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Autor Betreff: Steinschloss
martin
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[*] Verfasst am: 18-9-2007 um 22:05
Steinschloss



War wieder einmal am Steinschloss :
Schon erstaunlich was dort alles geschehen ist.
Jetzt wird gerade der gotische Wohntrakt im großen Burghof ausgegraben.

martin hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
steinschloss_rec_vor.jpg - 39.25kb
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martin
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[*] Verfasst am: 18-9-2007 um 22:10


Das beflügelt natürlich die Phantasie...
Vielleicht hat das einmal so ausgesehen ?

martin hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
stein_got_rec_1b_650.jpg - 35.92kb
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lady kitten
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[*] Verfasst am: 21-9-2007 um 21:33


Hübsche Rekonstruktion, gefällt mir gut.
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kreuzotter
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[*] Verfasst am: 26-9-2007 um 21:24


Zitat
Originally posted by martin
Das beflügelt natürlich die Phantasie...
Vielleicht hat das einmal so ausgesehen ?

schau ma mal ob ich das passwort noch weiß
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kreuzotter
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[*] Verfasst am: 26-9-2007 um 21:34


Zitat
Originally posted by martin
Das beflügelt natürlich die Phantasie...
Vielleicht hat das einmal so ausgesehen ?


ok, passwort war korrekt, dann kann ich ja was dazu beisteuern.
dass ein Holzgang im OG verlief, ist wahrscheinlich, sein Aussehen aber naturgemäß unklar; eine "Minizugbrücke vor dem Portal mit den "Scharniersteinen" ebenso. Der Türsturz dazu war gerade. Das Portal vom Hof in das kreuzgewölbte UG hatte keinen Spitzbogen, der ist dafür für die Kapelle belegt. Im gesamten Schuttmaterial konnte noch kein Gestäberest eines gotischen Fensters gefunden werden. In der gesamten restlichen Burg sind (oft später eingebaute) Sitznischenfenster vorhanden, also auch für diesen Bereich wahrscheinlich. Die Dachausformung ist vor allem für den Bauteil rechts schwer vorstellbar, auf dieser Höhe befand ich im 3.OG noch ein Wehrgang.
Das ist jetzt mal das, was mir ad hoc einfällt.... ist nicht bös gemeint, aber ich kenn das objekt in- und auswendig und ich freu mich nicht so wirklich über rekonstruktionsversuche, die irgendjemand für bare münze nehmen könnte und möglicherweise eine realreko anregt. es ist schwer genug, den verantwortlichen zu zeigen, dass ein respektvoller umgang mit historischer substanz wichtig ist, wenn man etwas davon so authentisch wie möglich erhalten möchte.
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martin
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[*] Verfasst am: 26-9-2007 um 23:54


Na wenigstens den Laufgang und die Zugbrücke hab ich richtig hingekriegt:
Diese "kleinräumigen" Zugbrücken aus dem späten 14. habe ich im Sommer in Böhmen zu Hauf gesehen.
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martin
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[*] Verfasst am: 27-9-2007 um 20:41


Zitat
Originally posted by kreuzotter

ich kenn das objekt in- und auswendig


Na da hätt ich dann gleich einmal zwei Fragen an die Spezialisten :

1) Wo rechts der jüngere Trakt angebaut ist, ist im EG eine Türe, heute stichboger Sturz. Darüber sieht es so aus als ob da ein älterer rundbogiger Sturz vermauert und "tiefergelegt" wurde. Auch an der Innenseite ist die türnische viel zu hoch für die heutige Tür.
Warum das ?

martin hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
stein_rb.jpg - 90.13kb
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martin
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[*] Verfasst am: 27-9-2007 um 20:46


Frage 2 :
Wie kann man bei dem Eingang ins Erdgeschoß erkennen, daß da kein Spitzbogiges Portal war ? Da ist doch nur noch ein riesiges Loch erhalten und die entsprechende Mauerpartie fehlt zu 100 % ?

martin hat dieses Bild als Anhang hinzugefügt:
stein_eg.jpg - 63.52kb
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chateaufort
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[*] Verfasst am: 24-10-2007 um 23:40


Hallo Martin,

mir fehlt hier eindeutig die Ortskenntnis. Villeicht können meine Bemerkungen etwas weiterhelfen

Frage 1: Sieht mir auch so aus, als wär's umgefrickelt. Der obere Bogen funktioniert aber als Entlastungsbogen, selbst es es früher keiner gewesen ist. Ohne Innenansicht und Übersichtsaufnahme traue ich mich zu weiteren Buchstaben hier.

Frage 2: Was weg ist ist weg - und ob man das Gewände wieder woanders findet (in Zweitverwendung) - das ist doch sehr selten. Welche Reste von Sandsteingewänden (bzw. Werkstücke aus anderem Material, das auch verwendbar ist) gibt es noch an der Burg? Wieweit ist es bis den nächsten brauchbaren Vorkommen? Im rheinischen Schiefergebirge hat man oft auf Sandsteingewände verzichtet, weil der Tansportweg sehr weit gewesen wäre, im südlichen Teil des Elsaß wohl auch (Nachweis ist schwer zu führen, wegen des fortgeschrittenen Zerstörungsstadiums der Anlagen). Aber über 10 km oder auch deutlich mehr konnte man Sandstein schon transportieren, um daraus Fenster- und Türgewände zu fertigen. Bei der Spesburg bei Andlau im Elsass beschränkt sich der Sandstein auf wenige Kapitelle und die Fenstergewände. Ober Rund- oder Spitzbogen - keine Ahnung. Beide Bogenformen sind von der Zeit um 1200 bis um 1600 gängig.

Grüße, chateaufort




"Ein Räthsel, [...] (dessen) Geheimniss sich nur allmählich zu entschleiern beginnt, muss immer wieder vom Forscher neu zu rathen versucht werden. Die beste Vorübung aber erscheint dazu die stets erneute Untersuchung des räthselhaften Objektes selbst." (C[hristian] Mehlis, Zur Dürkheimer Ringmauer, in: Jahresbericht der Pollichia / eines naturwissenschaftlichen Vereins der Rheinpfalz zu Dürkheim a. d. H., Bd. 37-39, 1881, hier S. 71)
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