Burgenforum

Mittertrixen, nordwestlich von Völkermarkt / G. Waisenberg
greenspirit - 7-11-2004 um 17:11


greenspirit - 7-11-2004 um 17:19

* 12. Jh; Erweiterungen vom 14. bis 15. Jh. guter, typisch gotischer Befestigungscharakter; (Ditricus, Fridericus fratres de Mitterth(r)uechsen) Kleiner Tip für alle die nicht auf Kletterpartien scharf sind: am besten gelangt man von der Rückseite hinauf querfeldein durchs Unterholz; auf der Vorderseite kann man abstürzen!


greenspirit - 7-11-2004 um 17:19

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greenspirit - 7-11-2004 um 17:20

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greenspirit - 7-11-2004 um 17:21

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greenspirit - 7-11-2004 um 17:24

Valvasor


greenspirit - 7-11-2004 um 19:21

Und ich glaube Valvasor schummelte doch. Zumindest in der Perspektive: wenn man die anderen Burgen auch sehen will müßte man nach Westen schauen. Da sieht man aber bei M. Pernhart nur die (schmalen) Enden der beiden Wohntrakte. Valvasor malte aber die langgezogene Südseite mit dem Torzwinger, aber eigentlich hatten beide die gleiche Blickrichtung.

Meine Collage zeigt diese breitere Südseite von Valvasor in die tatsächliche Blickrichtung Norden eingebaut, also realistischer als Valvasor der die Burg zwar in Blickrichtung Norden malte, sie aber in eine westliche Blickrichtung "einbaute" um auch die anderen Burgen darstellen zu können. (wahrscheinlich um sie eindrucksvoller darzustellen) Das Schloss Trixen hat man von der Fotoperspektive aus im Rücken...

Valvasor´s recht detailgetreue Darstellung von Waisenberg und Obertrixen lassen vermuten daß er zumindest diesmal in
Detailfragen nicht ganz daneben lag.


lady kitten - 7-11-2004 um 20:57

Das sind ziemlich sicher Reste der Kapelle, schönes Fenster auch der Putz ist noch da. Da ließe sich einiges über das ursprüngliche Aussehen ablesen. Die Burg scheint gar nicht so schlecht beieinander zu sein.

Ich denke auch, dass dieser Valvasor-Stich recht glaubhaft ist.


greenspirit - 7-11-2004 um 21:41

Anscheinend befindet sich die Seite mit den Kapellenresten auf der wettergeschützten Seite der Ruine. Man kann auch noch Farbreste erkennen... Jedenfalls zahlt sich ein Ausflug ins Trixnertal für Burgeninteressierte auf alle Fälle aus.


greenspirit - 7-11-2004 um 21:56

vorher gab es darin Wohnungen, jetzt ist es ein Reithof; nicht besonders attraktiv (für meinen Geschmack)
bis 1914 Kaserne für Reiterregiment, bei Valvasor noch U-förmig, dann zu Vierkanter umgebaut, vollendet 1769/70; im Obergeschoß Kassettendecke des 16. Jh.;


greenspirit - 7-11-2004 um 21:58


lady kitten - 7-11-2004 um 22:45

Dürfte nur eine kleine Kapelle gewesen sein, gotisch mit Kreuzrippengewölbe. Ist der Putz um die Fenster Ockergelb? Jedenfalls recht nett.


greenspirit - 7-11-2004 um 23:50


greenspirit - 9-11-2004 um 23:32

Die Burg war zeitweise unter 2 verschiedenen Geschlechtern aufgeteilt. Mich würde interessieren ob die jeweils in einem Trakt gewohnt haben? Die "Kapelle" weist im Stock darüber die selben Merkmale hin (Gewölbe, Farbreste, Fesnterzierstrich....) Vielleicht hatte jedes Geschlecht einen eigenen Stockwerk? In der Zeit von Valvasor bis Pernhart scheint viel eingetürzt zu sein. Valvasor schrieb noch: "das alte Mitter Truexen nicht viel bewohnt, doch zur Erhaltung das Dach wieder repariert..." ob dies die letzte ernsthafte Anstrengung war die Burg zu retten?


greenspirit - 10-11-2004 um 10:43

.Blickrichtung Nord-West


greenspirit - 10-11-2004 um 10:44

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greenspirit - 10-11-2004 um 10:44

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lady kitten - 10-11-2004 um 11:25

2-Stöckige Kapellen sind nicht ungewöhnlich auf burgen. Oft war es so, dass das einfache Burgvolk im Unterstock stand, während die Herrschaft die Messe von oben verfolgte.

Ich denke auch wenn die Burg von 2 Geschlechtern bewohnt wurde, war das eher nicht in 2 Stockwerken im gleichen Gebäude sondern in getrennten Trakten bwz. Burgabschnitten, so wie auf der Frauneburg oder auf der Hohenburg mit evtl. auch mit getrenntem Zugang.


greenspirit - 10-11-2004 um 11:41

Das mit den Trakten für jedes Geschlecht habe ich auch angenommen. Nur bei der Kapelle habe ich mir gedacht: an dieser Stelle wäre sie perfekt geostet, und über die hohe Mauer zwischen den beiden Wohntrakten könnte man vom Wehrgang in das obere Stockwerk der Kapelle gelangen, deshalb: Wohntrakte geschlechtergetrennt, Kapelle vielleicht mit 2 Zugängen: im E. und im 1. Stock im südlichen Trakt ... ich glaube durch genaues Studieren der Ansichten, des Grundrisses und einer Vor-Ort-Besichtigung könnte man sich einen ziemlich genauen Eindruck der Burg machen. Ich werde mir wieder den 2. Teil vom Kohla vom Oberon zurückholen und recherchieren wie das mit den Blaublütigen dort war...


lady kitten - 10-11-2004 um 12:15

Mir schein du hast großen gefallen an der Burg gefunden. Zweifellos ist sie sehr interessant.

Eigenartig ist auch, dass sie von Henckel-Donnersmarck in seinem Buch über die Burgen und Schlösser Kärntens nicht beschrieben wird, im gegensatz zu den beiden anderen Trixener Burgen. Er erwähnt auch das es schwierig ist anhand der Urkunden zu bestimmen welche der 3 Burgen gemeint ist, da meistens die Bezeichnung Trixen für alle 3 vorkommt.

Ich schreib mal ein paar wichtige Daten aus dem Kohla ab:

"ursprünglich gleiche Besitzgeschichte wie Obertrixen. Meide Burgen kamen von den Grafen v. Zeltschach (über Hemma) an Gurk und wurden 1090 vom Gurker Bischof Berthold von Zeltschach an Graf Engelbert von Spanheim verliehen. Die darauf gesetzten Ministerialen waren aus der steirischen Dienstmannschaft. "

Dann folgen sehr häufige Besitzwechsel, ziemlich kompliziert. Glaube es ist besser du liest es dir selbst durch. Aber eigentlich deutet nichst darauf hin, dass 2 Geschlechter gleichzeit auf der Burg wohnten. Wenn dann dürften es nähere Verwandte gewesen sein, die gemeinsam mit ihren Familien die Burg teilten.


greenspirit - 22-11-2004 um 08:39


greenspirit - 8-3-2005 um 11:22

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carinthian - 12-2-2008 um 17:41

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carinthian - 12-2-2008 um 17:41

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carinthian - 12-2-2008 um 17:42

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M.A.Knapp - 12-1-2015 um 14:04

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