Burgenforum

ist das eigentlich auch Archäologie ?
martin - 7-12-2011 um 17:02

Münzschatz in Passau gefunden:
Im Keller der Bibliothek
http://www.ftd.de/wissen/leben/:bibliotheksfund-hausmeisterin-entdeckt-wertvollen-muenzschatz/60139511.html


Alex - 7-12-2011 um 18:35

da musst du wohl den Matthias fragen ;)


Der Arnobär! - 7-12-2011 um 23:00

Also ich glaube von Archäologie kann man hier eher nicht sprechen.. vlt. von einem Grenzfall, wenn es um Wandhohlräume geht sehr wohl. ;)
Die Münzen in dem Kästchen beinhalten ja eher keine Stratigrafien die zur Definition und Datierung der Münzensammlung beiragen. Da ist der Numismatiker direkt gefordert.
Ein sehr schöner Bericht. Btw. dort stand "im 4. Stock" und nicht "im Keller"(?)


Mart - 11-12-2011 um 09:51

Also wenn man etwas in der Bibliothek hinter Büchern versteckt findet ist es doch sonnenklar: Das ist ein Lesefund! ;-)


Oliver de Minnebach - 11-12-2011 um 10:22

Also Bernahrd ich muss dir widersprechen:

Die Stratigrafie sind nicht die Münzen, die Münzen sind der Fund! Die Fundlage, wohl der Befund... Und datieren ist auf jeden Fall nicht zwingend erforderlich. Jeder Fund datiert nicht die Schicht. Meistens ergibt sich nur ein terminus post oder ante.

Also eine Harries-Matrix lässt sich auf jeden Fall erstellen.

SE 01: Die Schatulle
SE 02: Das Regal
usw.

Sicher ist das Hirwixxerei, doch ich erinnere nur an eine entlegene Ruine in den Wäldern von NÖ!


stefan der gogatzer - 11-12-2011 um 18:20

Ob etwas Archäologie ist oder nicht, alles was in der Wirklichkeit aus der Vergangenheit feststellbar und beschreibbar ist, kann doch
auch, dem Zuwachs an Erkenntniss dienen.
Sind Fehlbodenverfüllungen oder Schuttbette von Ziegelpflasterungen nicht existent, weil sie noch nicht in der Erde liegen?

Aufgrund der modernen Technologie werden täglich hunderte Objekte in Mitteleuropa abgebrochen, und vermauerte oder eingeschüttete
Ofenkachelreste, technische Keramik oder ganze Öfen, gleich mit entsorgt.

Im weiteren resultiert wohl jedes Ding auf einer Kette von Ereignissen, ob die vorsätzliche Gebrauchsaufgabe, das Verbergen, oder erst das Deponieren einen bemerkenswerten Kontext erzeugt?


matthias - 7-1-2012 um 18:05

Also mit Archäologie hat die Sache nun überhaupt nichts zu tun. Und es handelte sich auch nicht wirklich um einen "Fund". In Wahrheit war das Vorhandensein der Münzen sowohl dem ehem. Leiter der Staatsbibliothek als auch dem Diözesanarchiv seit Jahren bekannt. lediglich die einfachen Bediensteten in der Staabi wussten von der Sache nichts. Und unsere werte PNP hat wider besseren Wissens eine (gefakte) Story draus gemacht. Der derzeite Leiter der Staabi, Dr. Wennerhold, ließ es geschehen. Passt es soch schön zum diesjährigen 400-Jahres-Jubiläum des ehem. jesuitenkollegiums ...