Burgenforum Zuletzt angemeldet am: Kein Eintrag
Nicht angemeldet [Anmelden - Registrieren]
Gehe zum Ende

Druck-Version | Abonnieren | zu den Favoriten hinzufügen  
 Seiten:  1  2  3
Autor Betreff: Raub- und Schatzgrabungen sind absolut GAGA
Oliver de Minnebach
Posting Freak
*****


Avatar


Beiträge: 1894
Registriert seit: 15-8-2007
Wohnort: Imbach bei Krems
Mitglied ist Offline

Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

thumbdown.gif Verfasst am: 4-1-2011 um 08:24
Raub- und Schatzgrabungen sind absolut GAGA



Aktuelles zum größten Verbrechen in der Burgenforschung: Raub- und Schatzgrabungen.
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Oliver de Minnebach
Posting Freak
*****


Avatar


Beiträge: 1894
Registriert seit: 15-8-2007
Wohnort: Imbach bei Krems
Mitglied ist Offline

Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 4-1-2011 um 08:27


Aktueller Text des BDA's auf "Häufig gestellte Fragen":

2. Ich habe zufällig einen „Schatz“ gefunden. Was ist zu tun? Wem gehört er?
Wenn zufällig ein Schatz bzw. archäologische Objekte (Keramik, Metall, Knochen etc.) aufgefunden werden, ist sofort das BDA, Abteilung für Bodendenkmale zu verständigen.

Grundsätzlich steht eine Hälfte des Wertes des Fundes dem Finder/der Finderin, die andere dem Grundeigentümer/der Grundeigentümerin zu.

Aber: Wenn der Finder den Schatz ohne Wissen und Willen des Grundeigentümers gesucht hat oder sich im Zuge des Fundes einer strafbaren Handlung schuldig gemacht hat, bekommt er gar nichts.
Und eine strafbare Handlung ist es etwa, ohne Genehmigung des Bundesdenkmalamtes nach Bodendenkmalen zu graben.
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
wulf
Member
***




Beiträge: 413
Registriert seit: 20-1-2005
Wohnort: Wien
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 4-1-2011 um 19:07


Dumm ist halt das diese Straftäter ihre "Nationale" nicht hinterlassen. :o
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Oliver de Minnebach
Posting Freak
*****


Avatar


Beiträge: 1894
Registriert seit: 15-8-2007
Wohnort: Imbach bei Krems
Mitglied ist Offline

Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 5-1-2011 um 09:40


Gutes Beispiel ist mir von einem guten Freund eingefallen :)

Die Mutter hat für die Sonntags-Nachmittagsjause eine Schwarzwälderkirschtorte gebacken. Alle Kinder und vor allem der Opa freuen sich auf die Jause und natürlich auf die gute Torte. Der Peter mag die Torte sehr, doch vor allem liebt er Kirschen. Die Mutter hat die fertige Torte bereits in der Küche platziert. Als alle ein Mittagsschläfchen machen und die Torte unbewacht ist kommt der kleine Peter in die Küche und beginnt mit einer Stricknadel in der fertigen Torte nach Kirchen zu stochern. Eine nach der anderen, pickt sich der kleine Peter aus der Torte - bis keine Kirchen mehr auf der Torte und in der Füllung sich befinden.
Um 3 Uhr Nachmittags ruf die Mutter alle zur Jause. Doch als sie in die Küche kommt erstarrt sie vor Schreck. Die gute Schwarzwälderkirchtorte ist total verwüstet und geradezu nur mehr ein zerstochener Haufen. Leider ist die Torte wohl für die Sonntagsnachmittagsjause ausgefallen und alle müssen sich mit Aufstrichbroten zufrieden geben. Nur der kleine Peter nicht, denn der hat ja bereits schon alle Kirchen aus der Torte geholt! ;)
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
KASTELLAN
Member
***




Beiträge: 279
Registriert seit: 23-3-2009
Wohnort: 1030 Wien / 3841 Markl (Bez. Waidhofen/Thaya)
Mitglied ist Offline

Motto: Ruinen wollen gefunden werden.

[*] Verfasst am: 5-1-2011 um 10:42


Ich hab aber auch schon Scherben zu Hause liegen die die Ruine Pottenburg freigegeben hat. Demütig erwarte ich nun meine Strafe.:cool:



Benutzerprofil anzeigen Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Oliver de Minnebach
Posting Freak
*****


Avatar


Beiträge: 1894
Registriert seit: 15-8-2007
Wohnort: Imbach bei Krems
Mitglied ist Offline

Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 5-1-2011 um 11:56


Es geht ja hier nicht um Scherben die man aus dem Schutthügel zieht oder auf freiem Feld aufsammelt. Es geht um Schatzgräberei!!!
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Rambo
Senior Member
****




Beiträge: 556
Registriert seit: 4-9-2006
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 5-1-2011 um 12:44


Ach wenn man nicht immer alle in den gleichen Topf werfen würde.
Auch unter den "Sondlern" gibt es solche und solche.
Da gibt es die „Abstauber“ die welche sich noch nie Gedanken über Geschichte und Heimat gemacht haben. Sie suchen nur Fundorte auf, welche publiziert oder sonst in einer Weise veröffentlicht wurden und wo sie etwas erwarten können. Die sammeln, raffen und sind nur am „Wert“ eines Fundes interessiert. Die fahren quer durch das Land immer auf der Jagd nach noch mehr, noch schöner, noch teurer usw. Das sind die schwarzen Schafe der Sondler und Sucher.
Dann gibt es die Pseudoarchäologen welche auch in den Ruinen Pseudograbungen durchführen. Der Befund ist denen ziemlich egal. Was zählt sich die Funde. Dass sie großflächige Zerstörungen anrichten ist ihnen auch „wurscht „ Sie sehen sich als Wissenschafter und sind doch nur Raubgräber.
Dann gibt es eine Gruppe von sehr Geschichtsinteressierten welche unzählige Stunden ihrer Freizeit damit verbringen Licht ins Dunkel der Geschichte zu bringen. Sie suchen bevorzugt in einem sehr kleinen engen Gebiet. Sie sind die Sperrspitzen der Archäologen, sie laufen herum, suchen und lokalisieren Fundstellen. Niemand wird es ihnen übel nehmen können, wenn sie dabei manches Mal eine Sonde schwingen. (Voraussetzung ist das Einverständnis der Grundeigentümer), da sie ihre Funde und meistens die Fundstellen ohnehin melden. Leider kommen sehr rasch nach einer Meldung die „Abstauber“

Wenn ich nach unzähligen Begehungen ohne Erfolg eine Stelle lokalisiere, welche bislang unbekannt war, so habe ich kein ernsthaftes Problem damit mal mit der Sonde die Terrassen oder Gräben abzusuchen. Ich habe von manchen dieser Fundstellen nur ein oder zwei Belegstücke, sehr oft nur Kermik, jedoch kann ich häufig Funde bewundern, welche andere nach einer „Meldung“ an diesen Stellen gemacht haben. (Abstauber)
Nun zu Bodendenkmälern:
Nicht jede Ruine ist ein Bodendenkmal darüber müssen wir uns einig sein. Wer auf oder in Ruinen sucht, hat ohnehin die A-Karte gezogen. Dort wird er nicht viel finden. Da gibt es lohnendere Gebiete.

Nun gibt es auch die Schatzgräber-Visitenkarten wie sie angesprochen wurden. Tatsache ist, dass es eine Art von Münze gibt, welche man öfter auf Bodendenkmälern findet. Diese „Kappelheimer“ sind meistens vergraben worden um Sondler zu Ärgern.
Ich kenne aber auch einen Archäologen, welche die Fundstelle nach seiner Grabung mit Metallen aller Art „versaut“ hat. Auch nicht wirklich im Interesse eine evtl. Nachuntersuchung.
Ach ja auch ich habe eine Art „Münze“ welche man gelegentlich auf Fundstellen finden kann. ( Fast nur an Fundstellen, welche ich lokalisiert habe) Der Zweck ist, dass meine Münzen meistens eine Art Quote haben, wenn so eine Münze auftaucht, kann ich feststellen woher sie kommt.
Bin ich jetzt ein böser Raubgräber ?

Gruß Rambo

Rambo hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
R-1.jpg - 45.57kb
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Oliver de Minnebach
Posting Freak
*****


Avatar


Beiträge: 1894
Registriert seit: 15-8-2007
Wohnort: Imbach bei Krems
Mitglied ist Offline

Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 5-1-2011 um 14:10


Jede Ruine ist ein Bodendenkmal!!! Das gibt auch das Gesetz und vor allem der Hausverstand vor. Dafür muss das Bodendenkmal nicht unbedingt in einer Liste des BDA's eingetragen sein.

Jeder der punktuell wegen eines Metallfundes gräbt ist ein Schatzgräber und hat somit den Befund versaut und ist schlecht. Oder machst du eine stratigrafische Untersuchung??? Wohl eher nicht!
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Rambo
Senior Member
****




Beiträge: 556
Registriert seit: 4-9-2006
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 5-1-2011 um 14:50


Da hast du wohl recht
Hier ein Beispiel einer stratigrafische Untersuchung
Sowas finde ich jährlich einige Male

Rambo hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
HG-Lie-05-1.jpg - 89.1kb
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Rambo
Senior Member
****




Beiträge: 556
Registriert seit: 4-9-2006
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 5-1-2011 um 14:51


Und hier die stratigrafische Untersuchung

Was kann man da noch kaputtmachen ?

Rambo hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
HG-Lie-05-4.jpg - 76.18kb
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Rambo
Senior Member
****




Beiträge: 556
Registriert seit: 4-9-2006
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 5-1-2011 um 15:42


Hier die aktuelle Liste der steirischen Bodendenkmäler. Nicht jede Ruine ist da enthalten (Leider) zB Kammerstein ist nicht zu finden.
http://www.bda.at/documents/983268164.pdf
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
karolyi
Senior Member
****




Beiträge: 517
Registriert seit: 1-1-2007
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 5-1-2011 um 18:20


Es ist vollkommen Richtig, dass es durch Raubgrabungen ganz arge Schäden in der Archäologie gibt. Anderseits hat aber Rambo mit seiner Aussage:
„Dann gibt es eine Gruppe von sehr Geschichtsinteressierten welche unzählige Stunden ihrer Freizeit damit verbringen Licht ins Dunkel der Geschichte zu bringen. Sie suchen bevorzugt in einem sehr kleinen engen Gebiet. Sie sind die Sperrspitzen der Archäologen, sie laufen herum, suchen und lokalisieren Fundstellen. Niemand wird es ihnen übel nehmen können, wenn sie dabei manches Mal eine Sonde schwingen. (Voraussetzung ist das Einverständnis der Grundeigentümer), da sie ihre Funde und meistens die Fundstellen ohnehin melden. Leider kommen sehr rasch nach einer Meldung die „Abstauber“ Recht.
Wo stünde die Archäologie heute ohne diese Hobbyforscher. Ich denke da z.B. an Radimsky im 19. Jh. Grundsätzlich bin auch ich ein Gegner solcher Grabungen und ich würde zu keiner Zeit solche auf eigene Faust ohne BDA durchführen. Dennoch bin ich auf die Vorgangsweise des BDA stinksauer wenn Gebäude z.B. abgerissen werden ohne diese genau zu erforschen. Oder z.B. Vorschriften erlassen werden wo der Besitzer neue Fenster einbauen darf und nur die alten als Kulisse angebracht werden müssen. Gewölbe werden mittels I-Träger ausgetauscht usw. Wer das Geld hat schafft an;) So kann das doch nicht sein. Ich betrachte ein Denkmal stets als Gesamtheit sowohl im Aufbau wie auch in seiner Funktion. Nun frage ich mich natürlich, welcher Schreibtischaristokrat sitzt da bei der Vollziehung dieser Gesetze am Drücker. Es ist sicherlich leichter Menschen zu diffamieren als wie mit diesen zusammenzuarbeiten. Auch ich habe im Vorjahr umfangreiche Baggerarbeiten begleiten dürfen. Wobei der Grundstücksbesitzer ausdrücklich eine Verständigung des BDA mir verboten hat. Nun sagt mir einer, wer von Euch hätte da nicht im Sinne des Besitzers gehandelt? Ich bin mir sicher, dass ich zu keiner Zeit mehr auf diesem Anwesen einen Schritt mehr tun hätte dürfen. Das ist auch ein Punkt, warum heute viel mehr zerstört wird, als dass das BDA je zu sehen bekommt. So habe ich das gesehene Dokumentiert und die Funde schlummern nach wie vor in der Erde. Es blutet jedesmal mein Herz diesen Unfug mit ansehen zu müssen und da kann ich Rambo sehr gut verstehen.

L.G.

Karolyi
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Oliver de Minnebach
Posting Freak
*****


Avatar


Beiträge: 1894
Registriert seit: 15-8-2007
Wohnort: Imbach bei Krems
Mitglied ist Offline

Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 7-1-2011 um 09:30


Lasst einfach die Finger vom Sondeln!
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Rambo
Senior Member
****




Beiträge: 556
Registriert seit: 4-9-2006
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 7-1-2011 um 09:50


@ karolyi
Solche "Grabungen" kenne auch ich. Wer macht sowas?
Zunächst einmal solche Typen, welche gar nicht wissen was sie tun bzw was sie vor sich haben. Es geht um den Schatz um den Fund.
Dann die Abstauber welche in den "Fachbüchern" lesen dort wurde was entdeckt und schon sind sie da um vielleicht einen fund zu machen, der dann vielleicht wer weiß wohin verschleppt wird.
Dann kommen die Pseudoarchäologen, unter dem Deckmantel einer wissenschaftlichen Untersuchung.

Ein geschichtsinteressierter "Sucher" weiß, dort kann man so wie das dort offenbar gemacht wurde sowieso nichts finden.
Es ist leider so, dass auch hier über den Kamm gescherrt wird und Jeder der vorgenannten der Böse ist. Man sollte aber unterscheiden zwischen ehrlichen und unehrlichen Suchern.

Ich kenne zB. sehr sehr viele Grabhügel, jeoch muss ich zu meinem Entsetzen vermehrt feststellen, dass immer mehr aufgebrochen werden. Sehr oft findet man im "Aushub" noch ein paar Scherben.
Was solls , ändern kann es niemand, solange nicht ein Umdenken passiert.
Gruß Rambo
PS.: Es gibt Typen die so arbeiten, wie du es beschrieben hast. Die kommen wieder, und machen ihre "Arbeit" fertig, darauf kannst du dich verlassen.
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
karolyi
Senior Member
****




Beiträge: 517
Registriert seit: 1-1-2007
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 7-1-2011 um 10:17


Hallo Rambo,

ich habe leider in meinem Forschungsgebiet zu viele Tumuli. Ich kann leider nicht ständig diese kontrollieren und ich benötige ziemlich genau ein Jahr um alle zu sichten. Ich habe auch nicht die Mittel bei all den Nekropolen eine Kamerafalle aufzustellen.
Im gesetzten Falle aber glaube ich, dass hier wieder einmal eine Fährte gelegt worden ist um an anderer Stelle eine Grabung in Ruhe durchführen zu können. Raubgräber arbeiten nach meiner Erkenntnis auch im Winter durch und ich glaube nicht, dass diese hier wieder zurückkehren. Da ist mit Sicherheit das Wichtigste für und von diesen Personen ausgeräumt worden.
Weiters dürfen wir uns von Archäologen auch nicht blenden lassen. So ist sicherlich der Eine oder Andere von uns mit solch anerkannten Persönlichkeiten unterwegs gewesen, wo es von Seiten des BDA keinen Auftrag gegeben hat. Also meine ich, dass auch hier Vorsicht geboten ist.

L.G.

Karolyi
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Rambo
Senior Member
****




Beiträge: 556
Registriert seit: 4-9-2006
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 7-1-2011 um 11:48


Zitat
Ursprünglich verfasst von Oliver de Minnebach
Lasst einfach die Finger vom Sondeln!


Ich suche manches Mal mit der Sonde auch im Auftrag von Archäologen.
Nicht jeder der eine Sonde hat ist ein Raubgräber.
Gruß Rambo
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
karolyi
Senior Member
****




Beiträge: 517
Registriert seit: 1-1-2007
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 7-1-2011 um 18:15


Ja, so wie auf jenem Feld von wo du die Bilder gepostet hast. Das war leider auch illegal im beisein eines Archäologen und Martin mußte diesen Threat von mir im Auftrag eines Kapazunders aus dem Forum löschen. Es hat dieses Posting viel Stunk verbreitet was für manche schwer zum aushalten war. Du kannst mir ja auch ein u2 senden und du wirst mehr darüber erfahren.

L.G.

Karolyi
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Rambo
Senior Member
****




Beiträge: 556
Registriert seit: 4-9-2006
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 7-1-2011 um 18:31


Zitat
Ursprünglich verfasst von karolyi
Ja, so wie auf jenem Feld von wo du die Bilder gepostet hast. Das war leider auch illegal im beisein eines Archäologen und Martin mußte diesen Threat von mir im Auftrag eines Kapazunders aus dem Forum löschen. Es hat dieses Posting viel Stunk verbreitet was für manche schwer zum aushalten war. Du kannst mir ja auch ein u2 senden und du wirst mehr darüber erfahren.

L.G.
Karolyi


Auf diesem Feld habe ich nie gesucht, wir haben lediglich die Reste der Grabhügel bzw was davon übrig blieb bewundern dürfen.
Fakt ist, man kann eine Sonde auch legal benutzen zB auf Grabungen.
Gruß Rambo
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Wilhelm von Baumgarten
Senior Member
****




Beiträge: 543
Registriert seit: 10-12-2004
Wohnort: Muckendorf-Wipfing
Mitglied ist Offline

Motto: Schildes ambet ist min art !

[*] Verfasst am: 7-1-2011 um 19:45


Das Problem ist doch das die Masse der Bevölkerung inklusive der politischen Entscheidungsträger total losgelöst von ihrer eigenen Geschichte ist. Und da die Geschichte nix wert ist sind auch die "Hinterlassenschaften" der Geschichte nix wert. Denn wo kommen wir denn da hin, wenn da wegen ein paar alter Scherben und Steine ein hochwichtiges Bauprojekt behindert wird. Und über Allem schwebt (typisch Österreich) eine aufgeblähte aber unterdotierte, dafür völlig realitätsferne und abgehobene Behörde die nix außer Hofräte produziert. Aber das ist halt nur eine weitere Facette des Scheiterns dieses Landes. Reiht sich ein in die lange Liste wie z.B. Landesverteidigung, Bildung, Pensionen, Gesundheitsversorgung, usw.usf.......



No nobis domine, no nobis,
sed nomine tuo da gloriam !
Benutzerprofil anzeigen Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Rambo
Senior Member
****




Beiträge: 556
Registriert seit: 4-9-2006
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 8-1-2011 um 09:05


Vielleicht solltet ihr euch ma diese Seite ansehen.
http://www.via-historia.at/sites/home.html
Wie gesagt, nicht jeder der eine Sonde hat ist ein Raubgräber
.
Gruß Rambo
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
karolyi
Senior Member
****




Beiträge: 517
Registriert seit: 1-1-2007
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 8-1-2011 um 10:01


Grundsätzlich gibt es meinerseits keinen Einwand gegen ehrliche Sondler. Was mich viel mehr aufregt ist, dass einige in den Landen mit einer Bestätigung vom BDA herumziehen . Diese Sondler gehen dann zumeist mit den lok. Bauern eher rüde um und erklären diesen dass sie jetzt auf seinem Grund Suchen werden, sie haben das Recht dazu. Zumeist sind die Bauern so verstört, dass keine gegenteilige Reaktion möglich ist. Ich bin selbst schon solche Sondler begegnet und die haben tatsächlich ein Schreiben vom BDA dabei.
Weiters wollte ich hier auch zum Ausdruck bringen, dass es einige Archäologen gibt denen das Gesetz auch nicht kümmert. So ist das aber nicht. Das Gesetz gilt für alle und es ist eine Grabung nur unter Erteilung eines Auftrags seitens des BDA möglich.
Das einzige was der Grundbesitzer in diesem Fall machen kann, ist eine Grundbesitzstörungsklage einzubringen. Was ich auch jeden Bauern so rate.

L.G.

Karolyi
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Oliver de Minnebach
Posting Freak
*****


Avatar


Beiträge: 1894
Registriert seit: 15-8-2007
Wohnort: Imbach bei Krems
Mitglied ist Offline

Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 8-1-2011 um 10:07


Liebe Forumsfreunde!

Das BDA, speziell die Abteilung für Bodendenkmale, weiß gar nichts davon, dass in ihrem Auftrag "Sondler", die dann die Sachen selber ausgraben, herumstreifen. Also kann das schlichtweg nur Humbug sein!!!!


Das widerspricht der Gesetzeslage und den Richtlinien für Grabungen der Abteilung für Bodendenkmale BDA!!!

lG Oliver
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
karolyi
Senior Member
****




Beiträge: 517
Registriert seit: 1-1-2007
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 8-1-2011 um 10:19


Hallo Oliver,

es ist aber so. Es ist zwar bereits gut ein Jahr her da habe ich selber ein solches Schreiben vom BDA bei besagten Sondengeher gesehen. Vielleicht weiß Rambo als Sondler mehr darüber.

L.G.

Karolyi
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Rambo
Senior Member
****




Beiträge: 556
Registriert seit: 4-9-2006
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 8-1-2011 um 10:37


So ein Schreiben habe auch ich :cool: allerdings nur für einen kleinen Geländeabschnitt. Vom Einsatz einer Sonde steht jedoch nichts in diesem Schreiben. Ist auch nicht notwendig, da es dort um andere Fundumstände geht. Ich beobachte diesen Geländeabschnitt sehr gewissenhaft . Beim letzten Wegbau habe ich auch die Sonde verwendet um den "Abbau" zu untersuchen. Wie zu erwarten kam jedoch nichts zum Vorschein. (Sicher ist Sicher)

Das BDA bzw. Archäologen unterscheiden sehr wohl zwischen Raubgräber und ensthaften Suchern.


@ Oliver, das BDA ist nicht nur WIEN, vor allem immer mehr Archäologen nutzen das Wissen und den Einsatz von Suchern. Nur durch diese Zusammenarbeit ist es möglich, flächendeckend eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Es ist eher unwahrscheinlich, das ein Archäologe auf jeden Berg üder Hügel nachschaut, ob sich dort vielleicht eine Fundstelle verbirgt. Aber es geht auch anders, fast in jedem Bezirk gibt es mittlerweile Leute, welche Prospetionen durchführen und Fundstellen vermehrt melden.
Gruß Rambo
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Rambo
Senior Member
****




Beiträge: 556
Registriert seit: 4-9-2006
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 9-1-2011 um 09:06


Ich habe auch keine Grabungserlaubnis sondern eine SUCHERLAUBNIS.
Wie schon bemerkt "Eine derartige Bewilligung zur Grabung nach Bodenfunden kann nur an Personen erteilt werden, die ein einschlägiges Universitätsstudium absolviert haben"
Das schließt jedoch aus, das JEDER der NICHT NACH BODENDENKMALE sucht, suchen kann. zB die Suche nach verlorenen Schlüsseln usw. usw. Es gibt genug Foren, wo darüber diskutiert wird.
Schon bei der Definition "Grabung" kann man geteilter Meinung sein. Außerdem kann ich mir nicht vorstellen, dass zB ein Historiker ein einschlägiges Universitätsstudium absolviert hat. Trotzdem bekommen auch Historiker Grabungserlaubnisse wie wir aus der jüngsten Geschichte wissen.

Gruß Rambo
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Oliver de Minnebach
Posting Freak
*****


Avatar


Beiträge: 1894
Registriert seit: 15-8-2007
Wohnort: Imbach bei Krems
Mitglied ist Offline

Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 9-1-2011 um 11:49


Also es wird nie eine Erlaubnis für Sondler geben!!! Und Suchen darf ich auch auf im Gelände nach Bodendenkmalen, das ist nicht verboten.

Jeder der selber - ohne Genehmigung - zu Graben geginnt ist ein Raub- bzw. Schatzgräber!

@ Historiker: Es gibt sehr wohl ein Studium für Geschichtsforschung. Das ist das "einschlägigie" Studium für Historiker. Historiker und Kunstgeswchichtler bekommen seit geraumer Zeit keine Grabungsgenehmigungen mehr.

Damit es nicht zu Kompetenzenüberschneidungen kommt gibt es die NEUEN Regeln!


Wenn man sich den gesamten Thread durchließt, dann redet sich der liebe RAMBO nur um den heißen Brei herum.
Verteidigt nicht was ihr nicht verteidigen könnt!
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Rambo
Senior Member
****




Beiträge: 556
Registriert seit: 4-9-2006
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 9-1-2011 um 13:30


Ich verteidige nicht wozu. Ich habe schon Grabungen geleitet im Auftrag des LMJ geleitet, da waren die meisten hier noch im Kindergarten. (Damals war das noch möglich) Ich stehe zu meinem Tun. Ich habe kein Problem damit wenn ich auf Stellen welche ich entdeckt habe, nach Belegstücken suche.
Ich habe kein Probem damit dort auch eine Sonde zu benutzen. Erst durch Belegstücke kann ich eine "Fundstelle" zB Siedlung datieren. Auf Grund der Geländemerkmale ist es "fast" unmöglich. Vor allem reichen mir einige wenige Stücke, vor allem Keramik ist sehr aussagekräftig.
Und ja ich verbringe viel Zeit damit, meine Umgebung zu begehen und Bodendenkmäler aufzunehmen. Allerdings wird nicht jede dieser Fundstellen gemeldet. (Schutz vor "Abstauber")
Hier wird einer Ruine welche unter Denkmal steht, den Rest gegegeben. Damit habe ich ein Problem.
Es wäre besser einige würden sich an die schwarzen Schafe halten als hier alle in einen Topf zu werfen.
Gruß Rambo

Rambo hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
Baustelle II.JPG - 62.09kb
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
karolyi
Senior Member
****




Beiträge: 517
Registriert seit: 1-1-2007
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 9-1-2011 um 17:00


Zitat
Wenn man sich den gesamten Thread durchließt, dann redet sich der liebe RAMBO nur um den heißen Brei herum.
Verteidigt nicht was ihr nicht verteidigen könnt!


So ticken aber leider in Graz die Uhren und es hat das immer schon in dieser Form beim BDA gegeben. Auch RAMBO ist ein Opfer!!! Entweder man arbeitet dem BDA alles zu und hält den Mund oder man wird als Raubgräber eingestuft obwohl man keinerlei Raubgrabung unternommen hat. So wird man über die Grenzen der Steiermark hinaus Diffamiert und man gilt als Edelraubgräber. Die wahren Raubgräber laufen aber Auftragsgemäß weiter. Aber unser BDAler ist ja nun in Wien und somit für ganz Österreich zuständig.

L.G.

Karolyi
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Der Arnobär!
Member
***


Avatar


Beiträge: 374
Registriert seit: 29-2-2008
Wohnort: Elsbach / Nö
Mitglied ist Offline

Motto: Was ist eine Burg?

[*] Verfasst am: 10-1-2011 um 00:29


Die einzige sinnvolle Verwendung für die Sonde ist a) im Zuge einer archäologischen Grabung das Abgetragene Material oder die unmittelbar abzutragende Stratigrafie auf Metalartefakte hin zu untersuchen, b) auf dem Gelände auf dem eine Grabung angedacht ist im Zuge eines Surveys die Oberfläche abzusuchen.

Generell ist das große Problem mit der Sonde außerhalb einer Grabung - das man alle Informationen der Stratigrafien undokumentiert unwiederbringlich zerstört. Eine Grabung ist immer eine gänzliche Zerstörung des Befundes, jedes Detail das nicht dokumentiert wird fehlt für immer.

Bitte lasst die Hände von Bodendenkmalen. Beschäftigt euch mit der Thematik, nehmt Kontakt mit dem BDA auf, sucht Interessenten, gründet einen Verein, sammelt Geld und macht eine archäologische Untersuchung des Objekts eurer Begierde möglich! Oder Studiert Archäologie, werdet selbst Archäologe, steigt ins BDA ein, so hat im Endeffekt die Wissenschaft und jeder Einzelne etwas davon.
Benutzerprofil anzeigen Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Otto von Floridus
Senior Member
****


Avatar


Beiträge: 798
Registriert seit: 18-9-2008
Wohnort: weinviertel
Mitglied ist Offline

Motto: Aufgeben gibt es nicht!

[*] Verfasst am: 10-1-2011 um 09:01


Zitat Arnobär: Oder Studiert archäologie, werdet Archäologe, steigt ins BDA ein, so hat im Endeffekt die Wissenschaft und jeder einzelne etwas davon.
Genau SO IST ES :dazu der passene Link: http://oehweb.uni-graz.at/_pdf/4c87587d3cb4f.pdf
Ohne Bachelorstudium oder Master studium der Archäologie --keine Grabung!!
lg otto




Vivat,crescat,floreat !
Benutzerprofil anzeigen Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
 Seiten:  1  2  3


  Gehe zum Anfang

Powered by XMB
Entwickelt von The XMB Group © 2007-2008

[Abfragen: 18] [ 20.7% - 79.3%]