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Autor Betreff: Gurre Schloss (DK)- oder die nächtlichen Jagden von König Waldemar IV
speerstark
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[*] Verfasst am: 17-2-2012 um 21:15
Gurre Schloss (DK)- oder die nächtlichen Jagden von König Waldemar IV



Schloss(ruine) Gurre in Nord-Seeland (DK), unscheinbar, aber mit viel Hintergrund.

Google maps: Gurre slots ruin

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Gurre 1 bs.jpg - 226.72kb




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[*] Verfasst am: 17-2-2012 um 21:24


Übersetzung ohne Gewähr

Während Valdemar Atterdag(?) (1340 - 1375) Herrschaft wurde der zentrale Turm durch eine quadratische Ringmauer mit vier Ecktürmen umgeben, von wo aus man die langen Seiten der Ringmauer im Falle einer Belagerung decken konnte. Die Türme hatten mindestens zwei Etagen. Die unteren Etage und der Wehrgang an der Spitze hinter der Wand und müssen miteinander verbunden gewesen sein. Sie hatten zur Verteidigung keinen Zugang zu dem zentralen Turm und Ecktürmen aus der unteren Etage. Drei Türme, hatten Kanäle aus der Wand (mit "Geheimnissen"?). Die Latrinen waren in den äußeren Ecken. Haben sie nicht funktioniert so wurde ein Faß dafür verwendet. Der Turm in der südwestlichen Ecke ist eine Zisterne zum Sammeln von Regenwasser, mit einer Überlaufrinne durch das Mauerwerk.
Er hat Zugang zum Innenhof durch das Treppenhaus in den hervorstehenden „???“ der Wand in der nördlichen und südlichen Ringmauer. Mitten in der östlichen Ringmauer wurden drei schwere Stützen des alten Schlosses, die von einer Zugbrücke in den zentralen Turm stammen können, gebaut.

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[*] Verfasst am: 17-2-2012 um 21:25


Lageplan mit Nebengebäuden

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[*] Verfasst am: 17-2-2012 um 21:29


Übersetzung ohne Gewähr

Königliches Schloss Gurre

Die älteste Burg in Gurre wurde vor über 700 Jahren auf einer kleinen Insel zwischen dem großen Gurre See und dem jetzt ausgetrockneten kleinen Gurre See gebaut. In den 1360er Jahren erweiterte Waldemar IV das Schloss zu einer großen Anlage, und der frühere zentrale Turm war von einer Mauer mit vier Ecktürmen umgeben. Rund um die Hauptburg wurden auf künstlich trockengelegtem Boden Gebäude für die Besatzung, Geschäfte, Garagen, Stallungen und Scheunen errichtet. Es hat nie einen echten Wassergraben um die Burg gegeben.
Eine gepflasterte Straße, auf einem Damm gebaut, führte vom Dorf zum Schloss Gurre.
Der Staudamm endet südlich von der alten Festung. Die gepflasterte Straße ist heute unter dem aktuellen Gurreweg. Westlich des Schlosses sind Pfeiler von einer Brücke, die mit 1365 datiert wurden, gefunden worden.
In den 1430er Jahren wurden in der Burg Münzen geschlagen, aber die eigentliche Münzeprägestelle wurde nicht gefunden. Die Ruinen einer Burg-Kirche, wahrscheinlich die St. Jakobs-Kapelle, am Rande des Dorfes Gurre wurde entfernt.
Die Burg gehörte zu einem sehr großen Kreis, der große Teile von Nord-Seeland "enthalten" (??).
In den 1530er Jahren wurde die Verwaltung verlegt und von Krogen Slot (Kronborg) aus geleitet.

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[*] Verfasst am: 17-2-2012 um 21:33


Wohnturm / Bergfried

Im Turm, der Burg auch Bergfried, Wehrturm genannt, sind die vornehmen Räume untergebracht und er diente als Wohnsitz des Herrn. Nur der Keller des zentralen Turmes mit 2 m dicken Mauern aus Granit sind erhalten, aber hier gab es mindestens zwei Etagen aus Ziegeln darüber
Von einer darüber liegenden Etage gab es Zugang zum Turm und Rollen auf der Südseite haben wahrscheinlich eine Treppe zwischen den oberen Etagen getragen. In Untergeschoß war ein großer Raum, der wahrscheinlich als Lagerraum verwendet wurde. Der Zugang zu frischem Trinkwasser war im Falle einer Belagerung in der Tat von entscheidender Bedeutung. Bei Grabungen beim/im Turm wurde Fliesen und Kacheln von einem schönen Ofen gefunden.
Am 24. Oktober starb 1375 Waldemar IV. von Gurre, und bereits ab den 1500er Jahren, gab es Legenden von seinen wilden nächtlichen Jagden als Strafe für seine Worte : "Lassen Sie Gott einfach weiter seinen Himmel, wenn ich Gurre (be)halten kann." Die Legende wurde schließlich mit Geschichten über Waldemar dem Großen und seiner Geliebten Tove verschmolzen.

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Gurre 6 bs.jpg - 148.88kb




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[*] Verfasst am: 17-2-2012 um 21:56


Foto vom zentralen Bergfried, oder dem was halt davon übrig ist.

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Oliver de Minnebach
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Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 19-2-2012 um 17:11


Ich find die Infotafel sehr lässig ;) Nur mehr Fragmente...
Werden die dort als Abreissklopapier verwendet? ;)

Der Grundriss der Burg ist sehr interessant und erinnert mich stark an kastellartige Anlagen in unseren Breiten. (vgl. Wolkersdorf)

lG Oliver
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[*] Verfasst am: 20-2-2012 um 02:26


So ist es. [Tante Edit sagt, ich sollte hinzufügen, dass ich mich auf den Kastellburgen-Grundriss beziehe.]
Ich muss da gerade an Patrick denken, der befasst sich ja auch mit gerade diesem Thema!

Grüße, chateaufort




"Ein Räthsel, [...] (dessen) Geheimniss sich nur allmählich zu entschleiern beginnt, muss immer wieder vom Forscher neu zu rathen versucht werden. Die beste Vorübung aber erscheint dazu die stets erneute Untersuchung des räthselhaften Objektes selbst." (C[hristian] Mehlis, Zur Dürkheimer Ringmauer, in: Jahresbericht der Pollichia / eines naturwissenschaftlichen Vereins der Rheinpfalz zu Dürkheim a. d. H., Bd. 37-39, 1881, hier S. 71)
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speerstark
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[*] Verfasst am: 21-2-2012 um 18:29


Zitat Oliver (Bischof O. ;) ) "Abreissklopapier"

Nachstehend wieder eines der Abreisspapiere vor Ort.

Übersetzung ohne Gewähr:

Vorgelagerte Gebäude
Das Schloss wurde von großen Gebäuden auf landschaftlich künstliche Inseln auf Pfählen, mit Füllungen gebaut. Im Norden lag ein 10 x 17 m großes Backsteingebäude, mit mehreren Etagen.
Der Fliesenboden im Boden ist beständig erhalten. Im Westen lag ein 48 m langes dreischiffiges Gebäude aus Backstein, die zwei Reihen von Säulen nach unten tågbærende (Dachlager?) Fläche in dem Gebäude hatte. Die Gebäude wurden wahrscheinlich für Wohn-, (????) und Verwaltung eingesetzt. Weiter westlich lag ein anderer Backsteinbau und südlich der Straße wurden auch Reste von zwei Gebäuden gefunden. Der Schlossbereich ist durch Mauern begrenzt worden, darunter befindet sich im Norden in Richtung der fast überwuchert Teile des Großen Gurre See. Die Überreste einer Schmiede wurden vor den Toren der östlichen Wand des Ringes gefunden.
Zur Burg gehörten auch zwei Ziegeleien am Westufer des Sees, wo die Burgziegel gebrannt wurden. Von hier aus konnten sie leicht über den See zur Schlossinsel übergesetzt werden

Übrigens: Lieber ein paar Abreissklopapiere, als, wie oft in Österreich bei solchen Ruinen, ... NIX ... außer ein Haufen Schei**hauspapier.

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speerstark

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[*] Verfasst am: 21-2-2012 um 18:36


Nordwest-Ecke neben einem Turm, von innen gesehen.
Im Hintergrund, der Bereich in dem die Nebengebäude gefunden wurden.

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[*] Verfasst am: 25-2-2012 um 21:34


Die Nord-Östliche Ecke (des Eckturmes) von außen, also Blickrichtung Süden

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Gurre 34 bs.jpg - 197.42kb




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[*] Verfasst am: 25-2-2012 um 21:36


Der südliche Zugang zur Ringmauer, von außen gesehen. Blickrichtung Nord-West.

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[*] Verfasst am: 26-2-2012 um 11:06


Ich find den Aufbau der Ringmauer sehr interessant !
Und zwar dienten hier die Ziegeln nur zur Behübschung ,bzw .zur Verkleidung, hingegen der Kern besteht aus Bruchsteinen.:cool:
Jetzt meine Frage an die Kenner -gibts so eine Bauweise auch in unseren Breiten ?
Ich kenn halt nur entweder oder ,aber nicht beides zusammen .:)
lg otto




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wulf
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[*] Verfasst am: 26-2-2012 um 17:27


Was ich sehe ist Ziegelmauerwerk als Schale für Füllwerk aus runden Steinen. Die auch aus einem Gewässer stammen könten. Bruchsteine sehe ich nicht.
LG wulf
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Otto von Floridus
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[*] Verfasst am: 26-2-2012 um 19:53


Ok-ok,sinds halt Bruchsteine von der Mutter Natur ausn Bachbett.
Wie sagen doch die Jungen ?-Alles easy -alles cool Mann !
Aber sag Wulf -weißt DU eine Antwot auf meine Frage ?:)
lg Otto




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wulf
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[*] Verfasst am: 26-2-2012 um 20:56


Ja sicher easy oh du mein Otto ;)
In Ö ist mir diese Bauweise zur Zeit der Burgen noch nicht untergekommen. In späterer Zeit als Festungen gebaut wurden war das mit Ziegelmauern schon so, allerdings hatten die Erdfüllungen.
Beplaudern wir das mal. :)
Hoffe die Bauforscher zerreißen mich jetzt ned in der Luft ob meiner Laienhaftigkeit. :cool:
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[*] Verfasst am: 27-2-2012 um 21:06


Mal ein anderes Beispiel, letztes Viertel 19. Jh.:
Überall in den Tiefebenen (norddeutsche T., Donauniederung) sind Natursteine knapp und teuer, v. a. wenn kein Fluss zum Transport zur Verfügung steht. Lehm ist zumeist in der Nähe zu finden, und zusammen mit Holz kann man daraus Backsteine fertigen. Also hat man Häuser aus Ziegeln gebaut, und wenn man viel Geld hatte, verkleidete man die Fassade mit Naturstein. Bei einem minimalen gestalterischen Anspruch hat es für Gliederungen aus Sandstein gereicht (also Tür- und Fenstergewände, Gebäudesockel-Verkleidungen, Stockwerkgesimse, Traufgesimse usw.)
In meiner Heimatstadt gibt es viel Sandsteine (und daher recht wenige Ziegeleien). Hier hat man nicht selten die Häuser aus Sandstein gebaut und mit Ziegeln verkleidet (mit Ausnahme der Gliederungen), damit sie genauso aussehen wie die Häuser in den Metropolen, die natürlich in solchen Niederungen standen.

Grundsätzlich gilt: Örtliches Material ist immer am günstigsten. Schon eine Transport über einen Kilometer ist ein logistisches Unterfangen, gerade im Burgenbau. Denn di Burggräben müssen ohnehin ausgehoben werden. Wenn das Material zu nichts zu gebrauchen ist, muss man eine Abraumhalde erschaffen - ohne Bagger. Wenn das Baumaterial vor Ort überhaupt nicht zu gebrauchen ist, holt man es demnach von anderer Stelle (Holz geht ganz gut, wenn es Nadelholz ist, Ziegelsteine und Natursteine sind schon schwerer zu transportieren) oder verwendet es trotzdem, was die Haltbarkeit stark beeinträchtigt. Beispiele sind Gebäude nur aus Flusskieseln (Beispiele findet man an der Durance zwischen Sisteron und Oraison - sehr gefährlich) oder Grauwacke-Bruchstein (als Burgen heute große Trümmerhaufen, weil auch hier die Steinoberflächen sehr glatt sind und Kalkmörtel so teuer, das man gespart hat und ihn zu mager gemacht bzw. ganz durch Lehmmörtel ersetzt hat).
Lästig ist auch fehlendes brauchbares Bauholz, was in manchen Gegenden Gewölbe statt Dachstühle hervorgebracht hat.

Im Norddeutschen und im skandinavischen Raum hat man allerhand Feldsteine herumliegen gehabt (eine Art Flusskiesel, aber tatsächlich Überbleibsel der Moränen der eiszeitlichen Gletscher). Im Regelfall konnte man daraus nur Fundamente für Holzbauten fertigen - reine Feldsteinbauten sind selten. Vergleichsweise gut eignete sich das herumliegende Steinmaterial aber als Kernmauerwerk für Ziegelsteinbauten, denn hier wogen die Nachteile gering, und man konnte die nicht ganz billigen Ziegel /Energieproblematik) zum Teil einsparen.

Im Donaubereich könnte ich mir folglich Mauerwerk dieser Art vorstellen, wobei ich eher an die von den Alpen kommenden Nebenflüsse auf der deutschen Seite der Donau denke.

Grüße, chateaufort




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[*] Verfasst am: 28-2-2012 um 09:17


Danke chateaufort für die Umfangreiche Erklärung zum Thema .:cool:
lg otto




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guckts mal

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