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Autor Betreff: Hengisburg bei Hengsberg oder Wildon ?
Oliver de Minnebach
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Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 19:47


Habt ihr alle überhaupt eine Ahnung wie eine Burg aus dem Frühmittelalter ausgesehen hat?

Hallo????????????!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Burg mit Bergfried,und Ringmauer????? Lieber Egon, hast du überhaupt eine Ahnung???

Kreidefeuer!!!! Weißt du überhaupt aus welcher Zeit die Kreidefeuerverordnung in Österreich stammt und dass sowas im Mittelalter wohl kaum organisiert gegeben hat!!!

Denkst du, dass der jeweilige Landesfürst und dergleichen auf einer großen Landkarte gesessen hat und die Burgenorte strategisch verteilt hat???

Hallo??
Jetzt werd ich aber mal böse, hier!

Informier dich gefälligst bei seriösen Quellen und dann nimm mit mir wieder den gebührenden Kontakt auf!!!!
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 20:03
Frühmittelalterliche Burg



ein Beispiel

Egon das Schwert hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
800px-Tapisseri_motte.jpg - 63.14kb
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 20:06


Der Geschichtsschreiber Paulus Diaconus erwähnt im 8. Jahrhundert in seiner Langobardengeschichte, auf der Historiola des Abtes Secundus von Trient fußend, für das Jahr 590 zahlreiche castra im mittleren Alpenraum. Ein solches castrum wird heute meist als befestigte Höhensiedlung aus ostgotischer, byzantinischer oder langobardischer Zeit angesehen. Als Beispiele dafür können Loppio im Trentino, der Vigiliusbühl bei Perdonig oder Castelfeder bei Auer, beide im Etschtal gelegen, angeführt werden.

Im Fränkischen Reich setzte der Burgenbau spätestens in der Karolingerzeit – besonders seit König Heinrich I. – wieder ein, um die Ostgrenze des Reiches zu sichern[2]. Große Gaugrafenburgen entstanden, teilweise durch den Ausbau vorgeschichtlicher Wallanlagen. Zur selben Zeit, das heißt im späten 8. Jahrhundert und im 9. Jahrhundert, begannen auch die Slawen mit dem Bau von Burgen. Im 10. Jahrhundert wurden in Südwestdeutschland riesige Ungarnwälle aufgeworfen. Im Vorfeld wurden ausgeklügelte Reiterannäherungshindernisse angelegt, um das Reitervolk zum Fußkampf zu zwingen. Nach der Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg (955) wurde der Ausbau mancher dieser Wallanlagen abrupt abgebrochen, da die Gefahr durch die Niederlage der Ungarn beseitigt war.

Frühmittelalterliche Burgenanlagen in Mitteleuropa waren zum größten Teil mit Erdwällen befestigt, die in der Regel mit hölzernen Aufbauten versehen waren.

Viele hochmittelalterliche Burgen stehen innerhalb älterer, wesentlich großflächigerer Wallanlagen, deren Zeitstellung nicht immer zweifelsfrei zu klären ist. Festungstechnisch günstige Plätze wurden oft über Jahrtausende hinweg benutzt. Bedingt durch klimatische Verbesserungen kam es am Ende des frühen Mittelalters im deutschen Sprachraum zu einem raschen Bevölkerungswachstum, das die Entstehung einer neuen Gesellschaftsschicht ermöglichte, der Ministerialen. Diese anfangs noch unfreien Dienstleute dokumentierten ihren neuen Status oft durch die Errichtung einer hölzernen Turmhügelburg, der Motte. Dieser Bautypus war ursprünglich in Westeuropa beheimatet.

Oliver, von einem Bergfried und und einer Ringmauer um die Jahrtausendwende war
nie die Rede. Wir reden hier die ganze Zeit über von Holzpallisaden und Erdwällen.
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 20:25


Allerdings will ich es nicht ausschliessen, dass es nicht auch frühmittelalterliche
Steinmauern gegeben hat. Schon gar nicht, was die wichtigste Burg der damaligen
Steiermark, nämlich die Hengisburg, anbelangt.

Ein weiterer interessanter link:
http://wildon.gemeindeforum.at/bildung/geschit.htm

LG, Egon das Schwert
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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 20:34


Dein liebes Modell zeigt eine Motto, einen Hausberg, usw.

...und von Wikipedia herauskopieren und 1:1 übernehmen das kann ich auch!
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Rambo
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 20:35


@ Oliver die Hengitsburg war sicherlich kein einzelner Holzturm auf einem Hügel. Sie war die bedeutendste Burganlage zur Zeit der Landwerdung der Steiermark. Ausdrücklich wird immer nur von drei Burgen geschrieben. Davon war die Hengistburg die bedeutendste Burg, die Hauptfeste des Landes, sie wurde 1054 von den Ungarn zerstört. Das es noch andere Turmburgen aus diese Zeit in der „Ursteiermak“ gab ist erwiesen einige kenne auch ich .
Dass die Burg vorwiegend aus Holzgebäuden bestand darüber besteht auch für mich kein Zweifel, jedoch muss man große Geländeveränderungen vorgenommen haben. (Wenigstens Wall und Graben) Diese Geländeveränderungen müsste man heute noch sehen.
Seit Jahrzehnten wird schon über den Standort der Hengistburg und der Primaresburg diskutiert. Was ist an der Hengistburg so interessant? Die Tatsache das sie die südlichste Burg der Mark war und somit eine wichtige Rollen gespielt haben muss. Einfach ausgedrückt es ist lediglich eine Burg aus dieser Zeit bekannt die Dietneburg und die stand fast im Zentrum der Mark. Die nördliche Burg die Primaresburg wird auch noch gesucht.
Fakt ist, bis jetzt wurde bei keiner der zwei genannten Burgen ein eindeutiger Hinweis auf ihren Standort gefunden. Nun kann man sich fragen warum nicht. Es ist zum Beispiel bei der Hengistburg nicht einmal bekannt wo sie gestanden hat, es kommt ein sehr großen Bereich in Frage. ( Von Leibnitz bis Graz)
Das die Burg auf einem Hügel oder zumindest „erhöht“ stand davon muss man ausgehen. Die Dietenburg stand auf dem Dietenberg (506 Meter hoch und sehr „beherrschend“ ) Die Primaresburg wird auch auf einem Berg vermutet (zB Hanskogel oder Franziskanerkogel)
Wie auch immer, es wird noch viel darüber diskutiert werden wo die Hengistburg einmal oder die Primaresburg einmal gestanden hat. Vermutlich wird man das allerdings nie mehr feststellen können.
Gruß Rambo
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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 20:36


Aja Hausberg, Motte, usw. sind Kleinadelssitze aus dem Hochmittelalter!

wirklich nettes Modell, aber kaum ein wirklicher Befund trifft auf dieses extrem überzogene Modell zu!
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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 20:42


Es geht doch hier um eine frühmittelalterliche Burg zur Wende des Hochmittelalters??Oder?

@ Rambo: Na klar tauchen im 11. Jh. die "Turmhügelburgen" auf! Aber ned früher!

@ alle: Natürlich kenn ich die topografischen Gegebenheiten bei euch! Doch bitte geht doch weg von dem strategisch linearen Denken, das ist doch wirklich alles BLÖDSINN!

Wenn eure Hengistburg auf einem Bergsporn gelegen ist, dann war das sicher kein Zwutschgerl wies der Egon auf seinem Bild zeigt sondern einer GROSSBURG bzw. eine HÖHENSIEDLUNG(wie man in der Urgeschichte sowas bezeichnet) mit einem Bereich für den Adelssitz und einen für die Bevölkerung... und war sicher ned kleiner wie 1 ha. Das ist so bei der Masse solcher Anlagen!!!

lG Oliver
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 20:54


http://mdz11.bib-bvb.de/dmgh_new/

Auch sehr interessant zu diesem Thema.
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Rambo
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 20:57


Zitat
Ursprünglich verfasst von Oliver de Minnebach
@ alle: Natürlich kenn ich die topografischen Gegebenheiten bei euch! Doch bitte geht doch weg von dem strategisch linearen Denken, das ist doch wirklich alles BLÖDSINN!

Wenn eure Hengistburg auf einem Bergsporn gelegen ist, dann war das sicher kein Zwutschgerl wies der Egon auf seinem Bild zeigt sondern einer GROSSBURG bzw. eine HÖHENSIEDLUNG(wie man in der Urgeschichte sowas bezeichnet) mit einem Bereich für den Adelssitz und einen für die Bevölkerung... und war sicher ned kleiner wie 1 ha. Das ist so bei der Masse solcher Anlagen!!!

lG Oliver


Genau darum geht es. Es war eine Großburg, nur wo war sie. Die Dietenburg hatte gar nicht mal so gewaltige Ausmaße, allerdings wurde der ganze Bergrücken genutzt.
Strategisch liegt die Dietenburg auch sehr gut zwischen St. Johann und dem Dietenberg wird das Kainachtal und damit die logische Bewegunslinie sehr eingeengt.
Außerdem sieht man gerade vom Standort der Dietenburg eine sagenhafte Fernsicht.
Warum soll man zB. eine Dietenburg an einem solch strategisch günstigen Punkt bauen und die wichtigste Burg die Hengistburg irgendwo in eine Tallage ins Murtal. Wobei das Murtal im Bereich Wildon nicht gerade sehr breit ist. Ich bin nach wie vor der Meinung dass diese Burg auf einem Berg stand eine Tallage macht für mich keinen Sinn.
Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 21:06


Oliver, auf dem Bild oben habe ich ja "Beispiel" darüber geschrieben, oder ??
Wollte Dir nur Turmhügel, Pallisade und Erdwall zeigen, mehr nicht !
Die Hengistburg war, wie schon von Rambo geschildert, die wichtigste Burg
zu der Zeit, und war daher grossflächiger angelegt. Allerdings spricht nichts
gegen solche Turmhügel innerhalb dieser Burg.

Und jetzt bitte sei in Deinem Ego nicht gleich so angeknackst, ok ?
Das was wir hier tun ist lediglich ein Meinungsaustausch und bitte nimm diesen
nicht persönlich.
Es geht rein darum, vielleicht mehr über die Wahrheit unserer Vergangenheit zu
erfahren, und nicht wer in dem ein oder anderem Punkt recht hat oder nicht.

Ehrlich gesagt warte ich ja schon die ganze Zeit über bis von Dir mal was
brauchbares kommt.

LG, Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 21:57
Das bin ich auf dem Dietenberg



Um die manchmalige Angespanntheit hier etwas aufzulockern, das bin ich.
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 19-1-2009 um 22:03
Hoffe nun funktioniet es



LG,Egon das Schwert

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Egon.JPG - 84.39kb
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 07:34


Was wollt ihr mir alle hier von Beispielen erzählen und zeigen?????????????????????

Glaubt ihr ich kenn mich ned aus?


Wartet auf meine Beiträge in "frühmittelalterliche Burg" und da können wir alles darlegen was wir haben!

GROSSBURG!!! Das sind mindest 1 ha!!! Ok!

Und da braucht ihr keinen Hügel sondern mindest einen breit gelagerten Sporn! Eure "Inselberge" wie der Wildoner Schlossberg oder der Grazer Schlossberg waren zumeist in der Urgeschichte besiedelt, solche Plätze waren ned so der Hit im Frühmittelalter.

lG Oliver
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 07:38


Zitat
Ehrlich gesagt warte ich ja schon die ganze Zeit über bis von Dir mal was
brauchbares kommt.


Hallo???? Deine anfängliche Argumentation war sehr sehr holprig! und als du mit Kreidefeuer und so einen Blödsinn(aus der Vorstellungswelt des 19. Jh.) angefanngen hast, bin ich halt ned mehr ruhig geblieben!

Man muss schon objektiv bleiben! Glaub mir, von mir kommt die ganze Zeit brauchbares und in "Frühmittelalterliche Burg" werd ich jetzt Großburgen und ZENTRALORTE aus NÖ posten. Und das was es bei uns gibt, gibts sicher bei euch in ähnlicher Form!

lG Oliver
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 08:52


@Oliver, ich versteh die Aufregung nicht.
Genau das ist es was ich immer sage, sowohl der Franziskanerkogel ( der sowieso) als auch der Schlosskogel ist zu klein.
Weder hier noch dort hat man keine Möglichkeiten die man "zum Betrieb einer Burg“ braucht.
Vor allem wenn man sich vorstellt, dass eine Burg auch eine gewisse Versorgung haben muss.
Tallagen scheiden allerdings für mich aus. Das vorgeschichtliche Höhensiedlungen weiter genutzt wurden ist möglich, zumindest auf dem Dietenberg ist es so, allerdings jedoch ist der Dietenberg groß genug.

Für mich ist es unerklärlich, das Orte welche bereits um 900 erwähnt wurden noch vorhanden sind, die Burgen jedoch in Vergessenheit geraten sind.
Daher sind alle Überlegungen bezüglich des Standortes möglich und sollten eingebracht werden. Durch konstruktive Diskussionen kann man vielleicht eine Möglichkeit zur Lokalisierung finden. Das man dabei nicht unbedingt mit der Lehrmeinung der „Fachleute“ übereinstimmen muss ist auch verständlich.
Überhaupt finde ich manches Mal, das Fachleute ein sehr eingeengtes Gesichtsfeld haben.“ Das hat schon der oder jener geschrieben und daher übernehme ich es so. Ich mach mich doch nicht lächerlich“

Hier was zum lesen
http://www.hundeschule-murtal.net/lui/diverses/befestigungen an der donau.pdf
Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 09:18


Die Kreidfeuer wurden nachweislich bei Türkeneinfällen in unser Land praktiziert. Erste offizielle steirische Erwähnung um 1470 herum, lieber Olliver.
Der Kreidbauer, der am Dietenberg berühmt ist, und heute noch ein Buschenschank ist, war im 16Jhdt. voll aktiv.
Allerdings hab ich nirgends gefunden, dass ein Warnfeuer vorher nicht gewesen sein kann......Beweis mir dann das Gegenteil !!
Holz und Feuerstein war ja vorhanden...die 3 Burgen gehörten wie gesagt zusammen.
Sag mir einen Grund, warum die nicht untereinander sich ein Zeichen gegeben haben konnten ???

Bin voll der Meinung von Rambo und Egon das Schwert.

LG, Gono38
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 12:38


Ihr seid alle unheimlich gescheit zusammen!

Aber ihr gebt immer Beispiele für Kreidfeuer aus dem Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit!

Und genau zu dieser Zeit beginnt erst das lineare strategische Denken! Vorher kann das nicht stattgefunden haben, weil das Land nicht einer Person einer Institution gehört hat!!!!!!!!!!!!!!!!!! Sehrwohl gibt es Zusammenhängezwischen den Zentralorten, aber eher auf wirtschaftlicher, sprich Handeslbezieungsebene.

STRATEGISCH, LINEAR das gabs bei den RÖMERN aber nicht im Früh- und Frühhochmittelalter!!!!!

Es gab keine Burgenketten und die gabs auch in jüngerer Zeit nicht.

Und wenn sich da ned endlich einer in die Diskussion mit einklinkt der auch eine Ahnung hat, dann verzweifle ich langsam!
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 13:15
Lineares Denken um 1000



Guck Dir das mal an...

gono38 hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 13:19


Wie Du siehst befindet sich Primaresburg, Dietenburg und Hengisburg auf ein und der selben Linie (gelbe Markierungen),
und diese Burgen gab es um 1000 n.Chr. und Du willst mir erklären, dass die damals nicht linear gedacht haben.,

Langsam werd ich jetzt böse !

Die Burgen stehen reinzufällig in einer Linie, was ???
Denk vorher bitte mal nach, bevor Du etwas schreibst, wovon Du keine Ahnung hast !
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 13:27


@ Oliver du magst recht haben das Land gehört keiner einzelnen Person die Traungauer wurden nicht mir der Mark belehnt. Sie waren die Landesherrn bis 1192, danach waren es die Babenberger. Im Grunde genommen ist es mir egal ob die Traungauer Herrn der Mark waren oder nicht eines stimmt allerdings sie hatten diese Burgen nicht gebaut die drei genannten Burgen standen bereits als die Traungauer die Mark übernahmen.

Nach deiner Definition welche auch interessant klingt, hatten die Burgen nichts miteinander zu tun. Sie waren selbstständig. Der Landesherr hatte demnach keine Macht über eine Burg und deren Belehnung. Das würde demnach auch auf die Babenberger zutreffen.
Oliver der Traungauer (Ottokar IV) schloss mit dem Babenberger Leopold V am Georgenberg einen Vertag ( Georgensberger Handfeste) Der kinderlose und unheilbar kranke Ottokar vererbte SEIN Herzogtum an Leopold
Die Georgenberger Handfeste war der erste Schritt zur Bildung des Länderkomplexes Österreich, wie er sich dann vor allem unter den Habsburgern im Spätmittelalter vollzog.

Ich weiß ehrlich nicht ob die Burgen miteinander Kontakt hatten, es ist allerdings unwahrscheinlich das es sich um selbstständige Burganlagen gehandelt hat die nur ihr eigenes Wohl im Auge hatten. Ich bin der Meinung diese drei Burgen bilden einen Verteidigungsgürtel das kann nur dann der Fall sein, wenn die Burgen in Verbindung standen. Ob es damals schon Kreitfeuer oder was auch immer gab kann ich nicht beantworten. Es gint allerdings sehr viele Ortsnamen und Gegend welche auf Kreitfeuer hindeuten.

Aber zurück zur „Ursteiermark“
Um 970 wird eine Mark an der mittleren Mur genannt. Sie war noch klein und umfasste nicht viel mehr als die heutige Weststeiermark. Ihre Grenze bildeten im Osten ein breiter Grenzsaum östlich der Mut der eggen die Magyaren schützte, im Norden die kalte rinne bei Mixnitz dann folgte die Grenze dem Zuge der steirischen Randgebirge das einen natürlichen Abschluss gegen Kärnten und die obersteirischen Grafschaften herstellte. Nach Süden reichte die Grenze bis zum Radl und bis zur Mur bei Ehrenhausen. Der Mittelpunkt war die Hengistburg in St. Margareten bei Wildon.
Diese Mark an der Mur erhielt ein bayrischer Graf namens Markwart er bekam die Grafenrechte.
Ein Graf welcher durch Kaiser Otto eingesetzt wurde wird sicherlich auch der Besitzer der Burgen gewesen sein oder bist du andere Meinung ? Demnach müssen die drei Burgen welche immer wieder erwähnt werden einem Landesherrn gehört haben.
Ehrlich ich bin verwirrt, für mich war das immer eine Tatsache.
Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 14:41


Der Olliver hat glaub ich das Problem, dass das nicht in sein frühmittelalterliches Gesamtmuster passt,
wo lt. ihm ja alles so orientierungslos und unorganisiert war und jede Burg ihr eigenes Süppchen kochte
und die Menschen noch nicht gerade genug gehen konnten, geschweige denn , ein Feuerchen entzünden.
Konnten die schon sprechen damals, Olliver ?
Mah, ich glaubs ja net....Ok, lassen wir ihn in diesem Glauben,
dass es einmal dämlichere Menschen als ihn gegeben hat.....das braucht er anscheinend für sein Ego.
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 16:38


@ gono, das ist kein Grund ausfallend zu werden . Beim diskutieren soll jeder seine Meinung vertreten und sagen können. Ich schätze die Meinungen von Oliver sehr, und ich diskutiere auch gerne mit ihm wenn wir manches Mal eine andere Meinung vertreten. Das ist gut so und richtig. Oliver hat nicht ganz so unrecht, nur denke ich, die Situation in NÖ ist anders gelagert als bei uns. Als NÖ schon ein Herzogtum war hat bei uns gerade die (Wieder)Besiedlung begonnen. Außerdem war der Donauraum immer ein bevorzugtes Duchzugs- und Siedlungsgebiet, was man von uns nicht behaupten kann.

Ich habe mir die Arbeit gemacht und aus Janisch Hengsberg und Wildon /Oberwildon eingesannt. Entschuldigt die schlechte Qualität, aber bei den dicken Schmöckern ist es nihct so einfach etwas einzuscannen ohne das Buch zu beschädigen

http://www.hundeschule-murtal.net/lui/diverses/Topographisch-1.pdf
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 17:47


@ Rambo:

Belehnung und Machtbereich sind zwei unterschiedliche Sachen.
War das Land ja damals nicht entvölkert. Bei euch gibt es ja auch Indizien für eine slavische Bevölkerung und die muste ja auch organisiert gewesen sein. Dann gibts noch die "deutschen" Teile aus vor- bzw. karolingische Zeit und alle diese Teile verfolgten unterschiedliche Interessen.
Damit meine ich genauso auch die Leute des jeweiligen Landesfürsten, die er mit ins Land brachte.
Die Babenberger bei uns brachten anfänglich zu wenige Eigenleute mit und konnten so ihren Machtanspruch nur bedingt ausbauen.
Ein gewisser Siegfried war im 11. Jh. mit der Neu- bzw. Ungarnmark im osten von NÖ belehnt. Bei dem war es der Fall, dass er aufgrund weniger Eigenleute aus der Geschichte verschwunden ist! Schlussendlich wurde die Mark von den Babenbergern aufgesogen!

Ich denke nicht, dass die Vorgönger der steirischen Ottokare oder die frühen Ottokare so organisiert waren ein so weites Gebiet geschlossen zu halten.
Das war ja auch das Problem einer organisierten "deutschen" Besiedlung im Osten. Desshalb glaubt man dass nicht alles Slaven von selber ins Land kamen, sondern von den Deutschen angeheuert wurden.


Slavische Zentralorte befinden sich in NÖ auf Sporne die schon früher besiedelt waren (Schanze bei Gars/Thunau, Schanzriedl bei Senftenberg, Altenburg bei Stein/Donau, Oberleiserberg). Karolignische Anlagen befinden sich vorwiegend im Donauraum und in Niederungslage. Ab ottonischer Zeit ändert sich der trend und ältere Anlagen (slavische und älter) werden benützt um frühe Burgen draufzusetzten (melk, Schallaburg, Peilstein, pernegg) oder weg von NÖ= Hohensalzburg.

lG Oliver
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 18:35
Erdloch



Hab ca.2m östlich von Hengsberg auf einem Bergsporn dieses Loch gefunden.
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 18:41
So jetzt



das Erdloch

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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 18:41


Oliver, ich habe im Zuge der steirischen Landekunde einmal gehört, dass die Slawen mit den Bayern ins Land kamen. Slawische Siedlungsnamen und damit Hinweise auf slawische Besiedelung haben wir genug. Die Aribonen gründeten hier zB. Stift Göss und auch die eine oder andere Kirche wurde von ihnen errichtet.

Es ist richtig, dass das Land nicht entvölkert war, es stellt sich nur die Frag wo waren die Leute, es gibt so schrecklich wenig Hinweise auf eine Besiedelung von 400 bis 800 das man meinen könnte es gab gar hier gar nichts.
Übrigens eine interessante Frage wäre auch wie lange die verbleiben Infrastruktur der Römer genutzt wurde. Die Strassenverbindungen wurden sicherlich bis weit ins Mittelalter hinein genutzt und ich bin mir sicher auch die eine oder andere Villa wurde auch von den Slawen weitergenutzt.
Die Mark an der Mur war ein Bollwerk gegen die anstürmenden Ungarn, so ist es nur zu verständlich, dass die wichtigsten Burgen in der Hand des Landesherrn waren.
Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 20:04


Aber glaubst du, dass die wie im Geländesandkasten geplant und dann erbaut worden sind!

Ich bin ja heilfroh dass diese Diskussion endlich einen vernümftigen Rahmen gefunden hat!

Meine Bitte an dich wäre, dass du einmal paar Fotos von steirischer Slavischer Keramik postest, wo ich Merkmale erkennen kann.

lG Oliver
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[*] Verfasst am: 20-1-2009 um 20:14


Wie in einem Sandkasten wurde nicht geplant , aber günstige Geländepunkte wurden sicherlich genutzt.
Was hilft die größte und beste Burg wenn das "Rundherum" fehlt.
Eine Burgstelle hat doch nur Sinn wenn sie ihre Aufgabe erfüllen kann
Gruß Rambo
PS: ich muss nachsehen, ob ich irgendwo slawische Keramik habe.
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http://www.sbg.ac.at/ges/people/rohr/vloe1_02.pdf

Ausführliche spätantike und frühmittelalterliche Zusammenfassung.

LG, Egon das Schwert
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