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Autor Betreff: Frauenkogel / Gösting(Graz) / STMK
Andreas
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[*] Verfasst am: 6-4-2014 um 13:30
Frauenkogel / Gösting(Graz) / STMK



Dank dem digitalen Atlas Steiermark waren wir heute auf dem Frauenkogel bei Gösting, laut BDA eine frühmittelalterliche Befestigungsanlage des 10. Jahrhunderts

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Andreas
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[*] Verfasst am: 6-4-2014 um 13:34


Laut Text des Bundesdenkmalamtes: "Der Frauenkogel (oder
Frauenberg) ist eine Erhebung des Berglandes am Nordrand des
Grazer Beckens an der linken Seite des Thaler Baches. Vom Reckersattel zieht ein ebener Waldweg in südlicher Richtung zum 516 Meter hohen Frauenkogel und erreicht nach ca. 100 Meter einen Graben. Mit dem Erdaushub des Grabens wurde bergwärts ein Wall aufgeschüttet, der die wehrtechnisch schwächste Stelle schützt. Ein in südöstlicher Richtung heranziehender Weg führt durch eine etwa 20 Meter lange hohlwegartige Toranlage in die eigentliche Wehranlage, die von einem etwa 950 Meter langen Wall umschlossen wird. Dieser teilweise bis in Mannshöhe erhaltene Wall ist der Rest einer Holz-Erde-Konstruktion, die nach den noch deutlich erkennbaren Brandeinwirkungen einem Schadfeuer zum Opfer gefallen sein muss."

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[*] Verfasst am: 6-4-2014 um 13:35


hier der Hohlweg

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[*] Verfasst am: 6-4-2014 um 13:37


der rund um diese erste Graben/Wallanlage zum ersten Tor führt

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[*] Verfasst am: 6-4-2014 um 13:41


1 _ Hohlweg
2 _ erste Graben/Wallanlage
3 _ höherer Graben
4 _ fast 1 km lange Wallanlage

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[*] Verfasst am: 6-4-2014 um 13:46


laut weiterem Text BDA "Aus diesem Bereich stammen Streufunde des 10. Jahrhunderts (Feuerstahl, Sporn, Keramik). Bei der frühmittelalterlichen Wehranlage am Frauenkogel
handelt es sich möglicherweise um die Vorgängerin der landesfürstlichen Burg Gösting bei Graz."

10. Jahrhundert!? - kennt jemand Genaueres zu den Funden? Was kann man anhand der gefundenen Keramik sagen?

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[*] Verfasst am: 6-4-2014 um 13:51


und noch eine Frage - im Text des BDA steht etwas von "noch deutlich erkennbaren Brandeinwirkungen eines Schadfeuers", dem die Holz-Erde Konstruktion zum Opfer fiel.

Ganz oben entdeckt man große, sehr leichte und poröse Brocken rötlicher Konsistenz, die ein bisschen an eine brüchige Mischung aus Ziegel/Ton und roter Erde erinnert - ist das ein "normales" Gestein oder zu einem Art Ton gebranntes rotes Erdreich?

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[*] Verfasst am: 6-4-2014 um 13:53


es gibt auch Areale, die fast wie Schlacke imponieren - wir erstarrtes, ehemals flüssiges Gestein

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Hagen von Tronje
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[*] Verfasst am: 6-4-2014 um 16:23


Sehr interessant, diese Wallburg am Frauenkogel.

Also ich kenne verblüffend ähnliche "Verziegelungen" von der bronzezeitlichen bzw. frühmittelalterlichen Wallburg "Gschloß" im Kürnberger Wald (bei Linz/Donau). Der etwa 5 m hohe Erdwall dürfte dort (laut Archäologen) von einer mit Lehm verschmierten Palisadenmauer bekrönt gewesen sein.

Als die Konstruktion abbrannte (- ob durch Feindeinwirkung ist mangels archäologischer Untersuchung ungeklärt -), entstanden durch die enorme Hitze diese "Verziegelungen". Da der hiesige Lehm auch Eisenverbindungen enthält, können leicht "Schlacken" entstehen.
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Hagen von Tronje
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[*] Verfasst am: 6-4-2014 um 16:30
"Verziegelungen" vom Gschloß





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Hagen von Tronje
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[*] Verfasst am: 6-4-2014 um 16:32


Der von einer illegalen? Forststraße angeschnittene Erdwall des "Gschloß"

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Gschloß (0) (640x423).jpg - 301.09kb
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Gregor
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[*] Verfasst am: 11-4-2015 um 11:11
Literatur zur Fluchtburg am Frauenkogel



Zur Fluchtburg am Frauenkogel darf ich die mir bekannte Literatur (nicht besonders umfangreich) anführen:
1) Rudolf Flucher (1966): Die Fluchtburg am Frauenberg bei Gösting, in: Blätter für Heimatkunde, 40. Jahrgang, Heft 2, Graz, S. 56-59 (hieraus stammt auch die oben ersichtliche Planskizze)
2) Rudolf Flucher (1975): Veschollene Wehranlagen um Graz, in: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz, Band 7/8, Graz, S. 241-256
3) Walter Brunner (1994): Thal. Der Lebensraum und seine Bewohner, Verlag Josef Riegler, Hausmannstätten/Graz, S. 24-27
4) Werner Strahalm/Peter Laukhardt (2003): Graz eine Stadtgeschichte, Edition Strahalm, Graz, S. 23

Sofern ihr weitere Literatur kennt, bitte ich um Bekanntgabe.
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