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Autor Betreff: Primaresburg
Andreas
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[*] Verfasst am: 6-12-2006 um 17:19
Primaresburg



hab im Internet nurfolgendes dazu gefunden

Matthias Wiendl
Der Geheimstollen

Letzten Sommer spazierten mein Bruder und ich auf den Franziskanerkogel bei Maria Lankowitz, um die ausgegrabenen Überreste der Primaresburg zu besichtigen.

Während wir alles abgingen, entdeckten wir plötzlich am südöstlichen Steilhang knapp unterhalb der Burganlage bei einem größeren Felsen einen stollenartigen Eingang. Der Stollen war von der Talseite her direkt ins Felsgestein in den Berg hinein gehauen worden. Zum Glück hatten wir unsere Taschenlampen mit dabei und so stiegen wir vorsichtig in den Stollen hinein, wobei uns sicherlich etwas mulmig wurde. Zuerst führte dieser einige Meter schräg nach unten und plötzlich nahm er einen senkrechten Verlauf. Wir leuchteten hinunter und sahen, dass der Stollen nach ca. 1,5m plötzlich endete, so als ob er zugeschüttet worden wäre. Es war alles so unheimlich, weil wir uns nicht vorstellen konnten, von wem, wann und aus welchem Grund dieser Stollen eigentlich hergestellt worden sein könnte, denn bis auf Quarzkristallen gab es dort nichts zu sehen und auch einen Zusammenhang zur Burg konnten wir uns auf Grund der Lage nicht vorstellen. Was mag es wohl mit diesem Stollen auf sich haben? Zu Hause erzählten wir unserem Vater von unserer Entdeckung. Dieser meinte, dass es sich vielleicht um den Zugang zu jenem Stollen handeln könnte, von dem man sich erzählt dass er einst als geheime Verbindung zwischen der Primaresburg und dem Schloss in Maria Lankowitz diente. Unser Vater konnte sich zu dem noch aus seiner Jugendzeit daran erinnern, dass man auf diesem Stollen bereits einmal gestoßen sein muss und zwar im Zuge eines Garagenzubaus in der Konradsiedlung, welche am Fuße des Franziskanerkogels in derselben Himmelsrichtung liegt. Damals ist man beim Aushub im Berg auf einen Stollen gestoßen. Mehr konnte er darüber auch nicht erzählen.

Auf alle Fälle ist es für meinen Bruder und mich eine der interessantesten Entdeckung die wir jemals gemacht haben und vielleicht erfahren wir eines Tages, was es wirklich damit auf sich hat.
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Rambo
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[*] Verfasst am: 6-12-2006 um 17:37
Primaresburg



Ich habe dreimal bei den Grabungen auf dem Franziskanerkogel mitgearbeitet. Allerdings halte ich es wie Klöpfer und vermute die Primaresburg auf dem Hanskogel. Der Hanskogel ist der dominierende Berg . Das was man auf dem Franziskanerkogel heute noch erkennen kann sind lediglich die Reste der Burganlage der Gradner
Natürlich habe ich eine Menge Dias von den Grabungen und es gibt sogar eine Diplomarbeit über die Primaresburg.
Und hier eine Luftaufnahme auch hier sieht man deutlich das der Franziskanerkogel eher zurückgesetzt gegenüber dem Hanskogel ist
Ach übrigens das was in dem Beitrag von Andreas als Bergkristall erwähnt wird, ist Doppelspat den man in den Höhlen gefunden hat. Als Kinder haben wir diese Kristalle immer gesammlet. Der Franiskanerkogel war unser Lieblingsspielplatz :-)
In einer der Höhlen gibt es auch noch eine Zisterne?? zu bewundern
Gruß Rambo

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Ronny-PG
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Motto: Sind doch nur a paar alte Steine...

[*] Verfasst am: 6-12-2006 um 20:13
Primaresburg



Ein Vorschlag wäre der Bezirk Voitsberg in der Weststeiermark.

Mögliche Ziele:
- steirisches Burgenmuseum im Schloß Kainach
- Ruine Hauenstein
- Ruine Krems
- Ruine Klingenstein (mit 3-echigem Bergfried)
- für die Kletterfreudigen: die Überreste der Primaresburg am
Franziskanerkogel.

du hast den gemütlichen ausklang in einem gasthof vergessen *gg*

also ich wär dabei. is zwar ein stück von mir entfernt, aber halb so schlimm.
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DerGraf
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[*] Verfasst am: 7-12-2006 um 16:16
Primaresburg



Zitat
Originally posted by Rambo
Allerdings halte ich es wie Klöpfer und vermute die Primaresburg auf dem Hanskogel. Der Hanskogel ist der dominierende Berg .


Eine interessante These, wobei ich mich aber frage warum der Zigöllerkogel zwar von Kelten und Co besiedelt wurde, aber dann schließlich keine Burg darauf gebaut wurde. Dieser Berg schreit ja förmlich danach.
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Rambo
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[*] Verfasst am: 7-12-2006 um 17:20
Primaresburg



NEIN niemals der Zigöllerkogel. Die Höhlenfunde und nur um Höhlenfunde handelt es sich hier sind nicht aussagekräftig genug.
Wenn du dir einmal die Mühe machst und auf den Zigöllerkogel raufgehst, wirst du schnell merken da kann nix sein. gegen Der ganze Bergrücken zieht sich ins Gradnertal rein und wenn man auf dem Zigöllerkogel eine Burg stehen hat, hat man gegen Süden keine Möglichkeit zB den Übergang über die Gössnitz zu kontrollieren.

Dafür gibt es in en Höhlen des Hanskogel auch Inschriften und zum Sattelgreger hin kommt man an einer Stelle die sehr verdächtig wie eine Turmburganlage aussieht. Außerdem darfman ie vergessen, hier steht auch die Kirche St. Johann und diese wurde auch bereits 1394 erwähnt. So abwegig scheint mir der Gedanke Hanskogel doch nicht zu sein. Wir dürfen nie vergessen, die Primaresburg wurde bereits 1066 erwähnt, da kann man von einer richtigen Burg sicherlich noch nicht sprechen. Es dürfte sich vielmehr um einen Turm eine Befestigung oder so was in der Art gehandelt haben. Eher eine Turmburg als eine Burg im langläufigen Sinn. Auf dem Zigöllerkogel habe ich keinen Hinweis auf eine Befestigung gemacht, was allerdings nicht heißen soll das es da nichts gegeben hat.
Wenn man sich die Karte rund um Köflach ansieht kommen natürlich auch noch andere Berge in Frage zB der Alpine( Spitzkogel) oder der Rüstkogel. Es wird schwer sein diese Burg wirklich endgültig zu lokalisieren.
Aber vielleicht wäre es doch besser ein eigenes Thema betreffend der Primaresburg aufzumachen
Gruß Rambo
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DerGraf
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[*] Verfasst am: 13-12-2006 um 17:09


Der Zigöllerkogel ist nur eine Vermutung.
Was ich mir aber anhand von Indizien zusammenreimen kann: Im Köflacher Wappen wird ja mit hoher Wahrscheinlichkeit genau diese Befestigungsanlage "Primaresburg" dargestellt. Zusätzlich sieht man noch einen Bach, das könnte z.B. der Gradnerbach sein. Dies spräche wiederrum gegen den Franziskanerkogel, aber für Hans- bzw Zigöllerkogel, da dieser Bach genau dazwischen fließt.
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Rambo
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[*] Verfasst am: 13-12-2006 um 18:57


Nun im Wappen von Köflach ist kein Bach enthalten (siehe Bild)
Wappen: Das Wappen Köflachs zeigt im blauen Feld einen gequaderten Rundturm mit offenem Tor. Über dem Erdgeschoß des Turmes erhebt sich ein verjüngtes Obergeschoß mit zwei Rundbogenfenstern, das einen Zinnenkranz trägt. Wann und von wem das Wappen de jure dem Markt Köflach verliehen wurde, ist nicht bekannt. Die blaue Grundfarbe könnte auf die Zugehörigkeit zum Stift St. Lambrecht hinweisen, dessen Wappen die gleiche Grundfarbe hatte. Der Turm, der eines der frühesten Wappensymbole darstellt, läßt auf ein hohes Alter des Wappens schließen Ich bin eher der Meinung um bei den Turm handelt es sich um die Veste Grueb und nicht um die Primaresburg. Als das Wappen der Stadt Köflach entstanden ist war von der Primaersburg sicherlich nichts mehr erhalten.
Vor allem stellt sich die Frage warum sollte gerade das Wappen von Köflach einen Hinweis der Primaresburg enthalten wo doch fast alle Hinweise auf die Burg im Gemeindegebiet von in Maria Lankowitz zu suchen sind.
Wenn man sich mit der Primaresburg beschäftigt, muß man zwangsläufig von dem ausgehen, was man darüber weiß und das ist ja nicht wirklich viel.
Es ist nicht einmal sicher, das die Burg überhaupt in der Nähe von Köflach gestanden hat es bieten sich auch einige andere interessante Möglichkeiten an.
Warum nicht in der Gössnitz = ein alter Gebirgsübergang dafür spricht jedoch auch wieder der Hanskogel der auch dann sehr gut liegt. Das Ganze scheitert an der Tatsache, das niemals ernsthaft danach gesucht wurde , auch nicht von mir.
Wenn man die Funde der Grabung auf den Franziskanerkogel kennt finde ich da nicht wirklich was auf eine frühe steirische Burg hinweist.
Einzig und allein die Burg der Gradner die auf dem Kogel gestanden hat, hat einiges hinterlassen.
Aber es ist immer eine Diskussion wert, wo die Burg gestanden haben soll.
Gruß Rambo

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[*] Verfasst am: 13-12-2006 um 19:39


Selbst auf der Karte von Visher 1678 ist nichts mehr von der Burgstelle zu erkennen, aber auch nichts von der Burgstelle der Gradneraus dem 1500 Jhd welche auch auf dem Franziskanerkogel gestanden haben soll.
Gruß Rambo

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DerGraf
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[*] Verfasst am: 14-12-2006 um 09:17


Zitat
Originally posted by Rambo
Nun im Wappen von Köflach ist kein Bach enthalten (siehe Bild)


Ich kenne auch die Version des Wappens die wie auf dem Bild aussieht. (Ich habe hier mal den Bach ergänzt.) Deswegen eben die Annahme, dass es sich dabei um denn größten Bach in Köflach (Gradnerbach) handeln könnte. Aber wie gesagt ist all das natürlich nur eine sehr wage Vermutung. Wobei ich gerade sehe, dass die Stadt erstmals 1170 erwähnt wurde. Da kann es dann natürlich so gewesen sein, dass das Wappen vergeben wurde, als von der Primaresburg nichts mehr stand.

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[*] Verfasst am: 14-12-2006 um 10:27


Ja, auch diese Version vom Wappen kenne ich. Ich würde jedoch annehmen, da es sich bei dem "Bach" um einen Weg handelt.
Zu Weihnachten bin ich übrigens wieder "daheim" in Köflach bei meinen Eltern und wenn es meine Zeit erlaubt, werde ich mich ein wenig in der Gegend umsehen, vor allem der "Spitzkogel" hat es mir angetan, ich habe da noch etws zu fotographieren.
Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 2-8-2007 um 13:10


Heute habe ich in meinen Unterlegen und Ordnern was gesucht
Dabei sind mir diese Zeitungsartikel von den Grabungen auf dem Franziskanerkogel in die Hände gefallen.
Interessant, welche Vorstellungen vor allem die Politikern mit der Grabung auf dem hatten. Nichts von all dem ist realisiert worden. Im Gegenteil, es wurde wenn man es von heutiger Sicht aus betrachtet, mehr zerstört als es die Jahrhunderte vorher schafften. Keine Rede von einer ordentlichen Konservierung der Mauern keine Rede mehr Fremdenverkehr usw. Lustig ist es auch, wenn man seinen Namen hin und wieder mal in den alten Zeitungsartikeln zu sehen bekommt.

Ein bisschen Geduld müsst ihr jedoch haben, es ist eine große Datei

http://www.hundeschule-murtal.net/lui/Diverses/Primaresburg/Primaresburg%20Ze...

Gruß Rambo
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martin
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[*] Verfasst am: 2-8-2007 um 17:53


Als jemand der sich als engagierter Autodidakt mit Bauforschung beschäftigt, sehe ich die Bemühungen der offiziellen Archäologie mit einer Mischung aus Unverständnis und Schmunzeln.
Etwas jovial ausgedrückt, geht der Archäologe z.B. auf die Ruine Gösting, gräbt im Burghof ein Loch und kommt dann freudestrahlend zur Erkenntnis daß es hier einmal eine Burg gegeben hat.
Auch der Umstand, daß nun schon seit 30 Jahren darüber gestritten wird auf welchem Hügel die Primaresburg eigentlich gestanden ist, fällt in diese Kategorie. Eine Verschwendung von Resourcen.
Ich sage das so scharf weil in Sachen Bauforschung ( sprich Erforschung der real existierenden, in der Landschaft stehenden Burg mit aufrechtem Mauerwerk ) absolut null geschieht. Alle 10 Jahre gibt es ein Bauforschungs-Projekt, üblicherweise bevor ein Schloss für eine Landesausstellung o.Ä. umgebaut wird.
Ein systematischer Ansatz die steirischen Burgen ( wohlgemerkt die Burgen die noch aufrecht dastehen ) in ihrer Entwicklungsgeschichte zu erfassen ist mir nicht bekannt. Das letzte was hier passiert ist, waren einige Pläne als sich A.Klaar in den 1960ern in die Steiermark verirrt hat.
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Rambo
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[*] Verfasst am: 2-8-2007 um 19:21


Hallo Martin!
Ich kann das sehr gut nachvollziehen, das Problem ist, wer soll das machen. Es fehlt an Geld, an den richtigen Leuten und vor allem am Interesse.
Es wird schon als Erfolg verbucht wenn man auf einer Ruine gräbt und feststellt, da stand mal ein Bauwerk.
Es ist nicht einfach wenn man zB einen Sponsor zufrieden stellen muss, da muss man was finden und herzeigen können um die Sponsorgelder zu rechtfertigen. Darüber könnten wir lange diskutieren. Ich will nicht aus den „Nähkästchen“ plaudern, aber ich habe so manches auf den Grabungen ( auch „Burgengrabungen“) erlebt und gesehen. Nur was soll`s es ist ohne Interesse, selbst wenn manches nicht so ist wie man es gerne darstellt.
Gruß Rambo
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karolyi
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[*] Verfasst am: 3-8-2007 um 09:57


Es wird immer wieder über dies und das diskutiert, ich habe aber den Eindruck gewonnen, dass sich nur wenige Forscher, aber auch Teilnehmer unseres Forums, sich ernsthaft mit der Geschichte einer Region über die berichtet oder diskutiert wird auseinandersetzen. Gerade hier im Kainachtal haben wir eine der Strategisch wichtigsten Regionen in der Steiermark. Bereits in der Keltenzeit und noch früher haben wir hier genügend Anhaltspunkte was diese Wichtigkeit schon für damals unterstreicht.
Nun aber in die Zeit der Burgenforscher. Grenzen wie wir sie Heute kennen sind in der Vergangenheit anders verlaufen und so können wir Heute nicht mehr von einem pol. Bez. Voitsberg oder Deutschlandsberg für damals sprechen. Diese Grenzen sind für unsere Forschung ein großer Nachteil, auch die Zeit ist eine Grenze, und so kommen wir zu keinem Ergebnis wenn wir in engen Grenzen denken. Es sind in der Landschaft durchaus noch vereinzelt Grenzsteine aus vergangener Zeit zu finden, und die zeigen uns heute noch, wie die möglichen Grenzen damals verlaufen sind. Was wir auch bedenken müssen ist, dass die gesamte Koralm einstmals ein norisches Pollwerk war. Erst später wurde die Mur zur Grenze.
Mit Zuname des Handels hat sich für das Kainachtal die Wichtigkeit im frühen Mittelalter noch zusätzlich verstärkt und so schenkte Kaiser Otto der III um ca. 990 etwa 100 Königshuben den Markgraf Adalbero im Kainachtale. Da finden wir erstmals Urkundlich eine bestimmte Angabe einer Region. Somit finden wir hier „erstmals“ die Eppensteiner in Urkunden in dieser Region. Ich bin mir sicher, dass in Bamberg in div. Archiven noch weitere Urkunden sind. Die Präsents der Eppensteiner hier Orts beweisen uns auch bestimmte Ortsnamen wie Stallhof. Diese Stallhöfe waren zur Eppensteiner Zeit landwirtschaftliche Vorratshöfe und später sind daraus eben diese Orte wie Stallhof; Stallhofen usw.entstanden. Wenn ich das alles berücksichtige, so erstreckt sich die Eppensteiner Herrschaft sehr wohl bis weit in die Region Deutschlandsberg und Leibnitz. Deshalb möchte ich hier auch auf unsere Diskussion im Forum von Leonroth hinweisen, welches auch ganz gut zu dieser Diskussion dazu passt. Ich will damit sagen, dass alle jene die sich mit der Erforschung solcher Burgen oder Wehranlagen auseinandersetzen, sich der Tatsache stellen müssen, dass die letztendliche Erbauerzeit nicht gleich der Entstehungszeit einer solchen Anlage entspricht.
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karolyi
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[*] Verfasst am: 3-8-2007 um 10:05
Grezstein



Dieser Grenzstein befindet sich auf der Koralm und bekundet die Grenze vom Bistum Brixen

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karolyi
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[*] Verfasst am: 3-8-2007 um 10:07
Grenzstein



Hier ist das Zeichen von Salzburg zu erkennen

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[*] Verfasst am: 3-8-2007 um 11:24


@ karolyi
Es ist irgendwie erschütternd, das wir aus der Zeit vor 1000 Jahren so wenig wissen.
Wir wissen über die Römer mehr als über die Zeit um das 1. Jahrtausend. (Es fehlen uns aber auch ein paar hundert Jahre nach dem Niedergang des römischen Reiches und dem Frühmittelalter.)
Es legt sicherlich auch daran, das sich unsere „Wissenschafter“ sich dieser Zeitepoche, aus welchem Grund auch immer nicht annehmen wollen.
Das die Grenzen früher anders waren ist klar und sicher. Nur wie soll man herausfinden wo die Grenzen verliefen. Eine der Grenzen der „Ursteiermark“ wie du treffend bemerkt hatest war ohne Zweifel die Koralpe. Nur wo befanden sich die alten Handelsweg welche ohne Zweifel auch ins Murtal führten. Sicherlich wurden Römerwege bis weit ins Mittelalter hinein benutzt. Es undenkbar, das man diese Straßenverbindungen mit ihrer Infarstruktur. nicht weiter nutzen sollte. Die heutigen Übergänge wurden vielleicht auch genutzt, aber es muß noch andere wichtige Übergänge geben. Ich bin der Meinung, dass es einer der Übergänge von Kainach über die Gleinalpe nach St.Stefan und von dort über das Liesingtal ins Ennstal führte. Nur wie bereits erwähnt ist es sehr schwer einen wirklichen Beweis dafür zu erbringen.
Aber ich denke, die Möglichkeiten der Verkehrsverbindungen wäre im Forum ein einen eigenen Beitrag wert.
Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 3-8-2007 um 17:34


Es ist vollkommen richtig, dass uns die Alten Handelswege mehr zeigen als die Wissenschaft wahrhaben will. Ich versuche seit langer Zeit diese Wege zu finden, es ist aber ein sehr mühsames unterfangen und ich finde dabei auch immer wieder geschichtliche Ungereimtheiten. Weiters müssen wir bedenken, dass zur Völkerwanderungszeit so einiges an Wehrbauten vernichtet worden ist. Es gab kaum eine intakte Befestigungsanlage mehr und schon aus diesem Grund mussten die nachrückenden Besatzer eine Befestigung errichten welche innerhalb weniger Wochen fertig war und das Land wieder geordnet Verwaltet werden konnte. So sind auch in unserer Region Holzburgen entstanden (Turmhügelburgen) die wir in heutiger Zeit nur mehr sehr schwer finden. Es sei denn, dass eine neue Burg später an gleicher Stelle oder in näherer Umgebung errichtet worden ist. Ich kann immer wieder nur Hollenegg als das wohl beste Beispiel nennen, wo die alte Turmhügelburg neben dem neuen Schloss bestand hatte.
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[*] Verfasst am: 3-8-2007 um 18:08


Ich kenne auch einige Turmburghügel, ja ich kenne sogar die eine oder andere Vorburg einer heutigen Ruine welche sicherlich viel älter sein muss, zB. Kaisersberg Nur wo sind die Funde aus der Völkerwanderungszeit, warum haben wir fast nichts aus dieser Epoche? Wurden wirklich nur "Holzburgen" gebaut. Ich sage nein, es muss "feste Burgen" gegeben haben nur stellt sich die Frage wo standen diese Burgen. Möglicherweise nicht unbedingt an den bekannten Durchzugsstrecken sondern im "Hinterland"
Man muss alles ins Auge fassen und vielleicht neue Wege gehen um Licht ins Dunkel der Geschichte zu bringen.
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[*] Verfasst am: 3-8-2007 um 21:48


Einige spätantike Wehranlagen aber auch karolingische Burgen haben sicherlich diese Kriegswirren der Völkerwanderung überstanden. Genau diese sind aber später grausamen Herrschern zum Opfer gefallen. Wer das Gelände kennt, wo die besagten Holzburgen gestanden sind, wird ehestbald begreifen warum kein Archäologe sich in diese Gegenden vorwagt. Die waren zumeist in derart unwegsames, zumeist noch in versumpften Gelände versteckt, wo auch heute noch der Fuchs Gute Nacht sagt. Weiters finden wir nach der Römerzeit keine Grabhügel mehr und das erschwert die Suche. Hier sind wir wirklich auf Zufallsfunde angewiesen.
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[*] Verfasst am: 4-8-2007 um 07:06


Römische Hügelgräber gab es ab den 2 Jhd keine mehr. Danach wurden auch die Römer in Körpergräber bestattet.
Mit der Aussage " wird ehestbald begreifen warum kein Archäologe sich in diese Gegenden vorwagt" hast du meine volle Unterstützung.
Das ist allerdings nicht nur ein Problem der Mittelalterarchäologie, sondern ein Problem der gesamten Archäologie.
Ich will es einmal so erklären.
Ich habe von einigen Grundbesitzern die ausdrückliche Erlaubnis auf ihren Grundstücken zu suchen, diese zu befahren usw. Nur es handelt sich bei diesen Grundstücken um etwa 1000 ha Wald, Wiesen, Almen usw. Teilweise sehr schwer zugängig. Wenn man sich jetzt vorstellt, wie viele Berge, Täler aber auch Almwüstungen auf diesen Grundstücken zu finden sind, wird man schnell erkennen das ein einziger Mensch in seinem Leben so ein Gebiet niemals alleine begehen und die Fundorte lokalisieren kann. Wenn man sich jetzt auch noch vorstellt wie viel man auf so einem relativ kleinen Gebiet übersieht oder einfach nicht erkennt, kann man sich leicht vorstellen, dass noch sehr viel verborgen ist und bleibt.
Von einem Archäologen kann man ohnehin nicht erwarten dass er in der Gegend herumsucht.
Es ist halt leichter bekannte Fundstellen abzugrasen.
Es gibt nur sehr wenige, die wirkliche Feldarbeit betreiben. Ich bin manches Mal mit einem Archäologen einem anderen Gebiet vor allem in der Weststeiermark unterwegs, ich muss sagen wir haben das eine oder andere Erfolgserlebnis. Leider jedoch sind auch Tage dabei, wo wir als "Schneider" heimgehen. Das nächste Problem ist es wo soll man die neuen Fundstellen melden. Wer die steirische Archäologische Szene kennt, weiß dass dies nicht so einfach zu beantworten ist. So liegt es nicht in meinem Interesse das ich tagelang ein Gebiet begehe, Fundstellen beschreibe und dann stellte man fest, das Fundberichte an „ Privatpersonen“ weitergegeben werden und diese Personen durchwühlen die bisher unbekannten Fundstellen. Nicht nur das es Ärger mit den Grundbesitzern gibt nein es ist einfach Frustrierend wenn man sich dann vor Augen halten muss hätte ich nicht gemeldet, wäre diese Fundstelle erhalten geblieben.

Aber selbst wenn man eine Fundstelle meldet und nach einem oder zwei Jahren feststellt, dass gerade auf so einer Fundstelle ein Industrieobjekt gebaut wurde und kein Archäologe „nachgesehen“ hat was dort los war, wird man früher oder später frustriert und nachdenklich. Das einzige was bleibt ist den „Aushub“ abzusuchen und die kargen Fundstücke aufzusammeln und aufbewahren. Wichtige Erkenntnisse kann man so allerdings keine erlangen. Dafür wurde wieder die Tür zu einem Stück unserer Geschichte für immer zugeschlagen.
Es ist mir bewusst, das durch meine zögernde und mangelte Fundortmeldung der Archäologie, auch der Mittelalterarchäologie ein schlechter Dienst erwiesen wird, aber damit muss ich wohl oder übel leben. Es wäre an der Zeit das sich die maßgeblichen Herrn und Damen Gedanken darüber machen, wie sie interessierte Leute dazu anhalten können ihre Hobby und ihre Interessen in den Dienst der Archäologen zu stellen. Es ist mir auch klar, das nicht jeder mit jeden kann, aber auch dieses menschliche Problem könnte man mit ein wenig guten Willen lösen. Es fehlt einfach an der Gesprächsbereitschaft.
Bis es jedoch soweit ist, muss ein Archäologe wohl oder übeln eine Fundstelle selbst finden, er muss sich selbst aufmachen und danach suchen. Vielleicht ist es ohnehin besser, wenn viele Fundstellen nicht gefunden werden, so bleibt wenigstens etwas erhalten, vielleicht haben spätere Generationen eine andere Einstellung zu diesem sensiblen Thema.
Aus meiner Erfahrung heraus kann ich also sagen, in unwegsamen einsamem Gelände, können sich noch sehr viele interessante Objekte (ich meine sicherlich nicht Fundstücke) verstecken, welche für die Geschichte von sehr hohen Wert sind.
Und so suche ich aus reinem Interesse an der Vergangenheit, mache meine Aufzeichnungen usw. und meine Kinder werden all den „Krempel“ einmal wegwerfen. Wer kann schon sagen, wie viel so verloren gegangen ist und erst wieder mühevoll neu entdeckt werden muss.
Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 4-8-2007 um 12:00


Ich verstehe den Frust von Rambo. Jeder der in dieser Arbeit irgendwie involviert ist kann sich selbst dort wieder finden. Mir geht es genau so. Ich liefere jedoch meine Arbeiten seit einiger Zeit im LA und in der LB ab. Meldungen mache ich nur mehr wenn Gefahr in Verzug ist, und dann wird auch parallel nach Wien ins BDA gemeldet.
Aber nun wieder zurück zum eigentlichen Thema. Ich habe hier die 100 Königshuben bereits angeführt. Da scheinen viele nicht zu wissen, wie viel das in der heutigen Zeit an Fläche ist. Nun, dass sind beinahe der gesamte Bezirk Voitsberg an flächenmäßiger Größe wie er momentan ist. Bitte denkt einmal darüber nach. Es kann meiner Meinung nach ein Kaiser nur dann so viel an Grund einen vertrauten Untertanen weiter geben, wenn dieses Gebiet schon immer ein strategisch wichtiger Punkt für einen Herrscher war. Ich denke darüber müssen wir uns besonders Gedanken machen. Was war der Nutzen dieser Region?
Wie gesagt, ich vertrete die Meinung, dass bei diesem Grund auch Teile vom Heutigen Bez. Deutschlansberg und Leibnitz dabei waren. Das zeigt mir auch die Verbindung zwischen den Leonrother und Lemsitzer Geschlecht. Genau wie ich auch glaube zu erkennen, das die von mir aufgezeigten Holzburgen in unserem Raum, von den Slawen hier errichtet wurden, fast immer aus Notwendigkeit gegenüber den Awaren.
Es ist auch urkundlich belegt, dass im Bez. Voitsberg die meisten Burgen von den Traungauern übernommen worden sind. Und da richtet sich meine Frage an alle Teilnehmer, warum sind hier die meisten Burgen im Voitsberger Raum aus dem 13 und 14. Jhdt.? Habe ich vielleicht etwas übersehen, oder habe ich mit meiner aussage von Ottokar und von Albrecht doch recht und unsere Burgenforscher haben die Mauerreste nicht genau genug inspiziert? Den nach dem Tod von Albrecht hat hier der Burgenbau erst so richtig begonnen. Waren das nicht allesamt bereits bestehende Altburgen? Ist doch denkbar, wenn man berücksichtigt, dass die 100 Königshuben bereits drei bis vierhundert Jahre früher schon die Eppensteiner bekommen haben. Möglicherweise hat es da bei dieser Übername bereits einen Altburgenbestand gegeben. Also Fragen über Fragen, und da währe es schön, wenn hier auch noch andere Burgen-Forscher ihre Erfahrung und ihr Wissen einbringen würden. Oder getraut sich keiner bis zu dem Eppensteiner Geschlecht vorzudringen?
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Ich habe mich mal schlau gemacht und wenn ich richtig rechne kommt Folgendes raus.
Eine Königshube = 90 Joch also kann man vereinfacht sagen es ist 45 ha
( Allgemein unterschied man die Königshube mit 90 Joch Bauland von der bairischen Hube, die wesentlich kleiner war und etwa einem Drittel der Königshube entsprach. Daneben gab es noch die slawische Hube, die noch kleiner war und etwa vier Fünftel einer bairischen Hube umfaßte)

100 Königshuben sind demnach 4500 ha
1 km² entspricht 100ha
Also sind 4500 ha gleich 45 km²
Das enspricht in etwa dem Gemeindegebiet von Salla (49,4 km²)
Der Bezirk Voistberg hat eine Größe von ca 680 km²

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[*] Verfasst am: 7-8-2007 um 07:56


Sorry, habe das dem Baravalle entnommen, Seite 536, dort steht "das Große Gebiet von 100 Königshuben ( etwa 524 qkm) am Oberlauf der Kainach". Hätte mir einerseits auch auffallen müssen anderseits gibt es aber viele Varianten für die Berechnung von Huben. So z.B. ist die Fränkische Hube 24,2 ha hingegen die kärntnerische errechnet sich aus den Tagbau, wobei ein Tagbau 4 bis 5000m2 ist. Eine Hube dort ist mit 16 Tagbau zu berechnen. Demnach sind das zwischen 64 bis 80 ha für eine Hube.
Ein sehr gutes Buch ist 800 Jahre Steiermark und Österreich 1102 - 1992. Im Selbstverlag der Historischen Landeskommision für Steiermark ISBN 3-901251-00-6
In diesem Buch finden wir auf Seite 62 das 100 Huben etwa 11 355 ha sind, das X2 für Königshuben, und wieder haben wir ein anderes Ergebniß.
Weiters sind auch Unterschiede in der Wirtschaftsfläche wie Wiesen Äcker Almen. Teilw. wird Wald Ödland und Gewässer nicht mit berechnet. Bei anderen Formen werden auch diese Flächen mit einbezogen. Demzufolge können wir nicht wirklich die tatsächliche Fläche einer Hube in ha in der heutigen Zeit bezeichnen und berechnen. Es sei den, wir finden eine genaue Begrenzung der Bewirtschaftungsfläche einer Hube in einer Urkunde. So gesehen kann niemand genau sagen wie groß die Ausdehnung dieser geschenkten Fläche von 100 Königshuben damals war, und es waren sicherlich auch mehrere Burgbereiche in dieser Fläche. Das kann genausogut ein Gebiet von Eppenstein bis Hengsberg, mit dazwischen liegenden Ödland, oder mehr sein.
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Rambo
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[*] Verfasst am: 9-2-2008 um 16:59


Heute war ich wieder einmal in Köflach. Aber seht selbst
Gruß Rambo

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[*] Verfasst am: 9-2-2008 um 16:59


Paula hat voll gewütet

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[*] Verfasst am: 9-2-2008 um 17:00


Natülich mußte ich rauf auf den Franziskanerkogel

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[*] Verfasst am: 9-2-2008 um 17:02


Irgendwie habe ich es geschafft durch das Gewirr der Äste und Bäume zu kommen

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[*] Verfasst am: 9-2-2008 um 17:03


Erschütternt was sich da getan hat

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[*] Verfasst am: 9-2-2008 um 17:03


Ohne Worte

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