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Autor Betreff: Mittelalterliche Synagoge in Korneuburg
Otto von Floridus
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[*] Verfasst am: 27-3-2013 um 16:13
Mittelalterliche Synagoge in Korneuburg



Das als Ruine erhaltene Bauwerk der ehemaligen Synagoge in Korneuburg dürfte zu den bemerkenswertesten und wichtigsten Zeugnissen mittelalterlicher Synagogenarchitektur im deutschsprachigen Raum zählen.

Mit den noch erhaltenen Bauwerken in Sopron und Bruck an der Leitha, den vermutlich auch in Resten noch bestehenden Bauten in Tulln, Hainburg und Neulengbach sowie einer Reihe nur mehr archivarisch feststellbaren Synagogen (Mödling, Perchtoldsdorf, Krems, Eggenburg, Wiener Neustadt, Klosterneuburg, Neunkirchen) gehört sie zu einer Gruppe einfacher Saalbauten, die zwischen etwa 1290 und 1360 in der weiteren und engeren Umgebung Wiens entstanden.

Zitat von Arne HERBOTE / Simon PAULUS
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http://david.juden.at/kulturzeitschrift/66-70/66-Paulus.htm




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Otto von Floridus
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[*] Verfasst am: 27-3-2013 um 16:16


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[*] Verfasst am: 27-3-2013 um 16:19


Ursprünglich verfasst vonArne HERBOTE / Simon PAULUS
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Dieses heute noch erhaltene Bauwerk befindet sich östlich

des Hauptplatzes, in der Biegung der Roßmühlgasse unmittelbar an der ehemaligen Stadtmauer. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts wurde es von der Stadt an verschiedene Handwerker vermietet, bevor es an den Bürger Johannes Ros(en)müller kam, der darin eine Mühle einrichtete („Roßmühle“). Nach einem Brand im Jahr 1766 diente das Gebäude als Speicher und Magazin. Heute befindet sich in dem seit 1980 unter Denkmalschutz gestellten Bauwerk, dessen Dach 1942 nach einem Sturm abgetragen wurde, ein Schuppen, der etwa die Hälfte des Raumes einnimmt.
Schon Leopold Moses hat das Bauwerk in seiner Aufstellung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Synagogenbauten aufgrund des zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch guten Erhaltungszustands hervorgehoben und seine Geschichte kurz dargestellt.6 Anläßlich der Unterschutzstellung 1980 wurden die Fassaden photogrammetrisch vermessen, jedoch nie im Sinne einer Baualterskartierung ausgewertet. Trotz des großen Bekanntheitsgrades, nicht zuletzt durch die Erwähnungen bei Pierre Geneé und Carol Herselle Krinsky blieb eine eingehendere Untersuchung und Würdigung des Bauwerks bisher bis auf eine unveröffentlichte Begutachtung durch den Kunsthistoriker Ferenc David aus.7 Erst Andrea Sonnleitner widmete 1998 dem Bau in ihrer Magisterarbeit zu den mittelalterlichen Synagogen im ehemaligen Herzogtum Österreich ein ausführliches Kapitel und nahm basierend auf Davids Gutachten eine Einordnung unter stilistischen wie typologischen Gesichtspunkten vor.8 Im Oktober 2002 konnte das Bauwerk durch Mitarbeiter und Studierende des Fachgebiets Baugeschichte der TU Braunschweig lasertachymetrisch aufgemessen und dokumentiert werden.




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[*] Verfasst am: 27-3-2013 um 16:20


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[*] Verfasst am: 27-3-2013 um 16:24


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[*] Verfasst am: 27-3-2013 um 16:27


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Bei dem Bauwerk handelt es sich um einen kubischen Mauerwerksbaukörper aus Bruchsandstein mit einer Werksteineckquaderung auf leicht gestrecktem, rechteckigem Grundriß. Die Abmessungen betragen Außen etwa 10,50 x 13,20 m.10 Bei einer Mauerstärke von 81-90 cm ergeben sich Innenmaße des geosteten Raumes von 8,80 m Breite und 11,40 m Länge.11 Die Höhe des Gebäudes bis zur Trauflinie betrug ursprünglich etwa acht Meter. Heute liegt das Umgebungsniveau ungefähr 80 bis 90 cm über dem mittelalterlichen, was anhand der Position des auf der Nordseite noch erkennbaren vermauerten Portals geschlossen werden kann. Zusätzlich wurde vermutlich nach dem Brand 1766 die Mauerkrone um etwa einen Meter erniedrigt und das heute sichtbare Traufgesims angelegt. Die Fenstergliederung der Ost- und Westfassade, auf die noch näher eingegangen werden soll, legt nahe, daß der Bau bereits vor dem Umbau ein hohes steiles Walmdach besaß.
Der Innenraum wurde von einem zweijochigen, sechsteiligen Gewölbe überspannt, dessen Konsolen, Wanddienste und die Putzkanten trotz der starken Beschädigung durch den Brand noch gut sichtbar sind. Bis zum Boden geführte Dienstvorlagen mit Kapitellen in den Ecken und in der Mitte der Längswände bereiteten die Rippengurte und Diagonalrippen vor. Die mittleren Zusatzrippen endeten auf Konsolen .Kapitelle, Konsolen und Solbänke der Fenster setzten in gleicher Höhe an.




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Wie auf der Ostseite sind auch auf der Westfassade in etwa der gleichen Höhe Reste des Gewändes eines Rundfensters zu sehen. Möglicherweise besaß der Bau sonst keine weiteren Öffnungen an dieser Wand, da die heute hier vorhandenen Fenster und Tordurchbrüche späteren Bauphasen zuzurechnen sind und anscheinend keine älteren ersetzt haben dürften.14 Das Fehlen weiterer Fensteröffnungen zur Westseite könnte damit zusammenhängen, daß die Synagoge hier - im Gegensatz zur heutigen Situation - gegen ein Nachbargrundstück stieß und somit auf einer nur von der Roßmühlengasse aus zugänglichen Parzelle lag.
Auf der Außenseite der Südwand sind knapp über dem heutigen Bodenniveau vier heute vermauerte Öffnungen mit aus Ziegelsteinen gemauerten Segmentbogenstürzen zu erkennen. Auf der Innenseite lassen sich teilweise noch die Steinrahmungen schmaler waagerechter Sehschlitze feststellen. Damit ist erwiesen, daß sich an der Südseite der für die Frauen bestimmte Anbau befand, der auf älteren Abbildungen der Mühle wohl in überbauter Form noch sichtbar war. Seine Grundrißform läßt sich anhand des heute noch sichtbaren Verlaufs einer Bodenlinie, die die Grundstücksgrenzen markiert, als ein schiefwinkliges, langgezogenes Trapez ablesen.




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[*] Verfasst am: 27-3-2013 um 16:36


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[*] Verfasst am: 27-3-2013 um 16:39


Ursprünglich verfasst vonArne HERBOTE / Simon PAULUS
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Bemerkenswert ist, daß sich an der Innenseite der Ostwand die Putzkante der Toraschreinrahmung erhalten hat. Der Schrein besaß einen Dreiecksgiebel mit einem Steigungsmaß von etwa 45 Grad. Die Nische selbst wurde später durch das Einbrechen eines Zugangs zerstört. Ferner befand sich in der östlichen Ecke der Nordwand ein Wandschrank, dessen steinerne Rahmung noch erkennbar ist. Eine weitere Nischenrahmung ist westlich neben dem Portal erhalten. Vermutlich saßen auch in der Westwand weitere Nischen.
Ungewöhnlich ist das aus zwei sechsstrahligen Jocheinheiten bestehende Rippengewölbe. Es leitet sich von spätromanischen Rippengewölbesystemen im anglo-normannischen Raum ab (St. Trinité und St. Etienne in Caen, um 1100 eingewölbt) und gelangte über die Vermittlung französisch-kathedralgotischer Vorbilder in den deutschsprachigen Raum.16 Im Synagogenbau läßt es sich bei der Synagoge in Marburg an der Lahn (2. Bauphase um 1270) und in der etwa gleichzeitig errichteten Prager Altneuschul feststellen, hier jedoch in abgewandelter Form: Bedingt durch die Zweischiffigkeit des Prager Baus wird die Querrippe nur bis zum Schlußstein geführt, so daß eine fünfstrahlige Wölbeinheit entsteht. Die rhythmische Gliederung der Wand durch Dienste und Konsolen ist jedoch der Korneuburger Synagoge sehr ähnlich, was durchaus auf eine Beeinflussung des Korneuburger Baus durch das Prager Vorbild schließen läßt.
Anhand der historischen Entwicklung der jüdischen Niederlassung in Korneuburg ist der Entstehungszeitraum des Gebäudes zunächst grob zwischen etwa 1330 und 1420 einzugrenzen. Stilistisch und aufgrund des historischen Hintergrunds dürfte sie im 2. Drittel des 14. Jahrhunderts erbaut worden sein. In Bezug auf ihre Raumgröße von ca. 100 qm wird die Korneuburger Synagoge nur von der archäologisch dokumentierten Synagoge in Wien übertroffen, die Ende des 13. Jahrhunderts von 76 qm auf etwa 120 qm erweitert und zweischiffig eingewölbt wurde. Dies deutet darauf hin, daß dem Bau in Korneuburg einiges an Bedeutung zugemessen wurde und die Zahl und Finanzkraft der im 14. Jahrhundert dort ansässigen Juden nicht unbeträchtlich gewesen sein wird.
Als einzigartiges Baudenkmal zeugt die ‚Roßmühle’ bis heute von der kulturellen Blüte des österreichischen Judentums im 14. Jahrhundert .




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...Detail vom ausgewaschenen Sandstein

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[*] Verfasst am: 27-3-2013 um 16:44


Noch ein Link : http://issuu.com/elisabeth_kerschbaum/docs/info_flyer_01e?mode=window&pag...
lg otto




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Wilhelm von Baumgarten
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Motto: Schildes ambet ist min art !

[*] Verfasst am: 28-3-2013 um 18:12


Danke Otto, sehr interessant.

PS: auf der Ried haben wir dich vermisst (Grabung und so)!




No nobis domine, no nobis,
sed nomine tuo da gloriam !
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[*] Verfasst am: 29-3-2013 um 10:05


Ja leider hats bei mir heuer im Winter/Frühjahr Termin-technisch überhaupt nicht geklappt .:mad:
War im März auf Urlaub in den Tropen und dann zu Hause haben mich die Grippeviren überfallen !
Aber ich denke doch, im Laufe des Jahres wird sich noch was ergeben !:cool:
lg otto




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[*] Verfasst am: 3-9-2013 um 20:28


Zitat
Ursprünglich verfasst vonArne HERBOTE / Simon PAULUS
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Dieses heute noch erhaltene Bauwerk befindet sich östlich des Hauptplatzes, in der Biegung der Roßmühlgasse unmittelbar an der ehemaligen Stadtmauer. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts wurde es von der Stadt an verschiedene Handwerker vermietet, bevor es an den Bürger Johannes Ros(en)müller kam, der darin eine Mühle einrichtete („Roßmühle“). Nach einem Brand im Jahr 1766 diente das Gebäude als Speicher und Magazin. Heute befindet sich in dem seit 1980 unter Denkmalschutz gestellten Bauwerk, dessen Dach 1942 nach einem Sturm abgetragen wurde, ein Schuppen, der etwa die Hälfte des Raumes einnimmt.
Schon Leopold Moses hat das Bauwerk in seiner Aufstellung mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Synagogenbauten aufgrund des zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch guten Erhaltungszustands hervorgehoben und seine Geschichte kurz dargestellt.6 Anläßlich der Unterschutzstellung 1980 wurden die Fassaden photogrammetrisch vermessen, jedoch nie im Sinne einer Baualterskartierung ausgewertet. Trotz des großen Bekanntheitsgrades, nicht zuletzt durch die Erwähnungen bei Pierre Geneé und Carol Herselle Krinsky blieb eine eingehendere Untersuchung und Würdigung des Bauwerks bisher bis auf eine unveröffentlichte Begutachtung durch den Kunsthistoriker Ferenc David aus.7 Erst Andrea Sonnleitner widmete 1998 dem Bau in ihrer Magisterarbeit zu den mittelalterlichen Synagogen im ehemaligen Herzogtum Österreich ein ausführliches Kapitel und nahm basierend auf Davids Gutachten eine Einordnung unter stilistischen wie typologischen Gesichtspunkten vor.8 Im Oktober 2002 konnte das Bauwerk durch Mitarbeiter und Studierende des Fachgebiets Baugeschichte der TU Braunschweig lasertachymetrisch aufgemessen und dokumentiert werden.




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