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Autor Betreff: Pro Falkenstein
Alex
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Motto: Mehr, wenn ihr mich wiederseht, ihr müsst unbedingt gucken wie´s weiter geht!

[*] Verfasst am: 1-8-2011 um 16:58


ganz ergriffen ob der Anerkennung :)

War echt ein gutes Wochenende! Bald können wir die Fußbodenheizung und den Whirlpool einbauen!
Die FBH natürlich nur als Alternative, falls wir die Kacheln vom Kachelofen nicht finden - was ich allerdings für unrealistisch halte :cool:

Hm, irgendwie wollen heute meine Finger nicht ganz so präzise tippen...
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Der Arnobär!
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Motto: Was ist eine Burg?

[*] Verfasst am: 1-8-2011 um 23:49


...oder BürgerGRINSLINGE :D
freut mich zu hören wie toll es euch gegangen ist!




http://www.burgried.at/files/link-button.png
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matthias
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[*] Verfasst am: 2-8-2011 um 00:43


Du hast gefälscht?? Pfui - wer hätte das von Dir gedacht! Aber wir werden großzügig das Wölkchen des Ruinensands darüber wehen ;) Schade übrigens, dass euch am Montag ein Abstecher nach Passau nicht mehr ausgegangen ist - hätten uns gefreut ... (Das Wetter war dann im Tagesverlauf auch gar nicht mehr garstig). Aber ihr habt es so gewollt, dann überfallen wir in Bälde eben wieder Kitzistan ... :cool:
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Alex
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Motto: Mehr, wenn ihr mich wiederseht, ihr müsst unbedingt gucken wie´s weiter geht!

[*] Verfasst am: 2-8-2011 um 08:32


Für die Maueroberkanten kommen demnächst die "Profis" mit entsprechender Ausrüstung. Und Versicherung...
Mir persönlich ist das ohne Sicherung einfach um gut 12m zu hoch, und ich glaub die anderen schließen sich da an ;)
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matthias
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[*] Verfasst am: 2-8-2011 um 12:07


@Oliver: Da entsteht auf den Fotos für den Ferndiagnostiker wohl ein "leicht" verzerrter Eindruck. Der Bewuchs auf und in der Mauer wurde sehr wohl entfernt. Vorschlag - selbst vorbei kommen, Situation im Original anschauen und dann kommentieren :cool:. Wir hätten uns zunächst eine Sanierung der Mauerkronen gewünscht. Diese kann allerdings nur von einem Fachbetrieb geleistet werden, der wiederum erst im August/September tätig werden kann. Hätten wir so lang zugewartet, wäre an Falkenstein heuer nicht mehr viel passiert und wir hätten im kommenden Jahr mit neuen erheblichen Substanzverlusten rechnen müssen. Bei an der Basis in großem Umfang ausgschwemmten Mauerschalen ist ein Arbeiten von unten nach oben mitunter übrigens durchaus sinnträchtig. Ansonsten verweise ich auf den begründeten Kommentar von Alex.

Der Vorzustand wurde lediglich fotographisch dokumentiert. Eine voraus gehende profunde bauhistorische Aufnahme war aus personellen und finanziellen Gründen leider nicht möglich. Allerdings muss auch gesehen werden, dass es sich hier um einen hochakuten Notfall handelt und die vorhandenen Baubefunde sorgfältigst gewahrt und gesichert wurden. Auf Falkenstein zählt buchstäblich jede Sekunde. Last but not least wurde das Vorgehen eng mit Robert Wacha vom LDA abgestimmt und es gab bis zu diesem WE von seiner Seite an unserer Arbeit keine Beanstandung.

Auf Falkenstein bewegen wir uns gezwungenermaßen auf einer Kompromisslinie zwischen theoretisch wünschenswerten und praktisch notwendigem. Zur Verdeutlichung: Hätten wir im letzten Jahr schon begonnen, hätte die abgegangene Vorburgmauer den Winter überstehen können ...

Bei allem aber - keine Sorge: Wir freuen uns alle, wenn es auch auf Ried gut weitergeht ;)
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Otto von Floridus
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Motto: Aufgeben gibt es nicht!

[*] Verfasst am: 2-8-2011 um 12:51


An dieser Stelle seih nun doch erwähnt :
Mein Respekt und meine Bewunderung gilt den Personen die sich bei so einen Projekt engagieren ! :cool: Meine Wenigkeit würde ja auch gerne ,aber meine kaputten Bandscheiben lassen es leider nicht zu ::mad:




Vivat,crescat,floreat !
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Oliver de Minnebach
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Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 2-8-2011 um 12:56


@ matthias:

Ich bin derzeit für 4 Sanierungsarbeiten auf unterschiedlichen Burgruinen verantwortlich, da macht man sich schon so seine Gedanken.

Was ist der Grund, dass sich bei euch die Mauerschale im Fundamentbereich ablöst?
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Oliver de Minnebach
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Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 2-8-2011 um 13:04


Warum mangelte es am Personal für eine Bauforschung?

Es gibt genügend - um jetzt nicht Werbung in eigener Sache zu machen - "arbeitslose" Bauforscher die nur auf einen Auftrag warten.

lG Oliver
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matthias
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[*] Verfasst am: 2-8-2011 um 16:43


Lieber Oliver - hast Du die "finanziellen" Gründe überlesen? Ich nehme nicht an, Du arbeitest für Gotteslohn? Falls doch: sei uns willkommen und komm so schnell wie möglich :cool:. Oder vermittel uns einen kostenfrei arbeitenden Bauforscher. Mal abgesehen davon hält sich die (dokumentierte) Befundsituation in dem von uns angegangenen Bereich in überschaubaren und klar ablesbaren Grenzen.

Und nicht zuletzt sei nochmals betont: Wir könnten uns auch erst um die Finanzierung eines Bauforschers bemühen und ordentlich Aufmaße der ganzen Anlage erstellen lassen. Allein: Wir haben es mit einem Patienten unmittelbar vor dem Exitus zu tun. Hier ist jede weitere Verzögerung absolut tödlich und mit unmittelbarem Substanz- oder gar Totalverlust verbunden. Ohne unsere bereits geleisteten Einsätze gäbe es in Kürze nicht mehr viel aufgehende Wandpartien, an denen sich bauforschen ließe.

Wie gesagt: aus fernen Nebeln kommentiert sich´s immer leicht und unbeschwert. Falkenstein ist hinsichtlich der erhaltenen baulichen Qualitäten und ihres Umfangs ein völlig anderes Kaliber als Ried, wo sich mit gewisser Muße werkeln lässt. Und niemand von uns sieht zwischen beiden Sanierungsprojekten eine Konkurrenz (Dieser Aspekt scheint mir bei Deinen Posts ein wenig durchzuschimmern)

Komm zu uns, helf und bekrittel uns vor Ort ...
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matthias
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[*] Verfasst am: 2-8-2011 um 16:48


@Otto: Ich hatte schon 3 Bandscheibenvorfälle und gerade zwickts mich wieder. Habe aber die Zähne zusammengebissen und festgestellt, dass mir die Arbeitshaltung an den Mauern gut tut. Komm doch einfach mal vorbei - Du bist uns beim nächsten Workshop auch als interessierter Besucher herzllich willkommen. Und wenn Du bei der Gelegenheit ein bisschen Gehölz entfernst - um so besser ;)
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Alex
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Motto: Mehr, wenn ihr mich wiederseht, ihr müsst unbedingt gucken wie´s weiter geht!

[*] Verfasst am: 2-8-2011 um 17:55


Da bin ich mit nur einer hinigen Bandscheibe ja richtig fit :P

Und der Herr Diclofenac hilft auch ganz gut...
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[*] Verfasst am: 2-8-2011 um 18:10


Der Herr preise Deine hilfreichen Tabletten :)
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[*] Verfasst am: 2-8-2011 um 23:41


sic!
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Alex
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Motto: Mehr, wenn ihr mich wiederseht, ihr müsst unbedingt gucken wie´s weiter geht!

[*] Verfasst am: 5-8-2011 um 12:31


So, mein Mädl und ich sind am nächsten Arbeitswochenende wieder dabei!

Es gibt doch tatsächlich Spinner, die ihren Urlaub mir Ritzenflicken verbringen :cool:
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matthias
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[*] Verfasst am: 5-8-2011 um 15:05


Lieber Alex - Freut mich ausgesprochen ... ;-) ... Also bis zum 12. August!
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Motto: Was ist eine Burg?

[*] Verfasst am: 5-8-2011 um 20:40


Geil, warum sieht das in Ried nicht so aus :o

Welches Bindemittel/Verhältnis habt ihr verwendet und welchen Sand?

Hast du mehr Details? Wie arbeitet ihr da genau, gibts da unterschiede in der verarbeitung/auftragen im vergleich zu Ried? Steine habt ihr auch ergänzt oder keine?




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Motto: Was ist eine Burg?

[*] Verfasst am: 6-8-2011 um 13:03


Ja der Lehm fehlt, bei uns gibts ja nur so Lehm-Gatsch-Sand überall :cool:

Mörtelanalyse (gibts seit Jahrzehnten, look @ Frauenhofer Institut) wurde mir ja ausgeredet, schleißig schleißig samma :D




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Wilhelm von Baumgarten
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Motto: Schildes ambet ist min art !

[*] Verfasst am: 6-8-2011 um 17:34


Sofort mit diesem Minderwertigkeitsgejammere aufhören !



No nobis domine, no nobis,
sed nomine tuo da gloriam !
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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 7-8-2011 um 08:25


Wir werden auf der Riederberg sicher keine Art von Lehhm in den Mörtel mischen. Das ist denkmalpflegerischer Wahnsinn!!!

Das wichtigste bei Kalkmörtel ist noch immer der Kalk, da sollte immer mehr als zu wenig drinn enthalten sein.

LEHM liebe Freunde wird von macher Art von Experten empfohlen um eine gewünschte Farbe zu erreichen.
Nur die Farbe des Mörtels wird ausschließlich vom Sand bestimmt und vonn den Mikroorganissmen die ihn dann über die Jahrhunderte weiterfärben.

LEHM ist ein weitgespannter Begriff der im Osten Österreichs von Löss bis gatschiger Erd bzw. toniger Erde reicht.

Meiner Meinung und Erfahrung zufolge gibts nichts schlimmeres als Lehm in einen Kalkmörtel beizufügen.
Der Kalkmörtel bindet dann bedingt durch den kalk zwar ab, doch beginnt er sich nach einer Weile wieder aufzulösen.
Das bedeutet, dass die "unreinen" Anteile des Lehms dazu beitragen, dass sich der Mörtel wieder aufzulösen beginnt.
Vorallem das viele Wasser der Wittterungseinflüsse gegünstigt das. Dann kanns schon vorkommen, dass wie beim Ubl sich die Mauer nach 6 monaten aufzulösen beginnt.

Farbe ist nicht immer das wichtigste beim Sanieren/Renovieren.

Die kommt mit der Zeit.

@ Mörtelanalyse.

Bringt uns in Ried insofern nix. Da wir durch wohl jahrhundertelange Feuchte unserer unter Schutt gelegenen Mauerteile keinen originalen Mörtel mehr vorfinden.
Da hat es bereits zu einem massiven Austausch in der Substanz geführt. Und den Kalk hats auch herausdiffundiert. Desshalb finden wir auch immer wieder diese Sinterstellen wo sich der Kalk angesammelt hat.
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Oliver de Minnebach
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Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 7-8-2011 um 19:49


ja ja, das hast du wohl falsch verstanden...

Lehm ist nicht wirklich ein Bindemittel, da es nur physikalisch aushärtet und nicht chemisch abbindet wie die meisten anderen Baustoffe (Kalk:Sand).

Das unterstreicht natürlich seine Witterungsunbeständigkeit.

Lehm als Baustoff benötigt Magerungsmittel wie Stroh, Hächsel, usw.

Der Lehm wurde sicher wegen der Farbgebung vom Landeskonservatorat für Oberösterreich empfohlen/bestimmt.

Lehm ist auch nicht überall zu finden... was hätten die in lehmarmen Gegenden getan?

lg Oliver
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[*] Verfasst am: 7-8-2011 um 23:10


Hallo Olliver,

Deine Einwände in Sachen Lehmbeimengung sind per se natürlich nicht unbegründet und haben auch unter uns bereits zu kritischen Diskussionen geführt. Nun bin ich selbst kein expliziter Mörtelexperte und diesbzgl. auf die Expertisen des BDA und dessen Materialvorgaben angewiesen. Daher sei hier aus der Materialanalyse des BDA zu den Mörtelbindungen auf Falkenstein wie folgt zitiert:

"Mörtel in tiefem braun bis rot mit hohem Lehmanteil und Ziegelsplitbeigabe, augenscheinlich kaum Körnung, der Mörtel besteht offenbar hauptsächlich aus Lehm und Kalk (viele Kalkspatzen 1-2 mm Größe")."

"Der Fugenmörtel im Falkenstein ist sicher wie das Mauerwerk selbst ein Unikum im Vergleich mit den sonst untersuchten Ruinen. Durch den konsequenten Einsatz von Zwickern und Kleinstzwickern auch im Inneren des Mauerwerks konnte auf eine eigentliche Körnung im Mauermörtel fast vollständig verzichtet werden, da so kein Grobkorn zur statischen Funktion herangezogen werden musste. Der Mauermörtel selbst ist eine Art Kalk-Lehm-Mischungmit hohem Kalkanteil. Die Mauer wurde praktisch wie eine Trockenmauer errichtet. Der Mörtel hatte bei der Errichtung hier praktisch keinerlei statische Funktion. Er diente vermutlich nur zum Füllen der onehin sehr geringen Zwischenräume, welche nicht mehr durch das Auskeilen von Kleinstzwickern geschlossen werden konnten. Durch die kontinuierliche Aushärtung des hohen Kalkgehalts bekam aber auch diese Mischung eine durchaus beeindruckende Zähigkeit und Elastizität und bildet einen statischen Gesamtverbund."
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Alex
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[*] Verfasst am: 8-8-2011 um 08:14


Ich weiß nur das:
beim Kopfüberritzenflicken im Fensterbogen ist der lehmhältige Mörtel unschlagbar. Der hält genau dort, wo man ihn hinklebt. War recht wenig Lehm drin, dann klatscht einem alles wiender auf den Helm...
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[*] Verfasst am: 8-8-2011 um 09:52


Es leben die Helme. Könnte Dir für´s nach oben Schauen am Freitag einen mit Visier mitbringen. Oder einen geschlossenen Schaller - wie´s beliebt ... ;-)
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[*] Verfasst am: 8-8-2011 um 16:59


Matthias: Das ist eine bessere Erklärung und wirklich interessant, unter dem Aspekt schaut das Mauerwerk wieder anders aus.

Und zum Ritzenzuschmieren gibt's wohl wirklich kein schöneres Material als Lehm.
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[*] Verfasst am: 8-8-2011 um 20:50


Bin gerade unter der Rubrik "Fotos" einem Link vom "Tullner" gefolgt http://de.wikipedia.org/wiki/Trakai). Und siehe da, was findet sich zur litauischen Burg Trakai (14. Jh.) vermerkt?:

" ... der Mörtel wurde aus Kalk, Sand und Lehm gemixt ... "
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[*] Verfasst am: 8-8-2011 um 22:49


Das war garnicht anzüglich gemeint, Lehm pickt halt einmal gut und ist recht plastisch.
Aber den ersten Satz darfst du gerne zitieren.
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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 9-8-2011 um 10:15


@ Matthias: Wenn das also die Materialanalyse der Labors im Arsenal ergeben hat, dann ist das wohl ein ähnlicher Fall wie in Senftenberg. Dort hat man aber in der Bauphase um 1200 anstatt Sand Löss (also sehr feinen Lehm) verwendet und das bei romanischer Mauertechnik und nicht so wie bei euch in spätmittelalterlicher, wo sehr wiel Zwickelmaterial zur Anwendung gekommen ist.

Trotz alledem finde ich es problematisch Lehm in den Mörtel zu mischen, weil ich schon mal gesehen habe, was alles passiert wenn man nur unreinen Sand (mit einem hohen Lehmanteil) verwendet. Da zerbröselt alles nach dem ersten Winter und die Extension im Sommer erledigt den Rest.

Ich arbeite ausschließlich mit Mischungen mit einem hohen Kalkanteil mit oder ohne Trass, das kommt darauf an.
Besonderen Wert lege ich darauf, dass ich wenig lehmhaltigen Sand mit einer Siebgröße von bis zu 8mm zur Verfügung habe.


Jetzt ist aber die Frage noch immer: Will das BDA den Lehm im Restauriermörtel wegen der Farbe oder aufgrund der Autentizität?

lG Oliver
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[*] Verfasst am: 9-8-2011 um 10:25


Der Robert will das deshalb so, weil seiner Erfahrung nach der neue Mörtel mit dem alten am besten bindet, wenn sich diese möglichst ähnlich sind. Des weiteren kann stark unterschiedlich gemischter Mörtel den alten schädigen, und das wollen wir doch nicht...

Zum selber lesen:
http://www.wacha.info/TRANSDATA/SR_AE_Wacha_Gesamt_Master_1_web2.pdf

LG
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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 9-8-2011 um 10:44


Danke Alex auf dich ist Verlass! :)
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[*] Verfasst am: 9-8-2011 um 15:25


Zu viel der Ehre!
Leider auch ein Bissl lang, die Arbeit, aber für dich sicher genau das Richtige. Ich hab mich mit Überfliegen begnügt.

Für alle, denen´s zu lang ist hier die Kürzest-Kurzzusammenfassung:
jede Menge Versuchsflächen auf Ruine Prandegg, verschiedenste Mörtelmischungen mit unterschiedlichsten Ergebnissen. Fazit: Kopie vom Original funzt am Besten.
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