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Autor Betreff: Rekonstruktionen - Pro & Contra
Alex
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Motto: Mehr, wenn ihr mich wiederseht, ihr müsst unbedingt gucken wie´s weiter geht!

[*] Verfasst am: 12-12-2011 um 10:02


@ matthias
#2 könnt "normal" verputzt sein, aber bei der Menge an Beton die da verbaut wird muss man das Schlimmste fürchten!

Hast noch was aus der Passauer Gegend?
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Alex
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[*] Verfasst am: 12-12-2011 um 10:17


übrigens kann mans jetzt auch auf deren homepage "bewundern"

http://www.burg-perchtoldsdorf.at/home.html
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matthias
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[*] Verfasst am: 12-12-2011 um 15:53


Aus der Passauer Nachbarschaft könnte ich Wernstein beibringen. Bildamterial in Kürze ...
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Alex
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Motto: Mehr, wenn ihr mich wiederseht, ihr müsst unbedingt gucken wie´s weiter geht!

[*] Verfasst am: 14-12-2011 um 18:05


Gibts denn hier keine Beton-Fans?

Oder Leute, die Ruinen gänzlich verfallen lassen wollen?

Ich hätt mir irgendwie mehr Widerspruch erwartet.
Man darf ruhig ehrlich sein!
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matthias
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[*] Verfasst am: 14-12-2011 um 18:53


Versuchen wir uns, in die philosophische Empfindungswelt der österreichischen Denkmalpflege einzufühlen: Die Ergänzung der fehlenden Türgewändestücke folgt in der Form dem verlorenen Original, setzt sich aber im modernen Material deutlich und unverkennbar als Ergänzung ab. Alternative: Wat wech is is wech ... ;-)
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Alex
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Motto: Mehr, wenn ihr mich wiederseht, ihr müsst unbedingt gucken wie´s weiter geht!

[*] Verfasst am: 14-12-2011 um 19:26


Alternative 2:
auf "Absetzen" wird gsch... , dafür wird alles auf Schautafeln erläutert.

Man kann ja mehr Textund Voher-Nachher-Bilder hinpacken und die Sponsorenlogos kleiner machen :cool:

@ Matthias
Bilder von Wernstein wären ja nett, aber wie wärs mit ein paar Beispielen aus Bayern?
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wulf
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[*] Verfasst am: 14-12-2011 um 19:53


@Alex "Widerspruch".
Beton ist ein super Baustoff. Reicht das ? :D

Ein Bild dazu demnächst.
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Wilhelm von Baumgarten
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[*] Verfasst am: 14-12-2011 um 20:02


@Alex: meine Ablehnung von Vergewaltigungsaktionen a la Perchtoldsdorf oder Gozzoburg und dergleichen habe ich schon oft genug kundgetan. Und "verfallen lassen" kann ja auch keine Lösung sein, deswegen arbeite ich ja auf der Ried und versuche mit meinem Mittelalterverein das Verständnis für die Epoche zu fördern. Mehr geht nicht - kein Geld und keine Zeit mehr übrig.



No nobis domine, no nobis,
sed nomine tuo da gloriam !
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Alex
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[*] Verfasst am: 14-12-2011 um 20:17


Irgendwo noch Stahl-Glas-Fetischisten?


@ Wilhelm
so haben wir doch alle unsere Lieblingsbaustellen;)

@ Wulf
her mit dem Beton!
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Mart
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[*] Verfasst am: 14-12-2011 um 20:17


Na dann probier ich's einmal: Architektur kann man ja als Kunstform verstehen, und salopp formuliert ist die Aufgabe der Kunst im Menschen Emotionen zu wecken und ihn zum Denken anzuregen.

Unter DEM Aspekt sind die angeführten Beispiele durchaus als Erfolg zu sehen!

Meine Emotionen & Gedanken dazu sind allerdings nicht druckfähig.
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Alex
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Motto: Mehr, wenn ihr mich wiederseht, ihr müsst unbedingt gucken wie´s weiter geht!

[*] Verfasst am: 14-12-2011 um 20:20


Emotionen wecken - meistens gut

zum Denken anregen - sehr gut

VOR dem Bauen denken - bitte, bitte, bitte
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Alex
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Motto: Mehr, wenn ihr mich wiederseht, ihr müsst unbedingt gucken wie´s weiter geht!

[*] Verfasst am: 14-12-2011 um 20:23


Interessant find ich ja auch, dass es Menschen gibt, die aus politischen Erwägungen den Verlust der "abendländischen Kultur" beweinen, und am nächsten Tag auf den Bagger steigen und Burgstellen niederplanieren...

...wohl wiedermal nicht zu Ende gedacht :mad:
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wulf
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[*] Verfasst am: 15-12-2011 um 15:05
Rekonstruktion



Burg Malbrouck/Meinsberg

seit 1930 unter Denkmalschutz. Zum Teil wurde Beton verwendet.

Vorher

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wulf
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[*] Verfasst am: 15-12-2011 um 15:20
Rekonstruktion



Nachher

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Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 15-12-2011 um 15:21
Rekonstruktion



Nach 10 Jahren Bauzeit

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Oliver de Minnebach
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Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 15-12-2011 um 15:22


Ja ich find das schön! ;)
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wulf
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[*] Verfasst am: 15-12-2011 um 15:24
Rekonstruktion



Hier der Beton

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[*] Verfasst am: 15-12-2011 um 15:25


Beton auch hier

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wulf
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[*] Verfasst am: 15-12-2011 um 15:26
Rekonstruktion



Hofansicht

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[*] Verfasst am: 15-12-2011 um 15:28
Rekonstruktion



Was meint ihr, ist diese Bauweise vertretbar?

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matthias
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[*] Verfasst am: 15-12-2011 um 21:29


Auf der Website der Burg findet sich dazu folgendes:

Die Charta von Venedig (vom Mai 1964) : Bereits im Jahre 1931 wurde mit der Charta von Athen das Fundament zur Aufarbeitung notwendiger Maßnahmen zum Schutz des Kulturerbes gelegt. Da die Probleme und Fragestellungen im Bereich des Konservierung und Restaurierung von Baudenkmälern zunehmend komplexer wurden, schien es den Fachleuten notwendig, die Überlegungen zu diesen Themen sowohl zu vertiefen als auch breiter anzulegen. 1964 wurde schließlich in Venedig auf dem 2. Internationalen Kongress der Architekten und Techniker der Denkmalpflege die Charta von Venedig verabschiedet. Diese Charta gilt seitdem als Grundlage für den Bereich der Restaurierung von Baudenkmälern.

"Artikel 9. Die Restaurierung ist eine Maßnahme, die Ausnahmecharakter behalten sollte. Ihr Ziel ist es, die ästhetischen und historischen Werte des Denkmals zu bewahren und zu erschließen. Sie gründet sich auf die Respektierung des überlieferten Bestandes und auf authentische Dokumente. Sie findet dort ihre Grenze, wo die Hypothese beginnt. Wenn es aus ästhetischen oder technischen Gründen notwendig ist, etwas wiederherzustellen, von dem man nicht weiß, wie es ausgesehen hat, wird sich das ergänzende Werk von der bestehenden Komposition abheben und den Stempel unserer Zeit tragen. Zu einer Restaurierung gehören vorbereitende und begleitende archäologische, kunst- und geschichtswissenschaftliche Untersuchungen".



Wie lassen sich nun aber Teile eines Bauwerks, die zerstört wurden, auf Grundlage von Hypothesen wieder herstellen? Bei der Restaurierung dem Schloss hat man sich entschlossen, die zerstörten Sichtflächen des Mauerwerks unter Verwendung kleiner Bruchsteine wieder herzustellen, die sich so vom erhaltenen Mauerwerk der Ruine mit größeren Bruchsteinen deutlich absetzen. Dadurch wird der Eingriff der Restaurateure deutlich, ohne jedoch die Einheit der Burggebäude zu stören. Die Dächer wurden mit Schifferschindeln gedeckt, was den Ergebnissen der archäologischen Untersuchungen entspricht. Auf der Grundlage der Ausführungsplanung von Michel Goutal, dem leitenden Denkmalpfleger mit Prüfungsnachweis des Hohen Ausschusses der Denkmalpflege, wurden die Renovierungsarbeiten im Jahr 1991 eröffnet.



Die Arbeiten werden in fünf Abschnitten durchgeführt, dessen letzter 1998 beendet werden konnte. Die Renovierungsarbeiten erforderten während dieser Zeit den kontinuierlichen Einsatz von an die vierzig qualifizierten Facharbeitern aus fast einem Dutzend unterschiedlicher Handwerkerzünfte auf dem Gelände dem
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wulf
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[*] Verfasst am: 15-12-2011 um 22:58
Beton ist ein super Baustoff



Nach massivem Substanzverlust wird renoviert:

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[*] Verfasst am: 15-12-2011 um 23:01
Beton ist ein super Baustoff



Dabei kamen alte Mauerteile zum Vorschein.
Wie es aussah werden auf die Betonwand außen Steine aufgebracht, kann aber auch täuschen.

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matthias
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[*] Verfasst am: 16-12-2011 um 13:33


Na sauber - Wo bzw. welche Anlage ist denn das? (Beton wurde hier wahrscheinlich aus statischen Gründen wegen des Erddrucks gewählt)
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karolyi
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[*] Verfasst am: 16-12-2011 um 15:36


Zitat
Ursprünglich verfasst von matthias
(Beton wurde hier wahrscheinlich aus statischen Gründen wegen des Erddrucks gewählt)


Richtig, und so wie diese Mauer aussieht wird sie wieder mit Erde hinterfüllt werden. Wir haben hier einen Betonfuß, welcher durch den Erddruck ein vorkippen der Mauer verhindern soll.

L.G.
Karolyi
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[*] Verfasst am: 16-12-2011 um 15:57


Das ist Sierck le Bains in Lothringen.
Betonblockfundament mit Betonmauerschale die vermutlich mit Stein verkleidet wird. Ob der Graben danach wiederhergestellt wird ist fraglich und ob auch möglich. Dort sind Massen an Steine gelagert.
Soll mit Erde aufgefüllt werden. Nebeneffekt ist , daß Mauerwerk zum Vorschein. Denkmalschutz.
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matthias
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[*] Verfasst am: 3-2-2012 um 19:25


Zur Diskussion gestellt:

"Manche der noch in den 1960er Jahren beschriebenen Ruinen sind heute fast gänzlich verfallen, überwachsen und im Gelände kaum noch aufzufinden. Da die öffentliche Hand auch schwerlich in der Lage ist, den hohen Kosten- und Personalaufwand für die benötigten Sicherungsarbeiten ztu finanzieren, muss auch in den folgenden Jahren mit weiteren diesbezüglichen Verlusten gerechnet werden." (3)

"Da Pflegemaßnahmen an Ruinenobjekten einzig den Erhalt des Überkommenen ruinösen Zustandes zum Ziel haben Können, stellen diese Arbeiten eine besondere Herausforderung an Konzeption und Art der Durchführung dar. Nicht nur gilt es den Status quo eines eigentlichen Bauschadens zu erhalten und zu sichern, auch müssen alle neu hinzugefügten statisch oder funktional sichtbaren Eelemente grundsätzlich auf ein Minimum reduziert und als zeitgemäße Bauteile kenntlich ausgeführt sein. Eine rekonstruktive oder gar historisierende Herangehensweise widerspräche dem Erhalt des Zeugnisses der dortigen geschichtlichen Ereignisse und der grundsätzlichen Herangehensweise in der Denkmalpflege. Provokant formuliert ist das eigentliche Sanierungsziel ein historisch vorhandener Bauschaden." (5)

Robert Wacha, Momentaufnahmen des Verfalls, Ruinenpflege im unteren Mühlviertel, in: Arx 2/2011, 3-8
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