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Autor Betreff: ALS BRANDPFEILE AUF NAUDERSBERG ZISCHTEN"
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[*] Verfasst am: 17-2-2005 um 19:03
ALS BRANDPFEILE AUF NAUDERSBERG ZISCHTEN"



"ALS BRANDPFEILE AUF NAUDERSBERG ZISCHTEN"

Von Helmut Wenzel

Ein Kleinfund auf Schloss Naudersberg versetzt Tiroler Historiker in Staunen.

Die beiden Pfeile sind voriges Jahr bei Grabungen im Schlosshof gefunden worden. Die rührige Schlossherrin Anna Köllemann hat sie zu Professor Harald Stadler vom Institut für Ur- und Frühgeschichte sowie für Mittelalter und Neuzeit-Archäologie an der Universität Innsbruck gebracht. Spezialisten des Landesmuseums Ferdinandeum haben die raren Fundstücke restauriert.

Zum Ergebnis seiner Untersuchungen sagt Stadler: "Es handelt sich um die bisher einzigen Brandpfeile, die auf Tiroler Boden gefunden worden sind. Derartige Pfeile kennen wir vor allem aus Zeughäusern in der Schweiz und Deutschland."

Einer der eisernen Pfeile misst 17,4 Zentimeter, der andere 17,8 Zentimeter. An der Pfeilspitze fällt ein Widerhaken auf. "Die Pfeile, die mit einer Armbrust auf das Zielobjekt geschossen wurden, sollten im Holz oder Stroh steckenbleiben", erklärt Stadler. Der Schaft wurde mit Garn oder Wolle umwickelt. Vor dem Abschuss hat der Schütze das Garn angezündet. So sollte das Zielobjekt, etwa ein Hausdach, in Brand gesteckt werden. "Ob das auch bei Schloss Naudersberg der Fall war, kann natürlich nicht mehr festgestellt werden. "Ausschließen würde ich das nicht", bemerkt Stadler.

Die beiden raren Fundstücke sind jetzt auf Schloss Naudersberg in einer Vitrine zu besichtigen. "Natürlich sind wir stolz, dass wir so etwas gefunden haben", freut sich Anna Köllemann. Sie steckt mitten in den Vorbereitungen für das 25-Jahr-Jubiläum des Schlossmuseum, das heuer bevorsteht.

Familie Köllemann hat dass 700 Jahre alte Schloss im März 1980 gekauft und zum bedeutenden Kulturzentrum der Reschenregion gemacht.

Quelle mit Abbildung: tirol.com - 16.2.2005
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