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Autor Betreff: Hausberg bei Neusiedl/Waldenstein im Waldviertel
Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 25-4-2008 um 20:40
Hausberg bei Neusiedl/Waldenstein im Waldviertel



Hausberg bzw. Burgstall Feinasberg - Venusberg


Auf den Burgstall können keine Nennungen gesicherten bezogen werden.


13 Buckelquader kugeln da am Abhang herum!!!

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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 25-4-2008 um 20:41
Neusiedl/Waldenstein





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[*] Verfasst am: 25-4-2008 um 20:42
Neusiedl/Waldenstein





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[*] Verfasst am: 25-4-2008 um 20:43
Neusiedl/Waldenstein





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[*] Verfasst am: 25-4-2008 um 20:44
Neusiedl/Waldenstein





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[*] Verfasst am: 25-4-2008 um 20:45
Neusiedl/Waldenstein





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chateaufort
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[*] Verfasst am: 29-4-2008 um 01:57


Sehr interessant - sieht ordentlicher aus als auf Gestion bzw. Chestion (Cne. de Labaroche, Haut-Rhin, F). Da haben die Buckelquader Hebelöcher, die ich als Wolfslöcher interpretieren möchte. Besser erhalten ist die nahe Belagerungsschanze.

Frage: gibt es Hinweise darauf, daß die Burg nie fertiggestellt wurde?

chateaufort




"Ein Räthsel, [...] (dessen) Geheimniss sich nur allmählich zu entschleiern beginnt, muss immer wieder vom Forscher neu zu rathen versucht werden. Die beste Vorübung aber erscheint dazu die stets erneute Untersuchung des räthselhaften Objektes selbst." (C[hristian] Mehlis, Zur Dürkheimer Ringmauer, in: Jahresbericht der Pollichia / eines naturwissenschaftlichen Vereins der Rheinpfalz zu Dürkheim a. d. H., Bd. 37-39, 1881, hier S. 71)
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wulf
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[*] Verfasst am: 29-4-2008 um 19:17


wo immer diese steine zuzuordnen sind. sie sind sehr genau behauen.
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Oliver de Minnebach
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[*] Verfasst am: 29-4-2008 um 21:30


Das sind definitiv Buckelquader eines repräsentativen Baues bzw. des Bergfried. Dort hat es eine Burg gegeben, darum hab ich auch Burgstall und nicht Hausberg geschrieben.


Die Burg wurde vermutlich bei einem Einfall der Böhmen zerstört.
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Torsten
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[*] Verfasst am: 6-5-2008 um 05:53


Zitat
Ursprünglich verfasst von chateaufort


Frage: gibt es Hinweise darauf, daß die Burg nie fertiggestellt wurde?

chateaufort


Das viel mir auch dazu ein, erinnert mich etwas
an Ringelstein(?), Elsaß.
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Oliver de Minnebach
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Motto: Wen interessiert Bauforschung?!?

[*] Verfasst am: 6-5-2008 um 08:38
Geschichtliche Daten



Aus Gerd Reichhalter und Thomas Kühtreiber, Burgen Waldviertel-Wachau, 2001:

Besitzgeschichte:
Um 1163 wird ein "Henricus de Niusidil" in einer Zwettler Urkunde genannt, wobei der Bezug zum diesem "Neusiedl" nicht eindeutig hergestellt werden kann. Darüber hinaus sind keine weiteren Nachrichten bekannt. (G.R.)

Baugeschichte:
Die Besonderheit der Anlage ist jedoch in den insgesamt 13 noch auffindbaren Buckelquadern zu sehen, die neben anderem Steinmaterial über den N- und NW-Abhang der Anlage verteilt sind. 4 Quader liegen am nördl. Auslauf des Grabens und wurden offenbar vom Außenwall am weiteren Absturz gehindert, 2 weitere auf der Terrasse im NW, die übrigen sind am Hang bis zur Talsohle verteilt. Die sehr großformatigen Blöcke zeigen sorgfältige Bearbeitung mit Randschlag, die Form der Buckel reicht von Kissenformen bis zu flachen Spiegelformen. Ein Quader im nördl. Graben zeigt die Zurichtung für eine rechtwinkelige Ecksituation. Die Tafel am Anstieg zur Plattform nennt sie "Kuriose Reliefsteine" und sieht sie als "...Hinweise auf Burg oder Kultanlage". Während die Anlage typologisch als kleinräumige, sehr typische Hausberganlage zu sehen ist, ist die Verwendung von Buckelquadern ein charakteristisches Merkmal qualitativ hochstehender Burgbauten, deren Errichtung ausschließlich im Umfeld bedeutender Ministerialen, Adelsgeschlechter oder des Landesfürsten selbst zu suchen ist und sich im 2. V. d. 13. Jhs. konzentriert. Das "Mystische" liegt hier im offensichtlichen Widerspruch zwischen einfacher Hausberganlage und der überaus qualitätsvollen architektonischen Ausführung der ehem. Massivbebauung, die nur schwer mit der nur einzigen Nennung örtlichen Adels in Verbindung gebracht werden kann und mglw. den Sitz eines noch nicht hierher lokalisierten Adelsgeschlechtes vermuten lässt.

Baubeschreibung:
Die Anlage besteht aus einem kegelstumpfförmigen Kernwerk, das nach der Beschreibung Schwammenhöfers eine Plattform von ca. 15 x 20 m Größe und rund 8 m Höhe aufweist und das an der SO-Seite einen tiefen Einschnitt und auf dem Plateau starke Unebenheiten zeigt. Vom eben heranführenden Vorgelände ist das Werk durch einen Graben getrennt, der die Anlage ringförmig umfasst und der im S, N und O durch einen zusätzlichen Außenwall begleitet wird. Der südl. Bereich ist z. T. verebnet bzw. von ausgeackerten Steinbrocken der anliegenden Ackerflächen verfüllt. Im W ist der Graben nur noch als Hangstufe vorhanden, im NW zeigt das Gelände einen starken Einzug, der am Fuß in einer kleinen Terrasse endet. Im N und NW tritt mehrmals der anstehende Fels zutage. (G.R.)

Arch-Untersuchung/Funde:
Lesefunde des 12.-15. Jhs. aus dem Vorfeld der Burg weitere
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chateaufort
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[*] Verfasst am: 10-5-2008 um 02:01


Der Vergleich mit Chestion / Gestion/Haut-Rhin liegt jetzt noch etwas näher!
An Literatur gibt es eigentlich noch fast nichts:
- CHARLES-LAURENT SALCH, Nouveau Dictionnaire des Châteaux Forts d'Alsace, Strasbourg 1991, S. 203 (fehlerhaft);
- BERNHARD METZ, Chestion, tour ou château / Chestion, château de siège (Alsatia munita), in: Informations, Bulletin d’Information de la Société pour la Conservation des Monuments Historiques d’Alsace, N° 32 – juin 2004, S. 3 f.
Mein Text:
Die auf 826 m ü. NN. in Gipfellage errichtete mittelalterliche Burg, wegen der Nähe zur bedeutenden Höhenstraße vermutlich eine Zollburg zwischen Lothringen und dem Elsaß, ist nach einer erfolgreichen Belagerung mit bemerkenswerter Gründlichkeit zerstört worden. Die kleine Anlage bestand vemutlich (im wesentlichen) nur aus einem Turm. An der Westflanke des Burgberges liegen etliche große Quader mit Wolfslöchern herum. Die übrige Bausubstanz besteht aus ruinösen Bunkern aus dem 1. Weltkrieg.
Sehr gut erhalten dagegen ist dagegen die südlich unterhalb der Burg auf einem gut 780 m hohen kleinen Vorgipfel gelegene viereckige Belagerungsschanze mit umlaufendem Graben und stark erhöhter Plattform; dort Reste von Trockenmauerwerk an der Südseite.


Nur in seiner Rätselhaftigkeit (genauer: Widersprüchlichkeit der Befunde) vergleichbar ist der Burgstall mit einer Burganlage in meiner Heimat, die m.E. offensichtlich in einem frühen Baustadium unvollendet liegengelassen wurde - "Perleburg" bei Bann bzw. Kindsbach, kanppe außerhalb der Stadtgrenze von Kaiserslautern. Die Qualität der Steinbearbeitung liegt wenigstens auf dem Niveau des Trifels. Hier könnte man noch nicht einmal eine Reichsburg wirksam ausschließen. Merkwürdig ist übrigens die Gipfellage fern einer natürlichen Wasserversorgung, aber in Sichtweite einer historischen Straßenverbindung.

Mit (Klein-)Ringelstein (besser klein-Ringelsberg) hat es weniger zu tun, weil hier handelt es sich um Steinbruch und Zurichteplatz (ein weiterer war wohl "Spiess 2") für Quadersteine der Burg Groß-Ringelstein. Interessant aber, daß ide Ummauerung des kleinen Plateaus später noch einmal instandgesetzt wurde, erkennbar an zwei in der Ringmauer eingesetzten Buckelquadern.
Literatur hierzu:
- BERNARD HAEGEL, L’enceinte et la carrière de pierres médiévale de Petit-Ringelsberg, in: Études Médiévales (Publication du Centre de Recherches Archéologiques Médiévales de Saverne), III, 1985 (1986) (Pays d’Alsace N° hors série 133 bis), S. 67-93;
- THOMAS BILLER, BERNHARD METZ, Anfänge der Adelsburg im Elsass, in ottonischer, salischer und frühstaufischer Zeit, in: Burgen der Salierzeit – Teil 2 – in den südlichen Landschaften des Reiches, Sigmaringen 1992, S. 260 f.;
- BERNARD HAEGEL, Beiträge zur Untersuchung einiger mittelalterlicher Steinbrüche im Elsass, in: Leben im Mittelalter – 30 Jahre Mittelalterarchäologie im Elsaß, Ausstellungskatalog, Speyer 1992, S. 270-276, v.a. S. 270, 272-274;
- BERNARD HAEGEL, Die Belagerungen der Burg Hohenstein im Elsass 1251 und 1338, in: OLAF WAGENER, HEIKO LAß (Hrsg.), „… wurfen hin in steine / grôze und niht kleine…“ – Belagerungen und Belagerungsanlagen im Mittelalter (Beihefte zur Mediaevistik, 7), Frankfurt a. M. 2006, S. 259-278, hier v.a. S. 268, Abb. S. 269.

Grüße, chateaufort




"Ein Räthsel, [...] (dessen) Geheimniss sich nur allmählich zu entschleiern beginnt, muss immer wieder vom Forscher neu zu rathen versucht werden. Die beste Vorübung aber erscheint dazu die stets erneute Untersuchung des räthselhaften Objektes selbst." (C[hristian] Mehlis, Zur Dürkheimer Ringmauer, in: Jahresbericht der Pollichia / eines naturwissenschaftlichen Vereins der Rheinpfalz zu Dürkheim a. d. H., Bd. 37-39, 1881, hier S. 71)
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