Burgenforum

Altleonrod
Rambo - 21-9-2006 um 18:15

Heute war ich wieder auf einer Ruine. Diesemal war es Altleonrod
Gruß Rambo


Rambo - 21-9-2006 um 18:17

Leider sind nur noch wenige Mauerreste zu sehen
Gruß Rambo


Rambo - 21-9-2006 um 18:19

.


Rambo - 21-9-2006 um 18:20

Eine Schießscharte


Rambo - 21-9-2006 um 18:21

Hier gehts in Teigitschtal
Übrigens das ist mein treuer Gegleiter


Rambo - 21-9-2006 um 18:22

Noch einmal die Mauer


Rambo - 21-9-2006 um 18:23

Die Mauer von der Teigitschseite


Rambo - 21-9-2006 um 18:23

Hier dürft einmal eine Zisterne gewesen sein


Rambo - 21-9-2006 um 18:24

Noch ein Mauerrest


Rambo - 21-9-2006 um 18:25

Halsgraben


Rambo - 21-9-2006 um 18:25

Der Halsgraben
Natürlich gibt es hier noch mehr zu sehen eine Menge Verebenungsflächen und auch Mauerreste.
Gruß Rambo


Oberon - 22-9-2006 um 10:59

hi rambo!

kannst du eine kurze wegbeschreibung posten? das wäre wirklich super :)


Andreas - 22-9-2006 um 12:18

Wegbeschreibung von Martin Aigner (nach der ich mich nur einmal kurz verlaufen habe, da sich der Weg gabelt) von burgenseite.com/Datenbank

Wegbeschreibung: Hoch über der Teigitsch-Klamm . Von St. Martin am Wöllmiss in Richtung Edelschrott , links nach Großwöllmiss (kraftwerk Arnstein) . Bei der Kapelle "Probst/Tischlerweber" scharf rechts abbiegen in einen Feldweg. Bei der Gabelung links halten, bis zum Fahrweg Ende bei einer Scheune. Von dort Feldweg bergauf , alle Gabelungen bergauf, (hier aufpassen - einmal nach links! - Anm von Andreas) ca. 5 Min. zu Fuß . Nach dem zweiten Halsgraben rechts bergauf zur Ruine .


Rambo - 22-9-2006 um 13:38

Naja so einfach wie es in der Wegbeschreibung steht ist es zwar nicht die Ruine zu finden aber mit ein bisserl Glück kann man schon hinfinden.
Ich war vor Jahrenzehnten einmal da und hatte gestern einige Problem mit dem "finden" . Es sieht eben alles ein wenig anders aus als vor einigen Jahrzehnten

Ach ja von der Kapelle hat man einen wunderschönen Blick in die Weststeiermark, so sieht man auch Berg, der meine Aufmerksamkeit erregt hat und mein nächstes Ziel sein wird, sobald ich wieder einmal "daheim" bin. Das Ganze sieht sehr vielversprechend aus und ist sicherlich Wert einmal näher betrachtet und begangen zu werden.
Gruß Rambo


DerGraf - 3-11-2006 um 11:31

Ich habe auch schon versucht dort hin zu gelangen, nur habe ich mit der Angabe " Von St. Martin am Wöllmiss in Richtung Edelschrott , links nach Großwöllmiss (kraftwerk Arnstein) . " Probleme. Wo genau muß ich da abbiegen? Direkt Richtung Kraftwerk? Wenn ich das mache, lande ich vor dem Kraftwerk und Ende. Wo muß ich genau abbiegen?


DerGraf - 12-3-2007 um 13:00

So, dieses Wochenende habe ich die Ruine endlich gefunden. Ich bin von der Straße Krottendorf nach Köflach ausgegangen. Man muß die Straße direkt nach der nehmen, die zum Kraftwerk Arnstein führt (bei der Kapelle). Danach kann man nach Martin's Wegbeschreibung vorgehen.

Fazit: Erstaunlich, dass nach fast 900 Jahren noch ein so großer Mauerrest vorhanden ist, obwohl die Ruine schon seit dem 15. Jh dem Verfall überlassen wurde. Mir hats dort gefallen, wobei ich es schade finde, dass dort nichts angegriffen wird um den letzten Rest zu erhalten. Eine Bäurin die dort in der Nähe wohnt hat mir erzählt, dass dort gegraben wurde, und ich hab auch tatsächlich ein ca. 1 Meter tiefes, frisches Loch entdeckt. Wonach dort gesucht wurde konnte ich nicht feststellen.


Rambo - 12-3-2007 um 13:49

Es war natürlich niemals eine reguläre archäologische Grabung. Meiner Meinung nach hat dort ein Dilettant gegraben, wer so einen „Schnitt“ an so einer Stelle anlegt muss wirklich wenig Ahnung haben. Aber man kennt den „Gräber“ ja :cool:
Gruß Rambo


DerGraf - 13-3-2007 um 16:16

Das Loch war aber zumindest mit einem Absperrband gesichert. Ich werd in ein paar Wochen mal wieder nachschauen ob sich dort was getan hat.


gono38 - 27-10-2008 um 21:32

Mittlerweile wurde auch die von Rambo angesprochene Zisterne ca.2m tief freigegraben.
Die Steine liegen wild verstreut umher. Die Grabung wirkt nicht unbedingt seriös. Trotzdem kann ich es mir kaum vorstellen, dass ein Grabräuber in einer Zisterne herum gräbt. Wäre strategisch doch sinnlos, oder ? Langsam aber frage ich mich, was es mit diesen sonderbaren Zisternengrabungen auf sich hat und wer diese durchführt, und vorallem, wen oder was man da drinnen zu finden erhofft. Irgendwie spricht alles dafür, dass es mit Herrn L. etwas zu tun hat, denn auch in der Primaresburg wurde unter dessen Leitung auch die Zisterne unter die Lupe genommen. Angeblich fand man darin Scherben aus Gefässen der Römerzeit,...angeblich, wahrscheinlich um die Sponsoren freudig zu stimmen. Ich persönlich glaube zu wissen, was die Wahrheit dahinter ist, denn ich habe ohne zu graben ein entsprechendes Relikt gefunden, welches vieles erklärt......kann das leider nicht preisgeben. Die ebenfalls sehr unmotivierte Grabung in Neu-Leonroth, wo heute noch Schaufel und Krampen herumliegt hat im weitersten Sinn auch damit zu tun. Ich meine, dass diese Burgen, sprich Alt-Leonroth und Neu-Leonroth eine enge Verbindung aufweisen liegt doch auf der Hand, obwohl die geschichtliche Erklärung doch sehr dürftig ist. Speziell der Zeitraum von 1250 bis 1500, welchen ich persönlich als hochinteressant empfinde, sehr viele Lücken aufweist, zumal Raubritter und Söldner ihr Unwesen getrieben haben sollen und Reisende um ihr Gut erleichterten. Meiner Ansicht nach waren in diesr Zeit beide Burgen aktiv in der Herrschaft von Raubrittern und Söldnern aus verschiedensten Ländern, ebenso wie Obervoitsberg, Krems und Greisenegg. Warum interssiert das eigentlich keinen Archäologen frag ich mich die ganze Zeit. Das war ja unsere Geschichte in einer sehr spannenden Zeit.....?!


Rambo - 28-10-2008 um 07:33

Zitat
Ursprünglich verfasst von gono38

Trotzdem kann ich es mir kaum vorstellen, dass ein Grabräuber in einer Zisterne herum gräbt. Wäre strategisch doch sinnlos, oder ? Langsam aber frage ich mich, was es mit diesen sonderbaren Zisternengrabungen auf sich hat und wer diese durchführt, und vorallem, wen oder was man da drinnen zu finden erhofft. Irgendwie spricht alles dafür, dass es mit Herrn L. etwas zu tun hat, denn auch in der Primaresburg wurde unter dessen Leitung auch die Zisterne unter die Lupe genommen. Angeblich fand man darin Scherben aus Gefässen der Römerzeit,...angeblich, wahrscheinlich um die Sponsoren freudig zu stimmen. Ich persönlich glaube zu wissen, was die Wahrheit dahinter ist, denn ich habe ohne zu graben ein entsprechendes Relikt gefunden, welches vieles erklärt......kann das leider nicht preisgeben. Die ebenfalls sehr unmotivierte Grabung in Neu-Leonroth, wo heute noch Schaufel und Krampen herumliegt hat im weitersten Sinn auch damit zu tun. Ich meine, dass diese Burgen, sprich Alt-Leonroth und Neu-Leonroth eine enge Verbindung aufweisen liegt doch auf der Hand, obwohl die geschichtliche Erklärung doch sehr dürftig ist. Speziell der Zeitraum von 1250 bis 1500, welchen ich persönlich als hochinteressant empfinde, sehr viele Lücken aufweist, zumal Raubritter und Söldner ihr Unwesen getrieben haben sollen und Reisende um ihr Gut erleichterten. Meiner Ansicht nach waren in diesr Zeit beide Burgen aktiv in der Herrschaft von Raubrittern und Söldnern aus verschiedensten Ländern, ebenso wie Obervoitsberg, Krems und Greisenegg. Warum interssiert das eigentlich keinen Archäologen frag ich mich die ganze Zeit. Das war ja unsere Geschichte in einer sehr spannenden Zeit.....?!


Es gab einige andere zufällige Funde, welche L vermutlich gefunden hat. Die Zisterne auf dem Franziskanerkogel wurde schon unzählige Male ausgeräumt. Wie man dort überhaupt noch was finden kann ist mir sehr schleierhaft. Vor allem warum darf dieser "L" graben ohne ein Archäologe zu sein , warum darf er Grabungen überhaupt durchführen. Oder handelt es sich doch um einen Archäologen ? Offenbar gilt das Gesetz nur für das gemeine Fußvolk.
Aber um Sponsoren großzügig zu stimmen ist jedes Mittel recht.
Solche Leute wie dieser"L" erweisen der Archäologie einen Bärendienst. Offenbar will sich besagter "L". einen Namen als Burgenforscher machen. Deswegen wird weiter in den Ruinen gegraben und deswegen werden auch Funde ohne Befunde auftauchen. Das dabei die erhaltene Bausubstanz zum Teufel geht, wem schert es, wenn wieder ein Stück einer Ruine verfällt, kann es nur recht sein, dann gibt es Keinen mehr der nachweisen kann, dass man ohnehin nichts gefunnden hat. Leonroth ist ein typisches Beispiel für das zerstörerische Vorgehen, dort können einem ob der dilettantischen Grabungen die Augen zu tränen beginnen. Mit den Steinen welche man dort rausgerissen hat, hat man eine neue Trockenmauer gebaut. Sieht auch nicht sehr professionell aus. Nur was wollen diese Zerstörer finden ? wegen der paar "Scherben" muss man nicht solche Löcher graben und Mauern unterminieren was letztendlich früher oder später zum Einsturz der Mauerreste führen muss
Gruß Rambo


gono38 - 28-10-2008 um 12:09

Ich kann mir ehrlich gesagt schon die ganze Zeit über nicht vorstellen, dass Herrn "L" darum geht, sich einen Namen als Burgenforscher zu machen.
Ausserdem hat er den ja bereits, ich glaube es gibt mittlerweile so rund 20 Bücher von ihm und sein Name ist in aller Munde, zumindest hier im Bezirk
Voitsberg. Was mich skeptisch stimmt ist die Tatsache, dass er die ganze Zeit über vor Raubgräbern warnt, und selbst aber jede Ruine zu seiner macht,
und rumbuttelt wie ein Wilder, sozusagen schlimmeren Schaden anrichtet, als jeder "Hobbygräber". Mal abgesehen davon, ob er dazu befugt ist oder nicht, gibt mir das in einer völlig anderen Richtung zu denken, nämlich dass der Mann kein ehrliches spiel spielt und etwas völlig anderem auf der Spur ist.....


Rambo - 29-10-2008 um 07:42

Schatzsucher ?
Ich werde mir das am Wochenende mal ansehen, diese Grabungen sind jedes Mal ein Highlight, nahezu jedes Mal werde ich auf dem Aushub der Wühlungen fündig.
Keramik sucht er nicht soviel steht schon mal fest auch mit den Metallgegenständen lebt er offenbar auf Kriegsfuß. Was also sucht er?
Baubefunde dürften ihn auch nicht interessieren wie sonst ist es erklärbar, das er sich nicht scheut die eine oder andere Mauer zu untergraben.
Ich sehen keinen wirklichen Sinn in der ganzen Wühlerei es sei den er übersieht einiges oder was ich noch wahrscheinlicher finde, er erkennt die Funde nicht. Dann allerdings sollte er seine Finger von diesen illegalen Grabungen lassen.
Gruß Rambo


gono38 - 29-10-2008 um 08:39

Ich will ja niemanden etwas unterstellen, aber es spricht irgendwie alles dafür.......


gono38 - 29-10-2008 um 11:42

Um ehrlich zu sein, weiss ich einiges mehr darüber und hab einen fast schon angsteinflössenden Verdacht, was genau "Mr. L" sucht.
Man muss um das zu verstehen unsere Geschichte und die der Kirche vereinen und alles andere ist dann logisch und nachvollziehbar.
Dazu gehen wir nun kurz zurück in die Vergangenheit, ca. 3000 v.Chr.,genauer gesagt auf den Berg Zinai, wo Moses die zehn Gebote auf
eine Steintafel schrieb. Als er vom Berg herunter kam, sah er das Volk, welches einen goldenen Stier anbetete. Das erzürnte Moses, da er das
als Gotteslästerung empfand und schmolz ihn zu Pulver und es entsanden plötzlich zwei Kälber. Diese Bedeutung konnte sich damals niemand erklären,
doch die Kirche selbst hielt dies immer für die irdische und himmlische Seite Gottes und diese Symbolwirkung wird in sämtlichen Überlieferungen gedeutet.
Es sollte ein Synonym für die Anbetung falscher Gottheiten werden. Etwa 4100 Jahre später, also so um 1100n.Chr. war die Kirche zerspalten und es wurde
über Glaubens und Gottesfragen diskutiert und niemand war sich wirklich einig. Etwa in dieser Zeit fand man im heutigen West-Ungarn hinter einem Busch
eine hölzerne Marien Statue, die von den Findern von Kleidern befreit wurden. Die Sage wirst Du wahrscheinlich kennen, wo dann die Marienstatue in die nahe gelegene Kirche mittels Wagen mit zwei vorgespannten Ochsen transportiert werden sollte, und die Ochsen aber einen völlig anderen weg einschlugen und unaufhaltsam bis Maria Lankowitz fuhren, und dann stehen blieben und keinen Meter mehr weiter gingen. Jedenfalls erfuhr die Kirche davon, und sah in dieser Geschichte einen Hinweis Gottes, zurückzufinden auf den richtigen Pfad. Es wurde auf dieser Stelle sofort eine Kapelle errichtet, in der Nähe der heutigen Wahlfahrtskirche, verantwortlich dafür war ein Geistlicher des Stifts Lambrecht. Nach langem hin und her entschloss sich die Kirche zwei Kälber aus Gold zu giessen und dort hin zu bringen, quasi als Versöhnungsangebot mit Gott. Daraufhin kamen viele Menschen, die Erzählungen zu Folge von verschiedensten Krankheiten geheilt wurden.....Jahre später, so um 1446 stiftete ein Georg von Graden die 1437 erbaute Kirche und die Kapelle verlor an Bedeutung. In dieser Zeit, so um 1465 herum, standen plötzlich die Ungarn vor den Stadttoren von Voitsberg. Diese Nachricht km auch schnell in das Kloster und die zwei Kälber mussten in Sicherheit gebracht werden. Sie brachten sie auf eine befestigte Burg, welche ich hier nicht nennen will, und bewachten sie. Als der Kampf gegen die Ungarn verloren schien und sämtliche Ritter gefallen waren und die Ungarn kurz davor waren, die besagte Burg einzunehmen, entschied man sich die zwei Kälber in die Zisterne zu werfen.......sozusagen als Letztmassnahme. Alle Menschen, die sich in der Burg befanden, wurden ausgerottet bis auf einen, der diese Geschehnisse weiter in sich trug und sie kurz vor seinem späteren Tod niederschrieb. Um 1470 herum waren die Ungarn vorübergehend vertrieben worden und die Kirche wollte die Kälber wieder haben, und vermuteten sie im heutigen Schloss Greisenegg. Doch sie fanden nichts und verhafteten Andreas von Greisenegg,
(Fananzchef damals) und welcher der damalige Besitzer dieser Burg(damals noch Burg)war. Er wurde gefoltert und trotzdem erfuhr niemand etwas von ihm, weil er wahrscheinlich auch nichts wusste....jedenfalls gelang diese Information bis zum Kaiser, Friedrich III, welcher die Enthauptung von Andreas von Greiseneggs wegen angeblichen Hochverrats veranlasste. Doch die Kälber blieben bis heute verschwunden.......Is nur komisch, das jetzt plötzlich in Zisternen gegraben wird......Alt-Leonroth musst Du Dir ansehen....das Loch ist ein Wahnsinn !! Danke "Mr. L"


gono38 - 29-10-2008 um 11:57

Du siehst also, es bedarf mehr als nur zu graben, man muss auch verstehen, obwohl der Fund der beiden Kälber ohne Zweifel der grösste und
bedeutendste archäologische Fund unserer Region und weit über die Landesgrenzen hinaus wäre. Trotzdem, "Mr L." hat nicht das Wissen, um sie zu finden,
und so werden noch noch weitere Ruinen/Zisternen von ihm durchgewühlt werden. Ohne Erfolg !
Ihm fehlt nämlich das Wichtigste, um auf den richtigen Pfad zu kommen.......
Kleiner Tipp an ihn: "Die Wahrheit liegt so nah"


Rambo - 29-10-2008 um 12:51

Ein bisschen zynisch darf ich schon sein gell :cool:
Schöne Geschichte gono38 nur.... es gibt der Geschichten viele. Greisenegger wurde wegen Hochverrat hingerichtet, obwohl seine „Gefangennahme“ schon eine Geschichte für sich ist.
Das sich ein „L“ auf solche Geschichten inspirieren lässt ist nahezu unvorstellbar.
Er wird allerdings in die Geschichte als Zisternengräber eingehen. Da stellt sich auch die Frage, will „L“ jetzt auf jeder Burg oder jedem Schloss die Zisterne oder den Brunnen ausgraben. Wenn es überhaupt der obinöse "L" ist. Aus eigener Erfahrung weiß ich wie mühevoll es ist eine Zisterne/Brunnen auszugraben. Dazu dürfte „L“ das Equitment fehlen. Aber wie auch immer wenn das der Grund ist warum er Zisternen ausgräbt, wäre Raubgräber, Schatzsucher, Plünderer, Zerstörer von Bodendenkmalen die einzige wirkliche Bezeichnung

Was denkst du, wenn wirklich wertvolle Gegenstände in Zisternen geworfen wurden, warum hat man nicht schon damals gesucht und natürlich gefunden. Das klingt für mich wie die unzähligen Fluchtstollen-Geheimgänge welcher unser Land durchziehen. Nahezu jede Burg war mit einer Kirche oder einen anderen Burg unterirdisch verbunden. Da wurden kilometerlange Gänge angelegt und unglaubliche Höhenunterschiede überwunden. Gefunden hat man nix.
Übrigens ich habe gehört, das Bernsteinzimmer liegt in einer Hölhe in der Nähe von Kainach versteckt. Das wäre auch etwas für „L“, da sollte er ansetzen. Damit würde er sich unsterblich machen.
Gruß Rambo


gono38 - 29-10-2008 um 15:04

Grins....Bernsteinzimmer...Gerüchte..ja, ja...schmunzel......Du, hab ja nicht behauptet, dass die Kälber noch immer in Zisternen liegen *zwinker*, nur dass sie damals dort reingeworfen wurden, und das weiss "Mr. L."sonst aber anscheinend schon nichts darüber.
Übrigens wäre es ohnehin eine fürchterliche Tragödie, sollte dieser Mann in Besitz dieser Dinger kommen ! Und es wäre sehr, sehr gefährlich obendrein.
Noch was: woher weisst Du eigentlich, dass man danach nicht gesucht hat. Es wurde dannach schon damals gesucht, keine Frage, ob sie gefunden wurden kann ich Dir leider auch nicht sagen, aber gesucht wurde danach.


gono38 - 29-10-2008 um 15:22

Habe in der Umgebung von Alt-Leonroth eine weitere Ruine, oder Reste davon gefunden, sowie ein voll erhaltenes Gebäude aus dem 12 Jhd., welches mir neue Erkenntnisse über den damaligen Weg über die Pack brachte. Bin da aber noch dran.....Gruss Gono38


gono38 - 29-10-2008 um 17:29

Das Zisternenloch, das letzte Werk des "Mr.L"


Ronny-PG - 29-10-2008 um 19:10

geheimgänge gibt es genug...
pfaffstätten kirche zum alten schloß... geht sogar unter meinem garten durch :-) und der gang ist sogar bewiesen weil man dort drinnen war .. oder burg klamm :-) der gang zur anderen seite des berges zum turm .-)

aber ist ne andere geschichte...

sagt mal wer ist der Mr L eigentlich? hab zwar unzähliche bücher.. aber keines von einem Mr L geschrieben .-)

ich denke nicht das er etwas in den zisternen finden wird..die wurden ja alle schon ausgeräumt...

irgendwer hat hier mal geschrieben....auf einer burg/ruine wird man nichts finden .. außer reines wasser :-)
cooler spruch übrigends... :-)


Oliver de Minnebach - 29-10-2008 um 19:52

Endlich tut sich wieder was im FORUM!!!! Gott sei Dank!

Also ich bei mir im Waldviertel waren Zisteren und alle anderen verwandten Wasserspeicher oft eine wahnsinnig tolle Fundgrube. Nicht nur einfache Keramik sondern auch tolle Realien.

Liegt zwar nicht im Waldviertel, aber ich denke Fritz oder Sabine Felgenhauer haben tolle Funde aus Klosterneuburg publiziert. (Lederschuhe usw.)

lG Oliver


Rambo - 29-10-2008 um 20:12

Daran Oliver, dürfte der Wühler vermutlich nicht interessiert sein.
Ich weiß wirklich nicht was er sucht, sofern er überhaupt besagter L der Täter dieser Zisternengrabungen ist.
Ich kenne zwar einige Wühlungen in Ruinen, wissenschaftliche Grabungen würde ich das nicht nennen und ich war jedes Mal entsetzt dass solche Dilettanten unter den Deckmantel der Wissenschaft wühlen.
@ Ronny-PG, es ist verständlich, das du „L“ ( L könnte man durch jeden anderen Buchstaben zB "X "ersetzen) nicht kennst, er scheint eher eine Lokalgröße zu sein.
Gruß Rambo


Andreas - 29-10-2008 um 20:51

Die Suche nach biblischen Goldenen Kälbern? Ich glaube ich bin in einem Indiana Jones Film!


Ronny-PG - 29-10-2008 um 21:14

Wäre doch was für Herrn S ..... wie Spielberg *ggg*

Aha dann kanns gut sein das ich den Herrn L nicht kenne...dachte er ist etwas "bekannter" weils gleich hier im Forum so drunter und drüber geht *gg*


gono38 - 30-10-2008 um 07:51

Der Ritter Andreas von Greißenegg war zu seiner Zeit der reichste und mächtigste Grundherr im Kainachtal und besaß auch Besitzungen in der übrigen Weststeiermark. Er war mit einer Schwester des berühmten steirischen Ritters Andreas Baumkircher vermählt. Seinen zahlreichen Untertanen war er stets ein überaus milder und gerechter Herr, der immer half, wenn er nur helfen konnte. Als er dann im schönsten Mannesalter *) und auf der Höhe seiner Macht von Kaiser Friedrich III. ohne Urteilsspruch hingerichtet wurde, konnte die Bevölkerung an den plötzlichen Tod nicht recht glauben, und die Sage bemächtigte sich seiner Gestalt.
Einst ritt Andreas nach dem nahen Dorf Salla, wo, wie er gehört hatte, der als Wahrsager weit und breit bekannte Bauer Thomas Weiß lebte. Um ihn zu prüfen, fragte er spöttisch: „Sag mir doch, welches Geschlecht und welche Farbe wird das Füllen haben, das bald in meinem Stall geboren wird?" — Als Weiß die Antwort gab, fragte der Ritter weiter: „Wenn du schon so gescheit bist, dann kannst du mir gewiß sagen, auf welche Art ich sterben werde?" — „Herr Ritter, mit solchen Sachen soll man keinen Spott treiben! Weil Ihr aber gefragt habt, so will ich Antwort geben — Ihr werdet bald durch Henkershand sterben!" — Lachend trabte der Greißenegger nach Hause.
Bald darauf ritt er nach Graz; auf dem Hauptplatz scheute plötzlich sein Pferd und stieß eine Frau zu Boden, die bald Mutter von Zwillingen werden sollte; sie blieb tot liegen. Deshalb wurde der Ritter zum Tod durch Henkershand verurteilt. — Die Voraussage des Bauers war in beiden Fällen richtig, behauptet die Sage. **)
*) Geboren etwa 1426, hingerichtet 1471.
**) Thomas Weiß soll schon im 14. Jahrhundert gelebt haben, konnte also dem Greißenegger nicht weissagen. Thomas Weiß liegt seit ungefähr 500 Jahren im Friedhof zu Salla neben der Kirche. Er war ein Bauer aus dem Tal und durch seine schlichte Gottgläubigkeit und durch seinen frommen Lebenswandel weithin als heiliger Mann bekannt. Er soll auch zahlreiche Ereignisse vorausgesagt haben: die Gründung von Lankowitz, die Türkenkriege, die Zerstörung der Stadt Voitsberg, das Wirken Luthers usw.
Der Tod und dessen Umstände des Ritters Andreas von Greisenegg blieben bis heute noch ungeklärt.


Rambo - 30-10-2008 um 09:30

Vielleicht solltest du einen Quellverweis mitliefern: Steirische Heimathefte "Was die Heimat erzählt, Brauner Franz

Sagen, sollen ja einen Funken Wahrheit enthalten aber ....ich habe nichts über diese ominösen Stiere gefunden

Das sind Fakten:
Am 23. April 1471 begaben sich Baumkircher und Andreas von Greisseneck zu Verhandlungen nach Graz, nachdem ihnen freies Geleit zugesagt wurde. Beide wurden jedoch festgenommen und am Abend ohne Verhandlung öffentlich vor dem Murtor enthauptet.


Gruß Rambo


gono38 - 30-10-2008 um 09:53

Sozusagen Andy&Andy.......Ja, der Andreas Baumkircher war sein ritterlicher Kumpel, das wusste ich. Aber trotzdem weiss keiner den wahren Grund für die Enthauptung, oder hast du was gefunden ? (ich meine es steht überall nur "angeblicher Hochverrat") Gruss Gono


Rambo - 30-10-2008 um 09:56

http://de.wikipedia.org/wiki/Baumkircher
Wenn das kein Grund war, was dann ?
http://de.wikisource.org/wiki/ADB:Baumkircher,_Andreas_Freiherr_von
Gruß Rambo


gono38 - 30-10-2008 um 10:07

Ja, diese Historie ist mir geläufig...stellt sich trotzdem für mich die Frage, was daran als Hochverrat bezeichnet wird, wenn einer einem 14000 Gulden schuldet und die nicht bezahlen kann......was ich ja nicht glaube, denn Andreas von Greisenegg war reich. Da muss es um etwas anderes noch gegangen sein.

Übrigens, die Quelle mit den Kälbern verrate ich Dir auch noch....


gono38 - 30-10-2008 um 10:17

Ok, ein Beispiel einer meiner vielen Quellen in dem erst kürzlich zu lesenden Beitrag der "Kleinen Zeitung".

12. Jahrhundert. Errichtet worden sein dürfte die Burg Alt-Leonrod im 12. Jahrhundert. Sie befindet sich etwas abseits des ältesten Straßenzuges auf die Pack auf einer steil abfallenden Anhöhe. Die erste Packerstraße führte nämlich durch den Teigitschgraben. Zum Schutz dieses wichtigen Verkehrsweges ist die Anlage errichtet worden.

Wissenschaftliche Arbeiten eines Grabungsteams unter der Leitung von Historiker Ernst Lasnik - in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt - haben ergeben, dass die Anlage bis in das 15. Jahrhundert besiedelt war. In dieser Zeit dürfte es, so die Grabungsergebnisse, zu einem Brand gekommen sein.

Dem Verfall preisgegeben. Wohl auch, weil das "G'schloss" seit damals dem Verfall preisgegeben ist, rankt sich eine Reihe von Sagen um das Gemäuer. Ein Großteil davon handelt von einem vergrabenen Schatz. So sollen einst Heiden auf Alt-Leonrod gehaust und zwei goldene Kälber wie Götter angebetet haben. Die Pest raffte die Burginsassen und die umliegenden Bewohner hinweg und die goldenen Kälber blieben bis heute verschwunden.

Schatz. Einst ging ein Bauer - so eine weitere Sage - ausgerüstet mit Hacke, Schaufel und Laterne nachts zur Ruine, um nach dem Schatz zu graben. Zufällig kam ein Rauchfangkehrer vorbei. Als dieser das Licht sah, wollte er wissen, was los ist. Er löste jedoch unabsichtlich einige Steinchen. Durch dieses Geräusch schreckte der Schatzgräber auf und erblickte die schwarze Gestalt an der Mauer. Er glaubte, er habe es mit dem Teufel zu tun und rannte mit einem Aufschrei davon. Auch wird davon berichtet, dass er tot umgefallen sei.

Die Sage vom goldenen Kalb dürfte wohl auch der Anlass dafür sein, dass immer wieder Schatzgräber - verbotenerweise - im Gelände der Ruine ihr Glück versuchen. Bei den wissenschaftlichen Grabungsarbeiten kamen jedenfalls nur Pfeilspitzen und eine Gürtelschnalle zutage.


Oliver de Minnebach - 30-10-2008 um 10:52

Gono, bist du Journalist?


gono38 - 30-10-2008 um 11:04

@Oliver de Minnebach ! Hallo, ein klares Nein ! Bin nur ein Interessierter....:cool:


Rambo - 30-10-2008 um 11:04

Zitat

Wissenschaftliche Arbeiten eines Grabungsteams unter der Leitung von Historiker Ernst Lasnik

Wieso kann Prof.Dr. Ernst Lasnik eine Grabung leiten ?
Im Bundesdenkmalgesetz steht:
§ 11. Bewilligungen und Verpflichtungen bei Grabungen nach Bodendenkmalen
(1) Die Nachforschung durch Veränderung der Erdoberfläche bzw. des Grundes unter Wasser (Grabung) und sonstige Nachforschungen an Ort und Stelle zum Zwecke der Entdeckung und Untersuchung beweglicher und unbeweglicher Denkmale unter der Erd- bzw. Wasseroberfläche dürfen nur mit Bewilligung des Bundesdenkmalamtes vorgenommen werden, soweit Abs. 2 und 9 nichts anderes vorsehen (Forschungsgrabung). Eine derartige Bewilligung kann nur an Personen erteilt werden, die ein einschlägiges Universitätsstudium absolviert haben. Bewilligungen können nur physischen Personen und nur für konkrete Grabungsvorhaben erteilt werden, die im Bewilligungsbescheid klar (unter Anschluss von Plänen, die der Antragsteller beizubringen hat) zu umschreiben sind. Bewilligungen gemäß diesem Absatz können mit Einschränkungen, Auflagen und Sonderregelungen verbunden sein (hinsichtlich Fläche und Tiefe, Art der Durchführung, Meldepflichten, Kontrollen usw.). Ein Rechtsanspruch auf Erteilung einer Grabungsgenehmigung auf Grund der Bestimmungen dieses Bundesgesetzes besteht nicht.


Prof. Dr. Ernst Lasnik hat KEIN einschlägiges Universitätsstudium absolviert. Er ist wie aus dem Zeitungbericht hervorgeht Historiker und KEIN Archäologe.
?????????????????????
Gruß Rambo


gono38 - 30-10-2008 um 11:32

Ja Rambo, dass dieser Mann mehr oder weniger unbefugt gräbt, wissen wir bereits. Da müssen sich andere die Köpfe darüber zerbrechen,
und ihm auch eventuell das Handwerk legen. Momentan sieht es jedoch so aus, dass der Mann so an Ansehen gewonnen hat, was weiss ich warum,
so dass er quasi einen Freibrief hat, um in Ruinen und Burgen zu graben. Möglicherweise hat er ja auch eine Genehmigung. Wir wissen es nicht genau.

Was ich jedoch noch anfügen wollte, ist mal abgesehen von historischen und sagengeschichtlichen Hinweisen, das Wissen der Kirche. Meiner Meinung nach
wird völlig unterschätzt, welches Wissen die Kirche in sich trägt. Der früher erwähnte Vergleich mit der Indiana Jones Geschichte ist gar nicht so verkehrt, denn auch hier wurde nach einem kirchlichen Relikt gesucht, und gut und böse stritten sich darum, es als erster zu finden. Die Rede ist vom heiligen Gral, den ja, wie wir alle wissen, Hitler wirklich suchen liess.
Aber ihr könnt mir glauben, dass die Kirche in den Händen des heiligen Grals ist, genauer gesagt in der der "Santo Caliz", der Kathedrale von Valencia.
Die wissen sogar die Blutgruppe von Jesus !!
Gruss, Gono38


Andreas - 30-10-2008 um 16:33

Die Gralssuche in allen Ehren, Aussagen wie oben sollten doch eher im Reich der Fiktion bleiben - Weltverschwörungstheorien sind zwar manchmal spannend, entbehren aber meines Wissens bisher immer jeglicher wissenschaftlicher Grundlage.


gono38 - 30-10-2008 um 18:17

Das hat ja nichts mit einer Weltverschwörungdtheorie zu tun, sondern um eine Tatsache. Für die Kirche selbst ist der Gral ja auch nichts besonderes, eigentlich nur der Beweis des letzten Abendmahles. Laut neuesten Erkenntnissen wurden Bluttropfen darauf entdeckt und analysiert, und welch Zufall, der genetische Abdruck passt mit dem vom Leichentuch von Turin 99,9% überein. Übrigens war der Papst erst kürzlich vor Ort (Valencia), um sich den Gral anzusehen.
Verstehe aber auch Andreas, rein wissenschaftlich betrachtet interssiert das nicht,
zumal der Gral ja auch nur ein Kelch aus Ton ist......
Gruss, Gono


gono38 - 30-10-2008 um 18:29

Ein weiteres Indiz gekoppelt mit einer Entwicklungsstudie:
Götterbilder
Den wahren Gott suchen?
von Arnold Stötzel


Damien Hirst, The Golden Calf, 2008
© Damien Hirst
Der britische Künstler Damien Hirst hat das hier abgebildete Objekt The Golden Calf mit vielen anderen am 16. 9. 2008 bei Sotheby’s in London meistbietend für 12,7 Millionen Euro versteigert. Es ist ein in Formaldehyd konservierter junger Bulle mit aus 18-ka­rätigem Gold gegossenen Hufen und Hörnern, auf dem Kopf eine Scheibe aus massivem Gold; mit einem Sockel aus Carrara-Marmor ist das Werk etwa vier Meter hoch und dreieinhalb Meter lang.

Es fällt auf, dass die Kunstszene vor allem von seiner unkonventionellen, spektakulären Vermarktung schockiert ist. Hirst lässt seine Werke – nicht unähnlich den Meis­tern des 16. Jahrhunderts – in mehreren Werkstätten nach seinen Plänen und Skizzen anfertigen und bietet sie, an den Galerien vorbei, den neu- und altreichen Kunstin­ves­toren global an.



Was Damien Hirst darstellt
Es ist ein Nutztier, das normalerweise in den Suppentopf wandert oder im schlechtesten Fall zu Hundefutter verarbeitet wird. Hier ist es durch kostbare Materialien ‘erhoben’ und erreicht durch die Konservierung gleichsam Zeitlosigkeit. Die Entrücktheit wird gesteigert durch das Podest aus Carrara-Marmor (auf der Abbildung nicht zu sehen), auf das der Kasten mit dem Tierkadaver wie in einem Aquarium oder Schrein zur Schau gestellt ist.

Die Verkaufsauktion stellte Hirst unter das Motto Beautiful Inside My Head Forever (Schön in meinem Kopf für immer) und will damit andeuten, dass er Ideen, Vorstellungen und Bilder aus der Mythologie (z. B. das Einhorn) oder aus der kulturellen Tradition neu inszeniert. Diese Ambition wird vor allem daran erkennbar, dass er seine Figur mit der gehörnten Sonnen-Scheibe auszeichnet. Damit lenkt er nur vordergründig weit in die Geschichte zurück: Der so geschmückte Stier war fester Bestanteil des ägyptischen Apis-Tierkultes und Symbol nicht nur für die Fruchtbarkeit und Kraft des Reiches, sondern für die Präsenz der göttlichen Potenz im Pharao. Deswegen wurden diese Apis-Stiere nicht geschlachtet, sondern nach dem Verenden einbalsamiert und in Sarkopha­gen beigesetzt.
Aber Hirst ist auch die weitere Geschichte dieses Symbol-Tieres nicht unbekannt. Indem er es Golden Calf nennt, übernimmt er die feindliche Degradierung des ägyptischen heiligen Stieres zum ‘Kalb’, die in der Bibel mit seiner Ironisierung einhergeht: Am Fuß des Berges Sinai, am heiligsten Ort und im entscheidenden Moment der Geschichte, nachdem Mose auf den Berg gestiegen ist, um die Thora aus der Hand Gottes entgegenzunehmen, fertigen die Israeliten mit Duldung und Unterstützung Aarons ein goldenes Kalb, feiern Orgien und akklamieren: „Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägypten geführt hat.“

Wer Israels Gott nicht ist
Die Exegeten sagen, historisch ha­be der Tanz um das Goldene Kalb gar nicht am Sinai stattgefunden, sondern erst viel später an den königlichen Heiligtümern des Nord­reiches Israel unter König Jerobeam I. (782–747 v. Chr.) in Bet-El und Dan. Erst damals sei Israel zu

der Einsicht gekommen, dass sein Gott nicht verwechselt und vermischt werden darf mit den Göttern der Heiden. Diese Unterscheidungsarbeit leis­teten vor allem die Propheten; sie gerieten deswegen in permanente Opposition zu den Königen, weil diese ihre Herrschaft und Macht auch in einem Stierbild repräsentiert sehen wollten.

Hirst teilt diese Ironisierung, wenn er das Goldene Kalb als jungen Stier im 21. Jahrhundert gleichsam wiederauferstehen lässt. Aber vor allem demonstriert er: Der Tanz um das goldene Kalb ist noch im Gang; und er selbst versteht es – selbst Teil des ‘Sys­tems’ –, ihn trotz Finanzkrise und Bankenzusammenbrüchen noch zu beschleunigen.

Zwei Tage nach der Hirst-Auktion am 18. 9., nachdem der Zusammenbruch einer weiteren Großbank zur Gewissheit geworden war, schrieb Frank Schirrmacher in der FAZ in ­einem Kommentar dazu unter dem Titel Das Zeitalter des Unglücks: „Eine sogenannte ­‘Finanzkrise’ kann in einer Gesellschaft, wo Finanzen die Synonyme für gesellschaftliche Rationalität geworden sind, nichts anderes sein als eine brutale Vernunftkrise. Es müssen irgendwo Verrückte herumlaufen, die bis Montag nicht aufgefallen sind, weil ihr Wahn identisch war mit der Logik des etablierten Systems.“

Die Zeitgleichheit der spektakulären Auktion des Golden Calf – ein verwandter Artgenosse steht vor der Frankfurter Börse – und die fassungslos konstatierte Vernunftkrise als ‘Offenbarung’ des andauernden Tanzes um das Goldene Kalb lässt vielleicht neu verständlich werden, warum in der biblischen Tradition der ‘heilige Stier’ nicht nur zum Kalb degradiert, sondern auch der Lächerlichkeit preisgegeben wurde: Götzendienst ist gegen alle menschliche Vernunft.
Genau das war auch der Tenor der Dankesrede, die der diesjährige Träger des ­Hil­degard-von-Bingen-Preises, der deutsch-jüdische Schriftsteller und Publizist Henryk M. Broder, am 14. 9. bei seiner Entgegennahme der Auszeichnung in Mainz hielt. Er sprach nicht von ‘Göttern’, sondern von neuen Ersatzreligionen und berief sich dabei auf Gilbert Keith Chesterton, den Erfinder des Pater Brown, der vor über hundert Jahren er­- staunt festgestellt hatte: „Seit die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht an nichts, sondern allen möglichen Unsinn.“

Wie man es von einem Zeitgenossen vom Schlage Broders nicht anders erwartet, gibt er Beispiele für diesen „Unsinn“: „Dass man soziale Gerechtigkeit durch ökonomische Gleichheit herstellen kann; dass Wohlstand und Arbeit voneinenander unabhängige Faktoren sind; dass einseitige Abrüs­tung Kriege verhindert und den Frieden garantiert; dass Armut die Ursache für Terrorimus ist; dass Selbstmordattentäter fehlgeleitete Idealis­ten sind; dass Stereoanlagen und ihre Tiefkühltruhen mit sauberem Strom laufen, der von einem Windrad generiert wird, während der Nachbar, der eine Eta­ge darüber wohnt, seine Kaffeemaschine und seine Mikrowelle mit schmutzigem Strom betreibt, der aus einem Atomkraftwerk kommt …“.

Bei aller beißenden Ironie und Kritik – auch am Gottesbild der ‘Gläubigen’ – weiß er aus seiner Tradition, auch wenn er sich als einen Agnostiker bezeichnet, dass das „Verlangen des Menschen, sich über seine eigene Exis­tenz zu erheben, sie ins Unendliche zu erheben, wohl eine anthropologische Konstante“ ist: „Niemand will lediglich ein Sandkorn im Sturm der Geschichte sein.“

Quaerere deum – Gott suchen
Zwei Tage vor Henryk M. Broders Dankrede, am 12. 9., sprach Papst Benedikt XVI. anlässlich seines Frankreichbesuchs im Collège des Bernardins in Paris über die Ursprünge der abendländischen Theologie und die Wurzeln der europäischen Kultur. Er sagte u. a.: „Wir sind davon ausgegangen, dass die Grundhaltung der Mönche im Zusammenbruch alter Ordnungen und Gewissheiten das quaerere De­um war – sich auf die Suche machen nach Gott.“ Und: „Die Neuheit der christlichen Verkündigung besteht in einem Faktum: Er hat sich gezeigt. Aber dies ist kein blindes Faktum, sondern ein Faktum, das selbst Logos – Gegenwart der ewigen Vernunft in unserem Fleisch ist.“


gono38 - 31-10-2008 um 09:47

Ihr könnt diesen ausgesprochenen Satz des Papstes interpretieren wie ihr wollt......für mich jedenfalls sagt dieser Satz alles.
Gruss Gono38


gono38 - 31-10-2008 um 09:57

Auf alle Fälle bedeutet es, dass das Wort "Glaube" in diesem Sinne durch das Wort "Wissen" ersetzt werden müsste.
Ist dies die neuste kirchliche Entwicklung im 3.Jtsd. ??
Und wird vorallem die Kirche dazu bereit sein, uns dieses Wissen zu vermitteln ?
Oder sind wir dazu noch nicht bereit ?
Was meint ihr dazu ?


Oliver de Minnebach - 31-10-2008 um 11:26

Bin ich da eh noch richtig... auf der Burgenseite!?! Eine Seite für Profis und Laien, bauforscher, Historiker, Archäologen und gleich Gesinnte?

Oder ist das hier das Forum für Gralsucher???

Oida,gono38... was geht in dir vor?

lG Oliver


gono38 - 31-10-2008 um 12:50

Was in mir vogeht ? Du, ich bin ja eh ein Burgenfan. Mich interssieren halt nicht nur die Steine der Ruinen, sondern auch das Ganze drumherum......für mich jedenfalls gehört das alles dazu. Wenn meine Gedankengänge für Dich ein Problem sind, dann lies einfach meine Beiträge nicht.
Gruss, Gono38


Roko63 - 31-10-2008 um 21:25

Also bitte,das grabtuch von turin ist doch bekanntermaßen eine fälschung vom alten Leonardo,der damals schon mit fotografie experementiert hat!Das blut in dem ominösen kelch kann von sonstwem sein ,ob von jesu ist mehr als fraglich! oder gibt es irgendwo knochen zum vergleich? oder ist der nachfahre von jesu bekannt? lg roko


lady kitten - 31-10-2008 um 21:27

Nix für ungut, das mag alles sehr interessant sein, das Thema des Beitrags heißt aber Altleonrod, die Gralssuche passt da nicht wirklich dazu. Vielleicht wäre es gut einen eigenen Bereich im Forum einrzurichten um dort zu diskutieren? Der Heilige Gral hat schließlich auch mit dem MA zu tun. :-)


Oliver de Minnebach - 1-11-2008 um 08:59

Lieber Gono nix für ungut,... ich will dich auch nicht aus dem Forum rausekeln, aber bitte bleib ein bisserl sachlicher.

Alle Quellen auf die du dich beziehst sind schon nicht einmal Tertiärliteratur. Auch das Neue Testament in seinen vielfältigsten erzählformen stellt ja nur eine Sekundärquelle dar.

Und jetzt frei nach Lady kitten,... wir sind im Beitrag für Altleonrod...also Hokus-Pokus no way!


Bilder und Beschreibungen posten, das ist doch viel besser!

lG Oliver


Rambo - 1-11-2008 um 09:02

Bis jetzt gab es hier im Forum immer sachliche Diskussionen selbst wenn wir gegenteiliger Ansicht waren.
Richt es handelt sich um den Beitrag um Altleonroth. Ich persönlich halte nichts von Gral oder Schweißtuch & Co. es ist nicht einmal erwiesen, dass es einmal einen Mann mit Namen Jesus gab.
Vielleicht könnte der Amin den Beitrag trennen damit wier beim Thema Altleonroth bleiben können.

Gruß Rambo


Egon das Schwert - 1-11-2008 um 23:58

Ich finde die Überlegungen von Gono38 hochinteressant. Sie haben zwar nichts mit Alt Leonroth zu tun, doch ich bin ganz schön ins Grübeln gekommen. Hab fast einen ganzen Tag im Internet nach Beweisen zu seinen Aussagen gesucht und bin da auf vieles gestossen, was diesen Theorien zumindest teilweise nahe kommt. Aber zurück zu Alt Leonroth. Bin extra von Leoben angereist, um mir diese Ruine mal anzusehen. Ich muss gestehen, dass sie ziemlich schwer zu finden ist. Die zwei Halsgräben sind wirklich beeindruckend. Die Ruine ist sehr zerfallen. Eigentlich stehen nur mehr zwei kleine Mäuerchen. Trotzdem kann man sich auf Grund der Bodengegebenheiten gut vorstellen, wie sie einmal ausgesehen haben könnte. Das tief gegrabene Loch in der Zisterne (von Gono38angesprochen) hab ich auch begutachtet. Ebenfalls interessant ist, dass der Berg in einer 180° Kurve zur Teigitsch liegt. Den selben Radius müsste auch der damalige Weg gemacht haben. Bin da entlang gegangen, nur plötzlich hört dieser Weg auf....Weiss vielleicht jemand etwas genauer Bescheid über diesen Weg ? Oder führte er damals nicht aussen rundum und bog schon im ersten Halsgraben ab ?


Rambo - 2-11-2008 um 08:31

Auch ich reise von Leoben an wenn ich weststeirische Burgen/Ruinen besichte:cool:
Abe rich muss gestehen ich habe Heimvorteil. Ich besuche viele Anlagen im Bezirk Voitsberg und wundere mich oft warum gearade in der Weststeiermark so viel in ruinen gegraben wird. Im Bezirk Leoben herscht in diesem Punkt nahezu "Totenstille"
Gruß Rambo


gono38 - 3-11-2008 um 09:18

@Egon das Schwert !
Ich denke, dass der Weg damals nicht direkt an der Burg vorbei lief, sondern untem im Tal der Teigitsch entlang, da es da hinauf viel
zu beschwerlich gewesen sein muss.
Gruss, gono38


Rambo - 3-11-2008 um 09:31

So einfach darf man sich das nicht vorstellen. Der Teigitschgraben ist ein "wilder" Graben sehr zerklüftet usw. Der Weg wird sicherlich höher angelegt worden ( Hochwasser Sumpf usw.) sein ich meine der alte Weg (heute nur noch ein breiter Fußweg) durch den Teigitschgraben führt und der sich etwa auf Höhe der Ruine den Teigitschbach überquert dürfte bereist damals vorhanden gewesen sein. Meiner Meinung nach war der unwirtliche Teigitschgraben mit dafür verantwortlich, dass man einen neuen Weg gesucht und gefunden hat. Dadurch wurde Altleonroth nur noch sehr sporadisch genutzt. Das Altleonroth allerdings berets im 15 Jhd. dem Verfall preisgegeben wurde ist fast nicht vorstellbar. Eine Nutzung gemeinsam mit den Nachbarburgen Leonroth, Krems kann ich mir ohne weiteres vorstellen. Allerdings hat Altleonroth keine wirkliche strategische Bedeutung mehr gehabt.
Gruß Rambo


gono38 - 3-11-2008 um 10:14

Da bin ich Deiner Meinung. An der Stelle, wo die heutige Brücke steht, oder noch ein bisschen weiter ins innere des Grabens muss eine Brücke gewesen sein. Vielleicht mit einer kleinen befestigten Wehranlage aus Holz, welche von der Burg aus zu Fuss schnell erreichbar war. Werde mir diesen Weg am WE mal genauer ansehen......
Gruss, Gono38


gono38 - 3-11-2008 um 13:38

Gucjk Dir mal diesen link an:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bild:Josephinische_Landesaufnahme_0...

Die Karte ist so um 1764 entstanden.
Gruss, Gono38


Egon das Schwert - 3-11-2008 um 16:41

An gono38 !
Auf dieser Karte ist ja nicht einmal ein Weg im Teigitschgraben eingezeichnet, sondern
nur im Graben entlang der Gössnitz. Hat es da überhaupt damals einen Weg gegeben ?
Oder kam dieser Weg von Neu-Leonroth doch oben bei Alt Leonroth vorbei, ich meine über Grosswöllmnis ??


Rambo - 3-11-2008 um 17:14

Nein, er führte durch den Teigischgraben


Egon das Schwert - 4-11-2008 um 00:09

Aso, danke......gibt es vielleicht noch eine ältere Karte von dieser Gegend ??


gono38 - 4-11-2008 um 08:51

Ja, es gibt noch die Viescher Karte vom Jahre 1678, aber auch da ist wenig zu erkennen.

Hier der link:
http://gis2.stmk.gv.at/gis2.stmk.gv.at/gis/da/(S(zecymv55o1vms355354dqbqx))/init.aspx?ks=gk&karte=adr&massstab=1200000
Gruss, Gono38


Rambo - 4-11-2008 um 12:06

Alle diese Karten sind Jahrhundert zu spät.
Es war damals bereits durch den Teigistchgraben keine wirklich Verkehrsverbindung mehr vorhanden, daher kann man keinen Weg oder Strasse dort finden.
Nicht jeder Weg wurde eingezeichnet .
Ich habe eine Repro der Vischerkarte aus dem Jahr 1678 und ich habe festgestellt, es sind in der Weststeiermark überhaupt KEINE Strassen und Wege eingezeichnet . Offenbar war das nicht wichtig genug. Lediglich die wichtigsten Verkehrsverbindungen kann man finden.
Gruß Rambo


Rambo - 5-11-2008 um 07:57

Hier ein Kartenausschnitt der Landkarte des Herzogtums Steiermark von Matthias Seutter, Augsburg-Wien 1728
Besonders interessant finde ich die Lage der beiden Brücken im Teigitschgraben
Gruß Rambo


Egon das Schwert - 10-11-2008 um 20:47

Hallo Rambo !
Schöne Karte. Interessant, die Lage der Brücke.
Allerdings komme ich nicht weg von meiner gewagten Theorie, dass der Weg anfangs nicht durch den Teigitschgraben ging, besser gesagt, es müsste unmöglich gewesen sein, nachdem was ich in Erfahrung brachte. Es handelte sich tatsächlich um einen reissenden tosenden Fluss damals, und der Weg, den ich auch reingegangen bin, wäre zu knapp über dem Wasser verlaufen. Es muss einen anderen Weg gegeben haben ! Noch im vorigen Jahrhundert fürten Klammsteige durch das enge Tal. Original Foto vom Freitag anbei. Für was sollten die denn sein, wenn es eh einen gemütlichen Weg gab ?? Grübel......
D:Fotos8.Nov 2008 TeigitschgrabenBeweis 1.JPG


Egon das Schwert - 10-11-2008 um 21:13

Das Bild wurde übrigens unter der Ruine Alt-Leonroth aufgenommen, also ein paar hundert Meter nach der jetzigen Brücke aufwärts rechts.
Meines Erachtens und unter Einbeziehung der Geländestrukturen, welche ich das ganze Wochenende über, genauestens unrer die Lupe nahm, denke ich, dass der alte Weg, damit meine ich 12, 13 Jhdt. durch das Tal linker Hand der Ruine Neu-Leonroth hinauf auf den Hügel Richtung Tischlerweber, vorbei an Alt-Leonroth, dann eine Weile ein bisschen unter dem Bergkamm entlang(oberhalb des Teigitschgrabens) , später, ca.2km dannach, auf Hohe heutiger Langmann Sperre runter ins Tal, über eine grosse, damit meine ich wirklich grosse Holz -Steherbrücke(so auch auf Deinem Bild) über den tosenden Fluss Teigitsch, dann weiter Richtung Herzogberg, Modtriach...dann Pack und Richtung Italien.....


gono38 - 11-11-2008 um 13:23


gono38 - 11-11-2008 um 14:20


Egon das Schwert - 18-1-2009 um 21:18

Bild der voll movierten Zisternengrabung....hmpff


Rambo - 19-1-2009 um 08:06

Das Bild sieht doch schön aus, genau so stelle ich mir eine wissenschaftliche Grabung vor.
Man muss sich wirklich fragen was die suchen und wozu sie sich überhaupt die Mühe machen solche Löcher zu graben
Gruß Rambo


optimusprime - 25-5-2010 um 08:21

Soooo ... wieder mal Alt-Leonrod ;).
Um mir ein genaues Bild vom angeblichen Weg durch den Teigitschgraben zu machen, begab ich mich zur Langmannsperre und ging von dort Richtung Alt-Leonrod.
Ich glaube gono38, deine Wegvermutungen kannst du getrost vergessen :). Ich bin mir sicher, dass die Menschen schon damals am liebsten dem Wasser folgten um den direktesten Weg zu gehen. Deine eingezeichneten Wege erscheinen sehr umständlich.

Ich bin aber auch ein paar mal abseits des Traktorweges gegangen, um festzustellen ob der damalige Weg nicht doch wo anders verlaufen ist, konnte aber allerdings nichts Relevantes finden. Der heutige (und vielleicht damalige) Weg, ist teilweise sehr hoch über dem Bach, was der Vermutung von rambo (Sumpf, Hochwasser) nahekommt.

Was sich allerdings meiner Kenntnis entzieht ist, der Zweck der Burg. Quasi ein Henne-Ei-Problem. War zuerst die Burg oder der Weg? Für eine Anlage die den Weg schützen soll, liegt sie eigentlich relativ hoch. Auch habe ich keinen Weg gefunden der schnell von der Burg bis zum Weg führt.

Ich weiß das, da ich in einem Anfall geistiger Umnachtung mal mit dem RENNRAD zur Burg gefahren bin, weil ich sie unbedingt das erste Mal sehen wollte, obwohl es kurz vor der Finsternis war :D. Danach habe ich mich auf die Bezeichnung "Talburg" im Forum verlassen und bahnte mir einen Weg bis zum alten Weg im Teigitschgraben - was sich allerdings als Fehler herausstellte.:D

Wurde der Weg vielleicht gewählt, weil dort in der Nähe eine Befestigung war?

Nun noch ein paar Fragen zur Burg.
Ich kann auch keinen breiten Weg erkennen der zur Burg geführt haben könnte (Karren, Fuhrwerke etc). Hatte die Burg ein großes Tor, oder nur einen kleinen Eingang? Wo war dieser Eingang, man kann leider nicht viel erkennen.

Komischerweise ist der Zustand der ehemaligen Burg äußerst schlecht. Mir schwant Böses, wenn ich die Steinmauer des Bauerhauses in der Nähe betrachte ...


gono38 - 27-4-2011 um 15:52

Du siehst das völlig richtig......bei diesem Bauernhaus wurden Steine der Burg verbaut.
Auch bei dem Nebengebäude, wo die Schotterstrasse vorbei geht wurden die selben Steine verwendet.
Deshalb fehlen auch bei der Bur 3 Mauern, ohne Schuttberge hinterlassen zu haben......
Der Weg damals führte oben an der Burg vorbei, soviel ich in Erfahrung bringen konnte......

LG, Gono38


optimusprime - 27-4-2011 um 19:41

Zitat
Ursprünglich verfasst von gono38
Du siehst das völlig richtig......bei diesem Bauernhaus wurden Steine der Burg verbaut.
Auch bei dem Nebengebäude, wo die Schotterstrasse vorbei geht wurden die selben Steine verwendet.
Deshalb fehlen auch bei der Bur 3 Mauern, ohne Schuttberge hinterlassen zu haben......

LG, Gono38


weißt du das oder geht die phantasie wieder mit dir durch? ;)


optimusprime - 27-4-2011 um 19:52

übrigens ... als ich letztens vom stausee kommend richtung alt-leonroth mit dem mtb unterwegs war, hab ich etwas entdeckt. kurz bevor es links runter zur holzbrücke unter der ruine geht, geht rechts ein wanderweg richtung wartenstein weiter...

... ausschweif für gono38 ... wartenstein ... hier gibt es ruinen mit gleichem namen in niederösterreich, schweiz usw. MUSS hier also auch eine ruine gewesen sein? *frechgrins*

...
ich hab hier mauerreste entdeckt, hatte aber keine zeit sie länger zu begutachten, weiß hier vielleicht irgendetwas näheres? in der nähe gibt es auch höhlensysteme in denen jetzt fledermäuse hausen ...


Rambo - 28-4-2011 um 05:28

Wartenstein ist bekannt, da gibt es mehr zu sehen als nur Mauern.
Es ist eine Tatsache, dass wir sehr wenig über die Geschichte wissen. Es ist gut, wenn "Freidenker" ihre Vorstellungen kundtun, es kann ein Anreiz sein für Überlegungen, welche nicht immer mir der Lehrmeinug übereinstimmen.


Gruß Rambo


optimusprime - 28-4-2011 um 07:41

sorry, ich habe das nicht unmissverständlich ausgedrückt. ich meinte mit "ich habe mauerreste entdeckt" die mauerreste direkt nach der gabelung in richtung wanderweg wartenstein noch in der teigitschklamm befindlich.
hast du die schon mal gesehen, oder weißt vielleicht etwas darüber? wenn du dort vielleicht schon mal spaziert bist, musst du sie fast gesehen haben, da sie direkt neben dem traktorweg liegen.