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Autor Betreff: Hengisburg bei Hengsberg oder Wildon ?
gono38
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[*] Verfasst am: 15-1-2009 um 12:48
Hengisburg bei Hengsberg oder Wildon ?



Die Historiker streiten sich wo jetzt die Hengisburg gestanden haben soll.....wer von Euch weiss etwas darüber ?
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gono38
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[*] Verfasst am: 15-1-2009 um 13:25
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Interssant, dass Primaresburg, Dietenburg und Hengisburg sich auf einer selben Linie befinden...
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Rambo
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[*] Verfasst am: 15-1-2009 um 16:47


Ich war bei drei Grabungen auf dem Wildonerschlosskogel dabei
Es ist wie bei der Primaresburg sehr wenig Funde aus dem 1. Jahrtausend obwohl Kramer erklärte die Mauern die gefunden wurden, sehen aus wie die der Habichtsburg. Wir haben eine Zisterne ausgegraben, rund um den Turm gegraben und einige Schnitte gemacht aber die Funde leisen für die wichtigste Burg der Steiermark sehr zu wünschen übrig. Ich müsste nachsehen was ich an Literatur von diesen Grabungen habe, irgendwo werde ich sicherlich etwas herumstehen haben. Gegen die Funde vom Dittenberg sind die Funde auf dem Wildoner Schlosskogel sehr mager und mickrig.
Auch hier wäre zu überlegen ob die Hengistburg nicht auf dem Bubenberg gestanden hat. Für eine so wichtige Burg wie es die Hengistburg war, ist der Wildoner Schlosskogen meiner Meinung nach zu klein.

Irgendwie verrennen sich sehr viele an den kommerziellen Fundstellen welche schon Schmidt beschreiben hat. Es wird Zeit das sich Archäologen wirklich ernsthaft mit dem Mittelalter der Steiermark befassen und einige in Frage stellen was die Lehrmeinung behauptet und nie bewissen werden kann und konnte.
Gruß Rambo
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gono38
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Motto: Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen

[*] Verfasst am: 16-1-2009 um 08:49


Ja, Rambo......Ich finde es ebenso sehr traurig, dass man von diesen 3 wichtigsten steirischen Burgen zu der Zeit von zweien nicht einmal
den Standort mit Sicherheit weiss. Was soll das eigentlich ??
Wie ich es Dir schon mal sagte, in unsrer Geschichte fehlen dazwischen mal so 200 Jahre komplett.
Man hat dürftige Aufzeichnungen und in Relation dazu auch dürftige Funde, die zum Teil widersprüchlich zu den bekannten Historien sind.
Nu super !! Also bringen wirs auf den Punkt: Wir wissen leider nichts aus der Zeit !
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Egon
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[*] Verfasst am: 16-1-2009 um 19:19


Wenn es bei uns in der Steiermark aus der Zeit der Avaren/Slawen Besiedlung - bis zur "Befriedung" der Ungarn Aufzeichnungen geben würde das sicher Bücher füllen - aber da ist nur ein "Schwarzes Loch" = Dark Age

In Kärnten ist mit der Karnburg kaum mehr vorhanden

Lg.Egon
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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 16-1-2009 um 19:41


Für alle Nichtsteirer, bitte klärtmich über die Hengistburg auf.

Ich weiß schon, dass es sich um eine karolingische Burg handeln muss... aber wer solche dinger auf einem Berg sucht ist selber schuld! Oder?

lG
Oliver
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[*] Verfasst am: 16-1-2009 um 19:52


Soweit ich gehört habe, ist die Karnburg in ihrer heutigen Dimension aus ottonischer Zeit, also wesentlich jünger als bisher angenommen. Es gibt auch einige Fundstücke aus Karolingischer Zeit, ob es sich um zu dieser Zeit schon um eine Burganlage gehandelt hat, oder "nur" um ein Gehöft, ist fraglich.

Weiters gibt es in Kärnten noch die Moosburg, angeblich die Stammburg von Herzog Arnulf, in ähnlicher Zeitstellung.

Die Burg bei der Kirche St. Margarethen bei Reifnitz am Wörtersee ist ebenfalls sehr alt, sein Reifnitz selbst wird 977 erstmals genannt.

Auch der Königshof Hof Lurn, der in Pussarnitz vermutet wird datiert in karolingische Zeit zurück.

Es gibt also nicht nur die Karnburg ;-)
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 17-1-2009 um 01:45


Die Mark an der Mur hieß auch Grafschaft Hengist (Hengistgau) bzw. Mark Hengist.
Die Grenzen der unter der Herrschaft der Karolinger und ihrer Nachfolger (825–976) zu Bayern gehörenden Mark Karantanien und auch des späteren Herzogtums Kärnten gingen über die Grenzen des alten Fürstentums und ganz besonders weit über jene des heutigen Bundeslandes Kärnten hinaus. Karantanien wurde 976 durch Kaiser Otto II. zugleich mit der Absetzung des bayerischen Herzogs Heinrich II. "des Zänkers" vom Herzogtum Bayern abgetrennt und zum Herzogtum Kärnten erhoben. Es war damit das älteste Herzogtum des Heiligen Römischen Reiches innerhalb der heutigen österreichischen Grenzen.
Nach der Schlacht auf dem Lechfeld wird um 970 erstmals die Karantanische Mark genannt. Diese wurde nach 955 von Karantanien abgespalten; diese Mark an der Mur lag zwischen Kor- und Packalpe und dem Mittellauf der Mur und bildete gemeinsam mit den obersteirischen Grafschaften im Ennstal, um Judenburg, um Leoben und im Mürztal die Keimzelle für die später entstehende Steiermark.
Die Urpfarre St. Lorenzen zu Hengsberg, die von der Glein- und Stubalm bis zur Mur reichte, hatte in der Hengistburg ihren Sitz.
Die Burg war eine weiträumige, von Gräben, Erdwällen und Palisaden umgebene Wehranlage, die im Verein mit ähnlichen Befestigungen auf dem Dexenberg und dem Spiegelkogel das Laßnitztal gegen Einfälle aus dem Osten sperren sollte.
Die genaue Lokalisierung der Hengistburg ist in der Fachwelt umstritten: O. Pickl, Historiker, ortet sie in Hengsberg, D. Kramer, Archäologe, in/bei Wildon
Es wird wahrscheinlich noch lange dauern, bis diese Burg richtig lokalisiert werden kann....
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 17-1-2009 um 01:46


Die Mark an der Mur hieß auch Grafschaft Hengist (Hengistgau) bzw. Mark Hengist.
Die Grenzen der unter der Herrschaft der Karolinger und ihrer Nachfolger (825–976) zu Bayern gehörenden Mark Karantanien und auch des späteren Herzogtums Kärnten gingen über die Grenzen des alten Fürstentums und ganz besonders weit über jene des heutigen Bundeslandes Kärnten hinaus. Karantanien wurde 976 durch Kaiser Otto II. zugleich mit der Absetzung des bayerischen Herzogs Heinrich II. "des Zänkers" vom Herzogtum Bayern abgetrennt und zum Herzogtum Kärnten erhoben. Es war damit das älteste Herzogtum des Heiligen Römischen Reiches innerhalb der heutigen österreichischen Grenzen.
Nach der Schlacht auf dem Lechfeld wird um 970 erstmals die Karantanische Mark genannt. Diese wurde nach 955 von Karantanien abgespalten; diese Mark an der Mur lag zwischen Kor- und Packalpe und dem Mittellauf der Mur und bildete gemeinsam mit den obersteirischen Grafschaften im Ennstal, um Judenburg, um Leoben und im Mürztal die Keimzelle für die später entstehende Steiermark.
Die Urpfarre St. Lorenzen zu Hengsberg, die von der Glein- und Stubalm bis zur Mur reichte, hatte in der Hengistburg ihren Sitz.
Die Burg war eine weiträumige, von Gräben, Erdwällen und Palisaden umgebene Wehranlage, die im Verein mit ähnlichen Befestigungen auf dem Dexenberg und dem Spiegelkogel das Laßnitztal gegen Einfälle aus dem Osten sperren sollte.
Die genaue Lokalisierung der Hengistburg ist in der Fachwelt umstritten: O. Pickl, Historiker, ortet sie in Hengsberg, D. Kramer, Archäologe, in/bei Wildon
Es wird wahrscheinlich noch lange dauern, bis diese Burg richtig lokalisiert werden kann....
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 17-1-2009 um 02:50


Aber für mich jedenfalls deutet manches darauf hin, dass das heutige Hengsberg mit der heutigen Kirche St.Laurentius mitten in dieser Burg und somit der Sitz der "Ur-Steiermark" gewesen sein könnte.
Die Kirche selbst soll es angeblich schon um 500 nach Chr. gegeben haben und war später Hauptsitz der Pfarre St.Lorenzen und auch Zentrum der Macht und somit auch des Militärs.....
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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 17-1-2009 um 13:22


Sind den die Forschungen die im Hengist-Magazin publuiert werden dir auch bekannt!

http://www.hengist.at/publikationen.php?m=4

lG Oliver
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[*] Verfasst am: 17-1-2009 um 16:28


Ich müßte nachsehen, ich glaube ich habe in meiner Bibliothek ein Buch über Hengsberg. Wenn ich es finde scanne ich die wichtigsten Teile ein.
Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 18-1-2009 um 01:28


Habe mir heute die Gegend rund um Hengsberg mal genauer angesehen.
Nun, rein landschaftlich betrachtet kann ich es mir nun doch nicht vorstellen,
dass diese Burg in Hengsberg gewesen sein soll. Die Aussicht vom Dorf aus betrachtet
schliesst nur einen winzig kleinen Teil des Sulmtales ein und in keinster Weise das
Kainachtal. Ausserdem nicht die geringsten Anzeichen von Erdwällen aus vergangenen
Tagen. Wenn man jedoch von der Kirche aus nördlich ca. 500 Meter spaziert, gelangt man
auf einen Hügel, von dem aus man zwar eine Aussicht hat, die jedoch nicht gerade
überwältigend ist. Man sieht nur kleine Teile des Kainachtales und den Schlosshügel
über Wildon, allerdings in keinster Weise die östliche Steiermark. Die Geländeformen rund
um das Dorf liessen auch jedem gewitzen Feinde zu, relativ einfach ungesehen vorzustossen, und genau das kann ich mir bei einer so wichtigen Burg nicht vorstellen.
Ich meine, mir ist schon klar, dass die Hengisburg eine grossflächige Anlage war,
die wohl zum Grossteil aus Holzpallisaden bestanden haben muss, doch ist die Lage militärisch betrachtet ausserordentlich ungünstg. Etwa zwei Kilometer östlich fand ich auf einer im Wald gelegenen Bergkuppe ein grosses rundes Loch, welches aber auch von einer
Bombe des zweiten Weltkrieges stammen könnte, sonst fand ich jedoch absolut nichts.....
Die Kirche selbst lässt jedoch einige Fragen offen. Angeblich soll der heutige Kirchturm einst
ein Bergfried gewesen sein und die Kirche selbst nur ein in der Nähe liegender Saal.
Auch das Gemäuer rund um die Kirche erlebte anscheinend mehrere Zubauten. So sieht der unterste Steinwall ordentlich alt aus, würde ihn aber eher ins 13.Jhd. datieren.
Interssant ist die Steinskulptur zweier Vögel, welche auf der hinteren Kirchwand eingemauert ist. Ein Relikt, welches in diesem Forum schon zur Sprache kam......unter "was ist das" zu finden, glaub ich. Allerdings weiss ich nicht, was dieses wappenähnliche Ding zu bedeuten hat.
Trotzdem, alles in allem tendiere ich momentan doch eher zum Wildoner Berg, von welchem aus die Burg bestimmt strategisch viel besser gestanden hätte.....vorallem, man sieht von dort aus eigentlich alles, was man sehen muss, um das Heimatland anständig verteidigen zu können.
Den Sitz der Pfarre St.Lorenzen und auch dass das damals der Zentrum der Kirche am Hengisberg war, zweifle ich jedoch nicht an.
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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 18-1-2009 um 09:24


Ich sehe schon ihr Steirer braucht ein bisschen Entwicklungshilfe aus Niederösterreich!

Also es handelt sich um eine karolingische bzw. ottonische Burganlage! Solche Burgen darf man sich in keinster Weise als Burg des späten 11. bis 14. Jahrhundert vorstellen. Diese Burg wird wohl ein durch Pallisaden befestigter Platz in der Niederung oder wenns die Tophografie zulässt auf einem breiten Sporn gelegen sein.


Zitat

Die Aussicht vom Dorf aus betrachtet...

Aussicht hin oder her... eine gewisse Fernwirkung war sicher bei einer Vielzahl von Anlagen von Nöten, doch nicht immer der Standart.

Wir sehen heute alles aus einer wahnsinnig strategischen Sichtweise und denken zu linear. Das haben die Leute damals nicht gemacht!!!

Was wirklich nötig ist um solch eine "wichtige" Anlage zu lokalisieren sind Feldbegehungen um periphere Siedlungen zu lokalisieren, baubegleitend im Bereich Hengsberg in jede Grube zu glotzen, Kontakt mit der bäuerlichen Bevölkerung aufnehmen ob die schon was bei der Bearbeitung ihrer Felder gefunden haben usw.

Flurnamenforschung betreiben und den etymologischen Ursprung ermitteln....

lG Oliver
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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 18-1-2009 um 09:29


Ps.: Burgen sind nichtzum Verteidigen da!!!! Vorallem nicht eure Hengistburg!

In NÖ sind diese karolingischen Burgenorte wie z.B.: Ephorespurg, Primaresburg, Heimoburg, usw. große befestigte Plätze, also Großburgen ohne alleine einen Adelssitz zu beherbergen!!!

Super Beispiel: HEIMOBURG ist Hainburg???? Ja schon irgendwie, aber nich die Burg auf dem Schlossberg in Heinburg, sonder die Großburganlage in Deutsch-Altenburg in der Nähe von Hainburg.

lG Oliver
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Rambo
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[*] Verfasst am: 18-1-2009 um 10:28


Gegenüber von Hengsberg ist eine kleine Ortschaft GRÖTSCH. Dort wurden frühmittelalterliche Reihengräber ausgegraben. Hengsberg erschient mir jedoch als Standort für die Hengistburg sehr unwahrscheinlich.
Was also kann man als Standort anbieten
- Wildoner Schlosskogel
- Buchkogel
- Dexenberg

Das in Anlage im Murtal gestanden hat ist eher zweifelhaft da dort sicherlich ein Sumpfgebiet vorhanden war
Ich meine der Standort ist der Bubenberg/Buchkogel. Auch sollte man überlegen wie groß so eine Burg gewesen sein kann. Gewaltige Ausmaße darf man nicht erwarten und das sie aus Stein gebaut wurde ist sicherlich auch auszuschließen. Auf dem Wildoner Schlosskogel stand die Burg der Wildoner
Hengsberg selbst scheidet für mich aus. Bisher keine Hinweise aus frühmittelalterliche Besiedelung

Funde von Hengsberg :

1.Einzelfund der Jungsteinzeit. Rundnackenaxt aus Amphibolit. Beim Kanalbau 1978 gefunden.
Lit.: unpubliziert.
FV.: Heimatmuseum Hengsberg

Kupferzeitlicher Siedlungsplatz in Schönberg:
1987 entdeckt (Notbergung von zwei Gruben- und einer Grabenfüllung; Lit.: FÖ 26, 1988, 202 f.).
Im Jahr 2001 archäologische Untersuchung bislang nur im westlichen Randbereich der Höhensiedlung (Graben und mehrere Gruben, noch keine Hausgrundrisse), Fundmaterial (Keramik, Silices, Mahl- und Schleifsteinfrgm.) unüblichen Spektrums.
FV.: BDA Graz.
Lit.: G. Fuchs, FÖ 40, 2002, 587 f.
BH Leibnitz/Hengsberg, KG Schönberg.

2.Grabhügelgruppe Flüssing bestehend aus zwei Grabhügeln.
Lit.: unpubliziert.

3.Grabhügelgruppe Hühnerberg, bestehend aus zwei Grabhügeln.
Lit.: unpubliziert.

4.Ein Grabhügel in Leitersdorf nahe der Laßnitz.
Lit.: unpubliziert.

4a. Römischer Gutshof nahe von Leitersdorf, bislang kaum erforscht. In Nähe eines dazugehörigen, in 80-Jahren planierten Grabhügels befindet sich eine ungestörte römerzeitliche Grabanlage aus der Zeit knapp nach Christi Geburt: Brandgrab mit Umfassungsmauer als eine in der Steiermark einzigartige Grabform, qualitätvolle Grabfunde (Schmuck).
Lit.: J. Fürnhölzer, FÖ 40, 2002, 49 f. Abb. 55.
BH Leibnitz/Hengsberg, KG Schrötten.

5.Grabhügelgruppe Schrötten, bestehend aus fünf Grabhügeln, davon zwei alt gestört. FN fehlen.
Lit.: unpubliziert.
FV.: unbekannt.

5a. Funde von Grabhügeln, Einzelfunde von Keramikfragmenten, Tonscherben und Leichenbrandfragmenten
FV: StLM
Lit G. Fuchs, FÖ 24/25, 1986/87, 39 – 310
BH: Leibnitz/Heiligenkreuz am Wasser, KG Felgitsch

5b. Keramikfragmente, kleine Hüttenlehmbrocken, Holzkohlefragmente und drei Silices.
FV: StLM
Lit: G. Fuchs, FÖ 26, 1988, 202 – 203
BH: Leibnitz/Hengsberg, KG Schönberg

Funde von Wildon

1.Einzelfund der Jungsteinzeit. Flachbeil aus Serpentin. Gefunden am SO-Fuß des Buchkogels 1934.
Lit.: unpubliziert.
FV.: LMJ 1924.

2.Einzelfund der Jungsteinzeit. Rundnackenäxte aus Serpentin. FN fehlen.
Lit.: unpubliziert.
FV.: LMJ 14906, 14907, 14908, NHM Wien PA 4816, 4817

3.Einzelfund der Jungsteinzeit (Lengyel) aufgelesen bei Begehungen am Wildoner Schlossberg.
Lit.: unpubliziert.
FV.: LMJ

4.Einzelfund der Kupferzeit aufgelesen bei Begehungen am Wildoner Schlossberg. Keramik der Lasinja Kultur, Pfeilspitzen und Klingen aus Stein.
Lit.: unpubliziert.
FV.: LMJ

5.Siedlung der Kupferzeit am Buchkogel bei Wildon. Von W. Schmid 1926 und 1927 wurden 12 Hausgrundrisse untersucht, ihre Zugehörigkeit zur jungsteinzeitlichen Siedlungsschicht ist nicht zweifelsfrei erwiesen.
Lit.: W. Schmid, Archäologische Forschungen in Steiermark in den Jahren 1926 und 1927, BlHK 5, 1927, 81f; Pittioni, Urgeschichte, 187, 210; Modrijan, Steiermark, 292, 293 Abb.1
FV.: LMJ

6.Einzelfund der Bronzezeit (BZ B/C). Griffplattenschwert mit Zungenfortsatz vom Typ Wildon aus Bronze. FN fehlen.
Lit.: Willvonseder, Mittlere Bronzezeit, 411; ArchA 38, 1965, 26; J.D. Cowen, Proceedings of the Prehistoric Society 32, 1966, 305 Nr. 3 Abb 4.1; Schauer, PBF Schwerter, 94 Nr. 320 Taf. 47.
FV.: LMJ 6142
7.Einzelfund der Bronze- oder Urnenfelderzeit. Lappenbeil aus Bronze.
Lit.: 44.JJ 1855, 9.
FV.: unbekannt.

8.Depotfund der Urnenfelderzeit (HA) Volksschule, (Krendlmühle) um 1880 gefunden. Sonstige FN fehlen.
Lit.: 69. JJ 1880, 15; 76.JJ 1887, 14; Panholzer, Depotfunde, 33 Nr. 79.
FV.: LMJ

9.Depotfund der Urnenfelderzeit (HB) am Buchkogel aus Haus A, 1926 gefunden.
Lit.: 113.-115.JJ 1927, 25; Panholzer, Depotfunde, 33 Nr. 80; W. Schmid, FF 4, 1928, 366f; W. Schmid, FÖ 1, 1920-24, 23; W. Schmid, ZHV Stmk. 34, 1941, 11 Taf. 4; Müller-Karpe, Chronologie 283 Taf. 144 A; Modrijan, Steiermark, 293, 294, 295; Junghans/Sangmeister/Schröder, SAM II Tl. II, Taf.1, 2480; Mayer, PBF Beile, 25 Nr. 53-56 Taf.5; 173 Nr. 864-873 Taf.64, 206 Nr. 1196 Taf. 85, 211 Nr. 1310 Taf. 89; Rihovsky, PBF Messer, 54 Taf. 42A.
FV.: LMJ 2862 – 2896.

10.Einzelfund der Urnenfelderzeit. Sichel aus Bronze. FN fehlen.
Lit.: 66.JJ 1877, 18.
FV. : verschollen.

11.Einzelfund der Urnenfelderzeit (HA). Vollgriffschwert aus Bronze, gefunden 1855 bei der Ruine Wildon.
Lit.: 44.JJ 1855, 9; Mitteilungen 7, 1857, 58 Nr. 167; W.Modrijan, Schild 2, 1953, 42f.
FV.: LMJ 6135.

12.Einzelfund der älteren Eisenzeit (HC/D). Dreiflügelige Pfeilspitze aus Bronze, aufgelesen bei einer Begehung des Wildoner Schlossberges.
Lit.: unpubliziert.
FV.: sammlung H. Ecker, Mellach

13.Einzelfund der älteren Eisenzeit (HC) bestehend aus zwei Grabhügeln. Grabung LMJ.
Lit.: M. Grubinger, Die Hügelgräber bei Wildon in Steiermark, Eiszeit und Urgeschichte 7, 1930; 114ff.; Modrijan, Steiermark, 296.
FV.: LMJ

14.Einzelfund der jüngeren Eisenzeit (LTD), aufgelesen bei Begehungen des Wildoner Schlossberges. Graphittonkeramik.
Lit.: unpubliziert.
FV.: LMJ.

15.Einzelfund der jüngeren Eisenzeit (LTC). Fragment eines Hohlbuckelarmreifens aus Bronze.
Lit.: unpubliziert.
FV.: LMJ

16.Grabhügel auf dem Bernergrund. Ausgegraben 1837.
Lit.: Pratobevera, Mitteilungen 5, 1854, 123; Kenner, Beiträge, 1863, 39; Pahic, Hügelgräber, 197.
FV.: unbekannt.

17.Siedlung am Schlossberg, urgeschichtliche vorerst nicht genauer zu datieren. 1860 angeschnitten.
Lit.: Kenner, Beiträge, 1863, 39.

18.Hengistburg
die Burg erscheint 1042 als Sitz der Grafen im Hengistau
Lit.: B. I, 229
Bh Leibnitz/Wildon

19. Wildon
Wehranlage, die als alte Burg Wildon im 13. Jh. erwähnt wird, ab dem 12. Jh kommen die Wildoner in den Urkunden vor
Lit.: B. I, 231
BH Leibnitz/Wildon

20. das “Haus Ful” zu Wildon, verfallen
Wehrbau ohne Turm, vermutlich 12. Jh entstanden, am 21. Jänner 1402 wurde das 2Haus genannt de Ful gelegen zu Wyldoni“ verkauft
Lit.: B. I, 238f
BH Leibnitz/Wildon

21. Der Turm zu Wildon, verfallen
am 19. November 1427 wurde Jörg Waldsteiner mit einem „turn gelegen ob de Kirchen zu Wyldonn“ vom Landesfürsten belehnt,
Lit.: B. I, 239
BH Leibnitz/Wildon

22. der gemauerte Stock beim unteren Tor von Wildon
mächtiges Stienhaus, 1443 erwähnt
Lit.: B. I, 239
BH Leibnitz/Wildon

23. Herbersdorf bei Wildon
Heinrich von Herbersdorf erscheint 1147 das erste Mal
Lit.: B. I, 355
Bh Leibnitz/Wildon

24. Badendorf
im 14. Jahrhundert verlassen worden sein
Lit.: B. III, 782
BH Leibnitz/Wildon

24a. Einzelfunde von Keramikfragmenten und Gefäßfragmenten
FV: BDA
Lit: B. Hebert, FÖ 26, 1988, 217
BH: Leibnitz/Wildon, KG Unterhaus

24b. Fund einer hallstattzeitlichen Siedlungsschicht und zwei Körpergräber, Einzelfunde von Keramik,- Hüttenlehm,- Holzkohle und Geröllfragmente, auch einige atypische Bronzebruchstücke.
FV: StLMJ und Gemeinde Wildon
Lit. G. Fuchs, FÖ 26, 1988, 224
BH: Leibnitz/Wildon, KG Unterhaus

24c. Fund einer hallstattzeitlichen Siedlungsschicht und zwei Körpergräber. Einzelfunde von Keramik
FV: StLMJ und Gemeinde Wildon
Lit: G. Fuchs, FÖ 26, 1988, 253
BH: Leibnitz/Wildon, KG Unterhaus
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[*] Verfasst am: 18-1-2009 um 13:25


Hier die wichtigsten Seiten aus diesem Buch betreffend der Hengistburg. (Von 164 Seiten behandeln 122 Seiten die Hengistburg und ihre Lokalisierung)
ACHTUNG: die pdf Datei hat 21,8 MB
http://www.hundeschule-murtal.net/lui/diverses/hengistberg-2.pdf

Hengsberg
Paul Ofner S 111

Gruß Rambo

Rambo hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
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Danke Rambo für diese tolle Liste an Funden........leider wird man bestimmt nicht direkt
im Ort Hengsberg graben können und auch der Bergkamm Richtung Norden ist
links und rechts der Strasse besiedelt, sodass bestimmt keine offiziellen Grabungen
möglich wären, zumindest nicht, ohne gewaltige finanzielle Mittel, welche, wie wir
ja alle wissen, völlig fehlen. Man müsste am Besten die dort lebende Bevölkerung fragen,
wie oben erwähnt, ob bei diversen Bauarbeiten etwas gefunden wurde. Wobei ich da
mittlerweile eher vorsichtig bin, denn man wird in dieser Hinsicht, aus verständlichem
heimschützenden Gründen, meist belogen. Auf den Punkt gebracht: Kein Hengsberger würde zugeben, beim Aushub seines Kellers, auf frühmittelalterliche Gegenstände gestossen zu sein, aus Angst, sein Grundstück, für die Archäolgie freigeben zu müssen.
Aus diesen Gründen werden wir wohl nie erfahren, ob in/bei Hengsberg die Hengisburg
war. Werde kommende Woche einmal das Hengistburg Museum besuchen und erhoffe mir da einiges Aufschlussreiches, doch ich zweifle jetzt schon sehr daran.
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Hier noch die Beschreibung der Adlerköpfe von Frau Schaffler
http://www.hundeschule-murtal.net/lui/diverses/Hengistberg Adler-2.pdf
Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 18-1-2009 um 17:48


Wir sehen heute alles aus einer wahnsinnig strategischen Sichtweise und denken zu linear. Das haben die Leute damals nicht gemacht!!!

An Oliver de Minnebach !!

Lieber Oliver, tut mir leid aber das ist absoluter Blödsinn !!
1. Wenn die damaligen Burgen keinen
Verteidigungszweck hatten, wozu dann Erdwälle und Pallisaden ??
2.Das die Aussicht nicht wichtig gewesen sein soll, halte ich für einen noch grösseren Schmarrn, denn mir fällt keine Burg in unserer Region ein, die nicht strategisch voll ausgeklügelt steht. Die Dietenburg z.b., welche ja auch aus dieser Zeit stammte, hatte eine Aussicht, dass es Dir den Atem raubt....das gesamte Grazer Becken bis in weite oststeirische Regionen und nach Süden bis zu den Windischen Büheln (heutiges Slowenien).
Von wegen es war nicht wichtig. Es gab Signalfeuer, welches man von weitem Sehen konnte, um vor feindlichen Angriffen zu warnen !! Ebenso Hornbläser, die kilometerweit zu hören waren.
3. Das Burgen in dieser Zeit in Tälern standen kann auch nur ein Wiener sagen, der
von unserer Geländekonstellation aus dieser Zeit wenig bis keine Ahnung hat.
Grosse Teile des Kainach Tales waren Sumpf und Moorgebiete und wurden zudem
nachweislich des öfteren völlig überschwemmt. Da müssten unsere frühmittelalterlichen Vorfahren komplette Idioten gewesen sein, eine Burg in solch unwirtlichen Gelände zu
stellen !?
4.Also bitte, die Arroganz der Wiener mal ausser Acht, gehe nicht davon aus, dass alles,
was nicht aus der Wiener Region stammt, unterbelichtet ist !! Ok ?
LG, Egon das Schwert
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Rambo
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[*] Verfasst am: 18-1-2009 um 18:38


@ Egon, die frühen Burgen in Leoben die ich lokalisiert habe, wurden ebenfalls auf Sporen oder Bergkuppen gebaut. Sicherlich war auch hier das Murtal versumpft. Allerdings habe ich auch eine vorgeschichtliche Siedlung in einer Tallage gefunden. Ganz ausschließen kann man eine Tallage offenbar nicht.

Auch in Wildon wurden vorgeschichtlichen Siedlungen und Gräber in Tallagen gefunden. Allerdings das die Hengistburg im Murtal gestanden hat ist unwahrscheinlich

Man sollte bei so einer Burganlage nicht vergessen, dass es ein "Hinterland" geben musste,eine Fluchtmöglichkeit und eine Versorgungsmöglichkeit. Schon daher ist der Schlosskogel ungeeignet. Ähnlich verhält es sich beim Franziskanerkogel der keinerlei Möglichkeit zur Flucht bzw Versorgung bietet. Der Hanskogel dagegen ist ideal sowohl vom "Hinterland" als auch von der strategischen Lage. Auch der Dietenberg biete sich sehr gut an daher wurde die Dietenburg dort gebaut. Die Lage der Dietenburg auf der Ostseite des Bergrückens zeigt und wie gewissenhaftt unser Vorfahren eine Burgstelen geplant und angelegt hatten. Natürlich gab und gibt es besser Stellen in der näheren Umgebung zB. Der Wartenstein, Grabenwarth oder der gegenüberliegend Sporen von Hohenburg.

Gruß Rambo
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 18-1-2009 um 19:08


Vorgeschichtliche Siedlungen lasse ich mir ja einreden, wie ja auch die römischen Siedlungen
im Leibnitzer Raum beweisen....Allerdings sind die ja noch einiges älter, und wie das Klima zu der Zeit war, wissen wir nicht so genau.
Das Mittelalter war geschichtlich oft von Wetterkapriolen geprägt. Am Voitsberger Hauptplatz wurde nachweislich schon ein Wasserstand von 1,2m gemessen.
Was das für das gesamte Voitsberger Becken und für
den weiteren Wasserstand des restlichen Kainachtals bedeutet brauch ich Dir eh nicht
erklären.......im Murtal könnte das anders gewesen sein, und wenn Deine Siedlung nur 5m über dem heutigen Murspiegel gestanden hat, war das bestimmt nie ein Problem.
Aber ich lass mich gerne eines Besseren belehren. Wenn mir jemand eine Burg aus dem
unterem Kainachtal nennt, welche in Flusshöhe steht, ziehe ich meine Aussage sofort zurück. Mir fällt jedenfalls keine ein...
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 18-1-2009 um 20:59
Hengisburg



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Kopie von DSCN0133.JPG - 38.85kb
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 18-1-2009 um 21:11


Wie man auf dem Foto sieht, ist das Gelände rundum Hengsberg nichts besonderes,
also ich mein ja nur, soche Dörfchen gibt es wahrscheinlich zu Tausenden......
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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 18-1-2009 um 22:25


Hallo Egon!


Zitat

Es gab Signalfeuer, welches man von weitem Sehen konnte, um vor feindlichen Angriffen zu warnen !! Ebenso Hornbläser, die kilometerweit zu hören waren.


Hast zuviele Hollywoodfilme gesehen? Hornbläser, Signalfeuer (Kreidefeuer???),... Vielleicht noch Meldeläufer usw.
Egon, gieb mir bitte eine historische schriftliche Quelle wo solche Maßnahmen überliefert sind...


Zitat

Das Burgen in dieser Zeit in Tälern standen kann auch nur ein Wiener sagen, der


Ja Ja ich bin ein Wiener, eh klar!!! So wie du argumentierst genauso "ordinär" scheint auch deine Tolleranz gegenüber NICHTSTEIRER, und genauso "klassisch" auch deine Bildung!

Hallo ich bin aus NÖ und aus Krems das liegt in der Wachau!

Natürlich giebts Frühmittelalterliche Burgen auf Spornen, aber die Ortsnamen findest du in Österreich zu größten Teils in Niederungen.

Bitte ein Gegenbeweiß!

lGOliver
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 18-1-2009 um 23:50
Feuerwarnungen auf der Dittenburg



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Feuer.JPG - 74.42kb
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 00:03


Falls Du meine Worte als unfreundlich gegenüber den Wienern (obwohl Du ja keiner bist) aufgefasst hast, tut es mir leid.
Es war vielleicht eine überzogene Reaktion darauf, dass ausgerechnet Du uns Steirern
Nachhilfeunterricht verpassen willst.;)
Ausserdem, bin ich grundsätzlich eher freundlich gegenüber Fremden eingestellt.....
Bin es nur gewöhnt mich auch zur Wehr zu setzten, wenn mich jemand verbal attackiert
oder sich für unglaublich gebildet hält und einen Blödsinn nach dem anderen verzapft.
Wenn Du denkst, dass es keine Signalfeuer gegeben hat bist Du voll auf dem Holzweg,
mein Freund....Das war zu der Zeit so ziemlich die einzige Möglichkeit, über weiteste
Entfernungen Alarm zu schlagen, oder glaubst Du vielleicht die hatten alle handys ??
Und noch etwas: Bitte halte unsere Vorfahren nicht für dämlich !! Die wussten genau
was sie taten und waren sehr gut organisiert.
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 00:33


http://www.verwaltung.steiermark.at/landesarchiv/publikat/mstla/1998_48/mstla...
Das könntest Du Dir vielleicht auch zu Gemüte führen, Oliver.....betrifft zwar das spätere Mittelalter, aber nur weil es von vorher wenig organisatorische Aufzeichnungen gibt, heisst das noch lange nicht, dass die Burgen untereinander nicht kommunizierten.....speziell Nachts wurde Trockenholz und Tags feucht und trocken wegen der Rauchentwicklung verwendet.
Im übrigen hat man die Burgen serwohl so hingebaut, dass man sich sehen konnte, auch wenn die Entfernungen oft bis zu 50km betrugen. Das spricht auch gegen die Talbauten.
Auf dem Dietenberg kamen z.b. die Hornbläser nicht nur wegen feindlichen Alarmen zum Einsatz, sondern auch nur um z.b. ein Feuer in einem Hof zu melden.
Also ganz alltägliche normale und logische Funktionen, kein Hollywood Film also...
LG, Egon das Schwert
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 01:23


Da ich nun die Meinung vertrete, um wieder auf das eigentliche Thema, die Hengisburg, zurückzukommen, dass diese 3 wichtigsten Burgen untereinander kommunizierten, muss die Hengisburg auf einem Hügel mit Aussicht auf die Dietenburg gestanden haben, vielleicht sogar mit Blickfeld bis zur Primaresburg, welche ja ebenfalls noch nicht mit Sicherheit
lokalisiert werden konnte. Aber vielleicht führt uns gerade dieser Punkt, nämlich die
Sichtverbindung, auf den richtigen Weg.......vielleicht sollte man nach Feuerstellen,
anstatt nach Burgenresten, wo das Holz längst vermodert ist, suchen ??
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Rambo
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 07:31


Hengistberg scheint mir von der Lage her als Burgstelle unwahrscheinlich da es zu weit im Laßnitztal und damit zu weit weg von den Bewegungslinien liegt.
Eines kann man als sicher annehmen, dass die Burg irgendwo rechts der Mur und sicherlich auf einem Berg stand. Dabei sollte man die Suche nicht unbedingt auf den Raum Wildon konzentrieren, je mehr ich mich damit beschäftige um so überzeugter werde ich, die Burg kann auch weiter südlich gestanden haben. Die alten Grenzen der Mark könnten ein Hinweis dafür sein.
Gruß Rambo
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