Burgenforum Zuletzt angemeldet am: Kein Eintrag
Nicht angemeldet [Anmelden - Registrieren]
Gehe zum Ende

Druck-Version | Abonnieren | zu den Favoriten hinzufügen  
Autor Betreff: Altburg in Schwanberg/Stmk.
lady kitten
Senior Member
****




Beiträge: 713
Registriert seit: 19-7-2004
Wohnort: Uillah
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 6-11-2005 um 09:20
Altburg in Schwanberg/Stmk.



Burgruine begeisterte

HANS AST

Ausgrabung von Altburg in Schwanberg lockte zahlreiche Besucher an.

Bei einem Tag der offenen Tür anlässlich des Abschlusses der heurigen Grabungsarbeiten an der Altburg in Schwanberg konnten Interessierte die ersten Ergebnisse aus nächster Nähe betrachten. Bekanntlich stieß man im Vorjahr bei Bauarbeiten auf Fundamente von vier Meter starken Steinbruchmauern und eines Rundturmes.

"Urkundlich wird zwar im 13. Jahrhundert eine Burg erwähnt, aber dazu gibt es nur spärliche Quellen", betonte Manfred Starkl, Obmann des kürzlich neu gegründeten "Komitees Altburg". Laut dem Archäologen Wolfgang Artner ließen die Fundamente Rückschlüsse auf einen Palas und einen Kanonenturm an der Nordwestseite der Burganlage aus dem 12. bis 15. Jahrhundert zu. Bedeutungsvoll sei jedoch auch, dass hier erstmals in der Steiermark der archäologische Nachweis für "Ravlins", das sind Annäherungshindernisse gegen den angreifenden Feind, erbracht werden konnte.

Interessant auch die Vermutung von Historiker Gerhard Fischer: "Schwanberg war früher von größerer Bedeutung als Deutschlandsberg, da es am Kreuzungspunkt zweier wichtiger Straßen lag. Dass es im 15. Jahrhundert heiß hergegangen sein muss, zeigt der mächtige Kanonenturm." Und Bürgermeister Josef Krasser hofft, dass die Grabungsarbeiten in seiner Gemeinde auch im nächsten Jahr fortgesetzt werden können.

Quelle: http://www.kleine.at - 5.11.2005
Benutzerprofil anzeigen Homepage des Benutzers besuchen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer
chateaufort
Member
***


Avatar


Beiträge: 325
Registriert seit: 1-7-2005
Wohnort: Kaiserslautern (D)
Mitglied ist Offline

Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 6-11-2005 um 12:29


Eigenartig. Wenn eine Burg erst während des Feuerwaffenzeitalters untergegangen ist - und es dabei noch zu baulichen Maßnahmen gekommen ist, die auf diese revolutionäre Änderung reagieren, müssten sich doch etliche Urkunden im Archiv / in den Archiven befinden ...
Anders verhält es sich sicher bei Anlagen, die während des großen Burgensterbens im 15. Jh. sang- und klanglos untergegangen sind. Ein Beispiel aus der Pfalz wäre die Frankenburg (Gem. Weyher, Kreis Südliche Weinstraße, Rheinland-Pfalz), die es im 15. Jh. gerade mal auf drei Erwähnungen bringt. Aber gerade bei dieser Anlage ist klar, daß es sich um eine mit sehr sparsamen Mitteln erbaute Anlage errichtete Anlage handelt, die nie eine größere Bedeutung hatte, zudem ist ihre Lage eher ungünstig (sehr hoch, noch in Sichtweite eines nicht unbedeutenden Verkehrsweges, aber nicht in unmittelbarer Nähe, schwierige Wasserversorgung (bisher auch keine Zisterne nachgewiesen, Quelle im Graben unergiebig), ab der Einführung der Feuerwaffen nicht ungefährdete Spornlage).
Aber in diesem Fall habe ich das Gefühl, daß noch keiner richtig gesucht hat. Oder ist das zugehörige Archiv des Landesherrn einmal abgebrannt?
Benutzerprofil anzeigen Alle Beiträge des Benutzers ansehen u2u-Nachricht an Benutzer


  Gehe zum Anfang

Powered by XMB
Entwickelt von The XMB Group © 2007-2008

[Abfragen: 18] [ 76.2% - 23.8%]