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Autor Betreff: Ein vom Verschwinden bedrohter Wohntum in Rheinland-Pfalz - Suitbertusstein
chateaufort
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[*] Verfasst am: 1-7-2005 um 23:46
Ein vom Verschwinden bedrohter Wohntum in Rheinland-Pfalz - Suitbertusstein



http://www.doerrebach-online.de/suitb_st/Ruine%20Suitbertstein.htm

Bezieher der Zeitschrift "Burgen und Schlösser" der DBV werden schon etwas über die Anlage gelesen haben. Die Anlage kliegt ziemlich nahe an der A 61 zwischen Bingen und Koblenz, nahe bei Stromberg

Mein Textchen zur Einführung:
Ruine eines Wohnturmes aus der 2. Hälfte des 15. Jhs. (vielleicht auch erst Anf. 16. Jh.) im »Schloßgrund« auf einer Hangstufe über dem Seibersbach östlich des gleichnamigen Ortes. Auf einer Karte des 18. Jhs. als »Altes Schlößchen« bezeichnet. Urkundlich nicht faßbar (1935), Erbauer waren wahrscheinlich die Ritter Wolf von Sponheim. Lage in der Nähe von Erzlagerstätten (Flurname Erzhell).
Die Lage unterhalb eines Steilabfalls scheint verteidigungstechnisch wenig vorteilhaft. Die recht dün-nen Mauern in schlechtem Bruchsteinmauerwerk sind auf der West- und Nordseite bis in ca. 12 m Höhe erhalten, die Ost- und die Südwand sind größtenteils eingestürzt. Große Bresche in der Westwand. Insgesamt bedrohlicher Bauzustand, es besteht akute Einsturzgefahr. Zahlreiche Schartenöffnungen für Handfeuerwaffen. Reste eines Aborterkers auf der Nordseite. Kein Kamin erhalten. Weitere mögliche Bebauungsreste an der Südseite des Wohnturmes sind wegen der großen Mengen verstürzten Mauerwerkes nicht klar auszumachen.

Literatur:
Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Die Kunstdenkmäler des Kreises Kreuznach, bearbeitet von Walter Zimmermann, Düsseldorf 1935, S. 352 f.
Christofer Herrmann, Wohntürme des späten Mittelalters auf Burgen im Rhein-Mosel-Gebiet (Publikationen der Deutschen Burgenvereinigung, Reihe A – Forschungen, Band 2), Espelkamp 1995, S. 221-223, Grundriß S. 220;
Burgen und Schlösser, Zeitschrift der Deutschen Burgenvereinigung e.V. für Burgenkunde und Denkmalpflege, Hefte 1998/II, S. 120 (Baudenkmale gefährdet – Baudenkmale gerettet), 1999/III, S. 169, 2000/III, S. 153 f. und 2/2001, S. 122.
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lady kitten
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[*] Verfasst am: 2-7-2005 um 16:19


Mich würde interessieren ob die erwähnten Sponheimer mit dem gleichnamigen Kärntner Herzogsgeschlecht verwandt sind.
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chateaufort
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[*] Verfasst am: 21-7-2005 um 20:52


Wahrscheinlich nicht.
Die Entfernung ist zu groß, zumal es sich bei den Sponheimern nicht um Hochadel handelt.
Und selbst dann wäre die Entfernung immer noch größer als zwischen Pfalz-Berg (Düsseldorf) und Pfalz-Neuburg (Neuburg/Donau).
Ein Zusammenhang allerdings wäre erbrechtlich interessant gewesen, schließlich sind die "rheinischen" Sponheimer im Spätmittelalter ausgestorben. ;)

chateaufort
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[*] Verfasst am: 22-7-2005 um 07:52


Die Entfernung ist wohl wirklich zu groß und die Namensgleichheit en Zufall. Bei dem Kärntner Geschlecht könnte es sich auch um eine Lautverschiebung von Spanheim auf Sponheim sein. So wie bei dem Geschlecht von Ras, das dem Rosental seinen Namen gab.
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Oberon
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[*] Verfasst am: 22-7-2005 um 11:02
Spanheimer



die Sponheimer in Kärnten kommen ganz sicher aus Deutschland, aus dem Moselgebiet

http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.s/s714941.htm
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Citywolf
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[*] Verfasst am: 20-10-2005 um 09:17


Mir fällt grad auf das ich an dieser Ruine auf einer Reise schonmal vorbeigekommen bin, sehr schönes Fleckchen Erde - hoffentlich wird es erhalten.



Blut, Blut - Räuber saufen Blut!
Raub und Mord und Überfall sind gut.
Hoch vom Galgen klingt es...
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chateaufort
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[*] Verfasst am: 22-10-2005 um 13:33


Eigentlich muß man diese Anlage zu den Geheimtips zählen. Da kommt man unmöglich aus Zufall vorbei - sondern mit Vorsatz. Wie kommts?

Was Meldungen über den Verfall von Burgen anbetrifft, gehört diese Anlage - wie in der Pfalz die bedeutende Burg Meistersel (Gem. Ramberg, Kreis Südliche Weinstraße) und im Kraichgau die Burg Zuzenhausen (ehem. Kreis Sinsheim, heute Rhein-Neckar-Kreis) zu den traurigen "running gags".
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