Burgenforum

Burg Arnstein (Voitsberg)
Egon das Schwert - 8-2-2009 um 13:01

Wie von mir die ganze Zeit über vermutet, befindet sich an der Engstelle zu Gaisfeld auf dem Hügel daneben, auch Arnstein genannt, selbstverständlich auch eine zerfallene Burg. Komisch nur, dass diese nirgendes erwähnt wird ?!
Weiss jemand mehr darüber ??? Es dürfte sich dabei um eine
sehr frühe Anlage handeln.


Egon das Schwert - 8-2-2009 um 13:11

Die Dimension dieser Burg war gewaltig, wenn man sich das Gelände genauer ansieht. Auf dem Kamm entlang befand sich eine etwa 80m lange Mauer, welche Richtung Nordosten sichern sollte. Südlich befinden sich sporadisch erhaltene Mauerreste, welche zum Teil noch erhalten sind und die tatsächliche Grösse nur erahnen lassen. Die Aussicht ist hervorragend in Richtung Gaisfeld und Krottendorf. Auch die Dietenburg war absolut gut einsehbar. Es ist auch ein Weg Richtung Burg Krems vorhanden, sowie eine weitere Stelle,
an der ein steinerner Turm gestanden haben mag, von dem aus Krems und Burg Arnstein einsehbar war. Die Reste davon habe ich ebenfalls bereits gefunden. Interessant jedoch, dass der Bezirk Voitsberg anscheinend doch noch viel mehr zu bieten hat, als manche "Möchte gern Historiker" glauben.......Zufällig kann man auch bis Wildon sehen....
Gruss Egon das Schwert


Egon das Schwert - 8-2-2009 um 13:21

Mehrere übereinander liegende Mauerreste....


Egon das Schwert - 8-2-2009 um 13:22

.....


Egon das Schwert - 8-2-2009 um 13:31

....Wahnsinns Aussicht


Wilhelm von Baumgarten - 9-2-2009 um 19:56

Also im Baravalle hab´ ich unter diesem Namen nix gefunden. Kann die Anlage anders geheißen haben ?


Oliver de Minnebach - 9-2-2009 um 20:33

@ Ritter Wilhelm:

Das ist noch keine offizielle Anlage!!!!


Entweder ist das eine wirkliche Anlage (wenn das Schwert mehr Bilder posten würde, zb. von fortifikatorischen Maßnahmen wie Wälle und Gräben und nicht nur Terrassenstützmauern!??!...) oder der bildet sich da was ein!

lG Oliver


Oliver de Minnebach - 9-2-2009 um 20:39

Wenn das ein Metalldedektor ist, dann kannst dich gleich selber anzeigen....

Leute die Löcher graben, nur weil der Dedektor piepst gehören angezeit... Die zerstört wichtige Befunde.....!!!


Rambo - 9-2-2009 um 23:41

Zitat
Ursprünglich verfasst von Oliver de Minnebach
Wenn das ein Metalldedektor ist, dann kannst dich gleich selber anzeigen....

Leute die Löcher graben, nur weil der Dedektor piepst gehören angezeit... Die zerstört wichtige Befunde.....!!!


Nach welchem Recht und Gesetz ? Zeig mir einen Gesetzestext in dem steht es ist verboten mit einem Gerät zu suchen. Das Bundesdenkmalgesetz ist sehr schwammig formuliert.


Gruß Rambo


Egon das Schwert - 10-2-2009 um 00:48

Hallo Oliver !
1.Wenn es dannach geht, ob jemand Löcher in den Boden gräbt oder nicht muss ich Dir dazu folgendes sagen. Dieser MD ist kein Profigerät und sucht daher nur die Oberfläche ab.
Das Du damit eine Münze findest ist schon fast unwahrscheinlich und bei etwas,
dass tiefer als 10cm ist, spricht der Dedektor erst gar nicht an. Wir haben damit erst
einmal etwas gefunden, und das war ein Bajonett aus dem 1.Weltkrieg.
2. Habe ich heute erfahren, dass dieses Grundstück, meine Elternhaus ist ja auf dem Arnsteiner Kogel etwa 300m entfernt, sich in unserem Familienbesitz befindet. Wenn Du es so willst hab ich diese Burg auf eigenem Grund und Boden ausfindig gemacht. Das ist ja auch der Grund, warum ich weiss, wo das ist, weil es für Aussenstehende schwer zu finden
sein dürfte.
Liebe Grüsse
Egon das Schwert


Egon das Schwert - 10-2-2009 um 00:53

Zitat
Ursprünglich verfasst von Wilhelm von Baumgarten
Also im Baravalle hab´ ich unter diesem Namen nix gefunden. Kann die Anlage anders geheißen haben ?


Nun, mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass diese Burg irgendwo erwähnt wird. Bin selber am Forschen....
Liebe Grüsse


Egon das Schwert - 10-2-2009 um 01:06

Richtung Osten habe ich mehrere Wälle entdeckt,
und Richtung Süden diese interessante Felsformation.
Darunter geht es nahezu senkrecht ins Tal.


Rambo - 10-2-2009 um 08:11

Diese seltsame Felsformation könnte von einem Steinbruch stammen
Gruß Rambo


speerstark - 10-2-2009 um 09:48

Hmmmm ... sieht nach Ritschi Löwenherz-Weitwanderweg aus - die Zauberwald, oder Ruinensteinbergwerk- -Teilstrecke, so genau kann ich das nicht erkennen.
Es könnte auch der Merlinweg sein, an dem immer so geheimnisvolle Steinformationen vorkommen. Angeblich böse Köchinnen, die die Suppe vom Merlin versaltzen hatten.

Vielleicht führt die Ing.-Geologie zur Lösung - Zeigerpflanzen gibts ja viele, aber vielleicht findest du welche die ALTEN MÖRTEL als Standort lieben, dann wären MAUERRESTE gesichert!!


gono38 - 10-2-2009 um 10:19

Zitat
Ursprünglich verfasst von speerstark
Hmmmm ... sieht nach Ritschi Löwenherz-Weitwanderweg aus - die Zauberwald, oder Ruinensteinbergwerk- -Teilstrecke, so genau kann ich das nicht erkennen.
Es könnte auch der Merlinweg sein, an dem immer so geheimnisvolle Steinformationen vorkommen. Angeblich böse Köchinnen, die die Suppe vom Merlin versaltzen hatten.

Vielleicht führt die Ing.-Geologie zur Lösung - Zeigerpflanzen gibts ja viele, aber vielleicht findest du welche die ALTEN MÖRTEL als Standort lieben, dann wären MAUERRESTE gesichert!!


Ja, interessante Theorie ....ihr könnt das jetzt gerne ins Lächerliche ziehen. Es ist mir egal !
Fakt jedoch ist, dass dort oben eine Burg gestanden hat, da bin ich zu 100 Prozent sicher. Die Mauer am Kamm ist bestimmt einen Meter breit und etwa 80m lang. Leider sieht man das auf den Fotos nicht gut...
Das darunter ein Steinbruch war halte ich für unwahrscheinlich, denn dann müsste man Bearbeitungsspuren erkennen und es müsste eine Zufahrtsmöglichkeit darunter gegeben haben, welche allerdings nicht vorhanden ist. Das Gelände fängt von unten betrachtet mit einer gleichmässigen Steilheit an.
Weiters denke ich, um ein tatsächlich fachliches Urteil abgeben zu können, sollte man das einmal selbst gesehen haben.....
Leider habe ich bis dato noch nicht viel herausgefunden, ausser das es mehrere Burgen mit dem Namen Arnstein gibt, auch in Niederösterreich lieber Oliver, und dass Arnstein namentlich etwas mit einem Adler zu tun hat.
Gruss, Gono 38
P.S. Habe inzwischen eine weitere Burg in der Nähe von Voitsberg ausfindig gemacht,
welche ich bald posten werde.


speerstark - 10-2-2009 um 11:05

gono!

NIE -egal wo!- auf die Zeigerpflanzen vergessen!! :P


Otto von Floridus - 10-2-2009 um 12:48

Zeigerpflanzen sind tatsächlich ein guter tip ,da es viele Pflanzen gibt ,die kalkhaltigen boden lieben ! http://www.bio-gaertner.de/Articles/II.Pflanzen-allgemeineHinweise/Verschiede... otto


Otto von Floridus - 10-2-2009 um 12:55

http://de.wikipedia.org/wiki/Zeigerpflanze der link funzt hoffentlich besser!


gono38 - 10-2-2009 um 12:57

Zitat
Ursprünglich verfasst von Otto von Floridus
Zeigerpflanzen sind tatsächlich ein guter tip ,da es viele Pflanzen gibt ,die kalkhaltigen boden lieben ! http://www.bio-gaertner.de/Articles/II.Pflanzen-allgemeineHinweise/Verschiede... otto


Ja, das mag schon stimmen, allerdings haben wir Februar und da tue ich mir mit den Bodenpflanzen etwas schwer....;)..und dass unsere Böden kalkhaltig sind, weiss ich so auch, ohne Pflanzen zu begutachten. Was allerdings interessant ist, ist wenn auf einem Berg, den ich später verrate, wo normalerweise nur Kalkstein und Granit existiert, plötzlich tonnenweise Sandstein zu finden ist......(welcher eigentlich nur im südlichen Kärnten und Italien beheimatet ist.)


gono38 - 10-2-2009 um 15:48

Das an der engsten Stelle, übrigens die einzige enge Stelle in Richtung Voitsberg, keine Sperre gewesen ist, kann einfach nicht wahr sein. Übrigens genialer Nebeneffekt.
Man sieht Krems und Altleonrode, d.h beide Täler in Richtung Westen zusätzlich !!


Oliver de Minnebach - 10-2-2009 um 17:42

Du kannst mir deiner Burg "baden" gehen... wenn du uns nicht einmal Fotos von den Wällen zeigst uns keramisches Fundmaterial zeigst usw.

Ich habe genügend Sporne mit Bruchsteinmauern ohne überhaupt einen Beweis für eine Burg zu haben.

Bitte geh das professioneller an!

Such Mörtelreste, Keramik, mach Lageskizzen, vermesse die ANlage... Aber bitte nicht davon ausgehen, nur wenn dort eine Mauer steht, dass dort oben eine mittelalterliche Burg stand!

lG Oliver
Ps.: zeigerpflanzen sind sehr wichtig: Efeu, Immergrün,usw.


Egon das Schwert - 10-2-2009 um 20:46

Wenn ich Dir sage, da stand eine Burg, dann stand eine Burg...hier Dein beschissener Turmhügel !!!


Egon das Schwert - 10-2-2009 um 20:49

hier die gewünschte Mauer mit eindeutigen Mörtelresten !!
Und jetzt will ich von Dir nix mehr hören hier,
arroganter Grosskotz aner !!


chateaufort - 10-2-2009 um 21:03

Mörtelreste ist schon Luxus - ich kenne auch Anlagen ohne Mörtel, die dann aber entweder älter sind (das 9.-10- Jhd. sollte man auch nicht vergessen) und es gibt unvollendete Anlagen, wo es nicht zu oberirdischen dauerhaften Bauten gekommen ist, aber immerhin eindrucksvollen Gräben ausgehoben worden ist. Allerdings befindet sich besagtes Beispiel zwischen der Pfalz und Rheinhessen ("Rheinhessische Schweiz" - also eindeutig nicht in Österreich).
Bei einer benachbarten Anlage bin ich übrigens zum Schluss gekommen: keine Burg! (die lag vis-á-vis, und ist nur mühsam zu identifizieren).

@ Egon: Deine Fotos sind ziemlich mistig - da muss man sich die Nachfrage gefallen lassen.
Oliver reagiert auf Sondengeräte ausgesprochen giftig, ich hoffe ich begegne ihm nicht wenn ich einmal eins in der Hand halten sollte ;) - ich habe schon mit Tränen in den Augen vor Kraterlandschaft gstanden wo nichts mehr zu erkennen war...

Ich bitte um Versachlichung - nicht immer kann man zu einem eindeutigen Urteil kommen ohne zu graben.

Grüße, chateaufort


Egon das Schwert - 10-2-2009 um 21:14

...mit Keramik kann ich leider nicht dienen.....ausserdem kann ich mich erinnern,
dass jemand sagte, dass man nicht graben darf !!! Also wie bitte sollte ich Deiner Meinung nach zu Keramik kommen ??? Liegt das vielleicht 1000 Jahre unversehrt am Waldboden herum ??? Nein wirklich, Du nervst mich halbwegs mit Deinen Widersprüchen !!
Gruss, Egon das Schwert

P.S. Beruhig mich grad wieder....


Egon das Schwert - 10-2-2009 um 21:24

An Cheateaufort,.....der letzte Beitrag galt nicht Dir.

Aber wenn wir schon beim Thema sind, mir ist egal ob mir die urg jemand glaubt oder
nicht, denn ich weiss was ich da gesehen habe.
Ich brauch niemanden etwas beweisen....Mir geht es um etwas völlig anderes !

Gruss, Egon das Schwert


Egon das Schwert - 10-2-2009 um 21:27

Sieht so aus, als ob die damals einen Baum untermauert haben, so dass er gerade wächst....;)
Allerdings dürfte der Baum mindestens 900 Jahre jünger sein.....


speerstark - 10-2-2009 um 21:54

Egon!

Bäume untermauern?
Bledsinn! der Baum stand am Strand eines pliozänen Meeres, der SANDstrand hat sich unter der Last des immer größer werdenden Baumes verfestigt. Dann kamen Stürme und der SandSTEIN ist dann durch die Bewegungen des Baumes im Sturm zu Steinen zerbrochen.

AAAAAABER ...
Gewöhnlicher FeldRITTERsporn (Consolida regalis, Syn. Delphinium consolida), auch Acker-Rittersporn genannt, als Zeigerpflanze für MÖRTELRESTE.
Also ist der Wortbestandteil RITTER nicht schon alleine der Beweis ist, dass hier etwas stand?!

Alle Wissenden sollen mir verzeihen wenn ich Sandstein und Kalk in einen Topf werfe. Den Unwissenden fällt das eh` nicht auf. Jene die das lesen und unwissend waren, HU! jetzt habt ihr`s vergessen!

:o


Oliver de Minnebach - 10-2-2009 um 22:22

Wie Cheateaufort sagt, deine Bilder sind fürn A****!

Wenns eine Burg ist, dann liegt da ganz bestimmt Keramik herum, da brauchst nur mit deinen Schuhen ein bisschen Laub auf die Seite schieben und schon sprießt da das Material heraus. Geht ganz einfach, da brauchst ned graben...
Hab von mindestens 25 meiner lokalisierten Wüstungen und mehr als 220 begangenen Hausberganlagen und Ruinen mehr als 210 kg Keramik im Keller fein sortiert in Kisten herumliegen! Und die hab ich nicht beim Graben gefunden!

lG Oliver


matthias - 11-2-2009 um 02:26

Hallo Egon,

wie kannst Du an einem solchen Platz zu Keramik kommen, ohne zu graben: Zum einen können durch Erosion, Regen, Tiergänge, Baumwurf etc. Funde an die Oberfläche kommen, zum andern läßt sich Scherbenbruch als Zwickelfüllung mitunter auch an Mauerwerk beobachten ... . Was Deine Fotos betrifft: handelt es sich um Trockensteinmauern ? Mir sieht es auch schwer nach Terassenmauern aus. Gibt bzw. gab es in der Region vielleicht
Weinanbau ?

LG - Matthias


Andreas - 11-2-2009 um 06:25

Ohne werten zu wollen und im Wissen, dass es bei wissenschaftlichen Diskussion manchmal auch heiß zugehen darf, bitte ich um ein wenig mehr gegenseitigen Respekt in den Postings.

Es ist für andere in keinster Weise lustig, verletzende Postings zu lesen - das verleidet einem den Besuch des einstmals sehr friedlichen und dennoch aktiven Forums.


Rambo - 11-2-2009 um 08:23

Danke Andreas du sprichst mir aus der Seele

Weinbau eine sehr gute Frage, bestenfalls Schilcher aber selbst dafür ist es schon sehr weit nördlich der Schilchergegend

Die Mauern sehen sehr interessant aus und ich könnte mir ins Knie beißen, dass ich sie nicht schon längst selbst gefunden habe. Auf jeden Fall sollte man sie dokumentieren. Vermessen ist nicht so einfach befürchte ich aber ein Plan der „Anlage“ wäre natürlich sehr gut.

Ich habe hier in Leoben auch ähnliche Trockenmauern gefunden allerdings lange nicht so gut erhalten sie Ziehen sich entlang eines Bergrückens und ich vermute(hoffe) es ist der Rest einer Römerstrasse. Leider gibt es keine Funde von dort aber ich beobachte die Umgebung erst seit ein paar Jahre. Vielleicht fällt doch noch ein Baum um
Gruß Rambo


Oliver de Minnebach - 11-2-2009 um 08:52

Zum Weinbau:
Ich komme aus einer typischen Weingegend und ich kann eich eines sagen, dort wo heute der Wein wächst, das sind nur die optimalsten Lagen.. das tatsächliche Gebiet aber erstreckte sich im Mittelalter weit über die heutigen Anbaugrenzen hinaus.

Urkundlich ist Weinbau in manschen Regionen überliefert dort würd ich nicht mal Kraut anbauen...und trotzdem wars aber so. Wegen den klimatischen Bedingungen im Hochmittelalter...

lG Oliver


Rambo - 11-2-2009 um 09:03

Das ist klar Oliver nur Arnstein gehört zur Gemeinde Voitsberg und das ist doch zu weit im Norden für einen Weinanbau. Es sei denn man legte wert auf „Sauerrampfer“

Eine Frage an GONO habe ich allerdings ohne seine Entdeckung schmälern zu wollen.
Hast du dir überlegt, ob diese Mauern nicht mit dem Bau der Teigitschkraftwerke in Verbindung gebracht werden können. Immerhin baute man um den Bau überhaupt durchführen zu können eine eigene Materialbahn in das Teigitschtal Vielleicht sind diese Mauern ein Rest einer „Trassenführung“
Gruß Rambo


gono38 - 11-2-2009 um 09:43

Hallo an alle erstmal !
Alles samt interessante Theorien !!! Muss schon sagen....Terassenmauern für Weinhänge ok und gut angedacht, doch ich bezweifle das,
weil das Gelände zu steil ist und die Mauern alle in etwa gleich dick, nämlich 1,5m in etwa sind, und auch übereinander liegen.
Da hab ich quer zum Hang eine Mauer und 5m oberhalb die Nächste und dazwischen ist es so steil, dass man dort nicht mal stehen kann.
Ehemalige Römerstrasse halte ich für nicht möglich, denn Römer bevorzugten möglichst gerade Linien zu bauen. Diese Mauern haben aber
auch z.T.Radien und liegen verkehrtechnisch betrachtet sehr ungünstig. (werd doch nicht auf nen steilen Berg rauf fahren, um dann sofort wieder runter
zu fahren, wenn ich gleich dem Tal entlang das Ziel auf geraden Weg erreichen kann.) Ich glaube also daran überhaupt nicht,....wo sollte diese Strasse hinführen ???
Die Theorie mit dem Teigitschkraftwerk jedoch gibt mir zu denken......wir befinden uns eigentlich in Gaisfeld (ca.200m Luftlinie westlich entfernt und etwa 80m darüber), und das Teigitsch Kraftwerk ist etwa 6km entfernt. Meinst Du, dass durch das ganze Teigitschtal in einer Höhe von rund 80 Meter eine Linie (wie ein Sessellift-nur mit Grubenhunden) führte ?? Hast Du das schon mal wo gelesen ??
Auf jeden Fall könnten alle Eure Theorien stimmen, das will ich gar nicht abstreiten, doch die Mauer, um die es mir geht, und welche für mich als Burgmauer gilt,
ist jene, die am Kamm steht, und wo nur die obersten Mauerreste zu sehen sind. Die ganze restliche Mauer schlummert dort tief unter der Erde....
und diese muss es bereits vor 1196 gegeben haben, bevor Zedernizza zu Voitsberg wurde.
Und zwar deshalb, weil dieses Anwesen ja sonst erwähnt worden wäre und wir heute davon wissen würden.
Das tun wir aber nicht !! Von da oben gibt es absolut keine Aufzeichnungen !! Zumindest bis dato....
Gruss,
Gono 38


speerstark - 11-2-2009 um 10:42

Meine Hinweise werden gar nicht diskutiert .... :(


gono38 - 11-2-2009 um 11:08

Hey Speerstark !!

Du, der Hinweis mit dem FeldRITTERsporn ist ganz, ganz toll !! Ehrlich !!
Wäre selbst nie darauf gekommen anhand von Pflanzen nach Burgenresten zu suche....Danke !
Is nur a bissi blöd, dass um die Jahreszeit nur Blätter zu sehen sind und fast keine Grünpflanzen.
Aber grundsätzlich super !!

Gruss Gono38


matthias - 11-2-2009 um 11:09

Hallo Egon,

vielleicht postest Du einfach einmal besseres Bildmaterial. Mit dem bisherigen läßt sich der Komplex wahrhaftig kaum beurteilen. Wie wäre es mal mit einem Bild zu den quer zum Hang verlaufenden Mauern. By the way: bis zu wieviel Mauerzüge verlaufen denn parallel zueinander, welche Abstände halten sie ? Umlaufen die Mauerzüge den ganzen Berg, oder finden sie sich bevorzugt nur an einer oder zwei Seiten ? Das Thema Trockensteinmauer - danach sehen sie aus - wurde noch nicht beantwortet. Zum Thema Wein: In mittelalterlichen Zeiten wurde in der Tat in Gegenden Wein angebaut, in denen man es sich heute kaum mehr vorstellen kann. Bezeugt ist Weinanbau selbst an der Ruhr und auch bei uns in Passau (hier noch im 19. Jh.) ... Nächste Fragen: Wie hoch sind die vorhanden Mauerreste ? Allesamt so wie auf dem Bild mit Deiner Begleiterin ? Welchen Neigungswinkel haben sie ? Kannst Du vielleicht einmal eine Karte des Geländes bzw. der Umgebund posten ?

LG - Matthias


speerstark - 11-2-2009 um 11:16

Gono!

Blätter = Baum,
Baum = bevorzugter Untergrund
bevorzugter Untergrund = Boden
Boden = Steine, Erde, Mineralien, Wasser, ...
Steine, Erde, Mineralien, Wasser, ... = Gegend mit Dingen in der Erde

Du kannst auch bei Zeile 2 "Baum = ..." anganfen wenn keine Blätter drauf sind.
Du kannst auch Strauch statt Baum nehmen
Du kannst auch Pflanze statt Strauch nehmen

aja ...
gerader senkrechter Baum = stabiler Hang (in letzter Zeit)
Sichelbaum, schiefer Baum = Rutschhang (in letzter Zeit und ggf. länger)

Hab ich im Confetti-TV gelernt!:)


gono38 - 11-2-2009 um 11:29

Bitte sehr....die Karte mit Umgebung.
In blau gehalten die genaue Lage der Burg.


gono38 - 11-2-2009 um 11:40

Matthias , habe leider bis jetzt noch nicht sehr viele Bilder davon gemacht, werde aber am WE nochmal dort sein,
und da schiess ich dann bestimmt mehr, ok ?
Allerdings muss ich die dann immer auf 100Kb verkleinern und dann wird leider vieles unscharf, sorry !
Aber ich werde es probieren.
Gruss, Gono38


gono38 - 11-2-2009 um 11:51

Habe in alten Karten gefunden, wo die Brücke über die
Kainach war, und den von mir gefundenen Turm eingefügt.
So konnte ich den Weg nach Krems rekonstruieren.


Otto von Floridus - 11-2-2009 um 11:55

Also Bitte! Der Rittersporn heist nur deswegen so,weil seine Blüte den eines Sporn ähnelt.So einen Sporn den jeder Ritter zum reiten benötigt!! Kennt eh jeder Reiter der neuzeit auch.Der Feldrittersporn ,wie der Name schon sagt ,wächst am Feld und nicht im schattigen Wald! Liebt lehmigen,kalkhaltigen boden. http://de.wikipedia.org/wiki/Sporn_(Reiten)
@Olli Ja ich weis eh ,die Warmzeit des Hochmittelalters ist nicht so bekannt wie die darauffolgende kleine Eiszeit. http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnlicher_Feldrittersporn lg otto


gono38 - 11-2-2009 um 12:06

Die gibt es heute längst nicht mehr....


gono38 - 11-2-2009 um 12:11

Herrlich diese Karte von anno 1671.....die Burg muss um diese Zeit schon vor sich hin gerottet haben,
denn sie ist nicht eingezeichnet.
Aber gut, Alt Leonrode kommt in dieser Karte auch nicht vor.....soll also nichts heissen....


Oliver de Minnebach - 11-2-2009 um 12:14

Geht einmal vom Feldrittersporn weg! Was ist mit Immergrün und Efeu, das sind typische Zeigerpflanzen! Die sind immer Grün auch im Winter!

@ matthias: Danke dass es dich gibt. Endlich jemand der das Pferd an der richtigen Leine mitanpackt.


@ gono alias egon das schwert alias.... Mach eine Lageskizze, mach messere Fotos von den fortifikatorischen Maßnahmen, such nach Oberflächenfunden (wenn möglich ohne Metalldedektor), usw.

Die Lage der veremeintlichen Anlage ist topografisch gesehen schon toll, nur muss besagte fehlende Informationen und Material noch überzeugen!

lG Oliver


speerstark - 11-2-2009 um 12:19

Oliver!

siehe BAUM .....
das funktioniert auch mit BÄUMEN!!

Bäume kann man auch an den Winterästen bestimmen.


Otto von Floridus - 11-2-2009 um 12:40

Simmt genau lieber speerstark. Dazu würde ich dieses Buch empfehlen: http://www.amazon.de/Knospen-Zweige-Einheimische-Baum-Straucharten/dp/3878151314 :) otto


speerstark - 11-2-2009 um 12:56

otto!

oder Zuckriegel ... Übungs- und Vorlesungsunterlagen. :)


Otto von Floridus - 11-2-2009 um 12:56

Auch Olli´s geliebter Hedera helix ist dort .in diesen Buch zu finden,womit er natürlich recht hat, da dieser gerne auf Mauern .bzw. auf Mauerresten klettert. http://de.wikipedia.org/wiki/Hedera_helix lg otto


Otto von Floridus - 11-2-2009 um 13:06

Speerstark! Unser Zuckriegel ist schon länger in seinen wohlverdienten Ruhe stand getreten. War aber ein witziger
Typ abseits des Hörsaals natürlich. lg otto


Rambo - 11-2-2009 um 13:29

Bereits Krebernik hat auf dem Ranfüchsl eine Burgstelle/Siedlungsstelle vermutet
Ich habe jedoch wohl im jugendlichen Übermut vorgezogen gegenüber zu suchen. Naja eigentlich habe ich ja auch vorgeschichtliche Siedlungen gesucht und …. Aber das ist eine andere Sache
Gruß Rambo


gono38 - 11-2-2009 um 14:45

Rambo, wenn Du am WE Zeit hast, könnt ma uns das ja mal gemeinsam ansehen ?
Mich würd echt Deine Meinung dazu interessieren !
Liebe Grüsse,
Gono38


gono38 - 11-2-2009 um 15:35

Es könnte auch eine Burgmauer, wie auf diesem Bild, auf den Arnstein hinaufgeführt haben.......das bild gefällt mir sehr gut.


gono38 - 13-2-2009 um 13:26

IIIiiiiiiiiiiiiiiiiiiiits Weekend !!! Yeah !!! Aufgekrempelt die Ärmel und raus ins Burgen Paradies .......!!!!!!:P:P:P

Wünsche allen ein schönes Wochenende !!!

Gruss, Gono38


speerstark - 13-2-2009 um 14:08

IMMER SCHÖN AUF DIE ZEIGERPFLANZEN ACHTEN!!!


Der Kreuzritter - 17-2-2009 um 19:43

Gono, gratuliere zu deiner Entdeckung!
Habe mir heute das Gebiet einmal angesehen.
Wenn das deine Vorstellung von einem frühmittelalterlichen Wehrbau ist, dann bleib
besser bei der Musik.
"Wer viel spricht, sagt wenig"Das gilt auch für das geschriebene Wort.
Ich brauche nicht ständig Artikel ins Forum stellen, um mich in den Vordergrund zu drängen,
bzw. um irgendwelche Raubgräber auf den Plan zu rufen.
Ich beschäftige mich auch schon seit Jahren mit dem Mittelalter bzw. Frühmittelalter und
ihren Wehranlagen, aber ich nutze das Forum, um mir wichtige Informationen vorab zu holen
(genaue Lage, Geschichte, wichtige noch vorhandene Bauteile, Öffnungszeiten oder wie komme
ich in die Ruine)Dafür schätze ich dieses Forum.
Artikel wie dieser, oder auch über die Hengistburg, sind reine Spekulationen.
Ich gebe Oliver recht, wenn er bei so vielen fachkundigen Beiträgen verzweifelt.Übrigens möchte
ich noch sagen, daß meine Weinstöcke in Köflach jedes Jahr prächtig gedeihen. Für einige Flaschen
Wein gehts sich immer aus.

Gruss, der Kreuzritter


gono38 - 18-2-2009 um 00:13

Bin mir nicht sicher, ob Du genau dort warst, wo ich meine......aber wie interprtierst Du
dann die Mauer am Kamm des Berges ???? Hast Du diese auch gesehen ??
Wenn schon die seitlichen Mauern am Südhang vielleicht nichts mit einer Wehranlage zu
tun haben......deswegen gibt es unter anderem ja auch dieses Forum, um eventuelle
Vermutungen bestätigt zu bekommen, oder etwas völlig ausschliessen zu können.....

Und nun zu Dir: Wenn Du dieses Forum nur benutzt, um für Dich wichtige Informationen zu
holen, und selbst nichts von Deinem Wissen preisgeben willst, nur weil Du Angst vor
Raubgräbern hast, frage ich mich, ob das fair ist.....mal abgesehen davon, dass man in einer uralten Wehranlage nichts finden wird und man Jahre brauchen würde, z.b.die von mir beschriebene Mauer freizulegen....
Falls Dein Spaziergang am Arnsteiner Kogel für Dich nicht befriedigend war,
tut es mir leid für Dich, ich hoffe die frische Luft hat Dir trotzdem gut getan ?

Und noch mal an alle: Wie bereits im Bereich Mitglieder stellen sich vor erwähnt,
befasse ich mich erst seit kurzem mit Burgen und dem Mittelalter......also bitte,
jetzt mal für Leute vom Fach: Meine Theorien und Vermutungen sowie meine
Schlussfolgerungen, beziehen sich auf Erfahrungen, die ich erst seit kurzem machte,
kann also leider nicht mit einem Burgenprofi mithalten.
Daher ist die Anschuldigung vom Köflacher Kreuzritter völlig ok !!!

Es sei mir gestattet, noch ofters auf die Schnauze zu fallen,
und diverse entdeckungen auch falsch zu interpretieren....

Liebe Grüsse,
Gono38


gono38 - 18-2-2009 um 00:23

Trotzdem frage ich mich schon die ganze Zeit über, wenn es anscheinend wirklich so viele
Mittelalter Profis gibt, warum dann so vieles noch ungeklärt ist.....und mir jeder etwas anderes erzählt.
Daher bin ich für mich zum Schluss gekommen, bei aller Wertschätzung anderer
Meinungen, mich doch eher wiederauf mich selbst und meinen Instinkt zu verlassen.


gono38 - 18-2-2009 um 01:06

Noch hat mir keiner erklären können, was das am Kamm für
eine Mauer ist.....und so lange das nicht passiert, sind das für mich Reste einer frühen Anlage.


Rambo - 18-2-2009 um 06:43

Laß dich nicht verunsichern Gono. Vielleicht sollte man alle Fundforen schließen aus Angst vor Raubgräbern die ja ohnehin nichts dazu beitragen. Da fällt mir ein Kreuzritter liest ja auch nur mit und holt sich die Informationen aus dem Forum ( welche Infos wozu braucht er die überhaupt)

Offenbar muss man auch hier sehr vorsichtig sein wenn man etwas schreibt, die Spione die Abstauber sind auch hier vertreten.
Ich habe allerdings aus dem Beitrag von Kreuzritter gelernt und werde sehr vorsichtig sein wenn ich wieder einmal eine unbekannte Burganlage(Befetigungsanlage) von denen es noch viele zu geben scheint zeige.
Es gibt eben Leute welche in der Gegend herumlaufen sich alles anschauen und sich darüber Gedanken machen wenn sie etwas sehen was nicht passen kann und es gibt auch Leute welche aus diesen Begehungen aus dem Internet und aus den Vermutungen anderer Leute ihr Wissen saugen. Wenn sie dann einmal doch nichts finden was ihren Erwartungen entspricht sind sie böse.
Gruß Rambo


Oliver de Minnebach - 18-2-2009 um 07:30

@ Mauer am Kamm:

Also das kann ja jetzt sehr vieles sein, Gono! Gibts da oben keinen Halsgraben?

Das was du da zeigst kann trügerische Natur auch sein. z.B.: Der Fels der aus dem Kammer herausbricht!

Aber wenn ich ned selber vor Ort war kann ich nur die Bilder dazu beurteilen.

Aber ich werd sowieso dort nie hinkommen weil ich hab in NÖ schon alle Hände voll zu tun.

lG Oliver

Ps.: Auch wenn der "Kreuzritter" einen dubiosen Nickname trägt, er scheint mir doch die Sache sehr objektiv zu betrachten!


gono38 - 18-2-2009 um 08:21

Sorry, man sieht leider auf dem Foto nicht genau, dass das eine Mauer ist...

@Rambo, ja , es ist mir schon aufgefallen, dass diejenigen, die vor Raubgräber warnen, selbst mit dem Spaten durch den Wald hirschen....


Liebe Grüsse,
Gono38


Rambo - 18-2-2009 um 08:53

Zitat
Ursprünglich verfasst von Der Kreuzritter
Ich brauche nicht ständig Artikel ins Forum stellen, um mich in den Vordergrund zu drängen,
bzw. um irgendwelche Raubgräber auf den Plan zu rufen.
Ich beschäftige mich auch schon seit Jahren mit dem Mittelalter bzw. Frühmittelalter und
ihren Wehranlagen, aber ich nutze das Forum, um mir wichtige Informationen vorab zu holen
(genaue Lage, Geschichte, wichtige noch vorhandene

Oliver auch ich betrachte es sehr objektiv,. Was glaubst du viele Berghöhen, Gräben usw. ich begangen habe und wie viele verdächtige Geländepunkt ich gefunden habe?. Dabei bewege mich zum Großteil in Gebieten, welche noch nie ein Archäologe und schon gar kein Historiker betreten hat
Ich beschreibe diese Formationen zwar und legen einen Begehungsbericht an, deswegen jedoch eine verkommen unbekannte Burg zu vermuten wäre unlogisch und Kontraproduktiv.

Ich mache mich nicht gerne lächerlich wenn ich ohne eindeutigen Befund eine Mauer oder einen Abschnittgraben als Burgstelle beschreibe und veröffentliche. Auch will ich mich nicht so weit aus dem Fenster lehnen und von einer Burganlage sprechen obwohl manches Mal viel dafür spricht. Selbst bei Funde die ich natürlich auch mache bin ich sehr vorsichtig Natürlich können dadurch auch wirkliche Anlagen verloren gehen, bzw unbekannt bleiben.
Allerdings lege ich einen Begehungsbericht an und dort beschreibe ich was ich gesehen und vermutet habe. Diese Bericht bleibt allerdings bei mir und kaum jemand wir ihn jemals zu Gesicht bekommen. Das geht sogar soweit, das ich bisher unbekannte prähistorische Siedlungen mit gesicherten datierbaren Funden nicht mehr melde.
Dank der Leute wie Kreuzritter welche sich über „Feldbegeher“ und „Prospetoren“ und ihren Gedanken lächerlich machen und sich strikt an das geschrieben halten, verhindern dass sich jemand Gedanken macht und vielleicht doch neue Erkenntnisse gelangt welche nicht mit der Lehrmeinung konform sind werden viele Erkenntnisse wieder verloren gehen. Ich finde man soll gerade diese Idealisten welche in ihrer Freizeit Begehungen durchführen fördern und unterstützen. Natürlich wird es immer wieder vorkommen da sie mit ihren Vermutungen daneben liegen, jeder von uns hat schon mal gedacht wow wunderbar usw. was ich gefunden habe ist einmalig und es war trotzdem nichts. Aber wenn nur 1% der Vermutungen richtig ist, ist es ein Gewinn für die Geschichtsforschung.

Die Aussagen von Kreuzritter lassen mir keine Ruhe. Er trägt nichts dazu bei etwas aufzuklären im Gegenteil er nutzt das Forum nach eigener Aussage dazu um Erkenntnisse Beschreibungen und Vermutungen der User zu nutzen und problemlos zu den Anlagen zu kommen. Er beanstandet das durch Beiträge zB Raubgräber auf die Reste von Anlagen aufmerksam gemacht werden. Das kann sein, aber auch er profitiert von diesem Forum er findet die Anlagen die er ohne dieses Forum niemals finden oder von ihrem Vorhanden sein wissen würde. Er soll sich aufmachen und selbst Begehungen durchführen Gerade im Bezirk Votisberg gibt es noch viel zu finden und zu entdecken, wenn ich mir nur die Di von Kolanowitsch ansehe ist noch viel Fund und Entdeckungspotential vorhanden. Die wirklichen Raubgräber sitzen zwar auch in der Weststeiermark und die brauchen dieses Forum nicht.
Daher steht ihm keine Kritik an Leuten zu, welche in ihrer Freizeit in der Gegend herumlaufen und versuche ein wenig Licht ins Dunkel der Geschichte zu bringen.

Gono, am Wochenede bin ich voraussichtlich wieder in Köflach
Gruß Rambo


karolyi - 18-2-2009 um 09:39

Hallo Rambo ich kann dein geschriebenes nur beipflichten. Nur in einen Punkt hast du nicht Recht, die wirklichen Raubgräber sitzen in Graz und die welche du meinst sind nur Handlanger von eben diese Raubgräber. Du kanns dich ja einmal mit mir darüber unterhalten!


Rambo - 18-2-2009 um 09:43

@ karolyi, jederzeit ich glaube ich weiß wen du meinst
Schick mir einfach eine PM es wäre schön wen wir uns mal treffen könnten.
Gruß Rambo


karolyi - 18-2-2009 um 09:55

Hallo Gono, ich würde das selbst gerne mal sehen. Ich habe auch schon des Öfteren solche Mauerreste in der Weststeiermark gefunden. Diese sind aber zumeist durch die Bearbeitung der Weinberge entstanden. Diese verlaufen mit der Hanglage und können eine beachtliche Länge erreichen (sog. Weinbergkante). Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass es bereits im MA Weinberge in kultivierter Form bei uns gegeben welche zum Teil an sehr steiler Hanglage zu finden sind. Bevorzugt wurden allerdings in der Weststeiermark die Hügelregionen wie wir heute noch aus Flurnamen erkennen können. Genaue Eintragungen dafür findest Du aber in den Zehentbüchern im LA in Graz. Ein Anderer Hinweis währe dafür die Bergwerkstätigkeit am Arnstein. Findest du ebenfalls im LA. Das soll aber nicht heißen, dass hier keine Burg war. Bei Bergwerke im MA ist fast immer eine Burg in der Nähe.


gono38 - 18-2-2009 um 10:25

Seid ihr auch schon mal am Hörgas Berg gewesen ? Ich meine den Berg ober der "Eisenen Hand Kapelle", dort wo die Sateliten Station ist fängt der Wanderweg an...Wenn man da Richtung Köflach geht, den Bergkamm entlang, sind da 2 Turmhügel und dannach eine bestimmt 500m lange Mauer, unterwegs findet man
auch einen alten Kalksteinofen. Hat diese Mauer auch etwas mit dieser Weingeschichte zu tun ???
Die Mauerreste sehen jedenfalls ähnlich aus, wie die am Arnsteiner Kogel.

Liebe Grüsse,
Gono38


Rambo - 18-2-2009 um 10:37

Vorsicht gono, Trumhügel.... Auf dem Hanskogel findest du auch Hügel die sehen aus wie Grabhügel aber es sind die Reste von Kalkbrenöfen.
Vielleicht sind dein Trumhügel die Reste solcher Öfen.
Gruß Rambo


gono38 - 18-2-2009 um 10:54

Wie gross sollen denn die Hügel sein, um diese als Kalkbrennöfen zu deuten ?
Die zwei Erdtürme, die ich meine, sind eigentlich fast so gross, wie dieser, den Du mir gezeigt hast,
also gute 20 bis 25 Meter Durchmesser, nur nicht ganz so hoch, aber auch mit Graben rundum.
Ich möchte sie Dir am WE unter anderem auch gerne zeigen.

Liebe Grüsse,
Gono38


Der Kreuzritter - 18-2-2009 um 11:04

Hallo Gono!
Vorerst vielen dank dafür, daß du meine Kritik offenbar richtig aufgefasst hast.
Sie sollte sich nicht gegen dich als Person und schon gar nicht gegen deine Begehungen richten,
sondern gegen die Art und Weise, wie du an die Sache herangehst.
Niemand von uns ist ein Profi (kein Historiker, kein Archäologe)
Das Thema Mittelalter ist zu Komplex, um mit Fachwissen in einem Teilbereich alle offenen Fragen
zu erklären. Leider arbeiten diese Herren aber nicht miteinander, sondern meist gegeneinander.
Rambo, ich bin jedes Wochenende und auch im Urlaub mit Begehungen beschäftigt, und lese
nicht nur Literatur. Leider konnte ich bei manchen gefundenen Stellen, trotz eingehender
Beschäftigung, oft zu keinen Schlüssen kommen.
Dabei versuche ich aber im Gegensatz zu Gono möglichst gezielt vorzugehen.
Ich beschäftige mich dabei mit Kartenmaterial, Flur- und Vulgonamen, suche die Stellen mit
Geologen und anderen geschichtsinteressierten Freunden auf, befrage oft Nachbarn und ältere
Personen, fertige Skizzen an usw.
Meiner Meinung nach muß man zuerst alle Möglichkeiten ausschöpfen, um an Informationen zu
kommen. Der Enthusiasmus von Gono ist lobenswert, aber bitte mehr Hintergrundwissen sammeln.
Oliver: Mein Nickname stammt vom Interessen an Kreuzzügen und Kreuzritterburgen, die mich
zu meinem Burgeninteresse führten (habe zur Kirche aber ein sehr gespaltenes Verhältnis)

Gruß, der Kreuzritter


Rambo - 18-2-2009 um 11:25

@ Kreuzritter schon recht ich war ein wenig zu wild .
Es ist nicht einfach auf deisem Gebiet auf einen Nenner zu kommen und wenn man dann noch bestimmt Aussagen hört wird man gleich grantig.
Das Interesse vor allem in der Mittelalterarchäologie ist offenbar bei uns nicht sehr groß.
An Büchern oder Literatur gibt es auch nicht wir was aussagekräftiges.

Ich denke mir oft, wenn ich sehe wie viele alte Bauernhäuser in den letzten Jahrzehnte verschwunden sind bzw verfallen. Wie werden die Forscher in ein paar Jahrhunderte danach suchen. Wird es sie überhaupt noch interessieren ?
Nimm nur Köflach ein über 500 Jahre altes Gebäude mußt einen fast leerstehenden Palast weichen.
Kaum einer von euch kann sich an das Schotthaus erinenern.
Es wird immer schwerer unsere Geschichte zu erforschen, es wird immer schwerer Interesse zu wecken.
Gruß Rambo


Der Kreuzritter - 18-2-2009 um 12:19

Hallo Rambo!
Weil du gerade von alten Gebäuden in Köflach sprichst.
Auch der Dillacherhof vegetiert so vor sich hin.
Das tolle dabei ist, daß ich ihn unlängst bei einem Immobilienmakler gesehen habe.
So sollen auch noch die letzten Reste aus unserer Geschichte verscherbelt und dem
Erdboden gleichgemacht werden.

Gruß, der Kreuzritter


gono38 - 18-2-2009 um 12:20

Hallo Kreuzritter !
Also, dass Du mich nicht als Person kritisierst, war mir schon klar.....und wenn, müsst ich auch damit leben...
Wie ich an die Sache herangehe stört Dich also ...?
Hm, Woher weisst Du, dass ich nicht mit älteren Menschen rede oder keine Skizzen und Aufzeichnungen meiner Begehungen mache ??
Ich mache das alles sehr wohl und sehr gewissenhaft nach Datum geordnet.
Und wenn Du meinst, ich stelle mich hier im Forum gerne in den Vordergrund, mag das für Dich vielleicht so aussehen.
Aus meiner Sicht ist das Forum für mich die einzige Möglichkeit Meinungen bezüglich meiner Entdeckungen einzuholen.
Leider habe ich nicht, so wie Du vielleicht, Menschen in meinem Bekanntenkreis, die sich für Burgen interessieren.
Liebe Grüsse,
Gono38


Rambo - 18-2-2009 um 12:40

Genau Kreuzritter, der Dillacherhof die Stätte meiner Kindheit.
Ich war erst vor einigen Wochen dort und ich war erschüttert wie es jetzt dort aussieht.
Er wird sicherlich abgetragen.
Gruß Rambo


Oliver de Minnebach - 18-2-2009 um 12:44

GONO, du zettelst hier immer wieder komplett unnötige Diskussionen an weil du nicht im Stande bist deine "Ergebnisse" vernünftig zu presentieren!

Du postest Bilder von Trockenmauern und von irgendwelchen Bergkämmen wo links und rechts das Gelände abfällt und nicht einmal Platz zum pinkeln ist...

Wenigstens hast du ein neues Hobby gefunden und eine Plattform gefunden wo du deine Fantasie den anderen verkaufen kannst.

DU HAST MIR STÄNDIG VORGEWORFEN, DASS ICH NICHTS EINBRINGE!!! WAS BRINGST DU EIN... UNBEWIESENE VERMUTUNGEN, EWIGE RECHTFERTIGUNGEN WEIL DU STÄNDIG IM ARGUMENTATIONSRÜCKSTAND BIST UND KAMPFRETORIK DIE INS WIRTSHAUS GEHÖRT.

Desshalb, lass ich die Fantasen jetzt alleine!


karolyi - 18-2-2009 um 13:03

Ich hab mich selbst hier im Forum vor kurzem auf die emotionale Ebene begeben und ich habe bemerken müssen wie schlecht das ist und diesem Forum auch nichts bring. Deshalb meine Freunde steige ich hier aus diesem Thema aus.


gono38 - 18-2-2009 um 13:04

Ja, Oliver, Du schon wieder in Kampfeslust, hm ?
Hatte gedacht, dass das jetzt einmal vom Tisch ist.

Ich habe schon alle Burgen in unserer Region zum Teil schon mehrmals besucht,
und hab auch unzählige Fotos davon gemacht.
Nur, soll ich das alles hier posten ??? Das sind ja Burgen, die eh jeder kennt,
und es auch die historischen Hintergründe dazu gibt, und die sozusagen bewiesen sind.

Ist es nicht von Interesse, die Rätsel zu lösen, Burgen aufzustöbern, die noch nirgends erwähnt sind,
oder die noch nicht lokalisiert worden sind ???
Wozu ist dann dieses Forum überhaupt da, hm ??
Bestehende Burgen kann ich mir in Büchern auch ansehen....

Und ehrlich gesagt, habe ich im Gasthaus andere Gespräche als hier mit Euch.

Ich fasse das mit den Fantasten jetzt mal als Kompliment auf.
Besser gefällt mir noch das Wort Idealisten, wie von Rambo erwähnt.

Und noch etwas, warum ich bei Dir anecke, ist,
dass Du die meiste Zeit sehr unfreundlich bist.
Du sagst, Du bist es müde, mit solchen Diletanten wie mir zu diskutieren,
warum tust Du es dann ??
Glaubst Du mich nervt es nicht, andauernd falsch interpretiert zu werden ?

Ich versteh jedenfalls Deine Aufregung nicht...ich habe nur eine Mauer gefunden,
und wollte wissen, ob jemand weiss, wozu diese war, mehr nicht !
Also kein Grund beleidigend zu werden.

Schönen Tag noch

Liebe Grüsse,
Gono38


Der Kreuzritter - 18-2-2009 um 13:23

Genau das ist dein Problem Gono!
Du hast nicht gefragt, ob jemand weiss, wofür diese Mauern sind, sondern Behauptungen
aufgestellt (siehe Seite 1).
Wenn man sich relativ sicher ist, daß das eine Burgstelle ist, sollte man das auch irgendwie
untermauern können!

Der Kreuzritter


gono38 - 18-2-2009 um 13:31

Ich bin mir sicher, dass diese Mauer sehr alt ist, und ein anderes Gebäude in dieser Länge(mind.80m) kann ich mir net vorstellen,
also konnte es für mich ja nur ein Teil einer Wehranlage sein. Was gibt es denn sonst noch für Möglichkeiten ???
Hatte ja nicht gewusst, und da bin ich mir jetzt auch noch nicht sicher, wozu beim Weinbau eine Mauer am Kamm gewesen sein soll ?
Also, was bleibt dann noch übrig ??? Ihr habt es ja selbst noch nicht deuten können, wozu ??
Bin nach wie vor der Meinung von Seite 1, topografisch spricht auch alles dafür.
Liebe Grüsse,
Gono38


gono38 - 18-2-2009 um 13:48

Die südlichen Trockenmauern können freilich alles mögliche sein......Terassenmauern, alte Wegmauern, Mauern bei Weinbergen oder einfach nur
alte Hangstützmauern....das geb ich zu, vieles davon wäre möglich. Die Mauer am Kamm sieht jedoch völlig anders aus und ist zum Grossteil in
der Erde versunken.......Ich möchte es wirklich wissen.


Der Kreuzritter - 18-2-2009 um 14:32

Hallo Gono!
Ich kann und will mich zu den Mauern nicht äußern, solange bis ich mir sicher bin, daß ich richtig liege.

Ein gutes Beispiel dafür:

Vor einigen Jahren habe ich mir das Buch "Die Primaresburg", von Karin Erika Trummer gekauft.
Darin wird die Primaresburg auf dem Franziskanerkogel beschrieben. Anhand von archäologischen
Funden soll diese Theorie noch bestärkt werden, und ich glaubte schon selbst daran, bis ich andere
mögliche Stellen gesucht habe. Ich halte mich dabei lieber an Baravalle.
Was ich damit sagen will ist, wenn sogar die Wissenschaft keine 100% Sicherheit über die Lage
einer Burg geben kann, wie sollen wir dir ohne Grabungen solche Aufschlüsse geben.
Vielleicht liegst du bei anderen Artikeln über Burgstellen gar nicht so weit daneben.

Gruß, der Kreuzritter


gono38 - 18-2-2009 um 14:42

Danke, Kreuzritter ! Endlich einmal eine für mich motivierende Aussage !:)

Liebe Grüsse,
Gono38


matthias - 18-2-2009 um 23:59

Hallo Gono,

zeichne doch einfach mal eine Skizze des Platzes mit den vorhandenen Mauerzügen und stell sie hier ein, sonst kommt man hier kaum weiter. Der gepostet Karte nach handelt es sich beim betroffenen Gelände ja um eine Spornlage. Aus Deinen Angaben entnehme ich, dass keinerlei Grabenspuren, insbesondere keine Hinweise auf einen Abschnittgraben vorhanden sind, oder ?.

LG - Matthias


matthias - 19-2-2009 um 00:01

Übrigens wäre mir lieb, wenn man sich auch wieder mit anderen, wirklich interessanten Anlagen beschäftigen würde. Wo sind eigentlich Martin und Lady Kitten abgeblieben ? Seit einem halben Jahr gibt es schon keine neuen "Artikel" mehr. Schade ...


gono38 - 19-2-2009 um 01:14

Hallo Matthias !

Ich habe mir heute das Gelände mal genauer angesehen......Im ersten Moment
sah ich in unmittelbarer Nähe nichts auffälliges, ausser die eh schon erwähnte Mauer.
Und dass diese nur dem Kamm entlang läuft und es links und rechts steil abfällt ist
völlig richtig, daher kam ich ehrlich gesagt schon von meiner Burgenidee ab.
Doch dann besann ich mich und suchte verbissen weiter......Zuerst versuchte ich mal den
genauen Verlauf von oben nach unten zu folgen. Die Mauer machte nach etwa 40m einen
kleine Richtungsänderung und läuft dann gerade aus bergab weiter. Dannach wird das Gelände von einer Einfahrt eines Wochenendblockhauses abgeschnitten.
Etwa 50m weiter noch ein Gelände Einschnitt, welcher aber auch natürlich sein könnte.
Ich stand da und dachte nach, vielleicht sollte ich mal auf der anderen Seite, sprich, auf der nördlichen Seite suchen, und da fand ich plötzlich beim ´Hinaufgehen diese flache grosse Stelle mitten im Wald. Rundherum führt ein Weg ovalförmig, etwa 80x60 Meter und dann fand ich noch eine etwa 2m breite Erderhöhung, welche Richtung unterem Ende der Mauer führt. Trotzdem, das Ganze kann ehrlich gesagt auch sonst wie entstanden sein.....Es ist wahnsinnig schwierig nach so vielen Jahren an Veränderungen der Landschaft genaueres
sagen zu können, und wenn man diese oberste Mauer nicht freilegt, wird man es vermutlich nie erfahren, was do oben war......Fest steht, irgendwas war da oben, nur was ???
Leider kann ich nicht viel mehr dazu sagen. Weitere Fotos würden glaub ich auch nichts
bringen, denn man sieht vor Ort schon relativ wenig, ohne genauer hinzusehen.
Das Problem des Fotos hier im Forum ist noch zusätzlich die Auflösung.
Ich will nicht schon wieder alle erzürnen mit einem Foto, wo man nichts erkennt.
Alle hier wollen Beweise, schöne freiliegende Mauern oder Keramik sehen und all das
kann ich in diesem Fall leider nicht bieten.

Liebe Grüsse,
Gono38


gono38 - 19-2-2009 um 12:57

vielleicht sollte ich doch da oben wenigstens ein Stückchen der Mauer freilegen......


Oliver de Minnebach - 19-2-2009 um 13:02

...schon ein kleiner Vogel oder?:mad:


optimusprime - 25-5-2010 um 09:15

gibt es diesbezüglich schon weitere news?


gono38 - 22-4-2011 um 21:03

Leider nein........niemand scheint diese verschollene Burg zu interessieren, deswegen wird dieser Mauer dort auch keinerlei Beachtung geschenkt.
Arstein scheint in keiner Quelle auf, was aber für mich nichts ungewöhnliches ist, denn Schutzburgen hatten oft keine fixen Besitzer.......und es wäre ja nicht die erste Burg,
die gefunden wurde, obwohl sie nirgends erwähnt wird.
Allein der Name Arnstein sollte einem geschichtsinteressierten schon zu denken geben, denn der Name Arnstein sagt eigentlich schon aus, dass
es eine Burg gegeben haben muss.

LG, Gono


Rambo - 23-4-2011 um 07:06

Es gab eine "Befestigung" zwischen der Enge des Kainachtals bei Krems. Wenn man sich die Karte ansieht, so erkennt man das die Burg Krems sehr weit hinten errichte wurde, während die Enge bei Gaisfeld logischerweise am Besten geeignet war um das Kainachtal zu sperren.
Schon Krebernik sprach immer von einer "Burganlage bei "Ranfüchsl" auf der Anhöhe rechts der Kainach. Bei Grabungsarbeiten in den 50er Jahren hat man aber auch auf der gegenüberliegenden Seite Keramik gefunden (Verschollen)

Dass das Kainachtal in diesem Bereich geschützt wurde muss außer Zweifel stehen allerdings findet man keinen Hinweis darauf. Einerseits waren bevorzugte Verbindungen ab gelangt man bei Gaisfeld das Teigitschtal aber auch Kainachtal. In Gaistal teilen sich diese Verbinungswege was liegt also näher, als dass man gerade dort eine Befestigung errichtet hat.
Auch in der Dissertation von Kolanowitsch über die Besiedelung des Voitsberger Beckens (1933) habe ich keinen Hinweis auf eine Befestigung gefunden.

Gruß Rambo


optimusprime - 23-4-2011 um 13:22

hmmm, ich hab mir das damals mal angesehen und glaube nicht, dass dort jemals etwas von relevanz gestanden hat.

ein "stein" im namen ist zwar ein anzeichen, aber bei weitem kein musskriterium für ein fixes bestehen einer burg ;)


gono38 - 23-4-2011 um 21:14

Ich meinte aber nicht "Stein" als Burghinweis sondern Arnstein.
Arnstein gibt es im deutschsprachigem Raum sehr viele.......überall handelte es sich um eine befestigte Anlage, also um eine Burg.
In Deutschland z.b. die Burg Arnstein in Sachsen Anhalt/Unterharz sowie die Burg Arnstein in Nordhessen. Dann noch die Burg Arnstein in Nassau,
welche später zum Kloster umgebaut wurde. in der sächsischen Schweiz gibt es auch eine Burg Arnstein bis hin nach Strassburg, wo es sie auch gab.
Selbst in Österreich gibt es eine Burg Arnstein, nämlich in NÖ/ Maria Raisenmarkt.

Ich wollte aber eigentlich auch damit suggerieren, dass Arnstein als Name schon von Haus aus Steinfestung bedeutet......oder auch Festung auf Stein.....eine Felsenburg sozusagen......

Wir sollten uns mal bei der Nase nehmen, und uns fragen, was wir von der Zeit vor dem 11 Jhdt. aus dem Voitsberger Raum wissen.......mal ganz ehrlich......nichts

Was habe ich nun anzubieten.
1.einen Berg, der Arnstein heisst.
2.Riesige Felsen
3.Eine lange Mauer, die unter der Erde schlummert
keine 20 Meter von den hohen Felsen entfernt

Was also sagt die Logik?

Hier ein Beispiel Bild einer Felsenburg Namens Arnstein......


karolyi - 24-4-2011 um 08:47

Zitat
Ursprünglich verfasst von gono38
Ich wollte aber eigentlich auch damit suggerieren, dass Arnstein als Name schon von Haus aus Steinfestung bedeutet......oder auch Festung auf Stein.....eine Felsenburg sozusagen......


Das Wort ARN kommt vom ahd. und ist die Bezeichnung für Adler. Hier haben wir auch noch den Stein und somit nichts anderes als einen Adlerhorst. Was für mich sehr wohl ein Platz für eine Signalburg ist und möglicherweise war diese nur mit einem Mann besetzt.

Allerdings ist hier bei diesem Arnstein auch noch die Bergwerkstätigkeit bis ins 19. Jh. auf diesem Berg zu berücksichtigen!!!

L.G.

Karolyi


gono38 - 24-4-2011 um 10:53

Ja karolyi.......und Rambo hatte natürlich auch völlig recht.
Von der Kremser Burg aus konnte man das untere Kainachtal nicht einsehen, da sie zu weit hinten im engen Tal platziert war.
Topografisch müsste also am Arnsteiner Kogel oder gegenüber zumindest eine Signalburg gestanden haben........Darüber hinaus teilten sich in Gaisfeld die damals wichtigsten Verkehrsverbindungen, ebenso wie die Flüsse Kainach und Teigitsch.
Man hatte hierr also die Wahl, entweder durch den Teigitschgraben in Richtung Italien zu reisen, oder eben durch das Kainachtal und das Voitsberger Becken In Richtung
Obersteiermark.
Es kann also nicht sein, dass an dieser wichtigsten Verkehrsgabel der Weststeiermark keine Sperrmöglichkeit (Wehranlage) vorhanden war.
Das wäre völlig absurd........hiezu brauche ich auch kein Historiker sein....das sagt mir der Hausverstand.
;)
Allerdings muss ich auch fairerweise zugeben, dass mir noch jeglicher Beweis dafür fehlt, und daher diese Theorie als reine Spekulation gesehen werden muss.......

LG, Gono38

Anbei noch eine Zeichnung einer Felsen Signalburg Namens Arnstein.....


wulf - 24-4-2011 um 17:28

Zitat
Ursprünglich verfasst von gono38
Das wäre völlig absurd........hiezu brauche ich auch kein Historiker sein....das sagt mir der Hausverstand.
;)Anbei noch eine Zeichnung einer Felsen Signalburg Namens Arnstein.....


Nun der heutige Hausverstand ist sicherlich mit dem von Anno dazumals nicht vergleichbar.

Auf der Zeichnung dieser Signalburg ist aus wehrtechnischer Hinsicht merkwürdig daß das Pultdach zur Feindseite weist. Somit keine zusätzliche Überhöhung in Richtung des Zugangs aufweist, sondern ins Festungsinnere.


gono38 - 24-4-2011 um 18:43

Das sehe ich anders. Der Hausverstand vor tausend Jahren war bestimmt um einiges ausgeprägter,
da es meist ums blanke Überleben ging, und sogar die tägliche Wasser und Nahrungsbeschaffung einiges mehr an Anstrengungen erforderte.
Alles war also mit sehr viel mehr an Arbeit verknüpft, weil es kaum technische Hilfsmittel gab...........daher hätte man damals mit dem Hausverstand von heutigen Menschen
wahrscheinlich nicht all zu lange überlebt.
Auch die Platzierung einer befestigten Anlage passierte nicht zufällig, sondern an topografisch strategisch perfekt ausgewählten Orten,
da braucht man sich ja nur die Burgenstellen ansehen, die wir hier in der Weststeiermark haben.
Jede Burg für sich hatte eine sehr wichtige Funktion und stand immer an einem strategisch wichtigen Punkt, meist zur Sperre des jeweiligen Handelsweges.

Oder sag mir eine Burg, die topografisch blödsinnig gebaut wurde????

Die Lage und die Ausrichtung dieser Burgen war voll durchdacht und keineswegs
mit wenig Hausverstand, genau dort platziert.

Was die Signalburg betrifft, sagt ja auch schon der Name, für welchen Grund diese gebaut wurde. Sie gab das Signal bei Anrücken des Feindes an die Hauptburg.
Also nicht zu Verteidigungszwecken,.....deswegen geht es hier nur darum, dem Feind die Möglichkeit zu nehmen, rasch in die Festung zu kommen....das ist alles.
Wehrtechnisch gab es freilich weitaus besser durchdachte Anlagen...........mal abgesehen davon, dass es sich hier um den Versuch einer Rekonstruktion handelt,
und keineswegs sicher ist, dass diese Burg damals tatsächlich auch so ausssah...

LG, Gono38


wulf - 24-4-2011 um 20:18

Zitat
Ursprünglich verfasst von gono38
Das sehe ich anders. Der Hausverstand vor tausend Jahren war bestimmt um einiges ausgeprägter,
da es meist ums blanke Überleben ging, und sogar die tägliche Wasser und Nahrungsbeschaffung einiges mehr an Anstrengungen erforderte.
Alles war also mit sehr viel mehr an Arbeit verknüpft, weil es kaum technische Hilfsmittel gab...........daher hätte man damals mit dem Hausverstand von heutigen Menschen
wahrscheinlich nicht all zu lange überlebt.
Auch die Platzierung einer befestigten Anlage passierte nicht zufällig, sondern an topografisch strategisch perfekt ausgewählten Orten,
da braucht man sich ja nur die Burgenstellen ansehen, die wir hier in der Weststeiermark haben.
Jede Burg für sich hatte eine sehr wichtige Funktion und stand immer an einem strategisch wichtigen Punkt, meist zur Sperre des jeweiligen Handelsweges.

Oder sag mir eine Burg, die topografisch blödsinnig gebaut wurde????

Die Lage und die Ausrichtung dieser Burgen war voll durchdacht und keineswegs
mit wenig Hausverstand, genau dort platziert.

Was die Signalburg betrifft, sagt ja auch schon der Name, für welchen Grund diese gebaut wurde. Sie gab das Signal bei Anrücken des Feindes an die Hauptburg.
Also nicht zu Verteidigungszwecken,.....deswegen geht es hier nur darum, dem Feind die Möglichkeit zu nehmen, rasch in die Festung zu kommen....das ist alles.
Wehrtechnisch gab es freilich weitaus besser durchdachte Anlagen...........mal abgesehen davon, dass es sich hier um den Versuch einer Rekonstruktion handelt,
und keineswegs sicher ist, dass diese Burg damals tatsächlich auch so ausssah...

LG, Gono38


Danke für dieses posting gono38, da erübrigt sich für mich weiteres.


gono38 - 26-4-2011 um 10:39

Wie meinst Du das jetzt?

LG, Gono38


wulf - 27-4-2011 um 12:06

Nun ja lieber gono38, ich schrieb dass der Hausverstand von damals nicht vergleichbar mit heute ist.
Du meintest dass du das anders siehst und schreibst dann der von damals wäre bestimmt ausgeprägter .
Also wäre er doch anders als heute oder etwa nicht? Damals waren andere Bedürfnisse wichtiger als heutige.
Du verneinst meine Ansicht , schreibst jedoch auch das es anders war.
LG,wulf


gono38 - 27-4-2011 um 13:05

Sorry, dann hab ich Dich falsch verstanden.....
Ich hab das so aufgefasst, dass Du meintest, dass die Leute von heute mehr Hausverstand haben......

LG, Gono38


wulf - 28-4-2011 um 18:58

Ist ja geklärt nun.

LG,wulf


gono38 - 15-9-2013 um 19:27


gono38 - 15-9-2013 um 19:31

Wenn man sich die Bäume da vorne wegdenkt, hat man von hier aus die beste Übersicht über das ganze Kainachtal....


gono38 - 15-9-2013 um 19:32


gono38 - 15-9-2013 um 19:33

Also Hangstützmauern scheinen das ja wohl nicht zu sein.....wir sind 2 Meter unter dem Gipfel.....was will man da stützen?
Arnsteiner Kraftwerk hat damit auch bestimmt nix zu tun..da weit entfernt...der Weinbau, falls er überhaupt dort war, hat damit auch nix zu tun.....ich vermute den Unterbau einer Holz Signal Feste hier.....aber wie gesagt,.....das sind meine Gedanken und Gedanken sind frei.


gono38 - 15-9-2013 um 19:34


gono38 - 15-9-2013 um 19:36


gono38 - 15-9-2013 um 19:37


gono38 - 15-9-2013 um 19:38


gono38 - 15-9-2013 um 19:45


gono38 - 15-9-2013 um 19:46


gono38 - 15-9-2013 um 19:47


gono38 - 15-9-2013 um 19:51


gono38 - 15-9-2013 um 19:54


karolyi - 15-9-2013 um 19:55

Hallo Gono,
bitte befreie die Steine vor der Aufname vom Moos. Meines Erachtens dürfte es sich bei diesen Steinen mit Mörtelrest um eine Aufsedimentierung handeln.

l.G.

Karolyi


gono38 - 15-9-2013 um 20:02

Zitat
Ursprünglich verfasst von karolyi
Hallo Gono,
bitte befreie die Steine vor der Aufname vom Moos. Meines Erachtens dürfte es sich bei diesen Steinen mit Mörtelrest um eine Aufsedimentierung handeln.

l.G.

Karolyi


Hallo Karolyi......ich hab mir diese Steine ganz genau angesehen.....sind eindeutig Zement/Mörtelreste drauf......also heller Lehmmörtel mit Kiesel drinnen. Leider sieht man das kaum auf den Fotos ....sondern nur den Kiesel.


gono38 - 15-9-2013 um 21:49

Hat mich schon als Kind fasziniert...


Oliver de Minnebach - 16-9-2013 um 14:45

Na was jetzt Zement oder Mörtelreste?
;)
Du meinst wohl Kalkmörtel???


gono38 - 16-9-2013 um 21:13

Zitat
Ursprünglich verfasst von Oliver de Minnebach
Na was jetzt Zement oder Mörtelreste?
;)
Du meinst wohl Kalkmörtel???


Hallo Oliver!

Natürlich meine ich Kalkmörtel
genau gesagt meine ich gebranntem Kalk mit Ziegelmehl und Kiesel drinnen. ;)
Aber mit Deinem Potential und Wissen könntest Du uns bestimmt im Bereich "Pläne.....Römerstrassen in Österreich" sehr hilfreich sein......im ernst jetzt...ohne Ironie....das wäre nett und äusserst konstruktiv.

LG Gono


M.A.Knapp - 16-9-2013 um 23:22

Hm, am ALS ( http://www.gis.steiermark.at/cms/beitrag/11905526/73920/ ) ist nicht wirklich was zu sehen.


Oliver de Minnebach - 17-9-2013 um 08:37

Römerstraßen sind nicht so mein Ding - bin da nicht sattelfest. Ich kenn ein paar Trassen im Dunkelsteinerwald (NÖ) mit Fahrrinnen udgl.


gono38 - 17-9-2013 um 12:19

Zitat
Ursprünglich verfasst von M.A.Knapp
Hm, am ALS ( http://www.gis.steiermark.at/cms/beitrag/11905526/73920/ ) ist nicht wirklich was zu sehen.


mach das Relief etwa 100-200m westlicher und wir reden darüber...LG Gono


gono38 - 17-9-2013 um 19:19

Zitat
Ursprünglich verfasst von M.A.Knapp
Hm, am ALS ( http://www.gis.steiermark.at/cms/beitrag/11905526/73920/ ) ist nicht wirklich was zu sehen.


Das meine ich:

http://gis2.stmk.gv.at/atlas4beta/init.aspx?ks=das&karte=gel&project=...

LG Gono


gono38 - 17-9-2013 um 22:20

http://gis2.stmk.gv.at/atlas4beta/init.aspx?ks=das&karte=gel&project=...

noch etwas besser beschrieben.

LG Gono


KASTELLAN - 18-9-2013 um 09:58

Ohne das ich Salz in offene Wunden streuen möchte, werde ich (vermutlich im Frühjahr) mir ein Bild von dieser "Lagestelle" machen und dieses Objekt des Aufruhrs begehen, obgleich mir die künstlerische Ader für Skizzen, Planaufnahmen und Zeichnungen fehlt.

lg Kastellan


Otto von Floridus - 18-9-2013 um 12:47

:cool:


Otto von Floridus - 18-9-2013 um 12:50

Zitat
Ursprünglich verfasst von gono38
Hat mich schon als Kind fasziniert...


Die Stiegen sind für die Ewigkeit gemacht !:cool:


KASTELLAN - 22-1-2014 um 22:28

Nach einem Lokalaugenschein und laut Auskunft eines ortskundigen Freundes hat auf dem Bergrücken Arnstein keine Burg gestanden - zumindest nicht aus Stein. Es fehlen jegliche für eine Burg typischen Annäherungshindernisse. Vielleicht stand ja mal eine Turmhügelburg aus Holz aber ohne Turmhügel :-)

Soweit von meiner Seite, für mich ist dieses Thema jedenfalls einmal vom Tisch.

lg Kastellan


gono38 - 2-9-2015 um 20:06

Was aber nicht heisst dass diese Erkenntnis fuer immer in Stein gemeisselt ist. Ich habe mittlerweile voellig anderes in Erfahrung gebracht. Lg Egon