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Autor Betreff: unbekannter Schriftzug
Andreas
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[*] Verfasst am: 4-12-2005 um 17:34
unbekannter Schriftzug



Im Ferdinandeum in Innsbruck sind die Originale der Reliefs des Goldenen Dachl ausgestellt - im Hintergrund sieht man ein Spruchband, wobei angeblich sowohl Spruch wie Schrift unentziffert blieben. Wer weiß etwas Näheres - es sieht wie Hebräisch aus!?

Als Bild beigefügt Maximilian I mit seinen beiden Frauen (Niklas Türing d. Ä., 1500)

Andreas hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
goldenes_dachl_1.jpg - 51.24kb
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chateaufort
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[*] Verfasst am: 4-12-2005 um 20:03


Es mag an Hebräisch erinnern, aber es gibt m.E. keine Übereinstimmung mit existierenden hebräischen Zeichen. Könnte vielleicht ein "Phantasiehebräisch" sein oder überhaupt eine Phantasieschrift...
Vorsicht jedenfalls gegenüber allen Deutungsversuchen, auch aus (vermeintlich) berufener Feder.

chateaufort
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martin
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[*] Verfasst am: 5-12-2005 um 00:10


Laut OKT ( Kunsttopographie Band XXXVIII, "die profanen Kunstdenkmäler Innsbrucks , Seite 119) sind das "hebräische Buchstaben , deren Sinn bis jetzt nicht geklärt ist".
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*Raoul*
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[*] Verfasst am: 22-12-2005 um 23:59
unbekannter Schriftzug = meine meinung



kenne mich zwar nicht unbedingt damit aus,ne vermutung könnte aber auch sein das das bild nicht unbedingt seine 2 frauen zeigt sondern mutter und tochter die nun in ein anderes haus verheiratet wird.schliesslich trägt die offensichtlich jüngere (links) noch einen-keine ahnung wie das teil heisst-apfel in der hand und im unteren teil sind 2 verschiedene wappen zu sehen.

dann ist es zwar seine frau geworden-im alten Ägypten haben sie auch immer innerhalb der familie geheiratet-und das band im hintergrund könnte eine hochzeitsfahne oder ähnliches sein.:cool:




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Andreas
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[*] Verfasst am: 17-10-2009 um 17:49


http://tirol.orf.at/stories/394929/
http://sfd.at/akademie/2009/klassen/felixmitterer/uebung/

"Goldenes Dachl: Inschrift soll entziffert werden
Seit mehr als 500 Jahren prangt am Goldenen Dachl eine rätselhafte Inschrift, bisher konnte sie niemand entziffern. Die Wiener Schule für Dichtung will dies nun schaffen und wird dabei vom Tiroler Autor Felix Mitterer unterstützt.

Kein wissenschaftlicher Anspruch
Die rätselhafte Inschrift des Goldenen Dachls steht im Mittelpunkt eines Online-Projekts der Schule für Dichtung in Wien. Jeder kreative Kopf ist eingeladen, sich im Internet an der Übersetzung der Schriftzeichen zu versuchen. Wissenschaftlicher Anspruch besteht dabei keiner. "

- schade, wissenschaftlicher Anspruch wäre interessant! Auf der Webpage der der Schule für Dichtung gibt es aber sehr schöne Abbildungen.

Andreas hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
Unbenannt-10-18_big[1].jpg - 4.95kb
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Rüdiger
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[*] Verfasst am: 4-3-2010 um 16:06


:cool:
Ich schicke voraus, dass ich weder Hebraist noch Kunsthistoriker bin, mir also als Dillettant meine Gedanken gemacht habe.
Ich glaube nicht, dass es sich um Phantasiezeichen handelt - dazu war das Thema der Darstellung zu ernst. Maximilian wäre gewiss nicht "amused" gewesen, hätte der Maler diese weihevolle Selbstdarstellung mit beliebigen, wenn auch dekorativen hebräischen Schriftzeichen auf einer Art Spruchband geschmückt. Tatsächlich scheint die Inschrift nicht entziffert worden zu sein.

Ich habe im "Buch der Schrift" von Carl Faulmann, Wien 1880, Reprint Wiesbaden 2004, S. 80, in der Abteilung ""Hebräische Quadratschrift" Zeichen gefunden, diemit der Darstellung im Goldenen dachl ziemlich übereinstimmen. Von links nach rechts stünden demnach da:
"He" entspricht "h" mit dem Zahlenwert 5, "Sin" (mit "Hatschek, also sch), mit dem Zahlenwert 300, Zain - z mit dem Zahlenwert 7, "Sade" final, also am Schluss geschrieben, mit dem Wert 90 und "Kaph" (final) -k-mit dem Zahlenwert 20 oder "Res" (sprich resch) mit dem Zahlenwert 200.
Diese Buchstabenfolge (wenn es sich um eine solche handelt) scheint kein Wort zu ergeben - weder von links nach rechts oder umgekehrt gelesen, die Zahlenwerte (wenn sie zuträfen) vermag ich nicht zu interpretieren.
Da dies Darstellung aber die Zustimmung Maximilians gefunden haben muss (ansonsten wäre sie wohl unterblieben) muss zur damaligen Zeit der Sinn erkennbar gewesen sein. Dass man sich bildhaft auf etwas Alttestamentarisches beziehen wollte, ist nicht auszuschließen - die wenigsten menschen konnten lesen, also konnte man mit goldenen Lettern in der Schrift des alten Testamentes vermutlich schon beeindrucken - oder es handelt sich, was ich eher annehme, weil die Juden um diese Zeit nicht besonders beliebt waren, um alchimistische oder astrologische Symbole, die jedenfalls Maximilian (oder seinen Beratern) etwas gesagt haben, sodass sie aufgemalt werden durften. Die Symbole aus dieser Zeit sind so zahlreich und geradezu unüberschaubar, sodass es mich nicht wundert, dass man sich noch nicht an die Deutung gewagt hat.
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wulf
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[*] Verfasst am: 4-3-2010 um 22:34


..halte das auch nicht für hebräisch, sondern für alte Symbole die in der damaligen Kalligraphie gemalt wurden.

wulf
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karolyi
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[*] Verfasst am: 28-10-2011 um 10:51


Ich habe am Portal der Jakobskirche in Opatija diese Schriftzeichen vorgefunden. Das diese Kirche 1506 umgebaut worden ist geht auch aus der Jahrzahl hervor. Was diese Schrift allerdings besagt ist mir nicht ganz so klar. So haben wir hier zwei y mit zwei Punkten darauf oder die Klammer über MO
L.G.
Karolyi

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Opatija.jpg - 60.28kb
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martin
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[*] Verfasst am: 28-10-2011 um 12:42
fieri fecit



1506 DIE 21. IULI SYMO ABBAS FIERI FECIT

Abt Simon hat ( dies ) am 21.Juli 1506 machen lassen

... oder so ähnlich.
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Oliver de Minnebach
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Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 28-10-2011 um 13:52


Meine Deutung:

1506 DIE 21 JULY SYMO ABBAS FIERI FECIT
DIE steht für AM TAGE oder so ähnlich

Der Abt Simon hat das errichten lassen, 21. Juli 1506

vielleicht erfolgt an diesem Tag die Weihe!?!

Welcher Bauteil ist das genau und wo befindet sich dieser.

Sieht aus wie ein Türsturz.


Ps: Ok Martin du hast gewonnen. Ich war leider mit meiner Antwort zu lange OFF-LINE! ;)
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