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Autor Betreff: PLUS / MINUS
martin
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[*] Verfasst am: 23-12-2004 um 22:36
PLUS / MINUS



Ich habe diesen Thread eingerichtet , weil immer im Foto-Thread immer öfter über den erschreckenden Verfall von Burgen berichtet wurde.
Hier sollen nun Beispiele von besonders rücksichtslosen Umgang mit Burgen aufgezeigt werden, aber auch die positiven Beispiele. Oft wird durch die vorbildhafte Initiative von Privaten ganz erstaunliches geleistet. Als Aussenstehender sagt es sich ja leicht, daß man diese oder jehne Burg doch sanieren sollte. Es wirklich zu tun ist dann eine Lebensaufgabe, die von der Öffentlichkeit dann wenig gedankt wird.
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lady kitten
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[*] Verfasst am: 23-12-2004 um 22:40


Du bist meiner Bitte um diesen Thread zuvorgekommen. Ich denke das ist ein ganz wichtiger Diskussionspunkt. Könntest du bitte noch alle bisherigen Postings zu diesem Thema hierher verschieben? Danke
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Oberon
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[*] Verfasst am: 24-12-2004 um 21:52


ja finde ich auch eine gute idee
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carinthian
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[*] Verfasst am: 8-1-2006 um 18:00


Leider ist es wirklich so, dass viele Burgen und Ruinen verfallen. Verständlich ist es aber, denn im Privatbesitz ist der Erhalt schier unmöglich.
Ein wirklich erfreuliches Zeichen, wie man es machen kann, ist allerdings die Ruine Rabenstein in St. Paul /Lav. die in Koordinatuion des Landes und des AMS mit Langzeitarbeitslosen teilw. rekonstruiert, aber vor allem vor dem weiteren Verafll gesichert wurde.
Leider stimmt es aber auch, dass dieser Aufwand selten genug gewürdigt wird, wie ich bei einem Gespräch mit einem Wirt am Fuße des Burgberges erfahren musste (Zitat: so viel Geld da rein stecken... wegschieben hätten sie sie sollen und ein Panoramarestaurant errichten...) Ich war schockert.
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chateaufort
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[*] Verfasst am: 19-1-2006 um 03:20


Gerade rahme ich die Dias von einer Burg in prominenter Lage, deren Ruinencharakter in den letzten 15 Jahren recht konsequent beseitigt worden ist. Vor dem Verfall ist sie damit gesichert, aber das ungute Gefühl bleibt - auch wenn zu konzedieren ist , daß archäologisch recht sorgfältig gearbeitet worden ist und die Eingriffe nur an wenigen Stellen schmerzen, da mit bemerkenswerter Stilsicherhreit gearbeitet worden ist, auch gerade wad die Details betrifft. Allerdings gehen mir die Aufmauerungen entschieden zu weit.
Die Rede ist von Hohlandsberg über Colmar (Cne. & Canton de Wintzenheim).
Und bei der stark gefährdeten Nachbaranlage, der Plixburg bzw. Pflixburg, tut sich mittlerweile auch einiges, wobei mir die teilweise Vermauerung der tonnengewölbten Tankzisterne nicht einleuchtet. Hier habe ich den Verdacht, daß eine genaue Voruntersuchung der Maßnahmen bislang unterblieben ist.
Es bleibt schhwierig.

Zur Lektüre sei noch empfohlen:
Baudenkmäler in Rheinland-Pfalz – 2004, Philipp von Zabern Verlag Mainz 2005.
Das Schwerpunktthema des Jahresberichtes des Landesamtes für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz sind in diesem Jahr Burgen und der Umgang mit ihnen. In D kostet der schön aufgemachte, aber nicht sehr umfangreiche Band EUR 29,90.
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Alex
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[*] Verfasst am: 14-1-2009 um 14:16


mal was positives: die Sanierung der Ruine Thaur ein paar Kilometer unterhalb von Innsbruck (zu finden unter Martin´s "Burgen")

Hatte letzten Sommer die Gelegenheit dort mit ein paar Leuten vom Verein für Dorfgeschichte http://www.chronos-thaur.tsn.at/)
zu reden, die gerade dabei sind, die wunderhübsche Barbarkane zu sanieren.

Begonnen hats 2003 damit, dass man die letzten aufrechten Reste der Hauptburg konservieren wollte, was dann auch geschehen ist. Es folgten die Mauerbögen zur Barbarkane und der Burggrafenturm. Inzwischen ist man dabei die Barbarkane von einem ekelhaften Spritzbeton-Sarkopharg zu befreien, der in etwa im Jahr 2000 (!!!) zum allgemeinen Schrecken dort angebracht wurde - als ich im August 2008 dort war, waren die Arbeiten an der Innenseite kurz vor Beendigung. Die Herren Brunner & Brunner (nein - nicht die Barden, 2 Leute von chronos) verbrachten gerade ihre Zeit damit, mittels Hochdruckreiniger den ganzen Beton aus den Balkenlöchern zu entfernen.

Wie man auf die Idee gekommen ist die Barbarkane mit Spritzbeton einzukleiden ist für mich rätselhaft - besonders im Jahr 2000 - da das Ding einen recht Stabilen Eindruck macht, aber was solls, jetzt ist er wieder weg!

Meiner Meinung nach machen die Leute von chronos dort echt gute Arbeit -
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Alex
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[*] Verfasst am: 14-1-2009 um 14:40


Hopple - verklickt! Sollte eigentlich noch weitergehen.

Also, wir waren bei der guten Arbeit:

Die Sanierten Mauerteile sind liebevoll und Detailgetreu gemauert, man kann fast keinen Unterschied zu den originalen Teilen erkennen - abgesehen von der Tatsache dass die neuen Mauerschalen ein paar Zentimeter zurückgesetzt sind, was allerdings Absicht ist.
Der Bereich zwischen Burggrafenturm und Barbarkane ist schön ausgeholzt und ausgegraben und einsturzsicher- dort organisiert der örtliche Theaterverein seine Vorstellungen auf einer (gottlob) hölzernen und entfernbaren Bühne.
Fehlt nur noch, dass jemand einen Bautrupp und ein paar Euro organisiert und die Hauptburg vom Schutt der Jahrhunderte befreit:)

Bei einer Besichtigung der Ruine sollte man auf jeden Fall noch ein Stündchen für die Besichtigung für die Kirche St. Ulrich (südlich der großen Dorfkirche) einplanen! Wer hier vor verschlossenen Türen steht muss nicht verzagen, sondern beim nördlich gelegenen Haus anklopfen, die Besitzerin sperrt das Kirchlein gerne auf und erzählt ausführlich von der Restaurierung dieses Kleinodes (aus der Zeit um 800!!!).

Insgesamt hat dieser Ausflug in mir die Hoffnung geweckt, dass es doch noch Regieonen gibt, in denen mit alten Baudenkmälern wirklich sorgvoll umgegangen wird!

Abschließend muss ich gestehen, dass ich meine Fotos noch immer nicht sortiert habe, werde das allerdings bald erledigen und euch damit beglücken!
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