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Autor Betreff: Wie funktioniert das Brunnensystem
morpheus
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[*] Verfasst am: 2-11-2009 um 12:34
Wie funktioniert das Brunnensystem



Ich war letztens auf der Burg Montaigle in Belgien. Dort kann man die Reste eines Mechanismus sehen mit dem früher das Brunnenwasser aus dem Brunnen geholt worden ist. Leider wird einem nicht erklärt wie genau das funktioniert hat. Ich kenne bisher nur Laufräder und solche Sachen für das Brunnenwasser aber das wird es wohl in diesem Fall nicht verwendet worden sein.
Vielleicht hat ja hier jemand Ahnung davon und kann es mir erklären.

Bild zeigt den Brunnen und die Reste des Mechanismus.

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morpheus
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[*] Verfasst am: 2-11-2009 um 12:35


Nahaufnahme des Mechanismus.

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gropli
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[*] Verfasst am: 2-11-2009 um 17:09


Grüezi

Viel sieht man ja nicht auf den Fotos! Wie tief ist der Brunnenschacht?
Könnte sich um die Reste eines Schwenkbrunnens handeln (so ähnlich wie die Khottara in der Sahara). Die Mulde ist für das gegengewicht...


Gruss gropli

.
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morpheus
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[*] Verfasst am: 2-11-2009 um 17:20


Stimmt schon das man nicht viel sieht, aber mehr ist leider auch nicht mehr vorhanden. ;)
Auf ein Gegengewicht habe ich auch schon gedacht, aber dafür scheint mir die Grube nicht tief genug.

Der Brunnen soll 33 Meter tief sein.
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speerstark
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[*] Verfasst am: 2-11-2009 um 17:27


Woher stammt denn die Information, dass es ein Mechanismus sei?
Gibt es gar keine Anmerkungen zu dem Mechanismus bei der Quelle?
Wann soll den der Mechanismus bestanden haben (von - bis)?
Ist dort etwas von einem pumpenartigen, mehrstufigen, u.ä. Mechanismus erwähnt?

demütigst, Euer
speerstark




Achtung Kirchenfreak! *gg*
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morpheus
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[*] Verfasst am: 3-11-2009 um 10:55


Zitat

Woher stammt denn die Information, dass es ein Mechanismus sei?


Man kann sich beim Eintritt zur Burg Unterlagen über die Burg ausleihen. Daher stammt die Information. Aber wie ich entdeckt habe, habe ich die Unterlagen abfotografiert. (Nächstes mal schaue ich erst alle Bilder durch)

Zitat

Gibt es gar keine Anmerkungen zu dem Mechanismus bei der Quelle?


Siehe Bild.

Zitat

Wann soll den der Mechanismus bestanden haben (von - bis)?


Da habe ich leider keine Informationen drüber.


Zitat

Ist dort etwas von einem pumpenartigen, mehrstufigen, u.ä. Mechanismus erwähnt?


Dazu sagen die Unterlagen auch nichts drüber aus.



Die Übersetzung für den letzten Satz:
In unmittelbarer Nähe des Brunnen befinden sich die Reste eines Mechanismus um das Wasser nach oben zu holen, er bestand aus einem "Grund"Bogen und einem abgeschnittenen Kegel.

Damit dürfte klar sein das es sich um ein System mit Gegengewicht handelt, zumindest verstehe ich den Satz jetzt so. Aber die Grube ist nicht sonderlich tief und kann man mit so einem System wirklich 33 Meter überbrücken?

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3.jpg - 21.33kb
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karolyi
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[*] Verfasst am: 3-11-2009 um 15:28


Soweit ich mich noch an meinen Besuch auf dieser Burg erinnern kann, wurde uns damals gesagt, dass dieser Brunnen in einem Haus eingebaut war. Die Grube welche daneben am Brunnen zu sehen ist, ist das Widerlager für die Winde welche gleich oder ähnlich unserer Göpel funktioniert hat.
Ein schönes Bild eines alten Göpel findet ihr in http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:02777Wieliczka.JPG Dadurch war es möglich eine größere Menge Wasser auf einmal zu heben. ;)
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gropli
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[*] Verfasst am: 3-11-2009 um 19:50


Zitat
Ursprünglich verfasst von karolyi
Die Grube welche daneben am Brunnen zu sehen ist, ist das Widerlager für die Winde welche gleich oder ähnlich unserer Göpel funktioniert hat.


Perfekt! ;)
Das war es - ein Göpelfundament...


Gruss gropli


.
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speerstark
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[*] Verfasst am: 3-11-2009 um 20:39


Du gropli ...

... und wer soll da rundherum gegangen sein? Hobbits?
Bissi wenig Platz zwischen der (im Bild hohen) Außenwand, dem Fundemant und dem daraus resultierenden Drehpunkt.
Was meinst du?




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karolyi
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[*] Verfasst am: 4-11-2009 um 08:51


Hallo speerstark,

die Mauer die du meinst, laß die mal außer Acht. Die ist sicherlich viel später erst entstanden, denn du müßtest sonst eine Mauerverbindung in der Wand vom ehemaligen Brunnenhaus sehen. Der nächste Punkt ist, dass auch von Menschen solche Göpel betrieben wurden. Weiters kann das auch eine andere Form eines Göpels sein, nämlich ein Tretboden und der währe dann wohl schräg im Boden gestanden.
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Blaine
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[*] Verfasst am: 4-11-2009 um 13:34


ich denk nicht dass man die mauer so einfach außer acht lassen kann...
logische erklärung wär auch dass der brunnen anfangs frei gestanden ist und später dann das brunnenhaus mit dem ominösen fundament dazukam

um eine neue idee einzubringen:

was haltet ihr von einer art vorratsbehälter von dem nur mehr die reste übrig sind?
eine art stein bottich

vielleicht wurde da das regenwasser aufgefangen um es nicht jedes mal mühsam aus dem brunnen holen zu müssen

schöne grüße

Blaine
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morpheus
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[*] Verfasst am: 4-11-2009 um 15:09


Danke schon mal für alle antworten.


Zitat

Soweit ich mich noch an meinen Besuch auf dieser Burg erinnern kann, wurde uns damals gesagt, dass dieser Brunnen in einem Haus eingebaut war.


Hattest du eine Führung auf der Burg? Als ich da war hatte man mir nur einen Schnellhefter in englischer Sprache in die Hand gedrückt. Aber dafür hatte ich die Burg ganz für mich alleine weil offensichtlich niemand bei Regen die Burg besuchen wollte.

Zitat

Ein schönes Bild eines alten Göpel findet ihr in http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:02777Wieliczka.JPG Dadurch war es möglich eine größere Menge Wasser auf einmal zu heben. ;)


Danke für den Vorschlag, das könnte es in der Tat sein. Allerdings sehe ich auch ein Platzproblem. Denn schaue dir mal mein erstes Bild an. Der Schalenturm steht in einer Linie mit der Wehrmauer und es sieht nicht so aus als ob das nachträglich gebaut worden ist.

Zitat

Der nächste Punkt ist, dass auch von Menschen solche Göpel betrieben wurden. Weiters kann das auch eine andere Form eines Göpels sein, nämlich ein Tretboden und der währe dann wohl schräg im Boden gestanden.


Hast du mal ein Bild von einem solchen Göpel? Ansonsten kenne ich mich bei Brunnen und den Mechanismen nicht sonderlich gut aus so das ich dazu nichts sagen kann.
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karolyi
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[*] Verfasst am: 4-11-2009 um 15:13


Wer auf dieser Burg schon einmal war, hat erfahren, dass es sich hierbei um einen Hebemechanismus gehandelt hat. Ja wir hatten eine Führung. Genau das steht auch auf jenem Text welcher oben gepostet worden ist. Ich möchte mich hier für eine bestimmte Form von Göpel nicht unbedingt versteifen. Aber gerade dieses Widerlager ist der beste Beweis für das Vorhandensein eines solchen Hebemechanismus, und wer das Bild genau betrachtet, so gehen die Pferder ganz am Rand von der Lagergrube. Es sind mir auch Göpel bekannt wo die Tiere auf einem eigenen eingezogenen Boden waren und das könnte hier über der Mauer gewesen sein. Göpel wurden übrigens auch bei uns im Burgenbau neben dem Laufrad vermehrt eingesetzt. Nur da finden wir kaum mehr Spuren auf unseren Burgen dafür. Es war sicherlich das Heben von schweren Lasten mitels Göpel eher und besser möglich als mit dem Laufrad oder Tretboden. Gerade bei den letzt genannten ist es immer wieder zu sehr schweren Unfällen gekommen. Die Menschen wurden durch Fehleinschätzung des zu hebenden Gewichtes hinausgeschleudert.
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speerstark
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[*] Verfasst am: 4-11-2009 um 16:39


Zitat
Ursprünglich verfasst von karolyi
Hallo speerstark,

die Mauer die du meinst, laß die mal außer Acht. Die ist sicherlich viel später erst entstanden, denn du müßtest sonst eine Mauerverbindung in der Wand vom ehemaligen Brunnenhaus sehen. Der nächste Punkt ist, dass auch von Menschen solche Göpel betrieben wurden. Weiters kann das auch eine andere Form eines Göpels sein, nämlich ein Tretboden und der währe dann wohl schräg im Boden gestanden.


Anmerkung: Hobbits ... sind Menschen, oder?
Bitte sagt mir dass sie Menschen sind, sonst ist mein Bild von "Herr der Ringe" total verdreht!! ;)

Die Außenmauer lass ich besser nicht außer acht, sonst stünde der Brunnen eher vor der Festung *gg*

demütig und in "Herr der Ringe" gedanklich vertieft
Euer
speerstark




Achtung Kirchenfreak! *gg*
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Blaine
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Motto: scheißt da nix, passiert da nix...

[*] Verfasst am: 4-11-2009 um 16:47


ich nehm mal an dass karolyi nicht die außenmauer sondern die mauer des brunnenhauses gemeint hat
aber auch zwischen dem ominösen fundament und der außenmauer is ned grad üppig platz...

will niemand meine idee eines steinernen bottichs aufgreifen oder zumidnest kommentieren?!

schöne grüße

Blaine
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speerstark
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[*] Verfasst am: 4-11-2009 um 16:50


Zitat
Ursprünglich verfasst von Blaine
will niemand meine idee eines steinernen bottichs aufgreifen oder zumidnest kommentieren?!

Bottich auf franz. = bac, cuve, wienerisch für (Fuß)waschschüssel - Lavoir

OK ... könnte es nicht ein bac, cuve, oder Lavoir gewesen sein?

in Demut, usw. usw.
speerstark




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Rüdiger
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[*] Verfasst am: 4-1-2010 um 18:14


Hallo!

Was, bitte, soll der "Brunnen" sein - das, was sich unter dem Gitter verbirgt oder das anscheinend eher seichte Becken rechts oberhalb davon?
Es gibt schon sehr tiefe Burgbrunnen, aber diese sind eher selten. Meistens handelt es sich bei den sichtbaren Teilen um die oberen Bereiche von Zisternen, also einer Art von Filtergruben, in denen das Oberflächenwasser mittels Kies- und Sandfiltern gereinigt wurde und aus denen das mehr oder minder saubere Wasser mittels Eimern geschöpft wurde.
Allerdings gab es auch andere Systeme, wie den wirklich tiefen, von Bergleuten in den Felsen geschlagenen Brunnen in der Burg Forchtenstein/Burgenland, dessen Wasser mittels eines Tretrades, angetrieben von Gefangenen, hochgepumpt wurde.
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Der Arnobär!
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Motto: Was ist eine Burg?

[*] Verfasst am: 4-1-2010 um 19:48


Zitat
http://www.montaigle.be/MOpg0303D.html

Daneben befindet sich der Brunnen (9) , der früher in einem kleinen Gebäude einverleibt war. Ganz gemauert ist er 33 Meter tief und vorzüglich -wie Victor Hugo es geschrieben hat- hallt er die Stimme wider. Aber damit Sie es hören können, wie er es gehört hatte, haben wir eine 25 Meter Höhe Steinen -die von Besuchern geworfen worden waren- davon herausziehen müssen. Seien Sie also ritterlich : Sie dürfen schreien, mit den Händen klatschen, aber werfen Sie bitte nichts darin!

Um Wasser so tief zu schöpfen, mußte ein Getriebe (Winde?) gebraucht werden, wovon die -verkehrt Kegelstumpfförmige- steinen Grundlage (10) übersteht.
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karolyi
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Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 5-1-2010 um 10:43


Hallo Arnobär,

dein Link bestätigt meine Aussage, dass es eine Winde war und ähnlich eines Tretbodens oder wie wir sagen Göpel funktioniert hat.
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