Burgenforum Zuletzt angemeldet am: Kein Eintrag
Nicht angemeldet [Anmelden - Registrieren]
Gehe zum Ende

Druck-Version | Abonnieren | zu den Favoriten hinzufügen  
Autor Betreff: Gefährdete Hausberganlage Mühlbach
Hagen von Tronje
Member
***


Avatar


Beiträge: 123
Registriert seit: 6-10-2011
Wohnort: Austria Superior
Mitglied ist Offline

Motto: Die Welt ist alles was der Fall ist

[*] Verfasst am: 18-10-2011 um 09:11
Gefährdete Hausberganlage Mühlbach



Diese bemerkenswerte Wehranlage im Kürnbergwald gilt ebenfalls als gefährdet. Im Frühsommer 2003 wurde ein Bringungsweg errichtet, der die bis dato gut erhaltene Anlage zerschnitten hat. Es besteht die Gefahr, dass der Weg zu einer Forststrasse ausgebaut werden könnte.

Hagen von Tronje hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
Burgstall_Mühlbach.jpg - 85.19kb
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Hagen von Tronje
Member
***


Avatar


Beiträge: 123
Registriert seit: 6-10-2011
Wohnort: Austria Superior
Mitglied ist Offline

Motto: Die Welt ist alles was der Fall ist

[*] Verfasst am: 18-10-2011 um 09:13


Ludwig Benesch beschrieb die Wehranlage bereits im Jahre 1910:
Diese (Sperrfeste) entstand dadurch, dass man den hier etwa 16 Schritte breiten Rückzugsgrat mit zwei ca. 50 m von einander entfernten Gräben durchschnitt, von denen der untere 3 m tief und oben 9 m breit, der obere 4 m tief und oben 16 m breit ist. Das hierdurch inselartig abgetrennte Stück des Grates war an seinen beiden Steilhängen 5 m unterhalb der Gratfläche mit zwei schmalen Terrassen versehen, die von Graben zu Graben gingen und wahrscheinlich Palisaden trugen, innerhalb welcher man durch die Gräben hindurch rundum verkehren konnte. Weiter hatte diese inselartige Feste am oberen Ende einen kleinen Hügel, vielleicht den Standplatz de Kommandanten während des Kampfes, am unteren einen Schutzwall.

Ludwig Benesch, Zur Lösung des Kürnbergrätsels, 68. Jahresbericht des Museum Francisco-Carolinum, Linz 1910. Download unter: http://www.ooegeschichte.at
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Der Arnobär!
Member
***


Avatar


Beiträge: 374
Registriert seit: 29-2-2008
Wohnort: Elsbach / Nö
Mitglied ist Offline

Motto: Was ist eine Burg?

[*] Verfasst am: 18-10-2011 um 12:07


In der Tat eine sehr interessante Anlage, wie viele in unmittelbarer Umgebung - ich wurde vor einiger Zeit bereits aus OÖ darum gebeten diese und andere gefährdete Anlagen geodätisch zu vermessen (was ich für 2012 in Betracht ziehen kann) um endlich eine Unterschutzstellung durch das BDA OÖ zu ermöglichen.



http://www.burgried.at/files/link-button.png
Benutzerprofil anzeigen Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Hagen von Tronje
Member
***


Avatar


Beiträge: 123
Registriert seit: 6-10-2011
Wohnort: Austria Superior
Mitglied ist Offline

Motto: Die Welt ist alles was der Fall ist

[*] Verfasst am: 20-10-2011 um 10:49


Die Planskizze meines Freundes Ernst Fietz zeigt die exponierte Lage des Objektes. Anmerkung: Der Hügel westlich der Anlage sowie die Trichtergruben im Tal dürften allerdings in keinem direkten Zusammenhang stehen.

Hagen von Tronje hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
Planskizze Fietz.jpg - 38.17kb
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
Hagen von Tronje
Member
***


Avatar


Beiträge: 123
Registriert seit: 6-10-2011
Wohnort: Austria Superior
Mitglied ist Offline

Motto: Die Welt ist alles was der Fall ist

[*] Verfasst am: 20-10-2011 um 10:50
Urkundliche Nennungen



Konrad von Mühlbach und sein Bruder Walter werden 1159 anlässlich eines Grundstückstausches als Passauer Ministeriale erwähnt. In einer Urkunde des Abtes Gebhard II. von Wilhering wird Konrad nochmals als Passauer Ministerial angeführt. Das Wilheringer Stiftsbuch von 1244–54/57 erwähnt Konrad allerdings als Ministerialen der Wilhering-Waxenberg, möglicherweise liegt ein doppeltes Dienstverhältnis vor. Eine Grenzbeschreibung anlässlich eines Tauschhandels zwischen Kloster Wilhering und dem Pfarrer Pilgrim von Schönering erwähnt einen Dominus Konrad von Mühlbach und seine Burg. Ein Tauschvertrag, der zwischen Konrad von Mühlbach und dem Kloster Wilhering zwischen 1189 und 1201 abgeschlossen wurde, berichtet davon, dass Konrad seine Güter in Mühlbach und Kürnberg gegen Besitztümer in Durinstetin eintauscht. Nach erfolgtem Tauschhandel taucht Konrad um 1206 unter den Pfarrangehörigen von Gramastetten auf. Das Ende der Burg Mühlbach am Kürnberg liegt im Dunkel der Geschichte; höchstwahrscheinlich ist sie nach dem Grundstückstausch verlassen worden.

Zitiert nach: Alois Zauner, Die Anfänge der Zisterze Wilhering, Mitteilungen des OÖ.
Landesarchivs, Band 13, Linz 1981.
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer


  Gehe zum Anfang

Powered by XMB
Entwickelt von The XMB Group © 2007-2008

[Abfragen: 18] [ 81.2% - 18.8%]