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Autor Betreff: Unterirdischer Gang in Freistadt
lady kitten
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[*] Verfasst am: 15-11-2004 um 15:53
Unterirdischer Gang in Freistadt



Neben einem Bauernhaus aus dem 12. Jhd wurde bei Bauarbeiten eine Art "Geheimgang" mit 7 m länge, der wohl als Versteck für Frauen und Kinder gedient hat entdeckt.

http://science.orf.at/science/news/130040

Das gehört fast nicht hier her. Was wäre mit einer eigenen News-Rubrik für das Forum?
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martin
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[*] Verfasst am: 15-11-2004 um 21:01


auch auf der Kundlburg in Tirol gibt es einen unterirdischen Gang.
Die Burg liegt auf einer hohen Felsklippe am Eingang einer Klamm. Der Gang führt vom Burginneren sehr steil nach unten und mündete vermutlich schon nach relativ kurzer Distanz in der (fast ) senkrechten Felswand , knapp ausserhalb der Ringmauer. Es dürfte sich also um einen Fluchtgang handeln, der es der Burgbesatzung in Notfällen erlaubt sich aus dem Staub zu machen.
Heute ist der Gang durch Schutt und Müll verstopft.
Man beachte die Kreativität der Vandalen, die Campingstühle in das Felsennest hinauftragen um sie dann in den Fluchtgang zu stopfen.

martin hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
Kundlburg_1.jpg - 73.96kb
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carinthian
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[*] Verfasst am: 15-1-2006 um 09:42


Auch auf der Burgruine Leonstain soll es einen Geheimgang geben.
Ich war zwar schon lange nicht mehr auf der Ruine, aber ich kann mich noch entsinnen, dass der Eingang ganz deutlich zu sehen ist. Leider wurde er aber zugemauert, da die Benützu8ng des ganges zu gefärlich ist, und von spielenden Kindern immer wieder versucht wurde. Der Gang, soll, Erzählungen zu Folge, bis zur Schlangeninsel im Wörther See reichen und als Fluchtweg gedient haben. Ob das stimmt, weiß ich allerdings nicht.
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lady kitten
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[*] Verfasst am: 15-1-2006 um 16:30


Ich kann mich auch an einen Kellerabgang auf Leonstein erinnern, glaub aber kaum, dass er mehr als zu einem Keller geführt hat. Wenn es "Geheimgänge" gab, dann waren sie eher kurz und sicher nicht bis zur ca 2 km entfernten Schlangeninsel
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carinthian
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[*] Verfasst am: 15-1-2006 um 16:47


Ich als Burgenneuling kann das ja auch nicht sicher sagen, ich weiß nur, was man mir bei einer Führung erzählt hat.
Allerdings weiß ich, dass es sicher Geheimgänge gegeben hat, die auch länger waren. In Tanzenberg gab es einen, der zum Schloss Möderndorf führte, und noch bis in die 80-er Jahre begehbar war. Dies weiß ich aus den Erzählungen des damalige Regens, der den Gang in seiner Schulzeit selbst benutzt hatte.
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Andreas
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[*] Verfasst am: 15-1-2006 um 17:02


Geheimgänge dürfte es seit Anbeginn befestigter Anlagen geben. Anbei ein Beispiel aus hellenistischer Zeit - das Herodeion bei Bethlehem (Rekonstruktion von Peter Connolly). Den Geheimgang (im Bild links unten, No 4) kann man noch heute bewundern.
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Ronny-PG
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[*] Verfasst am: 17-7-2006 um 10:05


Also in Baden ich glaube auf der Rauhenstein gibts auch einen Geheimgang.

Er führt aus dem Burginneren hinunter im Fels unter die Burg.
Da er vor ewigen Jahren erforscht und begangen wurde, ist das schon mal fix.

Auf der Burgenseite gibts leider keine Fotos über diese Burg..aber da ich demnächst vorhabe meiner Freundin die beiden Burgen in Baden zu zeigen kann ich ja ausführlich Fotografieren.
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martin
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[*] Verfasst am: 17-7-2006 um 19:19


Zitat
Originally posted by Ronny-PG
Also in Baden ich glaube auf der Rauhenstein gibts auch einen Geheimgang.

Auf der Burgenseite gibts leider keine Fotos über diese Burg..aber da ich demnächst vorhabe meiner Freundin die beiden Burgen in Baden zu zeigen kann ich ja ausführlich Fotografieren.


Meinst Du dieses Rauhenstein ?

http://www.burgenseite.com/rauhenstein_txt.htm
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Ronny-PG
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Motto: Sind doch nur a paar alte Steine...

[*] Verfasst am: 17-7-2006 um 21:16


aha sorry ich bin von der burgenkunde homepage gekommen.

habe da was durcheinander gebracht *gg*

aber von dem fluchtgang wird auch nichts erwähnt. werde den mal fotografieren wenns interessiert.
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Rüdiger
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[*] Verfasst am: 1-6-2010 um 14:34


Auch zwischen dem Talschloss und der Burg Kaisersberg westl. von St. Michael soll es einen unterirdischen Gang gegeben haben, der angeblich noch in den Zwanziger/Dreissigerjahren des vorigen Jh. benützt worden sein soll, wenn oben auf der Burg ein Fest stattfand.
Weiss jemand darüber Genaueres?

Rüdiger
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Rambo
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[*] Verfasst am: 2-6-2010 um 06:33


Zitat
Ursprünglich verfasst von Rüdiger
Auch zwischen dem Talschloss und der Burg Kaisersberg westl. von St. Michael soll es einen unterirdischen Gang gegeben haben, der angeblich noch in den Zwanziger/Dreissigerjahren des vorigen Jh. benützt worden sein soll, wenn oben auf der Burg ein Fest stattfand.
Weiss jemand darüber Genaueres?

Rüdiger


Mal eine Frage
Kennst du Kaisersberg ?
Allein der Höhenunterschied zwischen der Burgruine und dem Schloss beträgt locker über 100 Höhenmeter. Welchen Zweck sollte so ein Gang haben. Ich denke es handelt sich bei diesem "Gang" um einen Bergwergsstollen wie man ihn in Kaisersberg neben der Strasse sehen kann. Natürlich wird der Stollen nicht zur Ruine gegangen sein aber.....

Das Schloss Kaisersberg wurde erst im 18. Jahrhundert erbaut. Da war die Burg sicherlich schon unwichtig.

Es gibt immer wieder Geschichten, über Gänge von Kirche "A" zur Burg "B" . Theoretisch müsste unser Land von Stollen und Gängen durchzogen sein.
Gruß Rambo
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Ronny-PG
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[*] Verfasst am: 5-6-2010 um 17:45


der herr klamm (hoffe der name ist richtig geschrieben) behauptet auch das von seiner burg ein tunnel auf die andere seite des grabens geht.. dort wo der kleine rest eines turmes steht...

strategisch wäre das dort klasse da man dann von der anderen seite den gegner beschießen kann...
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Wilhelm von Baumgarten
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[*] Verfasst am: 7-6-2010 um 18:20


Clam in OÖ oder Klamm in NÖ ?



No nobis domine, no nobis,
sed nomine tuo da gloriam !
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Rüdiger
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[*] Verfasst am: 18-6-2010 um 17:00


@Rambo:
ich kenne Kaisersberg. Die geschichte habe ich von einem entfernten Verwandten, der erzählte, in der zwischenkriegszeit sei man durch diesen Gang auf die Burg gegangen, wenn dort ein fest stattfand.
Ich habe mich damals leider nicht dafür interessiert, mittlerweile sind die Leutchen so alt, dass sie sich nicht mehr erinnern können ...
Gruß
Rüdiger
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burgenkunde_markus
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[*] Verfasst am: 3-1-2011 um 23:07


Liebe Freunde

Ich möchte hier etwas Licht ins Dunkel bringen. Das Wort Gang wurde bei vielen Burgen verwendet und wir alle kennen die Stories, wo der Gang spektakulär von A nach B oder sogar unter Flüssen und durch Schluchten führte. Diese "Gänge" hat es zumeist tatsächlich gegeben. Doch das Wort Gang beschrieb/beschreibt bei solcher Verwendung zumeist einen "gedeckten Gang", keinen "unteridischen" Gang oder gar Höhle. Es genügte ja auch, zur Flucht einen Weg anzulegen, durch den die Besatzung oder auch einzelne Personen durch Dickicht geschützt das Burgareal verlassen konnte. Führte dieser Weg durch Hecken oder anderes dichtes Gestrüpp und war möglicherweise nicht nur seitlich sondern auch oben von (evt. speziell dafür angesetzte) Pflanzen überwuchert, so konnte durchaus von einem "Gang" gesprochen werden. Man muß sich das wie eine Höhle durch einen extrem dicht bewachsenen Landstreifen vorstellen. Wir würden dieses ja auch heute noch als Gang bezeichnen. Diese These wurde bei einem Symposium zur Ruine Windegg 2010 vorgetragen und durch die Herkunft des Wortes "Gang" untermauert. Leider entfiel mir der Name des Wissenschafters, der diese Erklärungen ausführte, es dürfte sich aber um den werten Herrn Kleinhans vom BDA Linz gehandelt haben.

Hoffe Euch etwas weitergeholfen zu haben,
liebe Grüße aus Linz
Markus

PS: natürlich gab es aber auch Anlagen die über tatsächliche unterirdische Gänge verfügten.
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karolyi
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[*] Verfasst am: 4-1-2011 um 10:12


Siehe auch http://www.burgenseite.com/forum/viewthread.php?tid=1401

L.G.

Karolyi
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