der Burgruine werdet ihr hier im Forum noch getrennt "behelligt" :cool:
Doch wurde die Kirche durch alle diese Unfälle verschont. Es ist jetzt schön und sehr gepflegt und bietet seine Gemeindemitglieder willkommen, in Freude und in Trauer zu verehren, aber es begrüßt auch den „rauschenden“ Begleiter, der die Geschichte und Predigt hören will.

Wer du auch bist
und trittst in dieser Kirche
vergessen Sie nicht,
dass es ist Gottes Haus.
Stille und Gebet ziemt
an dieser Stelle.
Wenn es Ihnen gelingt
bete ein Gebet für dich selbst,
und die
als hier verkündet (?)
und hören das Wort Gottes.
Der Herr segne Sie Ihre Eingabe (? „Enter“ ;-) )
und die Ausgabe von nun an
und für immer.
Amen


speerstark - 17-5-2012 um 15:18

Der Turm, der hohe, soll lt. Aushang aus ca. 1250 sein.


speerstark - 17-5-2012 um 15:26

Blick innen, Richtung Westen


speerstark - 17-5-2012 um 15:28

Blick innen Richtung Osten


speerstark - 17-5-2012 um 15:29

Die Gemeinde nutzt die Kirche!


speerstark - 17-5-2012 um 15:31

Blick Richtung Norden auf den "Balkon"


speerstark - 17-5-2012 um 15:31

Detail oben am "Balkon"


speerstark - 17-5-2012 um 15:32

und eine der Mittelsäulen


speerstark - 17-5-2012 um 15:34

Nette Luster, oder?


speerstark - 17-5-2012 um 15:35

Eines der "Mandalas" ;-) hinter dem Altar


speerstark - 17-5-2012 um 15:36

Krixikraxistein - mit Runen??


speerstark - 17-5-2012 um 15:37

Nettes Detail am Kreuzrippenansatz


speerstark - 17-5-2012 um 15:39

Unter dem Wappen soll lt. einer der aufliegenden Schriften in der Kirche, ein gewisser "Johann" beerdigt sein.


speerstark - 17-5-2012 um 15:41

Schicker Stein, Übersetzung wird nachgereicht.


speerstark - 17-5-2012 um 15:47

Im Zetteltext -siehe 1. Eintrag hier in diesem Posting- wird gemutmaßt, dass das Fresko Maria zeigt.
(Krone würde ja passen)
Andere wiederum meinen es sei die (hl.) Gertrud, Patronin der Reisenden u.a., u.a. wegen einer nachgewiesenen ehem. Gertrudsgilde vor Ort, ab ca. 1200.


Wilhelm von Baumgarten - 17-5-2012 um 18:44

Wie immer tolle Bilder, danke !
Die "Gertrud" könnte die Stifterin der Kirche sein, zumindest wäre die Darstellung typisch.
Der "Johann" könnte ein Iohan da Olte gewesen sein, da müßte man nachborl´n.
Das Fresko mit der Kuh ist auch toll, ich besitze sogar eine Replik von dem gezeigten Glaspokal.


speerstark - 20-5-2012 um 22:33

Wuffi-Wappen (Hunde-Wappen) ...
oder doch etwas anderes?


Otto von Floridus - 21-5-2012 um 07:32

...schaut so aus wie der Steirische Panther , in etwa halt .:)


wulf - 21-5-2012 um 07:47

.... oder auch ein Wolf ?


Wilhelm von Baumgarten - 21-5-2012 um 19:07

Ja, ist ziemlich sicher ein Wolf.


Otto von Floridus - 22-5-2012 um 07:36

Aha-also doch ein Lupo - die großen Tatzen haben mich etwas verwirrt !:cool:


speerstark - 22-5-2012 um 18:51

In der Kirche sind jeweils an den Kopfenden des Bänke Wappen eingeschnitzt.
Wie man sieht mit Jahreszahlen.
Die drei gezeigten sind wohl früh verstorben.
Frage: Sind die "Geisterleintücher" über den Wappen "Spielerei" oder haben die Bedeutung?
Nicht bei allen Kindern war das .. siehe das rechte Wappen ohne Geisterleintuch.

demütig
speerstark


speerstark - 22-5-2012 um 19:07

Ergänzung zu meiner Frage im vorigen Posting:

Wobei ich einmal als Laie annehme, dass es sich um Kinderwappen handelt.
Oder kann es sich auch um die Zeitspanne des Wirkens in/an der Kirche/Gemeinde handeln?
(Der vermeindliche Baumeister/Maurer -linkes Wappens in diesem Bild-, wird wohl einige Jahre hier verbracht haben - aber soooo lange wie hier, bei dieser Kirche??)

demütig
speerstark


Alex - 23-5-2012 um 14:12

vielleicht finstda da was - ich verstehs einfach nicht...

http://www.kirkehistorie.dk/


hoch spekulativ könnt der Schleier evtl nicht nur das Ende des Kindes, sonder vielleicht auch das Ende der Familienline bedeuten. Würd zumindest erklären warum das nur bei ein paar Wappen vorkommt.
Auffällig ist ja auch, dass die "beschleierten" Wappen schräg stehen. Und einmal deckt der Schleier den gesamten Helm mitsamt Helmzier ab, und einmal nur teilweise. Da könnt durchaus eine Symbolik dahinter stehen. Du kennst nicht zufälig einen dänischen Heraldiker?

LG
Alex


Wilhelm von Baumgarten - 23-5-2012 um 17:59

Kinderwappen sind das sicher nicht. Im Mittelalter wurden die Kinder erst richtig als Mensch angenommen wenn sie das sechste Lebensjahr erreicht haben. Erst dann war man aus dem Ärgsten heraus. Ich nehme an die abgebildeten Daten zeigen das Wirken der Genannten in der Gemeinde an.

Zur Art der Darstellung: bei einem Vollwappen (d.h.Wappenschild+Helm+Helmzier+Helmdecke) ist der Wappenschild meist schräg gestellt und der Helm sitzt auf der oberen Spitze auf. Der Helm kann in der Frontansicht oder im Profil dargestellt sein. Die Helmdecke kann auch manchmal recht üppig ausfallen, aber eine "Totalverhüllung" des Helms habe ich bisher noch nie gesehen.

Der"Baumeister" könnte schon auf eine recht lange Dienstzeit kommen, wenn er schon als Lehrling dort begonnen hat und sich bis zum Dombaumeister hochgedient hat.


wulf - 23-5-2012 um 18:15

Diese Verschleierung könnte anzeigen daß die direkte Linie dieses Geschlechts somit ausgestorben ist. Was auch den damit verbundenen Verlust von besonderem Stand und Rechte für die verbliebenen Verwandten bedeuten kann.

LG
wulf