Burgenforum

[COPY] Warnhinweise?
lady kitten - 16-1-2005 um 21:39

Das unser Hobby wirklich nicht ungefährhlich ist habe ich gemerkt als auf Hardegg ein Stein etwa eineinhalb Meter vor mir aus einem Bogen gekracht ist. Vielleicht sollten wir einen Thread eröffnen, in dem jeder die anderen vor besonders gefährlichen Burgen, Burgenteilen, Aufstiegen, Abhängen warnen kann.

Vielleicht könnte das auch als Beitrag zur Denkmalerhaltung gestaltet werden, in dem gerade die besonders gefärdeten Teile einer Burg beschrieben und mit Fotos dokumentiert werden. Das kann dann vielleicht auch an die Besitzer, Gemeinden und an das BDA (auch wenn ich mir da wenig Hoffnungen mache) weitergegeben werden. Möglicherweise bewirkt es ja etwas.


chateaufort - 1-7-2005 um 23:32

Ich sehe da keine Handhabe. Ein völlig intakt erscheinendes Bruchsteinmauerwerk kann ganz spontan einstürzen. Dies gilt nicht nur für Burgruinen, sondern auch für Kirchtürme (Campanile von San Marco, Venedig, 14. Ja. 1902), Trockenmauern, Friedhofsmauern usw. Bruchsteinmauerwerk - ein Schrecken für alle Bauingenieure...
Das Leben ist gefährlich.

chateaufort


Corbù - 10-9-2005 um 15:16

Der Campanile hatte am Vormittag des 13. Juli plötzlich in der Mitte einer Seitenwand einige Risse bekommen. Die sind so schnell entstanden, dass man quasi zusehen konnte. Daraufhin hat man die piazza und die prokuratien räumen lassen. deshalb ist am 14 juli auch niemand verletzt worden als er einstürzte (nur die katze des turmwächters hats erwischt) Grund dafür war natürlich das Fundament. Der 99 meter hohe turm steht auf einer unzahl von Lerchenstämmen, die in den Lagunengrund gerammt wurden. Und ich glaube man darf es ihnen fast nicht verübeln, wenn sie nach fast 1000 Jahren ein paar cm nachlassen. (1912 wurde der turm im zuge einer 1000 jahr feier wieder eingeweit. und hatte damals bereits einen aufzug!)

Ich glaube schon, dass man erkennen kann ob ein gebäudeteil auch bei einer ruine noch halbwegs intakt ist, oder ob man besser wegbleibt. Wichtiger als die Steine in der Mauer sind die Fugen. Sind die ausgewaschen oder wachsen bereits wurzeln drinnen fehlt die druckverteilende schicht in der Lagerfuge. Dann genügt eine kleine gewichtsverlagerung und vorbei isses.
Anders bei gewölben: ein gewölbe wird mit ziehmlicher sicherheit nicht grundlos einstürzen. das gewölbe kann schon sehr desolat sein und es trägt noch gleich wie am ersten tag. grund dafür ist, dass die steine eingeklemmt sind und aufgrund ihres eigengewichts nicht fortfallen können. bei gewölben sinds auch wieder die außenwände die wegweichen. Grundsätzlich gilt: je steiler das gewölbe desto sicherer. trotzdem würde ich niemanden raten am Scheitel rumzuhüpfen.

Allerdings ist jede Begehung einer Ruine gefährlich und ich glaube jeder muss da selbst so weit sein, dass man abschätzen kann wie weit man gehen darf.


Oberon - 12-9-2005 um 14:07

Also ich weiß jetzt nicht ob das am Thema vorbei geht, aber derzeit gibt es auf der Ruine Greifenfels (bei Ebental, Kärnten) ein wahrhaftig monströses Erdwespennest. Das anscheinend mit besonders aggressiven Wespen bevölkert ist, wie ich erst kürzlich sehr schmerzlich in Erfahrung bringen musste...


lady kitten - 12-9-2005 um 17:22

So eine Begegnung hatte ich auch schon 2 mal und ja, das tat weh. Ich denke es ist gut zu wissen, vor allem weil man die Nester so schwer sieht.


wulf - 26-9-2005 um 23:08

auf hainburg kann es zu gewissen zeiten probleme mit dort nistenden falken geben wenn jungfalken beginnen zu fliegen


Ronny-PG - 17-7-2006 um 09:43

Ruine Zelking bei Melk.....

Würde ich wenn ich nicht müßte auch nicht mehr hineingehen....an der oberkante der Wände liegen schon Steine an der kippe zum herunterfallen...dennoch konnten wir nicht anderst und sind da rein *gg*
rhttp://www.ronny-pg.info/privat/diverses/urlaube/kurz/ruine_zelking_07_2006/fotos/ruine%20zelking%2022.JPG

Steht auch ein nettes neues schild vor der burg :)

rhttp://www.ronny-pg.info/privat/diverses/urlaube/kurz/ruine_zelking_07_2006/fotos/ruine%20zelking%20schild.JPG