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Umfrage: Ich als Ahnungsloser....
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Autor Betreff: Ich als Ahnungsloser....
KASTELLAN
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Motto: Ruinen wollen gefunden werden.

smile.gif Verfasst am: 20-11-2010 um 19:55
Ich als Ahnungsloser....



....hab mir gerade am Örtchen Gedanken gemacht, was man früher so im Mittelalter wohl als Klopapier verwendet hat?
Obwohl, will ich das überhaupt so genau wissen?:cool:




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Wilhelm von Baumgarten
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Motto: Schildes ambet ist min art !

[*] Verfasst am: 20-11-2010 um 21:19


Also in wohlhabenderen Haushalten gab´s den sogenannten "Arschwischer", eine Gerätschaft bei der Stoffstreifen auf einen Stiel aufgerollt waren. Diese Gerätschaft wurde in einem Wassereimer am Abort plaziert - ähnlich einer Klobürste nur das damit nicht der Abort sondern der Benützer gereinigt wurde (wer sich´s leisten konnte verwendete einen Naturschwamm).

Wir haben eine solche Gerätschaft nachgebaut und "verzaubern" damit die wissbegierigen Besucher unserer Veranstaltungen.

Man hat aber natürlich auch anderes (billigeres) Material verwendet, wie z.B. Moos.




No nobis domine, no nobis,
sed nomine tuo da gloriam !
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KASTELLAN
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Motto: Ruinen wollen gefunden werden.

[*] Verfasst am: 20-11-2010 um 22:03
iiiiiiiiih



da lob ich mir doch unser cosy toilettenpapier dreilagig;)



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Otto von Floridus
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Motto: Aufgeben gibt es nicht!

[*] Verfasst am: 21-11-2010 um 12:22


In mittelalterlichen Toiletten wurden unterschiedliche Säuberungsmittel gefunden. Heu, Blätter, Mooszöpfe bis zu auswaschbaren Leinentüchern. Die vielen kleinen Tonkrüge, die man in den Klogruben entdeckte, deuten darauf hin, dass manche die moslemische Methode vorgezogen haben. Oder es handelt sich um Urinale, in denen man Urin sammelte, welches man zum Beizen verwendete.


Dazu der passende Link: http://www.viennatouristguide.at/Altstadt/Mittelalter/Teil_07/alltagma07.htm

lg otto




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Wilhelm von Baumgarten
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Motto: Schildes ambet ist min art !

[*] Verfasst am: 24-11-2010 um 19:15


Also das sich da jemand unabsichtlich darunter aufhält denke ich nicht, der "Haufen" war sicher unübersehbar (und unüberriechbar). Natürlich hätten alle lieber in den Bach gedonnert (a la Zwettl), aber das ist eben stark von der Lage abhängig und unsere Burgen stehen halt kanaltechnisch meist ungünstig.



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Gregor
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Motto: Aufmessen ohne Tachymeter dauert laaange.

[*] Verfasst am: 8-7-2014 um 20:27


@tonio: Hört sich recht vernünftig an deine Asuführung - wobei ich denke, dass man das eine oder andere relativieren muss:

(a) Menschen die im Mittelalter einen Abort ihr eigen nennen konnten, gehörten zur absoluten Oberschicht und hatten mit Sicherheit regelmäßig, wenn nicht täglich Eiweißprodukte am Tisch. Daher wird eine Wasserschüssel wohl nicht immer ausgereicht haben.
(b) Der "gesunde Mensch im Mittelalter" war wohl eher die Ausnahme, ansonsten hätte die Lebenserwartung wohl nicht irgendwas zwischen 20 und 30 betragen. Entsprechend "gesund" wird der Stuhlgang gewesen sein.
(c) Stoffstreifen/Schwamm am Stiel gab's schon zu römischen Zeiten und ist von zeitgenössischen Autoren auch dokumentiert worden.
(d) Wer schon mal lange ohne Klopapier im Wald war, wird wissen was für gute Dienste Blätter leisten können. Und da es als gesichert angenommen werden kann, dass auch der eine oder andere mittelalterliche Mensch etwas weichere Geschäfte zu erledigen hatte, wird man den Nutzen von Blättern, Moos etc. auch damals schon gekannt haben. Die Aussage: Derartige Utensilien "waren NICHT zum Abwischen in Gebrauch" ist somit im Allgemeinen nicht haltbar.
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