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Autor Betreff: Altleonrod
Oliver de Minnebach
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Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 29-10-2008 um 19:52


Endlich tut sich wieder was im FORUM!!!! Gott sei Dank!

Also ich bei mir im Waldviertel waren Zisteren und alle anderen verwandten Wasserspeicher oft eine wahnsinnig tolle Fundgrube. Nicht nur einfache Keramik sondern auch tolle Realien.

Liegt zwar nicht im Waldviertel, aber ich denke Fritz oder Sabine Felgenhauer haben tolle Funde aus Klosterneuburg publiziert. (Lederschuhe usw.)

lG Oliver
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Rambo
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Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 29-10-2008 um 20:12


Daran Oliver, dürfte der Wühler vermutlich nicht interessiert sein.
Ich weiß wirklich nicht was er sucht, sofern er überhaupt besagter L der Täter dieser Zisternengrabungen ist.
Ich kenne zwar einige Wühlungen in Ruinen, wissenschaftliche Grabungen würde ich das nicht nennen und ich war jedes Mal entsetzt dass solche Dilettanten unter den Deckmantel der Wissenschaft wühlen.
@ Ronny-PG, es ist verständlich, das du „L“ ( L könnte man durch jeden anderen Buchstaben zB "X "ersetzen) nicht kennst, er scheint eher eine Lokalgröße zu sein.
Gruß Rambo
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Andreas
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[*] Verfasst am: 29-10-2008 um 20:51


Die Suche nach biblischen Goldenen Kälbern? Ich glaube ich bin in einem Indiana Jones Film!
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Ronny-PG
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Motto: Sind doch nur a paar alte Steine...

[*] Verfasst am: 29-10-2008 um 21:14


Wäre doch was für Herrn S ..... wie Spielberg *ggg*

Aha dann kanns gut sein das ich den Herrn L nicht kenne...dachte er ist etwas "bekannter" weils gleich hier im Forum so drunter und drüber geht *gg*
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gono38
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Motto: Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen

[*] Verfasst am: 30-10-2008 um 07:51


Der Ritter Andreas von Greißenegg war zu seiner Zeit der reichste und mächtigste Grundherr im Kainachtal und besaß auch Besitzungen in der übrigen Weststeiermark. Er war mit einer Schwester des berühmten steirischen Ritters Andreas Baumkircher vermählt. Seinen zahlreichen Untertanen war er stets ein überaus milder und gerechter Herr, der immer half, wenn er nur helfen konnte. Als er dann im schönsten Mannesalter *) und auf der Höhe seiner Macht von Kaiser Friedrich III. ohne Urteilsspruch hingerichtet wurde, konnte die Bevölkerung an den plötzlichen Tod nicht recht glauben, und die Sage bemächtigte sich seiner Gestalt.
Einst ritt Andreas nach dem nahen Dorf Salla, wo, wie er gehört hatte, der als Wahrsager weit und breit bekannte Bauer Thomas Weiß lebte. Um ihn zu prüfen, fragte er spöttisch: „Sag mir doch, welches Geschlecht und welche Farbe wird das Füllen haben, das bald in meinem Stall geboren wird?" — Als Weiß die Antwort gab, fragte der Ritter weiter: „Wenn du schon so gescheit bist, dann kannst du mir gewiß sagen, auf welche Art ich sterben werde?" — „Herr Ritter, mit solchen Sachen soll man keinen Spott treiben! Weil Ihr aber gefragt habt, so will ich Antwort geben — Ihr werdet bald durch Henkershand sterben!" — Lachend trabte der Greißenegger nach Hause.
Bald darauf ritt er nach Graz; auf dem Hauptplatz scheute plötzlich sein Pferd und stieß eine Frau zu Boden, die bald Mutter von Zwillingen werden sollte; sie blieb tot liegen. Deshalb wurde der Ritter zum Tod durch Henkershand verurteilt. — Die Voraussage des Bauers war in beiden Fällen richtig, behauptet die Sage. **)
*) Geboren etwa 1426, hingerichtet 1471.
**) Thomas Weiß soll schon im 14. Jahrhundert gelebt haben, konnte also dem Greißenegger nicht weissagen. Thomas Weiß liegt seit ungefähr 500 Jahren im Friedhof zu Salla neben der Kirche. Er war ein Bauer aus dem Tal und durch seine schlichte Gottgläubigkeit und durch seinen frommen Lebenswandel weithin als heiliger Mann bekannt. Er soll auch zahlreiche Ereignisse vorausgesagt haben: die Gründung von Lankowitz, die Türkenkriege, die Zerstörung der Stadt Voitsberg, das Wirken Luthers usw.
Der Tod und dessen Umstände des Ritters Andreas von Greisenegg blieben bis heute noch ungeklärt.




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Rambo
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Motto: No Mood

[*] Verfasst am: 30-10-2008 um 09:30


Vielleicht solltest du einen Quellverweis mitliefern: Steirische Heimathefte "Was die Heimat erzählt, Brauner Franz

Sagen, sollen ja einen Funken Wahrheit enthalten aber ....ich habe nichts über diese ominösen Stiere gefunden

Das sind Fakten:
Am 23. April 1471 begaben sich Baumkircher und Andreas von Greisseneck zu Verhandlungen nach Graz, nachdem ihnen freies Geleit zugesagt wurde. Beide wurden jedoch festgenommen und am Abend ohne Verhandlung öffentlich vor dem Murtor enthauptet.


Gruß Rambo
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Motto: Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen

[*] Verfasst am: 30-10-2008 um 09:53


Sozusagen Andy&Andy.......Ja, der Andreas Baumkircher war sein ritterlicher Kumpel, das wusste ich. Aber trotzdem weiss keiner den wahren Grund für die Enthauptung, oder hast du was gefunden ? (ich meine es steht überall nur "angeblicher Hochverrat") Gruss Gono



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Rambo
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[*] Verfasst am: 30-10-2008 um 09:56


http://de.wikipedia.org/wiki/Baumkircher
Wenn das kein Grund war, was dann ?
http://de.wikisource.org/wiki/ADB:Baumkircher,_Andreas_Freiherr_von
Gruß Rambo
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Motto: Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen

[*] Verfasst am: 30-10-2008 um 10:07


Ja, diese Historie ist mir geläufig...stellt sich trotzdem für mich die Frage, was daran als Hochverrat bezeichnet wird, wenn einer einem 14000 Gulden schuldet und die nicht bezahlen kann......was ich ja nicht glaube, denn Andreas von Greisenegg war reich. Da muss es um etwas anderes noch gegangen sein.

Übrigens, die Quelle mit den Kälbern verrate ich Dir auch noch....




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Motto: Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen

[*] Verfasst am: 30-10-2008 um 10:17


Ok, ein Beispiel einer meiner vielen Quellen in dem erst kürzlich zu lesenden Beitrag der "Kleinen Zeitung".

12. Jahrhundert. Errichtet worden sein dürfte die Burg Alt-Leonrod im 12. Jahrhundert. Sie befindet sich etwas abseits des ältesten Straßenzuges auf die Pack auf einer steil abfallenden Anhöhe. Die erste Packerstraße führte nämlich durch den Teigitschgraben. Zum Schutz dieses wichtigen Verkehrsweges ist die Anlage errichtet worden.

Wissenschaftliche Arbeiten eines Grabungsteams unter der Leitung von Historiker Ernst Lasnik - in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt - haben ergeben, dass die Anlage bis in das 15. Jahrhundert besiedelt war. In dieser Zeit dürfte es, so die Grabungsergebnisse, zu einem Brand gekommen sein.

Dem Verfall preisgegeben. Wohl auch, weil das "G'schloss" seit damals dem Verfall preisgegeben ist, rankt sich eine Reihe von Sagen um das Gemäuer. Ein Großteil davon handelt von einem vergrabenen Schatz. So sollen einst Heiden auf Alt-Leonrod gehaust und zwei goldene Kälber wie Götter angebetet haben. Die Pest raffte die Burginsassen und die umliegenden Bewohner hinweg und die goldenen Kälber blieben bis heute verschwunden.

Schatz. Einst ging ein Bauer - so eine weitere Sage - ausgerüstet mit Hacke, Schaufel und Laterne nachts zur Ruine, um nach dem Schatz zu graben. Zufällig kam ein Rauchfangkehrer vorbei. Als dieser das Licht sah, wollte er wissen, was los ist. Er löste jedoch unabsichtlich einige Steinchen. Durch dieses Geräusch schreckte der Schatzgräber auf und erblickte die schwarze Gestalt an der Mauer. Er glaubte, er habe es mit dem Teufel zu tun und rannte mit einem Aufschrei davon. Auch wird davon berichtet, dass er tot umgefallen sei.

Die Sage vom goldenen Kalb dürfte wohl auch der Anlass dafür sein, dass immer wieder Schatzgräber - verbotenerweise - im Gelände der Ruine ihr Glück versuchen. Bei den wissenschaftlichen Grabungsarbeiten kamen jedenfalls nur Pfeilspitzen und eine Gürtelschnalle zutage.




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Oliver de Minnebach
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Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 30-10-2008 um 10:52


Gono, bist du Journalist?
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Motto: Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen

[*] Verfasst am: 30-10-2008 um 11:04


@Oliver de Minnebach ! Hallo, ein klares Nein ! Bin nur ein Interessierter....:cool:



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[*] Verfasst am: 30-10-2008 um 11:04


Zitat

Wissenschaftliche Arbeiten eines Grabungsteams unter der Leitung von Historiker Ernst Lasnik

Wieso kann Prof.Dr. Ernst Lasnik eine Grabung leiten ?
Im Bundesdenkmalgesetz steht:
§ 11. Bewilligungen und Verpflichtungen bei Grabungen nach Bodendenkmalen
(1) Die Nachforschung durch Veränderung der Erdoberfläche bzw. des Grundes unter Wasser (Grabung) und sonstige Nachforschungen an Ort und Stelle zum Zwecke der Entdeckung und Untersuchung beweglicher und unbeweglicher Denkmale unter der Erd- bzw. Wasseroberfläche dürfen nur mit Bewilligung des Bundesdenkmalamtes vorgenommen werden, soweit Abs. 2 und 9 nichts anderes vorsehen (Forschungsgrabung). Eine derartige Bewilligung kann nur an Personen erteilt werden, die ein einschlägiges Universitätsstudium absolviert haben. Bewilligungen können nur physischen Personen und nur für konkrete Grabungsvorhaben erteilt werden, die im Bewilligungsbescheid klar (unter Anschluss von Plänen, die der Antragsteller beizubringen hat) zu umschreiben sind. Bewilligungen gemäß diesem Absatz können mit Einschränkungen, Auflagen und Sonderregelungen verbunden sein (hinsichtlich Fläche und Tiefe, Art der Durchführung, Meldepflichten, Kontrollen usw.). Ein Rechtsanspruch auf Erteilung einer Grabungsgenehmigung auf Grund der Bestimmungen dieses Bundesgesetzes besteht nicht.


Prof. Dr. Ernst Lasnik hat KEIN einschlägiges Universitätsstudium absolviert. Er ist wie aus dem Zeitungbericht hervorgeht Historiker und KEIN Archäologe.
?????????????????????
Gruß Rambo
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Motto: Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen

[*] Verfasst am: 30-10-2008 um 11:32


Ja Rambo, dass dieser Mann mehr oder weniger unbefugt gräbt, wissen wir bereits. Da müssen sich andere die Köpfe darüber zerbrechen,
und ihm auch eventuell das Handwerk legen. Momentan sieht es jedoch so aus, dass der Mann so an Ansehen gewonnen hat, was weiss ich warum,
so dass er quasi einen Freibrief hat, um in Ruinen und Burgen zu graben. Möglicherweise hat er ja auch eine Genehmigung. Wir wissen es nicht genau.

Was ich jedoch noch anfügen wollte, ist mal abgesehen von historischen und sagengeschichtlichen Hinweisen, das Wissen der Kirche. Meiner Meinung nach
wird völlig unterschätzt, welches Wissen die Kirche in sich trägt. Der früher erwähnte Vergleich mit der Indiana Jones Geschichte ist gar nicht so verkehrt, denn auch hier wurde nach einem kirchlichen Relikt gesucht, und gut und böse stritten sich darum, es als erster zu finden. Die Rede ist vom heiligen Gral, den ja, wie wir alle wissen, Hitler wirklich suchen liess.
Aber ihr könnt mir glauben, dass die Kirche in den Händen des heiligen Grals ist, genauer gesagt in der der "Santo Caliz", der Kathedrale von Valencia.
Die wissen sogar die Blutgruppe von Jesus !!
Gruss, Gono38




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[*] Verfasst am: 30-10-2008 um 16:33


Die Gralssuche in allen Ehren, Aussagen wie oben sollten doch eher im Reich der Fiktion bleiben - Weltverschwörungstheorien sind zwar manchmal spannend, entbehren aber meines Wissens bisher immer jeglicher wissenschaftlicher Grundlage.
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Motto: Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen

[*] Verfasst am: 30-10-2008 um 18:17


Das hat ja nichts mit einer Weltverschwörungdtheorie zu tun, sondern um eine Tatsache. Für die Kirche selbst ist der Gral ja auch nichts besonderes, eigentlich nur der Beweis des letzten Abendmahles. Laut neuesten Erkenntnissen wurden Bluttropfen darauf entdeckt und analysiert, und welch Zufall, der genetische Abdruck passt mit dem vom Leichentuch von Turin 99,9% überein. Übrigens war der Papst erst kürzlich vor Ort (Valencia), um sich den Gral anzusehen.
Verstehe aber auch Andreas, rein wissenschaftlich betrachtet interssiert das nicht,
zumal der Gral ja auch nur ein Kelch aus Ton ist......
Gruss, Gono




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Motto: Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen

[*] Verfasst am: 30-10-2008 um 18:29


Ein weiteres Indiz gekoppelt mit einer Entwicklungsstudie:
Götterbilder
Den wahren Gott suchen?
von Arnold Stötzel


Damien Hirst, The Golden Calf, 2008
© Damien Hirst
Der britische Künstler Damien Hirst hat das hier abgebildete Objekt The Golden Calf mit vielen anderen am 16. 9. 2008 bei Sotheby’s in London meistbietend für 12,7 Millionen Euro versteigert. Es ist ein in Formaldehyd konservierter junger Bulle mit aus 18-ka­rätigem Gold gegossenen Hufen und Hörnern, auf dem Kopf eine Scheibe aus massivem Gold; mit einem Sockel aus Carrara-Marmor ist das Werk etwa vier Meter hoch und dreieinhalb Meter lang.

Es fällt auf, dass die Kunstszene vor allem von seiner unkonventionellen, spektakulären Vermarktung schockiert ist. Hirst lässt seine Werke – nicht unähnlich den Meis­tern des 16. Jahrhunderts – in mehreren Werkstätten nach seinen Plänen und Skizzen anfertigen und bietet sie, an den Galerien vorbei, den neu- und altreichen Kunstin­ves­toren global an.



Was Damien Hirst darstellt
Es ist ein Nutztier, das normalerweise in den Suppentopf wandert oder im schlechtesten Fall zu Hundefutter verarbeitet wird. Hier ist es durch kostbare Materialien ‘erhoben’ und erreicht durch die Konservierung gleichsam Zeitlosigkeit. Die Entrücktheit wird gesteigert durch das Podest aus Carrara-Marmor (auf der Abbildung nicht zu sehen), auf das der Kasten mit dem Tierkadaver wie in einem Aquarium oder Schrein zur Schau gestellt ist.

Die Verkaufsauktion stellte Hirst unter das Motto Beautiful Inside My Head Forever (Schön in meinem Kopf für immer) und will damit andeuten, dass er Ideen, Vorstellungen und Bilder aus der Mythologie (z. B. das Einhorn) oder aus der kulturellen Tradition neu inszeniert. Diese Ambition wird vor allem daran erkennbar, dass er seine Figur mit der gehörnten Sonnen-Scheibe auszeichnet. Damit lenkt er nur vordergründig weit in die Geschichte zurück: Der so geschmückte Stier war fester Bestanteil des ägyptischen Apis-Tierkultes und Symbol nicht nur für die Fruchtbarkeit und Kraft des Reiches, sondern für die Präsenz der göttlichen Potenz im Pharao. Deswegen wurden diese Apis-Stiere nicht geschlachtet, sondern nach dem Verenden einbalsamiert und in Sarkopha­gen beigesetzt.
Aber Hirst ist auch die weitere Geschichte dieses Symbol-Tieres nicht unbekannt. Indem er es Golden Calf nennt, übernimmt er die feindliche Degradierung des ägyptischen heiligen Stieres zum ‘Kalb’, die in der Bibel mit seiner Ironisierung einhergeht: Am Fuß des Berges Sinai, am heiligsten Ort und im entscheidenden Moment der Geschichte, nachdem Mose auf den Berg gestiegen ist, um die Thora aus der Hand Gottes entgegenzunehmen, fertigen die Israeliten mit Duldung und Unterstützung Aarons ein goldenes Kalb, feiern Orgien und akklamieren: „Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägypten geführt hat.“

Wer Israels Gott nicht ist
Die Exegeten sagen, historisch ha­be der Tanz um das Goldene Kalb gar nicht am Sinai stattgefunden, sondern erst viel später an den königlichen Heiligtümern des Nord­reiches Israel unter König Jerobeam I. (782–747 v. Chr.) in Bet-El und Dan. Erst damals sei Israel zu

der Einsicht gekommen, dass sein Gott nicht verwechselt und vermischt werden darf mit den Göttern der Heiden. Diese Unterscheidungsarbeit leis­teten vor allem die Propheten; sie gerieten deswegen in permanente Opposition zu den Königen, weil diese ihre Herrschaft und Macht auch in einem Stierbild repräsentiert sehen wollten.

Hirst teilt diese Ironisierung, wenn er das Goldene Kalb als jungen Stier im 21. Jahrhundert gleichsam wiederauferstehen lässt. Aber vor allem demonstriert er: Der Tanz um das goldene Kalb ist noch im Gang; und er selbst versteht es – selbst Teil des ‘Sys­tems’ –, ihn trotz Finanzkrise und Bankenzusammenbrüchen noch zu beschleunigen.

Zwei Tage nach der Hirst-Auktion am 18. 9., nachdem der Zusammenbruch einer weiteren Großbank zur Gewissheit geworden war, schrieb Frank Schirrmacher in der FAZ in ­einem Kommentar dazu unter dem Titel Das Zeitalter des Unglücks: „Eine sogenannte ­‘Finanzkrise’ kann in einer Gesellschaft, wo Finanzen die Synonyme für gesellschaftliche Rationalität geworden sind, nichts anderes sein als eine brutale Vernunftkrise. Es müssen irgendwo Verrückte herumlaufen, die bis Montag nicht aufgefallen sind, weil ihr Wahn identisch war mit der Logik des etablierten Systems.“

Die Zeitgleichheit der spektakulären Auktion des Golden Calf – ein verwandter Artgenosse steht vor der Frankfurter Börse – und die fassungslos konstatierte Vernunftkrise als ‘Offenbarung’ des andauernden Tanzes um das Goldene Kalb lässt vielleicht neu verständlich werden, warum in der biblischen Tradition der ‘heilige Stier’ nicht nur zum Kalb degradiert, sondern auch der Lächerlichkeit preisgegeben wurde: Götzendienst ist gegen alle menschliche Vernunft.
Genau das war auch der Tenor der Dankesrede, die der diesjährige Träger des ­Hil­degard-von-Bingen-Preises, der deutsch-jüdische Schriftsteller und Publizist Henryk M. Broder, am 14. 9. bei seiner Entgegennahme der Auszeichnung in Mainz hielt. Er sprach nicht von ‘Göttern’, sondern von neuen Ersatzreligionen und berief sich dabei auf Gilbert Keith Chesterton, den Erfinder des Pater Brown, der vor über hundert Jahren er­- staunt festgestellt hatte: „Seit die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht an nichts, sondern allen möglichen Unsinn.“

Wie man es von einem Zeitgenossen vom Schlage Broders nicht anders erwartet, gibt er Beispiele für diesen „Unsinn“: „Dass man soziale Gerechtigkeit durch ökonomische Gleichheit herstellen kann; dass Wohlstand und Arbeit voneinenander unabhängige Faktoren sind; dass einseitige Abrüs­tung Kriege verhindert und den Frieden garantiert; dass Armut die Ursache für Terrorimus ist; dass Selbstmordattentäter fehlgeleitete Idealis­ten sind; dass Stereoanlagen und ihre Tiefkühltruhen mit sauberem Strom laufen, der von einem Windrad generiert wird, während der Nachbar, der eine Eta­ge darüber wohnt, seine Kaffeemaschine und seine Mikrowelle mit schmutzigem Strom betreibt, der aus einem Atomkraftwerk kommt …“.

Bei aller beißenden Ironie und Kritik – auch am Gottesbild der ‘Gläubigen’ – weiß er aus seiner Tradition, auch wenn er sich als einen Agnostiker bezeichnet, dass das „Verlangen des Menschen, sich über seine eigene Exis­tenz zu erheben, sie ins Unendliche zu erheben, wohl eine anthropologische Konstante“ ist: „Niemand will lediglich ein Sandkorn im Sturm der Geschichte sein.“

Quaerere deum – Gott suchen
Zwei Tage vor Henryk M. Broders Dankrede, am 12. 9., sprach Papst Benedikt XVI. anlässlich seines Frankreichbesuchs im Collège des Bernardins in Paris über die Ursprünge der abendländischen Theologie und die Wurzeln der europäischen Kultur. Er sagte u. a.: „Wir sind davon ausgegangen, dass die Grundhaltung der Mönche im Zusammenbruch alter Ordnungen und Gewissheiten das quaerere De­um war – sich auf die Suche machen nach Gott.“ Und: „Die Neuheit der christlichen Verkündigung besteht in einem Faktum: Er hat sich gezeigt. Aber dies ist kein blindes Faktum, sondern ein Faktum, das selbst Logos – Gegenwart der ewigen Vernunft in unserem Fleisch ist.“




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Motto: Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen

[*] Verfasst am: 31-10-2008 um 09:47


Ihr könnt diesen ausgesprochenen Satz des Papstes interpretieren wie ihr wollt......für mich jedenfalls sagt dieser Satz alles.
Gruss Gono38




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Motto: Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen

[*] Verfasst am: 31-10-2008 um 09:57


Auf alle Fälle bedeutet es, dass das Wort "Glaube" in diesem Sinne durch das Wort "Wissen" ersetzt werden müsste.
Ist dies die neuste kirchliche Entwicklung im 3.Jtsd. ??
Und wird vorallem die Kirche dazu bereit sein, uns dieses Wissen zu vermitteln ?
Oder sind wir dazu noch nicht bereit ?
Was meint ihr dazu ?




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[*] Verfasst am: 31-10-2008 um 11:26


Bin ich da eh noch richtig... auf der Burgenseite!?! Eine Seite für Profis und Laien, bauforscher, Historiker, Archäologen und gleich Gesinnte?

Oder ist das hier das Forum für Gralsucher???

Oida,gono38... was geht in dir vor?

lG Oliver
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Motto: Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten noch vor dem Kaiser kriechen

[*] Verfasst am: 31-10-2008 um 12:50


Was in mir vogeht ? Du, ich bin ja eh ein Burgenfan. Mich interssieren halt nicht nur die Steine der Ruinen, sondern auch das Ganze drumherum......für mich jedenfalls gehört das alles dazu. Wenn meine Gedankengänge für Dich ein Problem sind, dann lies einfach meine Beiträge nicht.
Gruss, Gono38




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Roko63
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[*] Verfasst am: 31-10-2008 um 21:25


Also bitte,das grabtuch von turin ist doch bekanntermaßen eine fälschung vom alten Leonardo,der damals schon mit fotografie experementiert hat!Das blut in dem ominösen kelch kann von sonstwem sein ,ob von jesu ist mehr als fraglich! oder gibt es irgendwo knochen zum vergleich? oder ist der nachfahre von jesu bekannt? lg roko
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lady kitten
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[*] Verfasst am: 31-10-2008 um 21:27


Nix für ungut, das mag alles sehr interessant sein, das Thema des Beitrags heißt aber Altleonrod, die Gralssuche passt da nicht wirklich dazu. Vielleicht wäre es gut einen eigenen Bereich im Forum einrzurichten um dort zu diskutieren? Der Heilige Gral hat schließlich auch mit dem MA zu tun. :-)
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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 1-11-2008 um 08:59


Lieber Gono nix für ungut,... ich will dich auch nicht aus dem Forum rausekeln, aber bitte bleib ein bisserl sachlicher.

Alle Quellen auf die du dich beziehst sind schon nicht einmal Tertiärliteratur. Auch das Neue Testament in seinen vielfältigsten erzählformen stellt ja nur eine Sekundärquelle dar.

Und jetzt frei nach Lady kitten,... wir sind im Beitrag für Altleonrod...also Hokus-Pokus no way!


Bilder und Beschreibungen posten, das ist doch viel besser!

lG Oliver
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Rambo
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[*] Verfasst am: 1-11-2008 um 09:02


Bis jetzt gab es hier im Forum immer sachliche Diskussionen selbst wenn wir gegenteiliger Ansicht waren.
Richt es handelt sich um den Beitrag um Altleonroth. Ich persönlich halte nichts von Gral oder Schweißtuch & Co. es ist nicht einmal erwiesen, dass es einmal einen Mann mit Namen Jesus gab.
Vielleicht könnte der Amin den Beitrag trennen damit wier beim Thema Altleonroth bleiben können.

Gruß Rambo

Rambo hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 1-11-2008 um 23:58


Ich finde die Überlegungen von Gono38 hochinteressant. Sie haben zwar nichts mit Alt Leonroth zu tun, doch ich bin ganz schön ins Grübeln gekommen. Hab fast einen ganzen Tag im Internet nach Beweisen zu seinen Aussagen gesucht und bin da auf vieles gestossen, was diesen Theorien zumindest teilweise nahe kommt. Aber zurück zu Alt Leonroth. Bin extra von Leoben angereist, um mir diese Ruine mal anzusehen. Ich muss gestehen, dass sie ziemlich schwer zu finden ist. Die zwei Halsgräben sind wirklich beeindruckend. Die Ruine ist sehr zerfallen. Eigentlich stehen nur mehr zwei kleine Mäuerchen. Trotzdem kann man sich auf Grund der Bodengegebenheiten gut vorstellen, wie sie einmal ausgesehen haben könnte. Das tief gegrabene Loch in der Zisterne (von Gono38angesprochen) hab ich auch begutachtet. Ebenfalls interessant ist, dass der Berg in einer 180° Kurve zur Teigitsch liegt. Den selben Radius müsste auch der damalige Weg gemacht haben. Bin da entlang gegangen, nur plötzlich hört dieser Weg auf....Weiss vielleicht jemand etwas genauer Bescheid über diesen Weg ? Oder führte er damals nicht aussen rundum und bog schon im ersten Halsgraben ab ?



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Rambo
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[*] Verfasst am: 2-11-2008 um 08:31


Auch ich reise von Leoben an wenn ich weststeirische Burgen/Ruinen besichte:cool:
Abe rich muss gestehen ich habe Heimvorteil. Ich besuche viele Anlagen im Bezirk Voitsberg und wundere mich oft warum gearade in der Weststeiermark so viel in ruinen gegraben wird. Im Bezirk Leoben herscht in diesem Punkt nahezu "Totenstille"
Gruß Rambo
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gono38
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[*] Verfasst am: 3-11-2008 um 09:18


@Egon das Schwert !
Ich denke, dass der Weg damals nicht direkt an der Burg vorbei lief, sondern untem im Tal der Teigitsch entlang, da es da hinauf viel
zu beschwerlich gewesen sein muss.
Gruss, gono38




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Rambo
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[*] Verfasst am: 3-11-2008 um 09:31


So einfach darf man sich das nicht vorstellen. Der Teigitschgraben ist ein "wilder" Graben sehr zerklüftet usw. Der Weg wird sicherlich höher angelegt worden ( Hochwasser Sumpf usw.) sein ich meine der alte Weg (heute nur noch ein breiter Fußweg) durch den Teigitschgraben führt und der sich etwa auf Höhe der Ruine den Teigitschbach überquert dürfte bereist damals vorhanden gewesen sein. Meiner Meinung nach war der unwirtliche Teigitschgraben mit dafür verantwortlich, dass man einen neuen Weg gesucht und gefunden hat. Dadurch wurde Altleonroth nur noch sehr sporadisch genutzt. Das Altleonroth allerdings berets im 15 Jhd. dem Verfall preisgegeben wurde ist fast nicht vorstellbar. Eine Nutzung gemeinsam mit den Nachbarburgen Leonroth, Krems kann ich mir ohne weiteres vorstellen. Allerdings hat Altleonroth keine wirkliche strategische Bedeutung mehr gehabt.
Gruß Rambo
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gono38
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[*] Verfasst am: 3-11-2008 um 10:14


Da bin ich Deiner Meinung. An der Stelle, wo die heutige Brücke steht, oder noch ein bisschen weiter ins innere des Grabens muss eine Brücke gewesen sein. Vielleicht mit einer kleinen befestigten Wehranlage aus Holz, welche von der Burg aus zu Fuss schnell erreichbar war. Werde mir diesen Weg am WE mal genauer ansehen......
Gruss, Gono38
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