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Autor Betreff: Burgruine Ortenburg bleibt für Experten rätselhaft
Oberon
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[*] Verfasst am: 17-7-2006 um 08:43
Burgruine Ortenburg bleibt für Experten rätselhaft



Suche nach dem ältesten Teil der Ortenburg verlief erneut ohne Erfolg. Überreste auf dem kleinen Turmhügel neben der Marhube stammen auch aus dem 13. und nicht aus dem 11. Jahrhundert.

BALDRAMSDORF. Die Ruine Ortenburg will ihr größtes Geheimnis einfach nicht preisgeben. Die Frage, die Archäologen und den Verein Historisches Molzbichl beschäftigt: Wo befindet sich der älteste Teil der Burg? Denn nach einer Urkunde muss es bereits im 11. Jahrhundert eine kleine Burg bzw. einen Turm gegeben haben. Alle bislang gefundenen Überreste stammen aber aus dem 13. Jahrhundert.
Lange nahm man deshalb an, das die Anfänge der Burg nicht auf dem Gelände der restaurierten Ruine zu suchen sind, sondern auf dem Turmhügel neben der Marhube. Parallel zu notwendigen Sicherungsmaßnahmen begannen im Vorjahr Experten mit ihren Untersuchungen. Nach den jetzt veröffentlichten Ergebnissen stammt aber auch dieser Teil der Burg aus dem 13. Jahrhundert, was weitere Fragen aufwirft. Wo ist der älteste Teil und welche Funktion hatte dieser Turm? Für Letztere gibt es zwei mögliche Antworten: Es könnte sich um einen Beobachtungsposten oder den Wohnsitz des Burggrafen handeln.
Die Burg aus dem 11. Jahrhundert dürfte sich nach den neuen Erkenntnissen nun doch auf dem Areal der Ruine befinden.

Quelle: KTZ
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chateaufort
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[*] Verfasst am: 17-7-2006 um 12:35


Ist es sicher, daß die Urkunde echt ist und ist in dieser nicht nur der Besitzer erwähnt? Ohne das Wörtchen "castrum" halte ich die Datierung in das 11. Jh. für sehr wacklig.

Grüße, chateaufort

(der bei Frühdatierungen immer sehr mißtrauisch wird)
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Oberon
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[*] Verfasst am: 17-7-2006 um 12:52


Ich habe ehrlich gesagt absolut keine Ahnung :(
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Oberon
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[*] Verfasst am: 17-7-2006 um 15:53


Könnte es nicht auch sein dass die alte Burg komplett abgetragen worden ist und dann erst die neue Burg darüber gebaut worden ist? Es muss ja nicht immer der alte Kern erhalten bleiben oder?
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martin
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[*] Verfasst am: 17-7-2006 um 19:23


Die Fälle in denen Baubefund und erste urkundliche Erwähnung übereinstimmen sind eher die Ausnahme als die Regel.
Also liebe Ortenburger, nicht traurig sein....
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chateaufort
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[*] Verfasst am: 17-7-2006 um 22:05


Wenn jemand etws herausbekommen kann, ist es in aller Regel ein Archäologe (wobei die Interdisziplinarität schon ein wichtiger Faktor ist).
Es gibt auch Fälle, wo man recht viel über die Ursprungsanlage herausgefunden hat.
Ein sehr gutes Literaturbeispiel zum Thema: JOHN ZIMMER, Die Burgen des Luxemburger Landes, 2 Bde., Luxembourg 1996.
Schöne Pläne und Zeichnungen!
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lady kitten
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[*] Verfasst am: 18-7-2006 um 06:45


Das Problem bei der Ortenburg ist, dass sie zwar gesichert wurde, allerdings nie archäologisch untersucht. Die Sicherung erfolgte durch einen ortsansässigen Verein und ist aus den Gesichtspunkten der Burgenrestauration nicht sonderlich gelungen. Daher wird es schwierig sein in der noch vorhandenen Bausubstanz erkennbare Spuren aus dem 11. Jh zu finden. Hier könnten wohl auch nur Grabungen (Bereich des Bergfrieds) aufschluss geben. Die Lage des Turms bei der Marhube ist interessant, da er sich oberhalb der Burg befindet, deshalb wohl auch der Rückschluss, dass es sich um eine ältere Anlage handeln könnte. Schade dass dies nicht der Fall ist und viel Glück den Archäologen Dr. Kurt Karpf und Dr. Klaus Vetterling, dass sie das Geheimnis der Ortenburg lüften können.
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