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Autor Betreff: Hausberg Rothenberg bei Rothenhof in der Wachau/NÖ
Oliver de Minnebach
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Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 15-2-2008 um 23:32
Hausberg Rothenberg bei Rothenhof in der Wachau/NÖ





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Oliver de Minnebach
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Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 15-2-2008 um 23:34
Der Bericht meines Bruders für den aktuellen Band der FÖ



HOCH- und SPÄTMITTELALTER

KG Unterloiben
SG Dürnstein
VB Krems

Niederösterreich

GK-Österreich MGI 34 rechts: -57514 hoch: 5362159


In der Flur Rothenberg (etwa 2,71 km östlich der Pfarrkirche Dürnstein), oberhalb des Weilers Rothenhof, konnte im September 2007 durch Begehungen der Burgstall einer kleinen Burganlage entdeckt werden (Parzelle 461, 465, 467, 482/1, 533)
. Die Anlage erstreckt sich über einen exakt Nord-Süd verlaufender Geländesporn, welcher zum Weiler hin abfällt. Ein ehemaliger Halsgraben, welcher die Anlage vom relativ steil ansteigenden Hinterland abtrennte, wurde bereits im Spätmittelalter planiert um eine Nutzfläche für den Weinbau zu gewinnen und ist nur mehr leicht im Gelände zu erkennen. Im Zuge dieser spätmittelalterlichen Planierungs- und Terrassierungsarbeiten wurde auch ein vermutliches Vorwerk eingeebnet. Das Kernwerk (ca. 10 x 15 m) bildet ein kleiner Felskopf der nur schwach aus den, mit einem dichten Trockenrasen überzogenen, Hängen herausragt. Besonders bemerkenswert ist, dass der Großteil des noch gut erkennbaren Erdwerkes nicht den Geländeaufbereitungen für den sonst so intensiven Weinbau zum Opfer gefallen ist. Im Osten umzieht eine Hangstufe den Sporn. Der dichte Trockenrasen lässt nur vereinzelt das Aufkommen von Sträuchern und Buschwerk zu.
In der Bevölkerung ist der Sporn allgemein als der Standort einer abgekommenen Burg bekannt.
Es ist möglich, dass die Anlage in einer Verbindung zu dem bereits von K. Bors lokalisierten Hof zu Neudegg (siehe zuletzt FÖ 27, 1988, 334 bzw. FÖ 31, 1992, 546) gestanden hat. Eindeutige schriftliche Quellen sind auf diese Anlage nicht zu beziehen, sehr wohl gibt es aber Nennungen von Weingartenbesitz in der Flur Rothenberg. 1373 kaufte Elsbeth von Kuenring den Weingarten genannt „dy setz sonst der laimer der auf dem Ratperig gelegen ist“.
Insgesamt wurden 2,95 kg (196 Stück) Keramik geborgen (23 % Hochmittelalter, 77 % Spätmittelalter). Weiters fanden sich gebrannter Lehm in großen Mengen, sowie Kachelfragmente aus glimmerhältigem, reduzierdend gebranntem Ton. Das Fundmaterial datiert in das 12. bis 15. Jahrhundert.

Alle Funde befinden sich bei,
Andreas FRIES
Klostergarten 1
3503 Krems-Rehberg/Imbach

Andreas FRIES


Literatur:
H. Stary u. F. Bouterwek, Riedennamen von Loiben und ihre historische Herleitung in: 1000 Jahre Loiben, 1002 – 2002, hrsg. Stadtgemeinde Dürnstein, Horn 2002, 39 ff.
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