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Autor Betreff: Pixendorf
Der Arnobär!
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Motto: Was ist eine Burg?

[*] Verfasst am: 5-11-2011 um 16:32
Pixendorf



Hausberg Pixendorf

Im 19. und 20. Jh wurde das römische piro torto in Pixendorf vermutet. Pixendorf ist als Sitz seit dem 12. Jh. erwähnt, im 15. Jh. wurde unterhalb im Dorf das Schloss Pixendor als neuer Sitz errichtet, dieses wurde im 19. Jh. geschliffen. Unsichere Quellen schreiben von massiver Bebauung, von einem "Steinhaus" ist die Rede.

Hat jemand weitere Informationen über das Objekt?

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Hagen von Tronje
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[*] Verfasst am: 5-11-2011 um 17:02


Hallo Arnobär!
Der Hausberg sieht ja auf dem ALS super aus! Ich vermute, es handelt sich um jene Anlage, die Altmeister Hermann Schwammenhöfer in seinen "Archäologischen Denkmalen, Viertel ober dem Wienerwald, Nr. 95" ausführlich beschrieben hat. Kopie ist zu Dir unterwegs.
lG Hagen
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Der Arnobär!
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Motto: Was ist eine Burg?

[*] Verfasst am: 6-11-2011 um 19:57


Danke Hagen!

Geschichte
In der Karolingerzeit im Besitz des Bistums Regensburg, Ministeriale werden ab dem 13. Jahrhundert genannt. 1209 Ruger von Poschendorf, 1318 Agnes von Pöchsendorf, 1289-1331 Wolfhart, 1319 und 1323 Jans, 1313 Mert.

Das neue Schloss unterhalb wurde ab 1511 errichtet, seit 1557 tritt der Flurname Burgstallberg auf. Im 19. Jh beherbergt es eine Zwirnmanufaktur, danach wurde das Gebäude geschliffen. Fischerstich vorhanden.

Zugang
Laut Burgen&Schlösser Datenbank ist der Hausberg frei zugänglich, von S kommend erweist sich das begehen als eingeschränkt, da die Analge von Pferdekoppeln umsäumt und teilweise mit Wildzaun umfasst ist. Am besten über Reiterhof von N zu begehen. Das Luftbild/ALS ist nicht mehr aktuell, es existiert noch kein Feldweg, die Fläche im N wurde abgetragen und durch den Reiterhof verändert.

Raubgrabungen
An der westlichen Geländestufe zwei sehr rezente (2011) Raubtrichter, ein weiterer im S Graben.

Das Kernwerk wurde offenbar im größeren Umfang, womöglich im 19. Jh, durch rezente Grabungen gestört. Am S Plateau befindet sich der schon durch Schwammenhöfer beschriebene Raubtrichter, 2m im Durchmesser, etwa 1m tief, der momentan von spielenden Kindern als Versteck mit einer Bedachung aus Astwerk versehen ist... oder es ist eine Bären Fallgrube ;) Der auf dem Laserscan erkennbare Einschnitt wird von einer schmalen Zunge nahe des Trichters unterbrochen. Westlich davon ist der Einschnitt nur sehr gering ausgeprägt, nach O hin abfallend bis über 1m tief, bis zu 2m breit. Der Aushub liegt gut erkennbar in der westlichen Grabensole. An den Schnittwänden ist nur loses Erdwerk zu erkennen.

Keine Bebauungsreste, keine Lesefunde
Am Kernwerk und Graben kein Steinmaterial das Faustgröße überschreitet, kleinere Steine zweigen keine Mörtelspuren, keinerlei Mörtelspuren im Sediment zu erkennen. Keine keramischen oder andere Lesefunde.

Topografie
Schwammenhöfer beschreibt die Analge als von einem Graben umgebene, pyramiedenstumpfförmigen Kernwerk mit eienr Höhe von etwa 7m und einer Plateaufläche von 22 x 26m, das Vorwerk wird als verschliffen (jetzt eine Reitplatz) beschrieben, die Wirtschaftsterasse als im süden gelegen und rezent als Acker genutzt (jetzt eine Koppel).

Das Kernwerkplateau besteht aus zwei Flächen mit unterschiedlicher Höhe, einem niedrigeren Teil im N und einem höheren Teil im S. Schwammenhöfer vermutet einen möglichen Turm am höheren Plateau.

Im Grabungstrichter sollen Mauerreste der Bebauung gefunden worden sein, Schwammenhöfer kann dies selbst nicht bestätigen.

Das Kernwerk ist von einem Wall umgeben, im N ein ausgeprägter Schildwall (mit zwei seichten Raubtrichtern), auch im O erkennbare Schildwallbereiche. Im W geht der Graben in eine 3-4m breite Geländestufe über, das Gelände fällt hier steil rund 20m ab.

Literatur
Schwammenhöfer, Archäologischen Denkmalen, Viertel ober dem Wienerwald, Nr. 95

Foto: Hausberg von S, Blickrichtung nach N

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Der Arnobär!
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[*] Verfasst am: 6-11-2011 um 20:08
Schildwall N, Blickrichtung nach W





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[*] Verfasst am: 6-11-2011 um 20:10
S Graben, Blickrichtung nach O





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[*] Verfasst am: 6-11-2011 um 20:12
Geländestufe W, Blickrichtung NW





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[*] Verfasst am: 6-11-2011 um 20:15
Rezenter Einschnitt mit Aushub im Graben, Blickrichtung O





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[*] Verfasst am: 6-11-2011 um 20:16
Raubtrichter am S Kernwerk, Blickrichtung W



Als Spielversteck genutzt.

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[*] Verfasst am: 6-11-2011 um 20:19
Kernwerk vom NW Graben aus





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[*] Verfasst am: 6-11-2011 um 20:21
Hausberg von W, Blickrichtung SO





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Motto: Was ist eine Burg?

[*] Verfasst am: 7-11-2011 um 07:33


Zitat

Tschischka, Franz, 1836, Kunst und Alterthum in dem österreichischen Kaiserstaate, S 85
Pixendorf. Hier stand einst das Pirum tortum der Römer. Fundort von Alterthümern.


Zitat

Weiskern, Friedrich Wilhelm, 1768, Topographie von Niederösterreich, S 96
Büchsendorf wird für das römische Pirum tortum gehalten, welches nach der Thcodoflschen Charte 800e,. Schritte oberhalb Comagenis gelegm war.


Heimatkunde Pixendorf, S 3 ff [link, ]" target="_blank">http://www.pixendorf.at[/url]]




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stefan der gogatzer
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[*] Verfasst am: 9-11-2011 um 21:01


Ja,-Bernhard,- das ist jetzt,-nach gängiger Diktion,- ein Hausberg!

Ob Mörtel drauf liegt, oder nicht, in dem Mase wie darin herumgewühlt wurde, ist das wohl oft schwierig nachzuvollziehen.
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Hagen von Tronje
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[*] Verfasst am: 12-12-2011 um 18:24


Wie ich gerade in den Listen des BDA lese, wurde der Hausberg Pixendorf auf Parzelle Nr. 343 der KG. Pixendorf unter Denkmalschutz gestellt. Das ist natürlich erfreulich !!!
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