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Autor Betreff: Holsterburg (Westfalen)
Wilhelm von Baumgarten
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Motto: Schildes ambet ist min art !

[*] Verfasst am: 23-9-2012 um 10:47
Holsterburg (Westfalen)



Quelle LWL http://www.lwl.org):

Die Holsterburg lädt zum archäologischen Rundgang durch die Stauferzeit ein


Warburg (lwl). Was bei Routineuntersuchungen ans Licht kam, war es für die Fachleute eine Sensation: Die Holsterburg in Warburg ist die vermutlich einzige achteckige Burg Westfalens aus der Stauferzeit. Auch in diesem Jahr gingen die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ihrer einzigartigen Struktur auf den Grund. Was sie dabei entdeckt haben, berichten sie Besuchern am Mittwoch, 26. September an einem Besichtigungstag.

Seit Juli erkunden die Fachleute der LWL-Archäologie für Westfalen mit weiteren Ausgrabungen, wie die Holsterburg im Detail aufgebaut war. Übrig geblieben sind von diesem Juwel der Burgenforschung nur noch Ruinen, nachdem sie bereits im Mittelalter in Schutt und Asche gelegt wurde. Die Burgherren mit Namen Berkule hatten sich nicht besonderes beliebt gemacht: Sie überfielen Kaufleute und griffen das nahe Warburg an. Bis die gepeinigten Nachbarn und Landesherrn dem Treiben ein Ende machten und die Burg zerstörten.

Wie die Burgherren gelebt und gewirkt haben, können Besucher am 26. September selbst in Augenschein nehmen. Um 11 Uhr bieten die Archäologen Informationen und einen Rundgang um die Burg an - für alle, die nicht zur Arbeit müssen. Aber auch Berufstätige haben Gelegenheit, die einmalige Anlage näher kennen zu lernen: Um 16 Uhr gibt es einen weiteren archäologischen Rundgang.

Auf die Burg selbst können die Gäste allerdings nicht: Hier wird aktuell weiter ausgegraben, und die Anlage ist zwar fein, aber auch klein. Aber auch aus der Distanz gibt es an diesem Tag viel zu entdecken. Dazu gehören die Mauerreste im Innenbereich, die bereits gesichert und gesäubert wurden. Im Westen der Burg haben die LWL-Archäologen weitere Erde abgetragen und zusätzliche Mauerzüge ans Tageslicht gebracht. Sie begrenzen Räume, die an ein Haus im Innenbereich der Burg angefügt wurden. Auch Fensteröffnungen können bestaunt werden.

Die architektonischen Besonderheiten der Burg und die bisherigen archäologischen Erkenntnisse werden außerdem auf einer Fotowand dokumentiert. Daraus ist schnell zu erkennen, dass die in den Schriftquellen bezeugten Burgmannen zwar reichlich beengt in der Holsterburg gelebt haben. Sie ließen es sich in den knapp 100 Jahren, in denen die Burg Schutz und Trutz bot, jedoch auch gutgehen - mit einer Warmluftheizung, beispielsweise. Die aktuellen Forschungen versuchen auch Antworten auf die Frage zu finden, wie die Burg im Jahre 1294 derart nachhaltig zerstört werden konnte..



Pressekontakt:
Frank Tafertshofer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235 und Katja Burgemeister, LWL-Archäologie für Westfalen, Telefon: 0251 591-8921.
presse@lwl.org
ll




No nobis domine, no nobis,
sed nomine tuo da gloriam !
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