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Autor Betreff: Schlossberg Pitten (Nö)....von der Vorburg bis zum Schloss...
austriaco
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[*] Verfasst am: 16-12-2010 um 19:14
Schlossberg Pitten (Nö)....von der Vorburg bis zum Schloss...



Pitten ist geschichtlich gesehen eine sehr interessante Ortschaft....!
Das Gebiet ist nicht nur schon seit 4000 Jahren besiedelt, sondern auch im Mittelalter tat sich hier einiges! So war die Burg Pitten Zentrum der gleichnamigen Grafschaft und bis zu den Türkenbelagerungen Bollwerk gegen den Osten...!

dazu später mehr....

hier einmal ein Bild der Ortschaft um 1672...

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1672_500x341.jpg - 51.65kb
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austriaco
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[*] Verfasst am: 16-12-2010 um 19:19


im Vergleich dazu heute.....

Bevor man zum Schloss am Berggipfel kommt, kommt man an der ehemaligen "Vorburg" vorbei....heute von einer ziemlich großen Barockkirche beherrscht....! Doch auch hier lässt sich mittelalterliches entdecken.....;)
Auf diesem Bild die Zinnen der Wehrmauer...

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austriaco
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[*] Verfasst am: 16-12-2010 um 19:20


oder der alte Wehrturm....am ersten Foto auch noch zu erkennen....

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austriaco
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[*] Verfasst am: 16-12-2010 um 19:23


doch auch an der Kirche selbst gibts noch einiges zu entdecken....

Wenn man nämlich die Felsseite entlang geht kommt man zum noch gotischen Glockenturm....ein Rest eines Vorgängerbaus (erstes Bild...angeblich solls 3 Vorgängerbauten gegeben haben...erste Erwähnung: um 1094)

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[*] Verfasst am: 16-12-2010 um 19:25


im Durchgang im Turm sieht man noch ein schönes Netzrippengewölbe aus dem 16. Jhdt....

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[*] Verfasst am: 16-12-2010 um 19:29


wenn man den Turm verlassen hat kommt man auf der anderen Seite beim Felsenkarner wieder heraus....

Das ist die erste christliche Kultstätte Pittens, vermutlich aber schon zuvor von anderen Religionen genutzt....
Im Inneren sieht man Wandmalereien aus dem 11. und 13. Jhdt...(die viert-ältesten ihrer Art in Österreich übrigens...) ;)

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[*] Verfasst am: 16-12-2010 um 19:29


so....aber nun zum Schloss!

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[*] Verfasst am: 16-12-2010 um 19:36


das Schloss war angeblich durch einen Geheimgang mit der Vorburg verbunden.....hatte ich vergessen zu erwähnen...;)

Kurz die Geschichte des Schlosses:

erstmals urkundlich erwähnt: 1094 (gibt aber Hinweise auf eine Besiedelung schon im 9. Jhdt...)

Berühmtester Held der Burg: Eckbert III (starb den Heldentod vor Mailand 1158)

um 1872 dann der Umbau in ein Jagdschloss....

Die ältesten Bauteile sind der Berchfried und die Kapelle (weisen romanische Bauelemente auf)

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[*] Verfasst am: 16-12-2010 um 19:38


die beiden Tore stammen aber so weit ich weiß eher aus der Renaissance....

wenn man das erste Tor passiert steht man vor dem 2ten....

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[*] Verfasst am: 16-12-2010 um 19:39


ein Blick zurück....;)

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[*] Verfasst am: 16-12-2010 um 19:40


das Schloss mit dem mittelalterlichen Berchfried...

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[*] Verfasst am: 16-12-2010 um 19:43


und die alte Kapelle....

auch ja - vergessen zu erwähnen.....die Burg hat auch einen ziemlich tiefen Brunnen: 140 Meter misst er.....leider zum Teil eingestürzt heute.....

und auch im Nibelungenlied wird die Burg erwähnt.....;)

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[*] Verfasst am: 16-12-2010 um 19:48


normalerweise kann man die Burg nicht besichtigen.....aber wenn sich jemand für sie interessiert: am 19.12.2010 findet ein Adventpfad statt!!!! da wird die Burg für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht....;)

sehr empfehlenswert....
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chateaufort
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[*] Verfasst am: 18-12-2010 um 21:37


Die Angabe der Brunnentiefe dürfte so falsch sein wie bei vielen anderen auch ... zumindest die Zeit, die der Schall auf dem Weg nach oben benötigt wird gerne vergessen.
Die Baulichkeiten sind sehr interessant, aber an ein Schloss denke ich hier nicht, wenn man das Wort in seiner modernen Bedeutung genau auslegt. Ein vergleichbarer Fall für ein herrschaftliches (Verwaltungs-)Gebäude anstelle einer Burg ist das "Schloss" Wartenstein bei Kirn in Rheinland-Pfalz, Landkreis Bad Kreuznach. Eine repräsentative Portalanlage sucht man vergebens, auch die innere Disposition ist sehr einfach gehalten. Auch hier scheint das Raumprogramm sehr bescheiden zu sein - oder ist ein Großteil der Baulichkeiten abgegangen?




"Ein Räthsel, [...] (dessen) Geheimniss sich nur allmählich zu entschleiern beginnt, muss immer wieder vom Forscher neu zu rathen versucht werden. Die beste Vorübung aber erscheint dazu die stets erneute Untersuchung des räthselhaften Objektes selbst." (C[hristian] Mehlis, Zur Dürkheimer Ringmauer, in: Jahresbericht der Pollichia / eines naturwissenschaftlichen Vereins der Rheinpfalz zu Dürkheim a. d. H., Bd. 37-39, 1881, hier S. 71)
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austriaco
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[*] Verfasst am: 19-12-2010 um 00:52


Ich hab die Brunnentiefe natürlich nicht selbst nachgemessen, aber ich denke schon, dass sie der Wahrheit entspricht!
Und zwar aus 2 Gründen:

- Zum einen weil ich es in mehreren Quellen gelesen habe (alten sowie neuen)

- und zum anderen weil ich es selbst gesehen habe! Der gesamte Schlossberg ist nämlich "durchlöchert" mit Bergwerksstollen....der Eingang hierzu liegt links unter der Bergkirche IN der Ortschaft, also am Talboden.....fährt man nun also ebenerdig in einen dieser Stollen hinein - sieht man den Brunnenschacht!! (man kann sogar durch ne Öffnung hineinschauen...nach oben hin gehts zum Schloss und nach unten ist er leider eingestürzt....) ich bin zwar nicht gut im Schätzen, aber die Entfernung Schloss-Tal ist doch beträchtlich....wenn man beachtet dass der Brunnen noch tiefer ging...;)

Zum Schloss an sich.....ja-eine repräsentative Anlage würde ich mir auch anders vorstellen...Pitten ist eben ein Mix aus mehreren Jahrhunderten! Die alte, herrschaftliche Festung (wie am ersten Bild von 1672) verfiel ab dem 18. Jhdt und wurde erst Mitte 19. Jhdt von den Grafen Chambord in ein kleines, dem Zweck nach eingerichtetes Jagdschlösschen umgebaut......Ich denke repräsentative Werte wurden da nicht mehr vorrangig verfolgt, da sich der Sitz des Geschlechts ins nahe gelegene Schloss Frohsdorf verlegt hatte.....noch dazu muss man erwähnen, dass das Schloss danach als Unterstellplatz für Schafhirten diente...also ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde....

Das Bild anbei nochmals zur besseren Verständnis....(beim roten Kreuz befindet sich ungefähr der Bergwerkseingang....also bis hier geht der Brunnen mit Sicherheit) ;)

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Andreas
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[*] Verfasst am: 19-12-2010 um 12:20


Sehr interessant! Bitte Bilder von den mittelalterlichen Wandmalereien der Höhle posten!
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karolyi
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[*] Verfasst am: 19-12-2010 um 15:34


Es gibt sehr gute Entfernungsmesser wie z.B. den EM 51, welcher über 500 Meter noch sehr genaue Daten Liefert. Allerdings mit Vorsicht Handieren es ist das ein starker Laser.

L.G.

Karolyi
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[*] Verfasst am: 20-12-2010 um 01:16


@ karolyi: Das wäre ja mal toll, wenn man den zur Verfügung hätt!!! dann wär das Problem gelöst....=)

@ Andreas: Der Karner ist für die Öffentlichkeit gesperrt, darum kann ich leider nicht mehr Bilder posten......werd mich aber umhören und schauen ob es eine Möglichkeit gibt hineinzuschauen (muss die Kontakte nutzen..;)) - werd dann gleich einen eigenen Beitrag darüber posten....

Hier ein paar Bilder, die ich im Internet gefunden hab.....sind leider ziemlich klein und man kann fast nichts darauf erkennen....

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[*] Verfasst am: 20-12-2010 um 01:17


anscheinend bei einer Messe....

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[*] Verfasst am: 20-12-2010 um 01:23


und hier ein Teil der Malereien....erkennt man leider nicht viel....

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[*] Verfasst am: 20-12-2010 um 01:27


ach ja...u hier der Vorplatz zum Karner mit dem gotischen Turm....hatte ich vergessen zu posten....

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chateaufort
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[*] Verfasst am: 20-12-2010 um 23:44


Eigentlich ist ein Brunnen dieser Tiefe ein Irrsinn - man muss sich nur vorstellen, wie lange es braucht bis man einen Eimer Wasser oben hat... Aber bei der sehr wichtigen Festung Königstein in Sachsen hat man es gemacht, wissentlich. Häufiger hatte man auch Glück, wenn man in recht geringer Tiefe auf eine wasserführende Schicht gestoßen ist, aber das klappte nicht immer.

Was den baulichen Bestand betrifft, ist dieser demnach stark reduziert und der Begriff Schloss nur auf den Zustand des 17. Jahrhunderts zu beziehen. Es gehen zuweilen auch Vollgeschosse verloren...

Interessante Anlage mit viel Geschichte gerade der Neuzeit.

Grüße, chateaufort




"Ein Räthsel, [...] (dessen) Geheimniss sich nur allmählich zu entschleiern beginnt, muss immer wieder vom Forscher neu zu rathen versucht werden. Die beste Vorübung aber erscheint dazu die stets erneute Untersuchung des räthselhaften Objektes selbst." (C[hristian] Mehlis, Zur Dürkheimer Ringmauer, in: Jahresbericht der Pollichia / eines naturwissenschaftlichen Vereins der Rheinpfalz zu Dürkheim a. d. H., Bd. 37-39, 1881, hier S. 71)
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[*] Verfasst am: 22-12-2010 um 19:27


Tja...Irrsinn ist relativ....man muss eben wählen woran man lieber stirbt - entweder am Verdursten oder an der Langeweile beim Wasser nach oben ziehen....;)

Gebaut wurde der Brunnen übrigens nach einer Belagerung durch den ungarischen Magnaten Stephan Bocskai um 1605.....da litt die Burg Wassernot und der Burgherr Christoph Teufel entschied sich den Brunnen zu bauen, was 13 Jahre dauerte....
So unbedeutend war die Anlage gar nicht, auch wenn mans heute nicht mehr vermutet.....sie war immerhin Sitz der Grafschaft und eine wichtige Burg im Burgengürtel gegen den Osten (dementsprechend oft wurde sie auch belagert...)

PS.: laut http://www.burgen-austria.com war die Anlage um den Berchfried ursprünglich wirklich 4-seitig....also ging ein großer Teil verloren....:(
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wulf
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[*] Verfasst am: 22-12-2010 um 20:19


Auf Chalmunze gibts heute noch einen sehr tiefen Brunnen. Also wurde damals wegen Wasser mitunter schon enorm gegraben.
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Mart
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[*] Verfasst am: 22-12-2010 um 22:23


Ich habe leider selber kein Photo gemacht, aber auf der Ronneburg in Hessen haben die einen knapp 100 m tiefen Brunnen und die notwendige Apparatur dazu. Damit man sich den Aufwand vorstellen kann: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b2/Burg_Ronneburg_Burgbrunnen...
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karolyi
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[*] Verfasst am: 23-12-2010 um 10:59


Das ist ein Laufrad, und genau diese Frage wollte ich auch schon stellen; gibt es dort am Brunnen Anzeichen für ein Wiederlager eines Tretbodens oder für das Vorhandensein eines Brunnenhaus oder dgl. Bei solch tiefen Brunnen war eine Hilfseinrichtung zumeist vorhanden. Nur damit war es möglich eine größere Menge Wasser auf einmal zu fördern.

L.G.

Karolyi
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[*] Verfasst am: 23-12-2010 um 14:33


Die späte Datierung des Brunnens und der Anlass zum Bau sind tatsächliche Hinweise auf eine große Brunnentiefe! Selten sind hingegen tiefe Brunnen vor dem 16. Jahrhundert.

Treträder sind eine häufig anzutreffende Erfindung, in der Südpfalz und im nördlichen Elsass findet man sie bei mehreren Burgen - das heißt die Aussparungen im Fels (Blumenstein, Fleckenstein, Hohenbourg, Froensbourg usw.). Manchmal ist dort auch eine (falsche) Rekonstruktion eines solchen Rades zu finden (Alt-Dahn, Fleckenstein). Die Originale sind so leicht wie möglich gebaut, damit man sie auch bewegen konnte. In Kirchturmdachstühlen sind noch etliche erhalten!




"Ein Räthsel, [...] (dessen) Geheimniss sich nur allmählich zu entschleiern beginnt, muss immer wieder vom Forscher neu zu rathen versucht werden. Die beste Vorübung aber erscheint dazu die stets erneute Untersuchung des räthselhaften Objektes selbst." (C[hristian] Mehlis, Zur Dürkheimer Ringmauer, in: Jahresbericht der Pollichia / eines naturwissenschaftlichen Vereins der Rheinpfalz zu Dürkheim a. d. H., Bd. 37-39, 1881, hier S. 71)
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[*] Verfasst am: 23-12-2010 um 18:08


Zitat
Ursprünglich verfasst von chateaufort
In Kirchturmdachstühlen sind noch etliche erhalten!
Sind das "übergebliebene" Baukräne oder hat das einen anderen Grund?
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karolyi
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[*] Verfasst am: 24-12-2010 um 11:29


Hallo Mart,
soweit ich sie aus den Kirchtürmen kenne, sind das Baukräne die dann beim aufziehen der Glocken noch verwendet worden sind und als Lastaufzug im Turm weiter verblieben sind.

Frohe Weihnachten

Karolyi
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[*] Verfasst am: 27-12-2010 um 01:16


Yep.
Zudem müssen Glocken gelegentlich ausgetauscht bzw. umgegossen werden, wenn sie einen Sprung bekommen oder es einen Grund gibt., etwas am Geläut zu ändern. Außerdem erleichterte ein solcher Aufzug Reparaturen an den Dächern.




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