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Autor Betreff: Ruine Leonroth
karolyi
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[*] Verfasst am: 16-7-2007 um 11:20


Auf das Geschlecht der Eppensteiner auf neu Leonrode ist schon Baravalle gestoßen. Du findest aber auch im LA noch jede Menge hinweiße dafür. Deshalb erscheint mir hier eine Altburg eben in Form einer Holzburg als warscheindlich. Steinburgen und zwar in Mischbauweise aus Holz und Stein finden wir in unserer Gegend nur wenige (sog. Fränkischer Burgenbau). Vielleicht könnten wir uns das auch gemeinsam einmal ansehen.
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martin
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[*] Verfasst am: 17-7-2007 um 00:12


hier ein Kommentar den Josef Scheiger, Burgenforscher der ersten Stunde anno 1867 zu Leonroth abgegeben hat :

"Diese Zeilen sollen übrigens nur dazu dienen, Freunde
unserer Burgruinen, welche zu etwas mühsamer Forschung Eifer haben, auf eine der zugleich merkwürdigeren und weniger bekannten Ruinen aufmerksam zu machen .
Solchen, welche außer der Forschungslust auch leibliche Gelüßte tragen, sei es gesagt, daß in der Nähe der Ruine außer gutem Wasser für Erfrischung nicht gesorgt ist.."

Josef Scheiger, 1867
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Rambo
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[*] Verfasst am: 17-7-2007 um 14:07


LEONROTH
Auszug aus Topographisch-statistisches Lexikon der Steiermark, Band II
Josef Andreas Janisch 1885

Leonroth, Burgruine in der Gemeinde Klein Wöllmis, Grchtsbzk. Voitsberg, am rechten Ufer der Gößnitz und am äußersten Punkte des Bergausläufers vom Hochgößnitz und Kreuzberg, am Fahrweg nach St. Martin, rechts kurz bevor dieser das Thal erreicht. Sie ist aber so sehr durch Gestrüpp und Bäume verdeckt, dass man sie von diesem Wege aus kaum erkennen kann. Ein Fußsteig führt rechts zu einem Felsen aufwärts, wo sich dann gleich die alten verwitterten Mauern zeigen. Das Schloß war auf Felsen gebaut, welche südöstlich in ein kleines Bachthal jäh abfallen und nördlich gegen die Gößnitz zu allmälig in den Wiesengrund übergehen. Die Ruinen sind weitläufig und ziemlich großartig; sie zeigen Reste von Ringmauern, Thürmen, kellerartigen Gewölben und Verließen, Zimmern und Sälen und umschließen im Burghofe auch eine prächtige in den Felsen gehauene Zisterne usw. Erst wenn man das Gößnitztal überschreitet und die jeweilige Ansteigung betreten hat, beginnt die imposante Burgruine aus der dichten Baumgruppe sich zu erheben. Am Fuße derselben ist ein hoher Erddamm, welcher bis zum Gößnitzbach reicht, wahrscheinlich der Rest eines Teichdammes, welcher einst die ganze Breite des Thales einnahm und den Bach, von welchem der Teich gespeist wurde, in die Höhe staute. Die älteren Besitzer von Leonroth (Leonrod, Leonrode) waren die Bärenegger, Kremser, Stubenberger, Lubgaster und Kainacher. Andreas Freiherr v. Kainach welcher mit seinem Bruder Georg Ulrich als Anhänger der Reformnation für immer aus dem Lande zog, verkaufte das Schloß und Herschaft Leonroth dem Probst Simon und dem Capitel von Stainz am 30. Juli 1629, worauf (1630) der Abt Heinrich von Lambrecht letztere damit belehnte. Nachdem das Stift Stainz im November 1639 vom Freiherrn zu Herberstein Schloß und Herrschaft Lankowitz gekauft hatte, scheint dasselbe die Verwaltung von Leonroth mit dieser Herrschaft vereint und Leonroth dem Ruine preisgegeben zu haben. Seit der Aufhebung des Stiftes Stainz bildet Leonroth einen Bestandteil der Religionsfondsdomäne Lankowitz, die Ruine selbst aber kaufte vor einigen Jahren ein Bauer um 150 FL. Unweit von Leonroth am Ausläufer des Wölmisberges vom Eintritt der Gößnitz in die Teigitsch an dieser aufwärts sieht man die Ruinen eines unbekannten Schlosses, vom Volke das Waldschloß genannt
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karolyi
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[*] Verfasst am: 17-7-2007 um 21:57


Diese Aussage ist beinahe unisono mit Baravalle. Ich zweifle auch nicht das Alter dieser noch vorhandenen Ruine an. Ich möchte hier nur einen Denkanstoss geben wo ich eben glaube, dass hier einstmals eine Burg vor dieser schon vorhanden war. Man braucht nur die Urkunden im LA durchsehen und man wird ehestbald auf Ungereimtheiten stoßen. Weiters möchte ich auch auf die Flur und Gewässernamen hier in der Umgebung von Leonroth hinweißen, und man kann daraus lesen, dass hier schon sehr früh eine Besiedelung aber auch eine mögliche Befestigung vorhanden war. Es geht auch aus Deinem Bericht hervor, dass das Heutige alt Leonrod als Waldschloss bezeichnet wird, und das ist für mich ebenfalls ein Hinweis, dass hier Historisch noch einiges nachzuholen und aufzuarbeiten währe. Ich bin nämlich ebenfalls der Meinung, dass sowohl alt und neu Leonroth ein und die Selbe Burgstelle haben. Das kann wahrscheinlich nur eine archäologische Untersuchung der Burganlage klären. Diese Erkenntniss hat auch in Hollenegg
erst vor wenigen Jahren ein klares Ergebniss gebracht.
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Rambo
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[*] Verfasst am: 18-7-2007 um 07:18


Ob es sich bei dem Waldschloß um Alt Leonroth handelt bezweifle ich
" Unweit von Leonroth am Ausläufer des Wölmisberges vom Eintritt der Gößnitz in die Teigitsch an dieser aufwärts sieht man die Ruinen eines unbekannten Schlosses, vom Volke das Waldschloß genannt "
(Eintritt der Gössnitz in die Kainach - das ist viel zu weit weg von Alt Leonroth selbst wenn man „aufwärts“ berücksichtigt, da gäbe es bessere Beschreibungen der Ruine )

Übrigens wer sollte eine archäologische Untersuchung der Ruine durchführen. Bekanntlich haben wir in der Steiermark zwar viele Archäologen, aber nur wenigen interessiert die mittelalterliche Geschichte, außerdem dürften nur Archäologen nach dem Bodedenkmalgesetz Grabungen durchführen. Die Handvoll „Amtsarchäologen“ sind für eine solche Grabung sicherlich nicht zu haben. Es fehlt vor allem auch an den notwendigen finanziellen Mitteln um eine solche Untersuchung durchführen zu können. Außerdem sind archäologische Grabungen in Ruinen sehr Zeit - und Arbeitsaufwendig.
Daher wird in unsere Ruinen nur von Laien gegraben die sich Anmaßen sie wüssten wie wissenschaftliche Grabungen durchgeführt werden sollen. Die Erkenntnisse die diese Laien dabei erlangen lassen dabei sehr zu wünschen übrig.

Gruß Rambo

Rambo hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
Leonroth.JPG - 162.25kb
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karolyi
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[*] Verfasst am: 18-7-2007 um 14:01


Es ist mir bekannt, dass Lassnik unter Mitwirkung von Hebert vor Jahren hier gegraben hat. Dabei sind auch protoromanische Scherben und älteres Material gefunden worden. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass diese Burg von Ottokar bei der Übername zerstört worden ist und danach wurde diese Festung nochmals von Albrecht heimgesucht. Das beweisen mir auch die noch vorhandenen Mauerreste. Ich möchte aber hier im Forum nicht mehr über mein Wissen von dieser Anlage kundtun.
Bei der heutigen Burg alt Leonrod müsste man im LA bei div. Abgaben an Grundherren usw. suchen. Ich bin fest davon überzeugt, dass auch hier zumindest ein Ministeriale gefunden wird wo dieser Burgname genannt wird. Das von dem heutigen alten Leonrode gefundene Scherbenmaterial geht bis ins Späte 15. Jhd. Da stimmt doch was nicht, oder.

Liebe Grüße Karolyi
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[*] Verfasst am: 18-7-2007 um 14:57


Herr Lassnik ist kein Archäologe und darf daher keine Grabung leiten oder führen. Im Bundesdenkmalgesetz ist das sehr genau geregelt und definiert.
Ich kenne Herrn Lassnik auch gut, aber mit Grabungen sollte er sich wirklich nicht beschäftigen. Die Grabungen von Lassnik die ich kenne und ich kenne einige von ihm, sehen sehr laienhaft aus. Hier ging es offenbar nie um Befunde sondern nur um Funde. Warum Dr. Hebert, den Historiker Dr. Lassnik überhaupt eine Grabung durchführen lässt ist vielen „Insidern“ schleierhaft. Aber darüber sollen sich andere den Kopf zerbrechen.
Ich für meinen Teil lege wenig Wert auf Funde, ich suche Befunde.
Zur Zeit wühle ich mich durch die vermutlich einzige noch erhaltene Dissertation von Kolanowitsch aus dem Jahr 1933, über die Besiedelung des Voitsberger Beckens. Nur über Leonroth ist da auch nicht viel zu erfahren, dafür werden sehr viele andere Burgen und Burgstellen beschrieben. (ich habe das Einreichexemplar mit allen Streichungen, Ergänzungen und einer Menge handschriftlichen Anmerkungen)
Was mich immer wieder wundert ist, wie wenig wir tatsächlich von unserer Geschichte wissen. Es ist noch nicht so lange her, da war zB Leonroth noch eine stolze Burg und doch wissen wir im Grunde genommen sehr wenig darüber.
Das auf Alt Leonroth Scherben des späte 15 Jhd gefunden werden, ist nicht aussagekräftig.
Die Burgstelle wurde sicherlich auch noch nach dem 13 Jhd weitergenutzt wenn vermutlich auch im bescheidenen Rahmen. Wer lässt schon eine bestehende Burg einfach verfallen, zumal die Burgstelle taktisch sehr klug gewählt ist. Ich für meinen Teil kann mir sehr gut vorstellen das diese Burg bis ins 15 Jhd. zumindest teilweise „besiedelt“ war bis sie ihre Taktische Vorherrschaft endgültig verloren hat. Nur wie sieht es auf der Burg mit älteren Keramiken aus, die Keramiken welche ich den „Wühlungen“ gefunden habe sind nicht eindeutig datierbar, es kann sich dabei sowohl um Keramiken aus dem 13. aber auch um welche des 15 Jhd. handeln.
Man sieht also es ist nicht immer leicht richtige Schlüsse zu ziehen, stand zB. Alt Leonroth im 15 Jhd. noch oder war es bereits eine Ruine? Die karge Literatur gibt uns auch keine befriedigende Auskunft darüber.
Es ist auch immer so eine Sache, wenn man an unsere Geschichte mit „Vorurteilen oder bestimmten Vorstellungen herangeht.
Als Beispiel soll uns folgendes dienen: Dr. Kramer hat in seiner Dis einen archäologischen Fund (Hügelgräber) in die Gemeinde Graden verlegt, weil dieser Fund in Untergraden gefunden wurde. ( 476 Graden, Band 1 Seite 272) siehe auch http://www.web-connect.at/index.php?cmd=showkat2&scid=26
Da es sich allerdings um Untergraden handelt, Untergraden ist eine KG der Gemeinde Rosental an der Kainach , ist ihm dabei leider entgangen Daher hat Untergraden nihcts mit dem Ort Graden zu tun
So gibt es eine Menge Fehlerquellen in der Aufarbeitung unserer Geschichte, teilweise aus Unkenntnis der Lage heraus aber auch teilweise aus der Tatsache heraus, das es sich um eine Angelegenheit handelt die schon immer so gehandhabt wurde oder vorhandene Literatur schlicht und ergreifend falsch interpretiert und ausgelegt wurde.

Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 18-7-2007 um 20:09
Frage an Karolyi



Zitat
Originally posted by karolyi
Es ist im Vischer kein Bergfried an der besagten Stelle zu erkennen, und ich konnte hier keine gemörtelten Mauerreste aber auch kein Sturzmaterial vorfinden, demnach kann es sich hier an dieser Stelle nur um eine Holzburg gehandelt haben. Und zwar wie ich glaube, hier auf diesem Hügel deutlich die Umrisse eines Dreieckturms zu erkennen. Das würde aber bedeuten, dass auf neu Leonroth an dieser Burgstelle eine ältere Burganlage bereits gestanden haben muss, und dass die Besitzer durch die gesamte Neubauphase hier gewohnt haben.


Warum eigentlich : Könnte doch genausogut sein, daß man hier nachträglich einen Bergfried vor die Burg stellen wollte ( wie z.B. in Prandegg OÖ, Waxenberg OÖ ) der dann aber nie gebaut wurde oder rückstandlos verschwunden ist.
Der Graben um den Hügel mit seinen sörgfälltig abgearbeiteten Wänden nimmt doch eindeutig Bezug auf die Burg, d.h. die Burg müßte schon bestanden haben als der Graben angelegt und damit der Hügel isoliert wurde.

Zitat
Originally posted by karolyi
Das würde aber auch bedeuten, dass die Anlage ins 10. oder 11. Jahrhunderte datiert werden müsste und dann würde auch die Zeit mit der Eppensteiner Herrschaft übereinstimmen.


Warum denn gleich ins 10. Jahrhundert ? Selbst wenn es wirklich eine provisorische Holzburg war, warum sollte die ganze 300 Jahre bis zur Errichtung der "heutigen" Neu-Leonroth ( so um 1300 oder danach ) bestanden haben ?
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karolyi
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[*] Verfasst am: 18-7-2007 um 22:10


Hallo Rambo, zum Thema prof. Archäologie können wir uns Privat unterhalten. Ich glaube wir haben da beide die Gleichen Erfahrungen. Lassnik ist Historiker und hat seinen Dr.als Historiker und ist berechtigt auch Grabungen zu leiten. Ist mal so.
Bezüglich unserer Geschichte musst Du Dich nicht wundern, jeder Geschichtsschreiber sieht die Vergangenheit mit eigenen Augen nur leider sprechen diese Menschen mit keinem der sich vor Ort auskennt, aber auch Kollegen sind nicht dabei erwünscht, es könnte ja eine Diskussion entstehen. Außerdem habe ich feststellen müssen, dass nur eine Handvoll Geschichtsschreiber sich in der Natur auskennen und dort auch auf die erforderlichen Spuren unserer Vergangenheit stoßen und auch finden. Ich habe dieses Wochenende das Erste Mal Leonroth gesehen und mir ist es wie Schuppen von den Augen gefallen was ich da zu sehen bekommen habe. Nachdem diese Burg auch einmal zu Stainz gehört hat, wird mir das Aufarbeiten dieser Burg nicht erspart bleiben.

Hallo Martin, Du hast schon Recht, dass im Graben die Wände sorgfältig abgearbeitet wurden. Der Graben zum Pallas hingegen ist um einiges gröber und schlechter abgearbeitet und scheint auch älter behauen zu sein. Es hat schließlich und endlich nachdem die neue Burg errichtet war keinen Grund mehr gegeben diese Stelle nachzubessern es wurde ja der Burggraben beim Neubau getieft. Und wenn Du in der Verlängerung von diesem Hügel das Fischgrätenmuster in der Mauer genau studiert hast, dann weist Du wie alt dieser Teil von Leonroth ist. Wer aus dem Burgenforum hat sich z.B. über den Namen Leonrode je schon mal den Kopf zerbrochen? Dieser Name ist mit unserer deutschen Sprache nicht zu beschreiben. Jedenfalls hat der Name mit der Farbe rot wie es einige gerne sehen nichts gemeinsam.
Holzburgen waren bei uns im bereich der Koralm kein Provisorium und haben sehr oft mehrere hundert Jahre zumeist als Turmhügelburgen bestanden. Ein besonders gutes Beispiel haben wir mit Hollenegg wo neben dem neuen Schloß die Turmhügelburg von alt Hollenegg zumindest 200 Jahre parallel zum Neubau unmittelbar daneben bestanden hat. Der Ursprung dieser Holzburgen liegt häufig im 10. oder 11. Jhdt. Später waren auch bei uns fränkische Fachwerkbauten im Burgenbau wie z.B. Lemsitz als Wasserburg. Diese Mischbauweise hat sich aber wie mir scheint, bei uns nicht durchgesetzt.
Die wohl größte Burgenvernichtung haben wir in der Weststmk. in der zeit Ottokars erlebt. Die nächste Welle bescherte uns Albrecht und zu guter letzt war es hier auf Leonroth das Kloster von Stainz. Wenn Du das berücksichtigst, kannst Du auch meinen Standpunkt nachvollziehen.

LG Karolyi
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[*] Verfasst am: 18-7-2007 um 23:49


Zitat
Originally posted by karolyi

Und wenn Du in der Verlängerung von diesem Hügel das Fischgrätenmuster in der Mauer genau studiert hast, dann weist Du wie alt dieser Teil von Leonroth ist.
LG Karolyi


Meinst Du dieses Mauerwerk ?

rhttp://www.burgenseite.com/unknown/leonroth_07.jpg

Das ist wenn ich mich richtig erinnere mit einer Baufuge an den älteren Bauteil von um 1300 angestellt, kann folglich nicht älter sein.
Auch ist das kein klassisches Fischgrätmauerwerk. Bei echtem opus spicatum findet man immer horizontale Bänder von schräg verlegten Steinen, manchmal nur in eine Richtung schräg, manchmal jede Lage in eine andere Richtung.
Das Mauerwerk in Leonroth ist sicherlich ein Unikum, weil die Platten zwar schräg verlegt sind, aber ohne jede Ordnung, einfach ein großes Durcheinander.
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Rambo
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[*] Verfasst am: 19-7-2007 um 05:13


@ karolyi
Ich bezweifle nicht, das Leonroth älter sein soll als in der Lit. erwähnt, nur dass sie bis in die Zeiten der Traungauer zurückgehen soll kann ich mir nicht so recht vorstellen. Gut möglich, dass in unmittelbarer Nähe von Neuleonroth schon vor der jetzigen Burg eine Wehranlage bestand, welche das Gößnitztal schützen sollte, immerhin war der Übergang über die Gössnitz schon von Alters her bekannt und genutzt. Beim Bau der Burg hat man diese ältere Anlage sicherlich gänzlich überbaut bzw. geschliffen, daher wird man heute nichts mehr davon finden. Übrigens selbst Krebenik hatte seine eigene Vorstellung woher der Name Leonroth kommen könnte, wenn ich mich richtig erinnere sprach er davon, das der Name von Löwen abgeleitet wird.
Die Burganlage war für die Verhältnisse relativ groß, ich habe manches Mal das Gefühl zu groß für ihren eigentlichen Zweck gebaut.
Ich sehe schon ich muss mich mehr mit Leonroth beschäftigen also muss ich mich wohl oder Übel daran machen die näher Umgebung zu begehen. Es gibt ja ein paar interessante Geländepunkte die mir schon früher aufgefallen sind, immerhin haben wir schon als Buben in der Ruine gespielt.
Übrigens in Stainz war ich im vorigen Jahr auch bei der Grabung dabei :-) zumindest war ich ein paar Tage dort und habe meinen bescheidenen Teil beigetragen.
Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 19-7-2007 um 14:29


Hallo Martin
Das Mauerwerk wie es auf der Aufnahme von Dir zu sehen ist, ist ein klassisches Fundament aus der Karolingerzeit. Wenn man es genau betrachtet, ist auch die Übermauerung von der neuen Burg über diese alte Mauer genau zu erkennen. Die Abbruchlinie der alten Burg ist deutlich auch auf der Aufnahme zu sehen, und da ist eindeutig die Handschrift vom Böhmenkönig Ottokar vorhanden. Ein klas. Fischgrätenmauerwerk wie wir es aus der Antike oder aus dem Mittelalter kennen ist in karolingischer Zeit kaum zu finden. Siehe die Dokumentation von der Ausgrabung am Ulrichsberg in Frauental. Das war einst eine aquiläische Kirche. Die Fundamente waren dort eindeutig karolingisch und haben ganz gleich ausgesehen wie diese Mauer. König Ottokar lebte von 1232 bis 1278 und hat in der Weststeiermark so gute Arbeit geleistet, dass viele Burgen welche von seinen Mannen zerstört worden sind, nicht wieder aufgebaut sondern von der einheimischen Bevölkerung bis ins 20. Jhdt. als Steinbruch entsorgt worden sind. Deshalb finden wir hier mancherorts nur mehr spärliche Reste einer Burg. Was Ottokar nicht zerstört hat wurde anschließend von Herzog Albrecht 1365 bis 1395 zerstört. Genau nach dieser Zeit ist auch der Wiederaufbau von Leonroth wie wir es aus der Geschichtsschreibung kennen. Tatsächlich hat es aber bereits schon sehr früh Ligist, Leonroth und Krems als strategisch wichtige Einheit gegeben.

Hallo Rambo
Wenn Du Dich mit alten Schriften Urkunden usw. beschäftigst, findest Du auch den Hinweis, dass die Eppensteiner ein Lehonrode an die Traungauer übergeben haben. Da scheidet das derzeitige alt Leonrod aus, weil diese Burg möglicherweise zu dieser Zeit noch gar nicht existiert hat. Ich habe dort einen anderen Verdacht. Es ist schon beachtlich, wenn hier ein Forscher bei der Namensdeutung der Burg auf den Begriff Löwe kommt. Selbst das würde auch wieder in die röm. Zeit hineinreichen. Dort haben Löwen eine große Rolle gespielt und Du wirst kaum eine römerzeitliche Stele finden wo nicht 2 Löwen darauf sind. Der Löwe währe auch denkbar, hier hat schon zur Römerzeit die Strasse vorbeigeführt. Der Löwe ist es aber sicher nicht. Ich möchte jedoch eine kleine Hilfestellung geben und nur einen Ansatz geben, Le ist die Bezeichnung für Hügel. Die weiteren Buchstaben mögen bitte Historiker hier anfügen.
Ja in Stainz hat Artner das Opidum welches ich 1979 Kramer bereits gezeigt habe gegraben. Es musste erst eine Zerstörung der Wallanlage stattfinden ehe das BDA den Grabungsbefehl gab. Dabei sind sehr schöne Öfen aber auch andere wunderschöne Fundstücke zu Tage gekommen. Vor kurzem wurde in der Nähe dieser Grabung eine Großbaustelle begonnen und ich habe weitere Öfen gefunden. Allerdings zum Unterschied derer vom Wolfgang, sind die, welche ich dort gesehen habe, sicherlich in das Mittelalter zu datieren. Es waren das aber auch Schüttöfen und was mich dabei stutzig macht, dass ich bei diesen Öfen Flussblei gefunden habe. Ebenso habe ich das dazugehörige Bergwerk gefunden. Das habe ich auch an das BDA weitergegeben.
Über Leonroth weiß ich noch einiges mehr und gerade das möchte ich hier im Forum nicht veröffentlichen. Ich bin aber durchaus für eine Zusammenarbeit bereit, aber nur mit Menschen die ein ehrliches Interesse haben und keine Raubgräber sind.

LG Karolyi
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[*] Verfasst am: 19-7-2007 um 14:38


Ich weiss um die Geschichte rund um die Anlagen von Stainz, und ich arbeite sehr gerne mit/für Artner.
soviel ich weiss wird in Stainz bald weitergegraben
Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 19-7-2007 um 19:08


Zitat
Originally posted by karolyi
Das Mauerwerk wie es auf der Aufnahme von Dir zu sehen ist, ist ein klassisches Fundament aus der Karolingerzeit.
LG Karolyi


Gibt es in Ö wirklich genug karolingisches , daß man Rückschlüsse über das Aussehen eines klassischen Fundamentes aus der Karolingerzeit machen könnte ?
Wenn ja, wo wäre das ?

Zitat
Originally posted by karolyi
Die Abbruchlinie der alten Burg ist deutlich auch auf der Aufnahme zu sehen, und da ist eindeutig die Handschrift vom Böhmenkönig Ottokar vorhanden.

LG Karolyi


OK, der Bruch in der Mauerwerkstruktur ist klar zu sehen, aber der obere Teil ottokarisch ?
Ich sehe dort primäre Spatenscharten, die sind für Feuerwaffen konzipiert und können wohl kaum aus den 1270'er Jahren sein, oder ?

Bitte nicht wundern, daß ich auch diesen Dingen herumreite, freue mich bloß, daß im Forum endlich wieder ambitioniert über Fachthemen diskutiert wird.
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[*] Verfasst am: 19-7-2007 um 19:39


Wir haben es hier mit drei verschiedenen Tälern zu tun, wurch welche wichtige Verkehrsverbindungen laufen/gelaufen sind und welche daher auch geschützt werden mussten. Das Kainachtal, das Gößnitztal und das Teigitschtal.
Da ist einerseits die Burg Leonroth im Gößnitztal anderseits die Burg Krems im Kainachtal beide Burgen hatten sicherlich die Aufgabe die Verkehrsverbindungen über die Gößnitz einerseits aber auch durch das Kainachtal andererseits zu sichern. Auch Alt Leonroth hatte einst diese Aufgabe im Teigitschtal. Nachdem der Warenverkehr sich vom Teigitschtal in das Gößnitztal verlagerte war es eine logische Konsequenz im Gößnitztal eine Burganlage zum Schutz der Verbindung zu bauen.
Das die Burg Altleonroth aufgelassen wurde, kann ich mir daher nicht vorstellen, sie wurde sicherlich wie schon erwähnt, länger als wir vermuten genutzt, da es auch das Teigitschtal noch immer eine wenn auch untergeordnete Verkehrsverbindung vor allem über die Hebalm/Pack nach Kärnten darstellte. Ich für meinen Teil vermute daher das die Burgen Krems und Neu Leonroth fast zeitgleich errichtet wurden. Jede dieser Burgen hat die gleiche Aufgabe, jede dieser Burgen wurde taktisch „im Tal“ gebaut. Nur Leonroth ist der Geschichtsschreibung irgendwie entgangen daher wissen wir relativ wenig darüber.

Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 20-7-2007 um 10:11


Karolingische Fundorte haben wir genug in der Steiermark, nur leider haben sich unsere Professionisten hier noch nicht sehr weit an die Sache herangewagt. Sie vermeiden eben jegliche Diskussion und sind deshalb unfehlbar. Erst vor kurzem haben wir auf der Koralm eine Lampe aus karolingischer Zeit wieder entdeckt. Diese wurde vor etwa 100 Jahre in einer lok. Zeitung beschrieben. Seither war diese Lampe verschollen. Ich werde demnächst das Bild Posten. Gleichfalls habe ich auch ein Posting laufen wo ich selbst nicht sicher bin, dass dieser von mir in einer Bergkirche gefundene Tischfuß, ev. auch karolingisch sein könnte, und ich sehe im Posting, dass auch unsere Forumteilnehmer ratlos sind. Wir sind eigentlich in der Geschichtsforschung noch ein weißer Fleck auf der Karte. Es müsste viel mehr miteinander geredet und diskutiert werden. Bisher gibt es die meisten Fundberichte aus dem Kärntner Raum. Aber wie gesagt auch aus Frauental und Deutschlansberg wirst Du welche finden.
Bei der Mauer hast Du mich falsch verstanden. Es ist nicht der Aufbau von Ottokar sondern die Zerstörungswut an derselben Mauer die von mir als Fischgrätenmauer bezeichnet wird zu erkennen. Die Aufmauerung über dieser Mauer hast Du richtig erkant. Die ist jüngeren Datums und dürfte erst nach Herzog Albrecht wieder Aufgebaut worden sein. Ich vermute, dass die gesamte Altburg von Ottokars Mannen dermaßen zerstört war, dass der größte Teil vom Mauerwerk dem Erdboden gleichgemacht wurde. Erst nach Herzog Albrecht konnte hier ein Wiederaufbau so wie Du die Burg Leonroth beschreibst stattfinden. Nachdem Du auch richtig sagst, die Mauer ist für Feuerwaffen ausgestattet, ist auch klar warum zu dieser Zeit der besagte Holzturm nicht mehr vorhanden war. Dieser Turm war noch bei der Altburg eine Notwendigkeit damit die Bogenschützen den Burghügel besser bestreichen konnten. Feuerwaffen gab es ja noch keine, und so reichte auch ein Holzturm aus. Bei der Größe dieser Burg müsste im unteren Bereich der alten Burg sogar noch ein zweiter solcher Turm gestanden sein.
Zum Thema Handelswege hat Rambo schon den richtigen Durchblick. Ich bin jedoch fest davon überzeugt, dass die wichtigsten Handelswege eben durch Ligist, Leonroth und Krems gesichert worden sind. Übrigens im Altteil von Ligist findest Du ein ähnliches Mauerwerk als Fundament. Erst in der Unruhigen Zeit von Ottokar und Albrecht musste die Wegverbindung über das Teigitschtal und weiter in Richtung Edelschrott-Pack geführt werden. Anderseits aber auch vorbei an Voitsberg und in einer Schleife Richtung Piber. Damit ist auch erklärbar warum dieses Gemäuer älter erscheint als neu Leonroth. Ist es auch wenn wir die Altburg auf neu Leonroth übersehen. Es war der Weg der an alt Leonrod vorbeigeführt hat, ein äußerst beschwerlicher Weg und ich bin mir nicht sicher ob dieser Weg damals durchgängig befahrbar war. Es gibt dort teilweise Geländeabbrüche und es ist deshalb diesen Verlauf zu folgen sehr mühsam und beschwerlich. Allein schon deshalb ist die Hauptverbindung durch das Gößnitztal und weiter über Leonroth in Richtung Pack schon sehr früh angelegt worden. Das Teigitschtal ist demnach meiner Meinung nur ein Notbehelf gewesen und so sieht die Burg dort auch aus.
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[*] Verfasst am: 24-7-2007 um 14:46


Wie viele (offizielle) archäologische Untersuchungen an Burgen gibt es in Österreich eigentlich pro Jahr? An wie vielen Objekten?
Gibt es eine zentrale Organisation die Befunde dazu sammelt - in deren Archiven man auch recherchieren kann?

LG MaDu
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[*] Verfasst am: 25-7-2007 um 08:35


Im Allgemeinen kann man keine genaue Anzahl an Grabungen pro Jahr nennen. Jedoch sind je nach Dringlichkeit laufend Grabungen seitens des BDA und diese sind Dokumentiert. Weiters haben wir in Östterreich einige Burgenvereine wo man ev. auch Nachforschungen anstellen kann, so z.B. haben wir in der Steiermark den steirischen Burgenverein. In diesem befinden sich auch steir. Archäologen und Historiker als Mitglieder.
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[*] Verfasst am: 25-7-2007 um 18:43


Zitat
quote]Originally posted by karolyi
Weiters haben wir in Österreich einige Burgenvereine wo man ev. auch Nachforschungen anstellen kann, so z.B. haben wir in der Steiermark den steirischen Burgenverein. In diesem befinden sich auch steir. Archäologen und Historiker als Mitglieder.

Das alles mag stimmen nur welche Burg/Ruine wurde in den letzten 15 Jahren archäologisch ausgegraben? Ich meine richtig und nicht nur dort ein Stückerl und hier ein Schnitt usw.
Die Mittelalterarchäologie scheint nicht unbedingt das Lieblingskind unserer Archäologen zu sein. Meist graben in Ruinen nur Laien oder solche die sich für Fachleute halten. (Dazu zähle ich auch Historiker welche niemals eine archäologische Ausbildung hatten und haben, diese zerstören mehr als sie mit ihren Grabungen erreichen, ihre Grabungen dienen nur zum aufpolieren ihres Ego). Wenn es Befunde aus archäologischen Grabungen gibt, sind diese nur mangelhaft und unzureichend. Ich war in den 80 und 90 Jahren bei so mancher Burgengrabung dabei, aber ich würde auch diese archäologischen Grabungen nicht als solche bezeichnen. Die Erkenntnisse waren mehr als dürftig und haben oft mehr Fragen aufgeworfen als Antworten gebracht. Leider wurden durch diese Grabungen jedoch auch wichtige Befunde welche man vielleicht heute anders deuten könnte unwiederbringlich zerstört, oft wurden die freigelegten Mauern ohne ausreichende Konservierung stehen gelassen und so verfallen sie auch heute noch vor sich hin.
Ich meine speziell in der Burgenforschung haben die zuständigen Archäologen kläglich versagt.
Gruß Rambo
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[*] Verfasst am: 26-7-2007 um 18:11


Von den Burgen die ich überblicke (Raum Baden), weiß ich nur von grabenden Lehrern, Pfadfindern und Schatzjägern. Ich glaub keine der Aktionen war annähernden von "Professionellen" begleitet.

@Vereine:
Ist der österreichische Burgenverein http://www.burgenverein.at/) in direkter Linie zu jenem mit F. Halmer der 60er zu sehen?

LG MaDu
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karolyi
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[*] Verfasst am: 27-7-2007 um 07:28


Ich kenne vorwiegend die steirisch kärntnerische Burgenlandschaft, und da sind auch nur in erster Linie die Weststeirischen Burgen für mich relevant. Schau doch mal unter folgendem Link http://bartz.at/steirischer-burgenverein/ hinein. Ansonsten kannst Du alles in den div. Archiven erstöbern ( Landesarchiv; Diözesanarchif; UNI-Archiv; Staatsarchiv usw.). Das benötigt aber viele Stunden Arbeit.
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wulf
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smile.gif Verfasst am: 29-7-2007 um 19:31
Beurteilung der noch sichtbaren Fakten



In den Jahren meines Interesse für Burgen und Burgruinen bitte euch doch zu Bedenken: zu welchem Zweck wurde erbaut, wer war der Herr oder Lehensträger, wie vermögend war dieser, in welcher Geografischen Lage liegt das Objekt, wieviele Kriege-Schlachten-Belagerungen durchlebte das Objekt, wie oft und wann wurde es umgebaut , erweitert oder umgebaut. Die Geschichte der Burg oder Burgruine ergibt sich daraus. Ja das sind viele Fragen die einer Erklärung bedürfen um etwas darüber zu Wissen.
Tja Leute macht euch daran ein wenig Licht ins Dunkel diese Materie zu bringen. Ja es ist ein wenig schwer.
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marc_st
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[*] Verfasst am: 26-5-2008 um 08:49


Hallo!

Ich hoffe ihr seid nicht bös, wenn ich das alte Thema wieder ausgrabe.

Ich war dieses Wochenende wiedermal auf dieser Ruineund hab mich dann ein bischen im Internet über sie infomiert und bin auf eure seite gestossen ;)

Das mein Beitrag auch sinnhaft ist, will ich euch Bilder die ich bei meinen vorletzten Besuch gemacht habe, nicht vorenthalten:

http://marcst.ma.ohost.de/02032008/
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Egon das Schwert
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[*] Verfasst am: 10-11-2008 um 21:35
Modell der Burg





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gono38
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[*] Verfasst am: 27-11-2008 um 14:30


An Egon das Schwert !

Tolles Foto ! Danke !

Allerdings handelt es sich bei diesem Modell um die Darstellung der Burg Anfang des 17 Jhdts. Die Anlage im Wohnbereich sah vorher etwas anders aus.
Man bekommt trotzdem einen guten Eindruck von diesem Anwesen. Die ältere Version der Burg kann man sich anhand alter Zeichnungen und Skizzen selbst
zusammen basteln, wenn man genug Zeit zu investieren und nen Fevel für Modellbau hat.

Gruss, gono38:cool:
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Der Galler
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[*] Verfasst am: 4-5-2012 um 14:05
Ruine Leonroth



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Der Galler
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[*] Verfasst am: 4-5-2012 um 14:05
Ruine Leonroth





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Der Galler
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[*] Verfasst am: 4-5-2012 um 14:06
Ruine Leonroth





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[*] Verfasst am: 4-5-2012 um 14:09
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[*] Verfasst am: 4-5-2012 um 14:10
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